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Produit net - Produkti

Bild 63.455: Produit net - Produktivgenossenschaften [unkorrigiert]
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Produit net - Produktivgenossenschaften [unkorrigiert]


Fortsetzung: Probiergewicht, # diejenigen Teilgrößen des Gold- und Silbergewichts, deren man sich zur Feinheitsbestimmung,
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eines ?. I0n^i8iiinu8 D"v.) Die Familie enthält die größten aller Armfüßer und hatte im Kohlen- kalkmeer ihre Hauptverbreitung. ?roüuit nst (frz., spr. -düih neh), Reinertrag, s. Netto und Physiokratismus.

Produkt (lat.), etwas Hervorgebrachtes, Erzeug- nis der Natur oder Kunst, speciell uuvcrarbeitetes Naturerzcugnis (Gegenstand des Produktenhandels, s. d.).

über Produktivgenossenschaften in der Mathematik s. Multiplikation. (S. auch Edukt.) Produktenhandel, der Handel mit Landes- erzeugnissen (Landesprodukten), in Deutschland [* 2] vorzüglich der Haudel mit Erzeugnissen der Land- wirtschaft, z. V. Getreide, [* 3] Hülsenfrüchten, Kartof- feln, Olsaat, Spiritus, [* 4] Sämereien u. s. w. Dieser Handel ist im 19. Jahrh, von großer Wichtigkeit geworden und hat an vielen Orten des Inlandes, namentlich an den Exportplätzen der Seeküsten, eigene Börsen, Makler und Kursberichte.

Zugleich aber ist auch die internationale Konkurrenz, beson- ders die der überseeischen Länder, zu einer außer- ordentlichen Entwicklung gelangt. Da die Ernte- ergebnisse in den einzelnen Ländern oft stark schwan- ken, so spielt die Spekulation im P. eine große Rolle. (S. Getreidehandel.) Produktion (lat.), Güterproduktion, die Erzeugung von wirtschaftlichen Gütern, wie auch die weitere Verarbeitung bereits vorhandener Güter zur Erhöhung ihres Gebrauchswertes. Es handelt sick bei der Produktivgenossenschaften vom Standpunkte der Volkswirtschaft wesentlich nur um Erzeugung von Gebrauchswert;

Hanc veniam etc. - Han

Bild 8.65: Hanc veniam etc. - Hand
* 5 Hand.

jedoch geht mit der letztern bei der bestehenden Ge- sellschaftsordnung im großen und ganzen auch die Hervorbringung und Vermehrung von Tauschwert Hand [* 5] in Hand.

Jede Produktivgenossenschaften im volkswirtschaftlichen Sinn schließt eine menschliche Arbeitsthätiakeit mit ein. Bei der Produktivgenossenschaften im engern Sinn, nämlich der Produktivgenossenschaften von Sachgütern (materielle Produktivgenossenschaften), erscheinen neben der Arbeit, wenn auch nicht in gleichartiger Bedeu- tung mit dieser, als weitere Faktoren der Produktivgenossenschaften einer- seits das Kapital, bestehend aus Arbeitsmitteln, die selbst Produkte sind, und andererseits die Natur- grundlage (Boden und Naturkräfte), welche die nicht produzierten, sondern ursprünglich von der Natur gegebenen Produktionsmittel umfaßt.

Die Produktivgenossenschaften eines Sachgutes ist erst abgeschlossen, wenn dasselbe kon- sumtionsrcif in die Hand des Konsumenten gelangt, weshalb neben der Landwirtschaft und der Industrie auch der Handel und das Transportgeschäft zum Bereich der materiellen Produktivgenossenschaften zahlen.

Dienstbarkeit - Dienst

Bild 4.954: Dienstbarkeit - Dienstvergehen
* 6 Dienste.

Außer der Er- zeugung von Eachgütern betrachtet man jedoch auch alle Arbeits- und Dienstleistungen als Produktivgenossenschaften, die irgendwie für einzelne Menschen oder für die Ge- samtheit nützlich oder angenehm sind, wenn sie anch nicht in ein materielles Substrat übergehen, wie die Dienste [* 6] der gelehrten Berufszweige, der Beamten, die Leistungen der Schauspieler, der Dienstboten u. s. w. Jedwede Produktivgenossenschaften kann endlich entweder für den eigenen Bedarf des Produzenten (hauswirt- schaftliche Produktivgenossenschaften, Eigengewinnung) stattfinden oder zum Zweck des Absatzes an dritte Personen (ge- werbliche, verkehrsmäßige Produktivgenossenschaften).

Der ganze Charakter einer Volkswirtschaft hängt davon ab, welche dieser beiden Formen der Produktivgenossenschaften überwiegt.

Produktionsfutter, s.Futter (Bd. 7, S.445I)). Produktionskosten, privatwirtschaftlich alle Auslagen und Aufwendungen zur Herstellung eines Gutes (s. d.).

Dahin gehören die Kosten der Roh- und H^MdHe, dei aufgewandten Arbeit, der Ab- nutzung an Werkzeugen, Maschinen u. dgl., für Unterhalt des Anfsichts- und Verwaltungspersonals, die Versicherungskosten, die Kosten der Aufbewah- rung und des damit etwa verbundenen Abgangs sowie die in vielen Fällen unmittelbar vom Pro- duzenten getragenen Kosten der Zufuhr auf den Markt und die Zinsen der für die Produktion in Anspruch genommenen Kapitalien.

Volkswirt- schaftlich ist der Begriff der Produktivgenossenschaften enger zu fassen, indem z.B.

Arbeitslöhne und Kapitalzinsen, welche im Inlande bleiben, als Reineinkommen anfznfassm sind, weil ihr Abgang nur in der Verteilung des gesamten Volkseinkommens eine Änderung bewirkt. Produktionskrisis, s. Handelskrisen und über- produltion.

Produktionssteuern, diejenigen Arten der in- direkten Besteuerung, welche den steuerpflichtigen Gegenstand bei seiner Produktion und nach Maß- gabe derselben erfassen.

Sie sind entweder Rohstoff- steuern, wenn sie nach der Menge des verarbeiteten oder erzeugten Rohstoffs bemessen werden, oder Fabrikatsteuern, wenn sie von dem fertigen Erzeug- nis am Erzeugungsorte erhoben werden. Produktiv (lat.), schaffend, erzeugend, schöpfe- risch, frucktbar. ^kohlenformation.

Produktive Steinkohlenformation, s.Stein- Produktivgenossenfchaften, Vereinigungen von Arbeitern oder kleinern Unternehmern behufs Herstellung industrieller oder landwirtschaftlicher Er- zeugnisse auf gemeinfame Rechnung und Gefahr. Sie gehören zu den sog. Erwerbs- und Wirtschafts- genossenschaften (s. d.) und unterscheiden sich von verwandten Arten derselben dadurch, daß sie nicht bloß auf die gemeinschaftliche Beschaffung einzelner Bedingungen oder Erleichterungsmittel der Pro- duktion, wie z. B. gemeinsame Beschaffung von Rohstoffen, Verkaufslokalen u. s. w., abzielen, fon- dern das Ganze des Geschäftsbetriebes umfassen. Ihre Bedeutung für die Lösung der industriellen Arbeiterfrage wurde früher vielfach überschätzt.

Man glaubte uämlich in ihnen das Mittel zu besitzen, wie der Arbeiterstand ohne Verzichtleistung ans den dnrch die moderne Entwicklnng einmal unvermeid- lich gewordenen Großbetrieb gleichwohl ähnlich wie in frühern Zeiten in den Stand der selbständigen Unternehmer aufrücken und an Einkommen und socialer Stellung gewinnen könnte. In diesem Sinne befürworteten die Produktivgenossenschaften als Mittel zur Emancipation der Lohnarbeiter insbesondere auch Socialisten, so Vuchez (s. d.) und Louis Blanc (s. d.) in Frankreich, und Lassalle (s. d.) stellte die Forderung auf, der Staat solle eine Summe von 100 Mill. Thlrn. zur Dotierung von Produktivgenossenschaften der Arbeiter widmen.

Die Er- fahrung hat jedoch gezeigt, daß die industriellen Produktivgenossenschaften mit ungemein großen Schwierigkeiten zu kämpfen haben und daß die Erwartung, sie würden sich den Privatbetrieben allgemein überlegen zeigen, weil bei ihnen das Interesse aller Beteiligten am Ge- deihen des Unternehmens am höchsten angespornt sei, irrig war.

Sehr hänfig fällt es gerade Produktivgenossenschaften schwierig, die richtige Gcschästsleitung zu finden;

es bedarf bei den einzelnen Genossen großer Verträglichkeit und freiwilliger Unterordnung, damit die Geschüfts- leitung nicht durch mangelnde Disciplin gestört werde;



namentlich im Anfang werden auch oft hohe Ansprüche an die Opferwilligkeit der Mitglieder ge- stellt. Soweit man überblicken kann, sind auch weit mehr Produktivgenossenschaften an Fehlern der Geschäftsleitung oder innern Zwistigkeiten gescheitert als an Kapitalmangel. ¶

Ende Produktivgenossenschaften
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Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 13. Band, Seite 453 unkorrigiert [Suche = 63.455] im Internet seit 2005; Text geprüft am 7.8.2007; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//63_0455

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