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Stielbagger - Stiergef

Bild 65.357: Stielbagger - Stiergefechte
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12 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Stielbaggereine Art der Baggermaschinen, s. Bagger. / 7
Stielbrandsoviel wie Roggenstengelbrand, s. Brand (des Getreides). / 8
Stieleiches. Eiche und Tafel: Laubhölzer. Waldbäume Ⅲ, Fig. / 10
Stieler# Adolf, Kartograph, geb. 26. Febr. 1775 zu Gotha, studierte zu Jena und Göttingen die Rechte, / 174
Stieler _2# Karl, bayr. Dialektdichter, Sohn des folgenden, geb. 15. Dez. 1842 zu München, studierte seit / 152
Stieler _3# Karl Joseph, Porträtmaler, geb. 1. Nov. 1781 zu Mainz, studierte als Miniaturmaler in Wien / 163
Stielhammers. Daumenhammer. / 3
Stiepelpreuß. Ort, s. Bd. 17. / 6
Stier# das männliche unverschnittene Rind, s. Rindviehzucht. / 7
Stier _2# (lat. Taurus), das zweite Zeichen im Tierkreis (s. d.), von 30 bis 60°; es hat das Zeichen / 48
Stierens. Rindern. / 3
StiergefechteVolksbelustigungen, die schon in Griechenland, namentlich in Thessalien, und bei den Römern / 582

Seite 65.357

Stielbagger - Stiergefechte


Fortsetzung: Stiehle, Gust. von, preuß. General der Infanterie, geb. 14. Aug. 1823 in Erfurt, trat 1840 in das 21.
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teils im Stabe der Elbarmee, teils im Hauptquartier des Königs bei und leitete die militär. Schlußverhandlungen, die dem Prager Frieden folgten. Nachdem S. 1868 zum Commandeur des 4. Gardegrenadierregiments ernannt war, wurde er im Dez. 1869 als Abteilungschef in den Großen Generalstab sowie als Mitglied in die Studienkommission der Kriegsakademie berufen. Bei Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges von 1870 und 1871 wurde S. zum Generalmajor und Chef des Generalstabes der Zweiten deutschen Armee (Prinz Friedrich Karl von Preußen) [* 2] ernannt. Er schloß die Metzer Kapitulation ab, zeichnete sich bei Orleans und Le [* 3] Mans [* 4] aus und wurde im Nov. 1871 in das Kriegsministerium versetzt, wo er die Leitung des Allgemeinen Kriegsdepartements übernahm. 1873 erfolgte seine Ernennung zum Inspecteur der Jäger und Schützen, und 1875 zum Commandeur der 7. Division sowie die Beförderung zum Generallieutenant. S. wurde im Nov. 1881 kommandierender General des 5. Armeekorps und im März 1886 Chef des Ingenieur- und Pionierkorps und Generalinspecteur der Festungen. Im Sept. 1888 nahm er den Abschied.

Stielbagger,

eine Art der Baggermaschinen, s. Bagger. ^[= (ein aus dem Niederländischen ins Deutsche übergegangenes Wort) oder Baggert, auch Backert, ...] [* 5]

Stielbrand,

soviel wie Roggenstengelbrand, s. Brand ^[= # Georg Morris Cohen, dän. Ästhetiker und Litterarhistoriker, jüd. Abkunft, geb. 4. Febr. 1842 ...] (des Getreides).

Stieleiche,

s. Eiche und Tafel: Laubhölzer.

Waldbäume Ⅲ, [* 1] Fig. 1.

Stieler,

Gotenburg - Gotha

Bild 7.541: Gotenburg - Gotha
* 6 Gotha.

Adolf, Kartograph, geb. 26. Febr. 1775 zu Gotha, [* 6] studierte zu Jena [* 7] und Göttingen [* 8] die Rechte, wurde dann beim Ministerialdepartement in Gotha angestellt und 1829 zum Geh. Regierungsrat befördert; er starb 13. März 1836. Sein bekanntestes Werk ist der «Handatlas», den er unter Mitwirkung von Reichard 1817‒23 in 50 Blättern bei J. Perthes in Gotha herausgab und der noch heute durch fortgesetzte Korrekturen und Vervollständigungen (von C. Vogel, A. Petermann, Herm. Berghaus, Habenicht, Koffmahn, Lüddecke u. a.; 95 Blätter) zu den besten Atlanten gehört.

Vorzüge dieses Atlas [* 9] sind die in den neuern Blättern durchweg geschmackvolle Zeichnung, die treffliche Vervielfältigung in Kupferstich, verständnisvolles Handkolorit, Verarbeitung zahlreicher Quellen. Ferner veröffentlichte S. noch 25 Ergänzungskarten zum Handatlas sowie «Karte von Deutschland [* 10] nach dem Reichsschlusse vom 27. April 1803 mit den bis Sept. 1804 erfolgten Veränderungen» (1805),

«Schulatlas» (1821; 73. Aufl. 1894),

«Kleiner Atlas der deutschen Staaten» (30 Blätter, 6. Aufl. 1876),

«Deutschland, Niederlande, [* 11] Belgien, [* 12] Schweiz [* 13] und angrenzende Länder» (25 Blatt [* 14] in 1:740000, 1829‒36; revidiert 1876). Von geringerer Bedeutung ist S.s «Schulatlas der Alten Welt» (1823; 8. Aufl. 1834).

Stieler,

München

Bild 11.873a: München
* 15 München.

Karl, bayr. Dialektdichter, Sohn des folgenden, geb. 15. Dez. 1842 zu München, [* 15] studierte seit 1860 zu München die Rechte, unternahm seit 1869 größere Reisen, über die er in der «Allgemeinen Zeitung» berichtete, und ward Staatsarchivar zu München, wo er 12. April 1885 starb. Sein Ruf gründete sich auf seine, dem Volksleben trefflich abgelauschten Dialektdichtungen, von denen eine ganze Reihe von Sammlungen erschienen sind (zum Teil illustriert von H. Engl und von H. Kaufmann), darunter: «Weil’s mi freut» (Stuttg. 1876 u. ö.),

«Habt’s a Schneid!?» (ebd. 1877 u. ö.),

«Um Sunnawend’» (ebd. 1878 u. ö.),

«Hochlandlieder» (ebd. 1879 u. ö.) u. s. w. Nach seinem Tode wurden noch veröffentlich ^[richtig: veröffentlicht] sein köstliches «Winter-Idyll», Fragment (Stuttg. 1886; 21. Aufl. 1897),

«Kulturbilder aus Bayern» [* 16] (ebd. 1886; 2. Aufl. 1893) und «Natur- und Lebensbilder aus den Alpen» [* 17] (ebd. 1886; 2. Aufl. 1890). –

Vgl.   K. von Heigel, Karl S. (mit ungedruckten Jugendgedichten und S.s Briefen an seine Mutter, Bamb. 1891).

Stieler,

Mainz (Stadt: hervorra

Bild 11.120: Mainz (Stadt: hervorragende Gebäude)
* 18 Mainz.

Karl Joseph, Porträtmaler, geb. 1. Nov. 1781 zu Mainz, [* 18] studierte als Miniaturmaler in Wien [* 19] (1800), in Paris [* 20] unter Gérards Leitung (1806) und bereiste Italien [* 21] (1810). In Mailand [* 22] malte er den Vicekönig Eugen mit dessen ganzem Hofe, und in Rom [* 23] vollendete er sein erstes größeres Werk: Die Befreiung des heil. Leonhard (jetzt in der Kirche dieses Heiligen zu Frankfurt [* 24] a. M.). König Maximilian Ⅰ. berief ihn 1812 an den Hof [* 25] nach München, wo zahlreiche Bildnisse fürstl.

Personen entstanden. 1816 erregten S.s Porträte [* 26] des Kaisers Franz und seiner Gemahlin in Wien großes Aufsehen, so daß er von dort erst 1820 auf den Wunsch des Königs nach München zurückkehrte. Nach der Thronbesteigung Ludwigs Ⅰ. (1825) malte er diesen und seine Gemahlin im Krönungsornat. In das J. 1828 fällt das Porträt Goethes, eins der Hauptwerke des Künstlers (Neue Pinakothek zu München). Später faßte S. im Auftrage des Königs Ludwig die bedeutendsten Schönheiten Bayerns in einer Galerie zusammen (die sog. Schönheitsgalerie). S. starb 9. April 1858 in München.

Stielhammer,

s. Daumenhammer.

Stiepel,

preuß. Ort, s. Bd. 17.

Stier,

das männliche unverschnittene Rind, [* 27] s. Rindviehzucht.

Stier

(lat. Taurus), das zweite Zeichen im Tierkreis (s. d.), von 30 bis 60°;

es hat das Zeichen ♉. Das Sternbild S. befindet sich am nördl. Himmel [* 28] (s. Sternkarte des nördlichen Himmels).

Sein hellster Stern ist der Aldebaran.

Die Hyaden (s. d.) und das Siebengestirn (s. d.) bilden Teile dieses Sternbilds.

Stieren,

s. Rindern.

Stiergefechte,

Griechenland

Bild 7.696a: Griechenland
* 29 Griechenland.

Volksbelustigungen, die schon in Griechenland, [* 29] namentlich in Thessalien, und bei den Römern unter den Kaisern üblich waren und noch gegenwärtig zu den Lieblingsvergnügungen der Spanier gehören. Zwar wurden sie hier von Karl Ⅳ. aufgehoben, doch unter Joseph, Napoleons Ⅰ. Bruder, aus polit. Gründen wiederhergestellt. Die glänzendsten S. veranstalteten sonst bei feierlichen Gelegenheiten die Könige selbst. In Madrid [* 30] giebt man den Sommer hindurch regelmäßig einmal in der Woche für Rechnung des allgemeinen Hospitals S. Sie finden hier in der Plaza de Toros statt, einem Cirkus, [* 31] mit stufenweisen Sitzen umgeben, über denen sich eine Reihe von Logen erhebt.

Ähnliche Amphitheater befinden sich in allen größern Städten Spaniens; das größte, ganz aus Stein gebaut, etwa 20000 Menschen fassend, ist in Sevilla. [* 32] Die Fechter (Toreadores oder Toreros), die dieses Geschäft als Gewerbe betreiben und sehr gut bezahlt werden, aber auch freiwillig sich dazu einfinden, kommen in feierlichem Zuge, von einer Magistratsperson geführt, zu dem Kampfplatz: zuerst die Picadores (Piqueurs), auf schlechten Pferden, in alter span. Rittertracht, mit einer Lanze bewaffnet, die sich in der Mitte des Cirkus den Behältern der Stiere gegenüber aufstellen;

dann die Chulos oder Banderilleros zu Fuß, mit vielen Bändern geschmückt, in der Hand [* 33] eine lange seidene, helle Schärpe, die sich in die Zwischenräume der Barrieren verteilen;



Stieringen-Wendel - St

Bild 65.358: Stieringen-Wendel - Stift (Anstalt)
* 34 Seite 65.358.

endlich die Espadas oder Hauptfechter, fein gekleidet, mit dem bloßen Schwert in der rechten ¶

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356 und der Muleta, einem kleinen Stabe mit einem Stück glänzendem Seidenzeug, in der linken Hand. Sobald der Vorsteher des Magistratskollegiums das Zeichen giebt, wird der Stier aus dem Behälter gelassen. Die Picadores nehmen den ersten Angriff an, suchen den Stier mit der Lanze ein wenig in die Schulter zu stechen und retten sich, wenn ihr Pferd [* 35] von ihm verwundet wird, durch schnelle Flucht. Hierauf, oder wenn ein Picador zu Sturze kommt, erscheinen, um ihn zu retten, die Chulos, werfen dem Stier ihre Schärpen über den Kopf und retten sich im Notfall durch einen Sprung über die bretterne Wand, welche den Cirkus einschließt.

Durch Zurufen wendet zugleich ein anderer Picador den Stier von seiner Beute ab und auf sich hin. Wenn der Stier durch den Angriff auf 10–12 Picadores zu ermüden beginnt, ziehen sich die Picadores zurück und es greifen nun die Chulos zu den Banderillas, kleinen, 60 cm langen, mit Bändern und Papierschnitzeln umwundenen Stäben, an deren Enden kleine Widerhaken angebracht sind, um sie dem Stier anzuhängen: sie lassen den Stier anspringen, weichen aber dem Angriff aus und stecken die Stäbe dem Stier in den Nacken.

Ist ein Stier sehr feig, so hängen ihm die Chulos Banderillas de Fuego an, d. h. Wurfspieße mit ausgehöhlten und mit Schwärmern gefüllten Stäben. Im Moment des Einsteckens in das Fell des Stiers entzünden sich die aus dem einen Ende der Stäbe hinausfahrenden Schwärmer; der Stier, durch die Explosionen scheu gemacht, läuft dann wütend im Cirkus herum und stürzt sich nun gewöhnlich auf den ersten Kämpfer, den er sieht. Endlich tritt der Espada hervor, um den letzten Stoß dem Stier beizubringen, der beim Erblicken der Muleta mit verschlossenen Augen dagegen rennt.

Während aber der Stier unter dem linken Arme durchrennt, stößt ihm der Espada das Schwert in die Brust. Oft wird an einem Tage mit 8–10 Stieren gekämpft. Kämpfer büßen dabei selten das Leben ein. Wenn der Stier vom Espada nicht tödlich getroffen wird, aber niedersinkt, so kommen Cirkusknechte, die nicht zu den Stierkämpfern zählen, und geben dem Stier mit einem Nickfänger den Gnadenstoß. Diese Knechte heißen deshalb Matadores (d.i. Schlächter). –

Vgl.   Lozano, Manual de la tauromquia (Sevilla 1882);

Joest, Spanische [* 36] S. (Berl. 1889).

Ende Stiergefechte
→ weiter zu Seite 65.358: Stieringen-Wendel ⟹ Eisenwerk, s. Forbach.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 15. Band, Seite 355 [Suche = 65.357] im Internet seit 2005; Text geprüft am 29.12.2017; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//65_0357

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Siehe auch:

  • 15.322 Stielbrand
  • 15.322 Stieler
  • 15.322 Stier
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  • 45.711 STIERACKER
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  • 65.358 Stieringen-Wendel_2
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  • 65.358 Stiersucht_2

* 36 Bilder dazu:

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