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Gliederhülse - Gliedsc

Bild 58.77: Gliederhülse - Gliedschwamm
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Überblick der Artikel
16 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Gliederhülsedie zwischen den Samen zusammengeschnürte Fruchthülle der Leguminosen. (S. Frucht, Bd. 6, / 24
Gliederkessels. Dampfkessel (Bd. 4, S. 726 b) und Tafel: Dampfkessel III, Fig. / 14
Gliederkorallens. Oktaktinien. / 3
GliedermannGliederpuppe, die aus Holz bis zu Lebensgröße hergestellte menschliche Figur mit beweglichen / 24
Gliedersalbes. Rosmarinsalbe. / 3
Gliederschmerzs. Akrodynie. / 3
Gliederschotediejenige Form der Kruciferenschote, die zwischen den Samen zusammengeschnürt ist und deshalb / 37
Glieder-Seeliliens. Seelilien. / 3
Gliederspinnen(Arthrogastra), Spinnentiere (s. d.), deren Hinterleib in deutliche Ringe geteilt ist, mit den / 30
Gliedertiere(Arthrozoa, Articulata), Benennung Cuviers für die von ihm vereinigten Gliederfüßer (s. d., / 42
Gliederung# der Kontinente oder auch kleinerer Länderräume nennt man nach dem Vorgange Karl Ritters, der / 408
Gliederung _2# der taktischen Einheiten, s. Aufstellung und Gliederung der taktischen Einheiten. / 11
Gliederwehhitziges, s. Gelenkrheumatismus. / 4
Gliederwürmer(Annelides s. Annulata), Anneliden, Ringelwürmer, Würmer mit gestrecktem, meist cylindrischem, / 83
Gliedmaßens. Glied (S. 72 b). / 6
Gliedschwammweiße Gelenkgeschwulst, fungöse oder tuberkulöse Gelenkentzündung (Fungus oder Tumor albus / 342

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Gliederhülse - Gliedschwamm


Fortsetzung: Gliederfüßer, (Arthropoda) nennt man eine außerordentlich zahlreiche Abteilung dcr wirbellosen Tiere, deren
mehr

geteilt, in die Kiemenatmer (Branchiata), zu welchen die Krebse, und in die Luftröhrenatmer (Tracheata), zu welchen alle übrigen Gliederfüßer gehören.

Gliederhülse,

die zwischen den Samen [* 2] zusammengeschnürte Fruchthülle der Leguminosen. [* 3] (S. Frucht, Bd. 6, S. 387 a, (Anmerkung des Editors: Band [* 4] 7 ) und Hülse.) [* 5]

Gliederkessel,

s. Dampfkessel [* 6] (Bd. 4, S. 726 b) und Tafel: Dampfkessel III, [* 1] Fig. 7.

Gliederkorallen,

s. Oktaktinien.

Gliedermann,

Gliederpuppe, die aus Holz [* 7] bis zu Lebensgröße hergestellte menschliche [* 1] Figur mit beweglichen Gliedern, deren sich die Künstler besonders als Modell zu Gewandstudien bedienen.

Gliedersalbe,

s. Rosmarinsalbe.

Gliederschmerz,

s. Akrodynie. ^[= (grch.), eigentümliche, 1828-30 in Paris, späterhin auch während des Krimkrieges ...]

Gliederschote,

diejenige Form der Kruciferenschote, die zwischen den Samen zusammengeschnürt ist und deshalb bei der Reife nicht der Länge nach aufspringt, sondern in der Quere in einzelne einsämige Stücke auseinanderfällt. (S. Frucht, Bd. 6, S. 387 a.)

Glieder-Seelilien,

s. Seelilien.

Gliederspinnen

Spinnentiere

Bild 15.152a: Spinnentiere
* 8 Spinnentiere.

(Arthrogastra), Spinnentiere [* 8] (s. d.), deren Hinterleib in deutliche Ringe geteilt ist, mit den Ordnungen der Walzenspinnen (Solifugae), Afterskorpione (Pseudoscorpionina), Skorpione (Scorpionina), Geißelskorpione (Pedipalpi) und Afterspinnen (Phalangina).

(S. die betreffenden Artikel.)

Gliedertiere

(Arthrozoa, Articulata), Benennung Cuviers für die von ihm vereinigten Gliederfüßer (s. d., Arthropoda) und Ringelwürmer (s. d., Annulata).

In neuerer Zeit hat sich die Ansicht vielfach geltend gemacht, daß die letztern allerdings zu den erstern innigere Beziehungen hätten, als zum Typus der Würmer. [* 9]

Gliederung

Glieder, künstliche

Bild 7.430: Glieder, künstliche
* 10 Glieder.

der Kontinente oder auch kleinerer Länderräume nennt man nach dem Vorgange Karl Ritters, der diesen Begriff 1826 in seinem Vortrage «Über geogr. Stellung und horizontale Ausbreitung der Erdteile» eingeführt hat, die mehr oder weniger unregelmäßige Umrißgestalt der betreffenden Landmassen, die dem Umstande ihre Entstehung verdankt, daß an einen durch Meereseinschnitte in seinem Zusammenhang nicht unterbrochenen «Rumpf» sich größere oder kleinerer «Glieder» [* 10] in Gestalt von Halbinseln und Landzungen ansetzen.

Den Gliedern werden auch nahe Festlandsinseln, die durch Meereseingriff aus Halbinseln hervorgingen, zugezählt. Diese horizontale Gliederung wird auch Küstenentwicklung genannt. Die Betrachtung der Karte zeigt ohne weiteres, daß hinsichtlich der Gliederung die Erdteile in der Reihenfolge Europa, [* 11] Asien, [* 12] Amerika, [* 13] Australien, [* 14] Afrika [* 15] aufeinander folgen, oder daß z. B. die Balkanhalbinsel [* 16] wesentlich stärker gegliedert ist als die Iberische. (S. Erde, Bd. 6, S. 252 b.) Als mathem.

Ausdruck der Gliederung benutzte man zuerst das Verhältnis des Küstenumfangs zum Flächeninhalt. Dem Mißstande, daß hier Größen erster und zweiter Dimension [* 17] verglichen werden, suchte man abzuhelfen, indem die Küstenlänge zur Quadratwurzel aus dem Flächeninhalt in Beziehung gesetzt wurde, oder indem man Umfang und Inhalt mit den entsprechenden Werten eines flächengleichen Kreises oder einer flächengleichen Kugelkalotte als den Flächen kleinsten Inhalts beigegebenen Umfang verglich.

Da aber bei einer bestimmten Länge die Einzelgestaltung der Küste sehr verschieden sein kann, und da das Messen der Küstenlänge je nach dem Kartenmaßstab zu sehr ungleichen Zahlenwerten führt, so haben all die so gewonnenen Zahlenausdrücke für die Größe der Gliederung wenig Wert. Innerlich berechtigter und auch anschaulicher sind die Methoden zur Bestimmung der Gliederung, bei welchen die Flächeninhalte des Rumpfes und der Glieder zueinander in Beziehung gesetzt werden, was in verschiedener Weise geschehen kann; allein hier macht oftmals die Abgrenzung des Rumpfes gegen die Halbinselglieder Schwierigkeit. Trotzdem finden sich diese Methoden neuerdings mehrfach angewandt, auch nachdem jüngst der Begriff des mittlern Küstenabstandes und der Prozentanteil des flächengleichen Minimalküstenabstandes an der ganzen Fläche für die Zwecke der Gliederungsbestimmung verwendet worden ist. –

Vgl.   Precht, Untersuchungen über horizontale (in der «Zeitschrift für wissenschaftliche Geographie», 1. Ergänzungsheft, Weim. 1889) mit vollständiger Litteraturangabe; Rohrbach, Über mittlere Grenzabstände (in Petermanns «Geogr. Mitteilungen», 1890);

Ehrenberg, Studien zur Messung der horizontalen Gliederung (Würzb. 1891).

– Unter vertikaler Gliederung eines Länderraums versteht man in der modernen Geographie seinen Aufbau aus den verschiedenen Formen von Ebenheiten und Unebenheiten, die Übersicht der räumlichen Anordnung von Tief- und Hochländern und Gebirgen. Ihre Veranschaulichung läßt sich höchstens durch die Werte orometrisch ermittelter Größen (s. Gebirge) geben; besser dienen dazu Höhenschichtenkarten und Profile.

Gliederung

der taktischen Einheiten, s. Aufstellung und Gliederung der taktischen Einheiten.

Gliederweh,

hitziges, s. Gelenkrheumatismus. ^[= (Rheumatismus articulorum, Rheumarthritis) nennt man alle diejenigen entzündlichen Gelenkaffektione ...]

Gliederwürmer

Blutegel

Bild 3.71: Blutegel
* 18 Blutegel.

(Annelides s. Annulata), Anneliden, Ringelwürmer, Würmer mit gestrecktem, meist cylindrischem, seltener abgeflachtem Körper, der durch auf der Oberfläche beginnende, mehr oder weniger weit in die Leibeshöhle vorspringende Scheidewände in eine größere oder geringere Anzahl von Ringen oder Segmenten zerlegt ist. Die Bewegungsorgane bestehen im wesentlichen aus Borsten, die entlang der Körperseiten entweder direkt eingepflanzt sind oder auf Hockerreihen (Parapodien) stehen (Borstenwürmer), oder aber aus besondern Saugnäpfen (Blutegel). [* 18] Von vielen Zoologen werden auch die Sternwürmer (s. d.) zu den Gliederwürmer gezählt. Weiteres s. Ringelwürmer.

Gliedmaßen,

s. Glied ^[= # künstliches, auch Ersatzglied, Prothese, im allgemeinen jeder mechan. Apparat, der nach dem ...] [* 19] (S. 72 b).

Gliedschwamm,



Gliedwasser - Glimmer

Bild 58.78: Gliedwasser - Glimmer
* 22 Seite 58.78.

weiße Gelenkgeschwulst, fungöse oder tuberkulöse Gelenkentzündung (Fungus oder Tumor albus articulorum, Arthrocace), eine chronisch verlaufende, von der Synovialschleimhaut oder vom Knochen [* 20] ausgehende und allmählich durch üppig wuchernde Granulationen die Gelenkknorpel und die umgebenden Weichteile erweichende Gelenkentzündung, die alsbald auch die knöchernen Gelenkenden durch Verschwärung (Karies) zerstört und häufig durch Fieber und Säfteverluste das Leben des Kranken auf das höchste bedroht. Dieses bösartige Übel, das durch die Entwicklung von Tuberkeln innerhalb des Gelenks entsteht, beginnt meist mit einem Gefühl von Schwere und Spannung in dem erkrankten Gelenk, das nach und nach mit einer unter der Haut [* 21] liegenden, schwammig anzufühlenden Geschwulst umgeben wird. Dazu gesellen sich heftiger Schmerz und Hitze in der affizierten Stelle, außerdem Allgemeinleiden des Körpers, Fieber und Schwäche. Der ¶

mehr

unter dem Gelenk liegende Teil magert gewöhnlich beträchtlich ab, die Haut über der Geschwulst wird schließlich rot und blau und die ganze Gelenkgegend schwillt durch Zusammendrückung der das Blut zurückführenden Gefäße wassersüchtig an. Bricht endlich die Geschwulst auf, so ergießt sich Eiter in Menge, der bald durch Eintritt von Luft in die Eiterhöhle zur übelriechenden Jauche wird, und das ganze Knochengelenk nebst den Kapselbändern wird auf diese Weise zerstört.

Dabei wird der Kranke durch schleichendes Fieber, Schweiße, Schlaflosigkeit und große Schmerzen auf den höchsten Grad der Erschöpfung gebracht, bis endlich der Tod, manchmal freilich erst nach langen Leiden, [* 23] erfolgt. Der Gliedschwamm befällt vorwiegend das jugendliche Alter, namentlich Kinder von 2 bis 10 Jahren, doch werden auch Erwachsene nicht verschont. Skrofulöse und gichtische Anlage, syphilitische, tuberkulöse und skorbutische Dyskrasie disponieren vorzüglich zu dieser Krankheit; äußere Beschädigungen (Stoß, Schlag, Fall, Quetschung) oder Erkältungen des Gelenks bringen meist das Übel zum Ausbruch.

Der Verlauf der Krankheit ist meist ein langwieriger, über Jahre sich erstreckender. Im Anfang des Leidens erweisen sich außer einer zweckmäßigen stärkenden Diät absolute Ruhe und Unbeweglichkeit des kranken Gelenks, energische Anwendung der Kälte, methodische Kompression und die Entlastung der kranken Gelenkenden durch Extensionsverbände nützlich, während in vorgeschrittenen Stadien oft nur noch von der Ausschälung (Resektion) des ergriffenen Gelenks oder von der Amputation des Gliedes die Erhaltung des Lebens zu erwarten ist.

Ende Gliedschwamm
→ weiter zu Seite 58.78: Gliedwasser ⟹ s. Gelenkwassersucht.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 8. Band, Seite 75 [Suche = 58.77] im Internet seit 2005; Text geprüft am 6.3.2013; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//58_0077

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Siehe auch:

  • 7.429 Gliederhülse
  • 7.431 Gliederspinnen
  • 7.432 Gliedertiere
  • 7.432 Gliederung der Kontinente
  • 7.432 Gliedmaßen
  • 7.432 Gliedschwamm

* 23 Bilder dazu:

  • 15Afrika
  • 13Amerika
  • 12Asien
  • 14Australien
  • 16Balkanhalbinsel
  • 4Band
  • 18Blutegel
  • 6Dampfkessel
  • 17Dimension
  • 11Europa
  • 19Glied
  • 10Glieder
  • 21Haut
  • 7Holz
  • 5Hülse
  • 20Knochen
  • 3Leguminosen
  • 23Leiden
  • 2Samen
  • 8Spinnentiere
  • 9Würmer
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