[* 1] ^[Abb. 1. Dämpfer [* 2] mit Maischapparat.]
[* 1] ^[Abb. 2. Maischappa (System Pauksch).]
[* 1] ^[Abb. 3. Maischappa mit Kühlröhren (System Plintsch.]
[* 1] ^[Abb. 5. Hefekammer und Gärraum mit beweglichen Kühlvorrichtungen.] ¶
Spiritusfabrikation. I
* 3 Seite 65.173b.[* 3] ^[Abb. 1. Röhrenkühler.]
[* 3] ^[Abb. 2. Maischeent (System Müller-Eberhardt).]
[* 3] ^[Abb. 3. Pistoriusscher Apparat.]
[* 3] ^[Abb. 4. Kontinuierlicher Destillierapparat.]
[* 3] ^[Abb. 5. Ilgesscher Automat.] ¶
Spiritusfabrikation,
Spiritusfabrikation
* 4 Spiritusfabrikation.[* 4] Brennerei, die gewerbsmäßige Darstellung von Spiritus [* 5] (s. Alkohol). Die S. wird in Deutschland [* 6] nur vereinzelt als selbständige Großindustrie betrieben und ist in den meisten Fällen ein landwirtschaftliches Gewerbe, in welchem Falle sie meist als Branntweinbrennerei (s. Brennerei) mit Branntwein (s. d.) als Endprodukt betrieben wird.
In den Rohmaterialien der S. ist der Alkohol entweder bereits fertig vorhanden, so daß nur eine Absonderung desselben von den übrigen Bestandteilen zu erfolgen hat (z. B. in der Cognacbrennerei, bei welcher nur eine einfache Destillation [* 7] der Weine stattfindet), oder der Spiritus wird erst aus andern Bestandteilen der Rohmaterialien gebildet. Hier sind zu unterscheiden: a. zuckerhaltige Rohmaterialien (Melasse, Rüben, Obst u. s. w.), in denen erst durch Gärung eine Spaltung des Zuckers in Alkohol und Kohlensäure stattfinden muß, welcher dann die Abscheidung des Alkohols durch Destillation folgt;
b. stärkemehlhaltige Rohstoffe (Getreide, [* 8] Kartoffeln), bei denen zunächst eine Umwandlung des darin enthaltenen Stärkemehls in vergärbaren Zucker [* 9] zu erfolgen hat.
Der Gang [* 10] des Brennereibetriebes läßt sich daher am vollständigsten an der Verarbeitung stärkemehlhaltiger Rohmaterialien (in Deutschland besonders der Kartoffeln) erkennen.
Der wesentlich für die Brennerei in Betracht kommende Bestandteil der Kartoffeln ist das Stärkemehl. Der Gehalt der Kartoffeln an Stärkemehl schwankt in weiten Grenzen [* 11] (zwischen 12 und 24 Proz., auch darüber), so daß die Ausbeute an Spiritus sehr verschieden ist. Die Überführung der Stärke [* 12] in Zucker und Dextrin geschieht durch den Einfluß eines verzuckernden Fermentes, der Diastase des Malzes (s. d.). Auf 100 kg verarbeiteter Kartoffeln kommen 4-6 kg Grünmalz (= 2½-4 kg Gerste [* 13] oder anderm Malzgetreide) in Anwendung. Um die Stärke der Kartoffeln zu verzuckern, muß dieselbe erst der Verkleisterung unterworfen ¶