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Stettiner Haff - Steub

Bild 65.342: Stettiner Haff - Steub
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Stettiner Haffs. Pommersches Haff. / 5
Stettiner Maschinenbau-Aktiengesellschaft"Vulcan" in Bredow bei Stettin, hervorgegangen 1857 aus einer 1851 von Früchtenicht / 86
SteubLudw., Schriftsteller, geb. 20. Febr. 1812 zu Aichach in Oberbayern, studierte in München Philologi / 244

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Stettiner Haff - Steub


Fortsetzung: Stettin, 1) Regierungsbezirk der preuß. Provinz Pommern, grenzt im N. an die Ostsee, im S. an die Provinz
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Papierfabrik «Hohenkrug»),

die Mühlenwerke (Stettiner Walzmühle, Dampfmühlen-Aktiengesellschaft),

Brauereien (Bergschloßbrauerei, Brauerei-Aktiengesellschaft «Elysium») u. a. S. ist Sitz der 3. Sektionen der Nordöstlichen Eisen- und Stahl-, der Ziegelei-Berufsgenossenschaft und der Berufsgenossenschaft der Schornsteinfegermeister des Deutschen Reichs, der 4. Sektion der Brennerei-, der 5. der See- und der 6. der Fuhrwerks-Berufsgenossenschaft, ferner Sitz der Pommerschen land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft. Hauptartikel der Ausfuhr sind Holz, [* 2] Kartoffeln, Rohzucker und Cement, der Einfuhr Steinkohlen, Eisen, [* 3] Petroleum, Kolonialwaren, Wein und namentlich Heringe.

Die Einfuhr zur See betrug 1896: 2 049 224 t, die Ausfuhr 676 461 t. Der Handel wird unterstützt durch eine Reichsbankhauptstelle, die Vorsteher der Kaufmannschaft, welche die Stelle einer Handelskammer vertreten, zahlreiche Versicherungs- und Dampfschiffahrtsgesellschaften, darunter die Lebensversicherungsgesellschaft «Germania», [* 4] die Preußische Nationalversicherungsgesellschaft, die See- und Flußversicherungsgesellschaften " Pommerania», «Union», Stettiner und Norddeutsche Versicherungsgesellschaft, Neue Dampfer-Compagnie, Pommersche Dampfschiffahrtsgesellschaft, die Dampfschiffahrtssellschaften «Kurland», [* 5] «Arnold», «Braeunlich» u. a.

Bregthalbahn - Bremen

Bild 67.215: Bregthalbahn - Bremen [unkorrigiert]
* 6 Breite.

Verkehrswesen. Der Bau des einen der beiden projektierten Hafenkanäle von 1200 m Länge und 100 m Breite [* 6] nebst vorliegendem Wendebassin von 230 m Breite hat (und zwar auf Kosten der Stadt, die zunächst 16, im ganzen 30 Mill. M. für die neuen Hafenanlagen vorgesehen hat) 6. Febr. 1894 begonnen und ist (1897) nahezu vollendet. Die anschließenden Wasserstraßen im Bezirk von S. haben ebenfalls bedeutende Verbesserungen erfahren (s. Oder). Die Reederei umfaßte an größern Seeschiffen 1895: 52 Segelschiffe mit 6941 und 90 Dampfschiffe mit 34 647 Registertons. Die Stadt S. erhält auf den Mölnwiesen einen Freihafenbezirk. 1895 kamen im Seeverkehr an (gingen aus) 4159 (4163) Schiffe [* 7] mit 1 335 664 (1 339 262) Registertons, im Flußverkehr 12 041 (12 073) Kähne mit 1 574 057 (1 575 686) t Laderaum. Regelmäßige Dampferverbindungen über Swinemünde bestehen mit Neuyork, [* 8] Frankreich, Spanien, [* 9] den Mittelmeerhäfen und allen bedeutenden Plätzen der Nord- und Ostsee.

Staatsbahnen und Priva

Bild 5.442a: Staatsbahnen und Privatbahnen im Deutschen Reich
* 10 Staatsbahnen.

S. liegt an den Eisenbahnlinien S.-Strasburg (60,2 km), S.-Stargard-Danzig (368 km), S.-Cüstrin-Breslau (352,5 km) und Berlin-S. (134,7 km) der Preuß. Staatsbahnen [* 10] und hat ein Postamt erster Klasse mit vier Zweigstellen, ein Telegraphenamt erster Klasse mit Zweigstelle (Börse), drei Stadtpostanstalten, ein Postamt zweiter Klasse (Stettin-Neutorney) und ein Postamt dritter Klasse (Stettin-Pommerensdorf), sämtlich mit Telegraph, [* 11] ein Fernsprechamt und elektrische Straßenbahn in der Stadt und nach Grabow.

Dänemark

Bild 4.500a: Dänemark
* 13 Dänemark.

Geschichte. S., lat. Stetinum, erst später auch Sedinum genannt, soll ehemals ein wend. Fischerdorf gewesen sein und erst nach dem Niedergange der Stadt Julin (Wollin), etwa um 830, eine größere Bedeutung erlangt haben. 1124 wurden die ersten Stettiner durch Bischof Otto von Bamberg [* 12] getauft, der hier zwei Kirchen erbaute. Ende des 12. Jahrh. begann die Einwanderung von Deutschen, namentlich aus Niedersachsen. 1295 wurde S. der Sitz eines Zweiges des pommerschen Fürstenhauses, in dem Herzog Otto I. die stettinische Linie begründete, die 1464 ausstarb, worauf das Land wieder vereinigt wurde. Im Dez. 1570 wurde in S. durch Vermittlung des Kaisers Maximilian II. ein Friede zwischen Dänemark [* 13] und Schweden [* 14] geschlossen, der den Dreikronenkrieg (s. d.) beendigte.

Der Handel S.s entwickelte sich schon im Mittelalter, wo es Mitglied der Hansa wurde. Nach dem Aussterben der pommerschen Herzöge mit Bogislaw XIV. (1637) fiel S. durch die Wirren des Dreißigjährigen Krieges im Westfälischen Frieden an Schweden, statt vertragsmäßig an Brandenburg [* 15] (s. Pommern, [* 16] Geschichte). Der Große Kurfürst belagerte S. seit Juli 1677 und eroberte die Stadt 6. Jan. 1678, mußte sie aber 1679 wieder aufgeben. Im Nordischen Krieg wurde S. 29. Sept. 1713 von den Russen unter Menschikow erobert und 9. Okt. an Preußen [* 17] überlassen; 1720 wurde es im Frieden von Stockholm [* 18] definitiv an Preußen abgetreten. Vom 29. Okt. 1806 bis 5. Dez. 1813 war es von den Franzosen besetzt. S. ist der Geburtsort der Kaiserin Katharina II. von Rußland.

Vgl.   Berghaus, Geschichte der Stadt S. (2 Bde., Wriezen 1875-76);

Th. Schmidt, Zur Geschichte des Handels und der Schiffahrt S.s 1786-1846 (ebd. 1875);

W. H. Meyer, S. in alter und neuer Zeit (Stett. 1887);

ders., S.s Aktiengesellschaften (ebd. 1889);

Wörl, Führer durch S. (4. Aufl., Würzb. 1890).

Stettiner

Haff, s. Pommersches Haff. ^[= der durch die Inseln Usedom und Wollin von der Ostsee abgetrennte Strandsee, ...]

Stettiner

Stettin

Bild 15.307a: Stettin
* 19 Stettin.

Maschinenbau-Aktiengesellschaft «Vulcan» in Bredow bei Stettin, [* 19] hervorgegangen 1857 aus einer 1851 von Früchtenicht & Brock gegründeten Schiffswerft für eiserne Schiffe mit Maschinenfabrik, umfaßt Eisengießerei, [* 20] Kesselschmiede, Maschinenbauanstalt, Lokomotivfabrik, Schiffswerft und ein eisernes Schwimmdock mit durchschnittlich 4500 Arbeitern und einem Aktienkapital von 8 Mill. M. Hergestellt wurden bis 1897 über 1650 Lokomotiven (die erste 1857), über 238 Schiffe, darunter 17 große Kriegsschiffe für die deutsche, ferner 6 für die chines. Marine und 6 große Schnelldampfer (bis zu 20000 t Raumgehalt und 28000 indizierten Pferdestärken) für die Handelsmarine.

Steub,

Ludw., Schriftsteller, geb. 20. Febr. 1812 zu Aichach in Oberbayern, studierte in München [* 21] Philologie und Rechtswissenschaft, lebte 1834-36 in Griechenland [* 22] als Beamter im Bureau der Regentschaft zu Nauplia, später in dem des Staatskanzlers zu Athen. [* 23] Seit 1836 nahm er seinen Wohnsitz zu München, wo er seit 1845 Anwalt, 1863-80 Notar war. Er starb 16. März 1888 in München. S.s Studien waren hauptsächlich auf die Alpenländer und deren ethnogr. Verhältnisse gerichtet. Beachtenswerte Arbeiten sind besonders seine Schriften «Über die Urbewohner Rhätiens und ihren Zusammenhang mit den Etruskern» (Münch. 1843) und «Zur rhätischen Ethnologie» (Stuttg. 1854). Ferner veröffentlichte er: «Die oberdeutschen Familiennamen» (Münch. 1870),

«Zur Namen- und Landeskunde der deutschen Alpen» [* 24] (Nördl. 1885) und «Zur Ethnologie der deutschen Alpen» (Salzb. 1887). Ausgezeichnet durch gediegenen Stoff und treffliche Darstellung sind seine Reiseschilderungen aus der Alpenwelt, wie «Drei Sommer in Tirol» [* 25] (Münch. 1846; 3. Aufl., 2 Bde., 1895),



Steubenville - Steuerb

Bild 65.343: Steubenville - Steuerbord
* 26 Seite 65.343.

«Herbsttage in Tirol» (ebd. 1867) u. a. Früher schon bewährte er sein Darstellungstalent in «Bildern aus Griechenland» (2 Tle., Lpz. 1841). Von S.s belletristischen Werken sind «Novellen und ¶

mehr

Schilderungen» (Stuttg. 1853),

der Roman «Deutsche [* 27] Träume» (3 Bde., Braunschw. 1858; 2. Aufl. 1888) und die in Tirol spielende Erzählung «Der schwarze Gast» (Münch. 1863) hervorzuheben. Außerdem veranstaltete er eine Sammlung seiner «Kleinern Schriften» (4 Bde., Stuttg. 1873 - 75),

«Lyrische Reisen» (ebd. 1878) und «Gesammelte Novellen» (ebd. 1881; 2. Aufl. 1883). S.s Selbstbiographie «Mein Leben» erschien mit einem Anhang von Felix Dahn «Über Ludwig S.» in Schottländers «Deutscher Bücherei» (Bresl. 1883).

Ende Steub
→ weiter zu Seite 65.343: Steubenville ⟹ (spr. stjuhbenwill), Hauptstadt des County Jefferson im nordamerik. Staate Ohio, Eisenbahnknotenpunk
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 15. Band, Seite 340 [Suche = 65.342] im Internet seit 2005; Text geprüft am 23.12.2012; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//65_0342

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Siehe auch:

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  • 65.343 Steubenville_2

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