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Symbolismus - Symmachu

Bild 65.543: Symbolismus - Symmachus (Quintus Aurelius)
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10 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Symbolismusin der Litteratur, s. Bd. 17. / 7
Symbolum# (grch. Symbolon), s. Symbol und Symbolische Bücher. / 8
Symbolum _2# quicunque (lat.), s. Athanasianisches Symbolum. / 6
Symborodonein Hauptvertreter der Familie der Menodonten, nahe verwandt mit dem Brontotherium (s.d.). Hunderte / 38
Symeon# Säulenheiliger, s. Simeon. / 4
Symeon _2# Zar von Bulgarien (890-927), ein Sohn des ersten christl. Fürsten Boris (s. d.), wurde in Konstanti / 92
Symiim Altertum Syme, Insel an der Südwestküste Kleinasiens, nördlich von Rhodus, dem Golf von / 39
Symmachie(grch.), Kriegsbündnis, Schutz- und Trutzbündnis. / 6
Symmachus# der Verfasser einer griech. Übersetzung des Alten Testaments (Ende des 2. Jahrh.), die gegenüber / 53
Symmachus _2# Quintus Aurelius, röm. Redner in der zweiten Hälfte des 4. und zu Anfang des 5. Jahrh., bekleidete / 229

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Symbolismus - Symmachus (Quintus Aurelius)


Fortsetzung: Symbolische Bücher, öffentliche, von einer Kirche sanktionierte Schriften, die den Lehrbegriff derselben im Unterschied
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die Symbole verpflichtet werden müßten, nicht weil (quia), sondern insoweit (quatenus) sie mit der Heiligen Schrift übereinstimmten, und der Rationalismus (s. d.) fand in dieser Formel das Mittel, über die Symbole völlig hinwegzukommen, ohne ihr Ansehen zu bestreiten. Die jurist. Betrachtung derselben als förmlicher Glaubensgesetze mußte aber immer wieder das Recht der freiern Richtung in der prot. Kirche bedrohen. Zwar hatte Schleiermacher (s. d.) ihren Wert darauf zurückgeführt, daß sie nur die eigentümlichen Grundsätze der evang. Kirche im Unterschiede von der katholischen ausdrückten, und sich energisch gegen ihre Geltung als dogmatische Lehrnorm erklärt; aber die Reaktion im Kirchenwesen drängte seit dem dritten Decennium des 19. Jahrh. immer entschiedener auch auf Wiederherstellung der theol. und kirchlichen Autorität der Bekenntnisse.

Deutschland. Fluß- und

Bild 4.801a: Deutschland. Fluß- und Gebirgssystem
* 2 Deutschlands.

Während die pietistische Gläubigkeit nur an die Hauptartikel der Bekenntnisse sich halten wollte, regte sich allmählich eine immer mächtigere konfessionalistische Strömung, die, von den herrschenden kirchenpolit. Mächten gefördert, besonders seit 1850 in den meisten Landeskirchen Deutschlands [* 2] die Oberhand gewann. Die Vermittelungstheologie fügte sich meist unter allerlei stillen oder doch zweideutig ausgesprochenen Vorbehalten, und in einigen Gegenden schritt man zur Verschärfung der in der Aufklärungszeit fast überall gemilderten Verpflichtungsformeln.

Dennoch konnte man den Widerspruch des symbolischen Lehrbegriffs und des modernen Bewußtseins nur künstlich verdecken und sah sich an den meisten Orten genötigt, in der Handhabung der Bekenntnisautorität eine sog. milde Praxis eintreten zu lassen, welche die Verpflichteten von dem persönlichen Belieben ihrer kirchlichen Obern abhängig machte. Die freiere prot. Theologie der Gegenwart hat aufs entschiedenste die Abschaffung des Symbolzwangs gefordert und die Bedeutung der Symbole darein gesetzt, daß sie als die Geschichtsurkunden des ursprünglichen Protestantismus das eigentümliche religiöse Bewußtsein der prot.

Schweiz

Bild 14.746a: Schweiz
* 3 Schweiz.

Kirche in urkräftiger Frische, aber in einer durch die damalige Zeitbildung bedingten, nicht unabänderlich gültigen theol. Form enthalten, daher man sich wohl in ihren religiösen Gehalt zu vertiefen habe, an ihre dogmatische Vorstellungsform aber nicht gebunden werden könne. Während in der Schweiz [* 3] diese Ansicht zu kirchlicher Geltung durchgedrungen ist, ist seit 1892 in Deutschland [* 4] ein heftiger Streit über die Bindung der heutigen evang. Kirche an die Formeln des Apostolischen Symbolums entbrannt.

Nachdem im Frühjahr 1892 der württemb. Pfarrer Schrempf wegen seiner offenen Erklärung, das Apostolische Symbolum in seiner Amtsführung ferner nicht gebrauchen zu können, seines Amtes entsetzt worden war, wurde eine Äußerung von Adolf Harnack über den Widerspruch der Geltung des Symbolums mit den Ergebnissen der histor.-theol. Forschung bekannt, und von ihm sodann in einer Broschüre «Das apostolische Glaubensbekenntnis» (27. Aufl., Berl. 1896) des nähern vertreten.

Obwohl die Broschüre in ihrem Bericht über die Entstehung des Symbolums nur Dinge vorbrachte, die in der wissenschaftlichen Theologie längst feststanden, erregte sie bei orthodoxen Geistlichen und Laien doch Aufsehen. Die kirchliche Agitation rief eine starke Tages- und Broschürenlitteratur hervor und erlangte eine bedeutende Verschärfung des kirchlichen Gebrauchs des Apostolischen Symbolums durch Herstellung einer neuen Agende für die preuß. Landeskirche im J. 1894.

Vgl.   Schleiermacher, Über den eigentlichen Wert und das bindende Ansehen S. B. (im «Reformations-Almanach» für 1819; auch im 5. Bde. der «Sämtlichen Werke», Abteil. 1, Berl. 1846, S. 423-454);

Johannsen, Die Anfänge des Symbolzwangs unter den deutschen Protestanten (Lpz. 1847);

Lipsius, Bekenntnis und Bekenntnisverpflichtung (in: «Glaube und Lehre», [* 5] Kiel [* 6] 1871);

Beyschlag, Der neueste Streit über das Apostolicum (in den «Deutsch-Evangelischen Blättern», 1892, S. 765-787);

Heinr. Holtzmann, Bekenntnismäßigkeit und Lehrfreiheit in der evang.-prot.

Kirche (in der «Prot. Kirchenzeitung», 1892, Nr. 45-48); von Soden, Und Frieden auf Erden. Ein Wort zum Streit ums Apostolicum (Berl. 1892); Bornemann, Der Streit um das Apostolicum (Magdeb. 1893); Achelis, Zur Symbolfrage (Marb. 1893).

Von orthodoxer Seite: Cremer, Zum Kampf um das Apostolicum (Berl. 1892). Dagegen Harnack, Antwort auf die Streitschrift D. Cremers (Lpz. 1892).

Symbolismus,

in der Litteratur, s. Bd. 17.

Symbolum

(grch. Symbolon), s. Symbol ^[= (grch. symbŏlon; lat. symbŏlum), ursprünglich die zusammenpassenden Hälften eines Täfelchens ...] und Symbolische Bücher.

Symbolum

quicunque (lat.), s. Athanasianisches Symbolum. ^[= (oder nach dem Anfangsworte quicunque), das dritte der drei ökumenischen Symbole. ...]

Symborodon,

ein Hauptvertreter der Familie der Menodonten, nahe verwandt mit dem Brontotherium (s.d.).

Nase - Nasenbluten

Bild 11.1015: Nase - Nasenbluten
* 7 Nase.

Hunderte von Schädeln dieser riesenhaften Tiere, mit zwei starken paarigen Hörnern auf der Nase [* 7] und nashornartigem Gebiß, sind aus dem Mitteltertiär des amerik.

Westens ausgegraben.

Symeon,

Säulenheiliger, s. Simeon.

Symeon,

Zar von Bulgarien [* 8] (890-927), ein Sohn des ersten christl. Fürsten Boris (s. d.), wurde in Konstantinopel [* 9] erzogen, führte lange Kriege gegen die Byzantiner, wobei er 913, 922 und 924 Konstantinopel belagerte und seine Eroberungen bis nach Griechenland [* 10] und dem Adriatischen Meere ausdehnte, unterwarf sich einen Teil der Serben und nahm den Titel eines «Kaisers (Zaren) der Bulgaren und Griechen» an, den die bulgar. Herrscher dann bis zur türk. Eroberung führten. S. ist auch in der altslaw. Litteraturgeschichte von Bedeutung, indem er zu Bearbeitungen griech., meist encyklopäd. und theol. Werke die Anregung gab.

Symi,

im Altertum Syme, Insel an der Südwestküste Kleinasiens, nördlich von Rhodus, dem Golf von S. (Sinus Doridis) vorgelagert, gehört zum türk. Wilajet Dschesairi Bahri Sefid, ist felsig und kahl und zählt auf 79 qkm etwa 8000 griech. E.

Symmachie

(grch.), Kriegsbündnis, Schutz- und Trutzbündnis.

Symmachus,

der Verfasser einer griech. Übersetzung des Alten Testaments (Ende des 2. Jahrh.), die gegenüber den Septuaginta einen engern Anschluß an den Grundtext, aber mit Umdeutung der Anthropomorphismen erstrebte. S. stammte aus Samaria.

Seine Übersetzung ist jünger als die des Aquila und Theodotion, wurde aber schon von Origenes in seiner «Hexapla» mit benutzt.

Symmachus,



Symmachus (Cölius) - S

Bild 65.544: Symmachus (Cölius) - Sympathie
* 14 Seite 65.544.

Quintus Aurelius, röm. Redner in der zweiten Hälfte des 4. und zu Anfang des 5. Jahrh., bekleidete die Stadtpräfektur und das Konsulat in Rom und [* 11] bewährte sich als ein rechtlicher wohlmeinender Mann. Berühmt ist sein mit Ambrosius, Bischof von Mailand, [* 12] in Eingaben an Kaiser Valentinian II. geführter Streit um Wiederherstellung des von Kaiser Gratian entfernten Altars der Victoria [* 13] in ¶

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der Kurie des röm. Senats, d. h. um weitere offizielle Anerkennung des Heidentums. Seine Reden sind untergegangen bis auf die Bruchstücke von acht (drei Reden auf Valentinian und Gratian und fünf Senatsreden), welche Mai zuerst bekannt gemacht hat (Mail. 1815; auch Frankf. 1816; mit einigen spätern Entdeckungen in Mais «Scriptorum veterum nova collectio», Bd. 1, Tl. 4, Rom 1825 fg.; zuletzt in der Ausgabe von «Cicero de republica», Rom 1846). Dagegen ist noch eine von seinem Sohne veranstaltete Sammlung seiner Briefe (in zehn Büchern) erhalten, die denen des jüngern Plinius in Form und Stil fast sklavisch nachgebildet sind. Die im zehnten Buch enthaltenen amtlichen Schreiben des S., die «Relationes», sind für die Zeitgeschichte von großer Bedeutung. Diese amtlichen Schreiben hat W. Meyer (Lpz. 1872) besonders herausgegeben. Eine kritische Ausgabe des S. hat Seeck im 6. Bande der «Monumenta Germaniae historia» (Berl. 1883) und Kroll (Lpz. 1893) geliefert.-

Vgl.   Morin, Étude sur la vie et sur les écrits de S. (Par. 1847);

Kroll, De S. studiis graecis et latinis (Bresl. 1891).

Symmachus,

Cölius, Papst (498-514), ein Sardinier, vorher Diakonus, ließ auf einer Synode zu Rom 502. die Einmischung von Laien in die Angelegenheiten der röm. Kirche verbieten, konnte selber aber nur durch die Unterstützung des Kaisers Theodorich über seinen Gegenpapst Laurentius siegen.

Ende Symmachus
→ weiter zu Seite 65.544: Symmelie ⟹ (grch.), s. Sympodie.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 15. Band, Seite 541 [Suche = 65.543] im Internet seit 2005; Text geprüft am 1.8.2013; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//65_0543

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  • 67.972 Symbolismus
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  • 15.459 Symmachus
  • 65.544 Symmachus_2

* 14 Bilder dazu:

  • 8Bulgarien
  • 4Deutschland
  • 2Deutschlands
  • 10Griechenland
  • 6Kiel
  • 9Konstantinopel
  • 5Lehre
  • 12Mailand
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  • 13Victoria
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  • 14_Seite 65.544
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