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Cascarilleros - Casert

Bild 53.982: Cascarilleros - Caserta (Provinz und Stadt)
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16 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Cascarilleros(spr. -illjehros), s. Chinarinde. / 5
Cascarillins. Cascarilla. / 3
Cascavellas. Klapperschlange. / 3
Caschino(ital.,spr.-kihno) im Lhombre, s. Casco. / 6
Cascina(spr. kaschihna, d. h. Milchhof, Meierei), Ort in der ital. Provinz und im Kreis Pisa, am rechten / 50
Cascine(spr.kaschihne, "Meierei"), Name des Stadtparks von Florenz (s. d.). / 9
Casco(ital., span., eigentlich "Helm, Sturmhaube"), Schiffskörper, im Seeversicherungsverkehr / 101
CaseïnKäsestoff, ist in der Milch der Säugetiere der hauptsächlichste und ihr eigentümliche Eiweißkö / 202
CaseïnkalkCaseogomme, eine aus Frankreich eingeführte Verbindung, die in der Färberei und Kattundruckerei / 82
Caseinleims. Caseïnkalk. / 3
Caseinmalereieine zum Ersatz der Freskomalerei angewandte Technik der Wandmalerei. Als Bindemittel wird Caseïn / 63
Casels. Casula. / 3
CaselliGiovanni, Abbate, ital. Physiker, geb. 25. Mai 1815 zu Siena, war anfangs vorwiegend politisch / 70
Casentinothaldas Thal des obersten Arno in Italien, zieht im O. des wilden Pratomagno (1580 m) vom Monte-Falteron / 76
Caseogommes. Caseïnkalk und Kitt. / 5
Caserta# 1) Provinz (früher Terra di Lavoro genannt) im Königreich Italien in der Landschaft Campanien, / 512

Seite 53.982

Cascarilleros - Caserta (Provinz und Stadt)


Fortsetzung: Cascarilla, (span., spr. -illja, "Rindchen") heißen in Südamerika viele bittere, arzneilich
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dicken, geraden oder schwach gebogenen Röhren, [* 2] deren Oberfläche mit einem silbergrauen Kork [* 3] bedeckt und durch Längsrunzeln und Querrisse uneben ist. Die Unterseite ist braun, eben und glatt. Der Geruch ist schwach aromatisch, beim Erwärmen stärker, moschusartig hervortretend. Der Geschmack ist aromatisch bitter. Wesentliche Bestandteile sind ätherisches Öl (1 Proz.), Harz und ein in weißen Prismen krystallisierender Bitterstoff, das Cascarillin, C12H18O4; dasselbe schmilzt bei 205° C., erstarrt beim Erkalten zu einer spröden Harzmasse, löst sich schwer in Wasser und kaltem Alkohol und färbt sich mit konzentrierter Schwefelsäure [* 4] dunkelrot.

Die Cascarilla wird gepulvert zu Räucherpulvern und Räucherkerzchen, ihr weingeistiger Auszug zu Räucheressenzen, der Aufguß als magenstärkendes Mittel sowie bei Durchfall u. s. w. angewendet. Außerdem bedient man sich ihrer als Zusatz zu den Tabaksaucen; auch wurde damit in früherer Zeit dem Zündschwamm sein moschusähnlicher Geruch erteilt. Cascarilla gelangt vom Hauptversandplatze Nassau auf der Insel New-Providence in Säcken von ungefähr 80 kg in den Handel. Importplätze sind hauptsächlich London [* 5] und neuerdings auch Hamburg. [* 6]

Cascarilleros

(spr. -illjehros), s. Chinarinde. ^[= kurz China, auch Fieberrinde, peruvianische Rinde (Cortex Chinae, Cortex peruvianus) und Cascarilla ...]

Cascarillin,

s. Cascarilla. ^[= (span., spr. -illja, "Rindchen") heißen in Südamerika viele bittere, arzneilich ...]

Cascavella.,

s. Klapperschlange. ^[= (Crotalus), eine in Amerika vorkommende, aus wenigen Arten bestehende Gattung der Giftschlangen ...]

Caschino

(ital.,spr.-kihno) im Lhombre, s. Casco. ^[= (ital., span., eigentlich "Helm, Sturmhaube"), Schiffskörper, im Seeversicherungsverkehr ...]

Cascina

Kreiden - Kreis

Bild 10.184: Kreiden - Kreis
* 7 Kreis.

(spr. kaschihna, d. h. Milchhof, Meierei), Ort in der ital. Provinz und im Kreis [* 7] Pisa, [* 8] am rechten Ufer des Arno und an der Linie Florenz-Pisa-Livorno des Mittelmeernetzes, hat (1881) 3022, als Gemeinde 21875 E., fruchtbare Wiesen und Weinbau. Am 28.Iuli 1364 erlitten hier die Pisaner durch die Florentiner [* 9] eine Niederlage.

Cascine

(spr.kaschihne, «Meierei»),

Name des Stadtparks von Florenz [* 10] (s. d.).

Casco

(ital., span., eigentlich «Helm, Sturmhaube»),

Schiffskörper, im Seeversicherungsverkehr Bezeichnung des Schiffs mit Zubehör, d. h. mit allen Gegenständen, welche zum bleibenden Gebrauch des Schiffs bei der Seefahrt bestimmt sind. Cascoversicherung ist die Versicherung des Schiffs mit Zubehör gegen die Gefahren der Seefahrt. Die Versicherung auf Casco braucht nicht das ganze Schiff [* 11] zu umfassen, sondern kann auf ideelle Teile desselben oder auf einzelne zum Schiff gehörige Gegenstände, z. B. Takelage, Schiffsgerät, beschränkt sein. - Im Lhombre heißt Casco ein Spiel, wobei der Spielende acht oder neun Karten wegwirft und dafür die obersten von der Stammkarte nimmt; Caschino, wenn er dafür die untersten nimmt.

Caseïn,

Käsestoff, ist in der Milch der Säugetiere der hauptsächlichste und ihr eigentümliche Eiweißkörper. Es ist wahrscheinlich an Natron gebunden und wird daher beim Sauerwerden der Milch ausgeschieden, indem das Caseïn dabei gerinnt. Aus der (abgerahmten) Kuhmilch kann das Caseïn durch Verdünnen mit Wasser, tropfenweisen Zusatz von verdünnter Salzsäure und Abpressen der geronnenen Masse erhalten werden. Um dieselbe von Aschenbestandteilen und Fett zu befreien, wird sie mit Wasser, Alkohol und Äther ausgewaschen.

Haut (anatomisch)

Bild 8.231: Haut (anatomisch)
* 12 Haut.

Auch durch die Schleimhaut des Kälbermagens und zwar durch das darin befindliche Labferment wird das aus der Milch gefällt, indem man sie damit einige Zeit bei einer Temperatur von 35° erhält. Die beim Abpressen des Caseïn abtropfende Flüssigkeit wird Molken genannt und enthält Milchzucker, Milchsäure und Salze. Nach dem Trocknen bildet das Caseïn eine lockere, pulverförmige, weiße Masse. Es unterscheidet sich von andern Eiweißkörpern dadurch, daß seine Lösungen erst bei einer Temperatur von 130 bis 150° gerinnen. In Wasser und Alkohol ist es bei Zusatz von etwas Alkali löslich. Die Haut, [* 12] die sich beim Abdampfen der Milch oben ausscheidet, ist nicht unverändertes Caseïn, denn sie bildet sich nur beim Luft- oder Sauerstoffzutritt, nicht in einer Kohlensäureatmosphäre. Das durch Lab aus der Milch erhaltene Gerinnsel bildet den Rohstoff zur Käsefabrikation.

Caseïnkalk,

Caseogomme, eine aus Frankreich eingeführte Verbindung, die in der Färberei und Kattundruckerei angewendet wird, um baumwollenes Zeug gewissermaßen in wollenes zu verwandeln (die Baumwolle [* 13] zu animalisieren) und Mineralfarben, wie Ultramarin, auf Zeugen ähnlich wie durch Eiweiß zu fixieren. Caseogomme wird durch Auflösen von Caseïn in verdünntem Ammoniak und Vermischen dieser Lösung mit frischem Kalkbrei dargestellt. - Eine Lösung von Case/in in einer wässerigen Boraxlösung wird als Klebemittel unter dem Namen Caseïnleim und zuweilen als Ersatz des arab. Gummi angewendet (s. Kitt).

Caseinleim,

s. Caseïnkalk. ^[= Caseogomme, eine aus Frankreich eingeführte Verbindung, die in der Färberei und Kattundruckerei ...]

Caseinmalerei,

eine zum Ersatz der Freskomalerei angewandte Technik der Wandmalerei.

Als Bindemittel wird Caseïn zusammen mit gebranntem Kalk und Wasser in Anwendung gebracht.

Diese Technik eignet sich nur für trockne Innenräume, da sie den Einwirkungen der Witterung nicht genügenden Widerstand zu leisten vermag;

ihre Ausführung ist jedoch eine viel leichtere als beim Fresko, da in der Caseinmalerei auf trocknem Stuck gemalt werden kann.

Casel,

s. Casula. ^[= (lat., "Häuschen") oder Planeta, auch Pänula, Meßgewand, ursprünglich ein den ...]

Caselli,

Giovanni, Abbate, ital. Physiker, geb. 25. Mai 1815 zu Siena, war anfangs vorwiegend politisch thätig, später bemüht, physik.

Elektriker - Elektrisc

Bild 5.513: Elektriker - Elektrische Eisenbahn
* 14 Elektrische.

Wissen in weitern Kreisen zu verbreiten, zu welchem Zwecke er 1854 die Zeitschrift «La Recreazione» gründete. Er erfand einen als Pantelegraph bezeichneten Kopiertelegraphen (s. Elektrische Telegraphen), [* 14] den er 1855 in England und Frankreich patentieren ließ und der eine Zeit lang auf franz. Linien arbeitete. Caselli starb 8. Okt. 1891 in Florenz.

Casentinothal,

das Thal [* 15] des obersten Arno in Italien, [* 16] zieht im O. des wilden Pratomagno (1580 m) vom Monte-Falterona (1649 m) über Stia (1520 E.) anfangs schmal, von Pratovecchio (1888 E.) an bis 1000 m breit nach S. über Poppi (2191 E.) und Bibbiena (2400 E.) bis Subbiana (1378 E.).

Es hat, wie seine schönen Seitenthäler, ausgezeichnete Weiden, Schweinezucht, Ackerbau und Holzschlägerei und 13 Gemeinden mit etwa 40000 E. Die Eisenbahn geht von Arezzo bis Stia hinauf.

Caseogomme,

s. Caseïnkalk ^[= eine aus Frankreich eingeführte Verbindung, die in der Färberei und Kattundruckerei ...] und Kitt.

Titel
Elemente zu Caserta:

1) Provinz

[53.983] Caserta Richard von

Caserta.



Caserta (Richard von)

Bild 53.983: Caserta (Richard von) - Cashel
* 20 Seite 53.983.

1) Provinz (früher Terra di Lavoro genannt) im Königreich Italien in der Landschaft Campanien, grenzt im N. an die Provinz Aquila, im NO. an Campobasso, im O. an Avellino und Benevent, im S. an Neapel, [* 17] im W. an das Tyrrhenische Meer, im NW. an die Provinz Rom, [* 18] hat 5974,8 (nach Strelbitskij 5412) qkm, (1881) 71 4131 E. und zerfällt in die 5 Kreise [* 19] Caserta (28 5192 E.), Gaeta (14 3583 E.), Nola (95 199 E.), Piedimonte d'Alise (51 066 E.) und Sora (139 091 E.). 1892 wurden 736 960 E. berechnet. Das Land ist im N. und W. von den Ausläufern der Apenninen durchzogen, ¶

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im S. eben, außerordentlich fruchtbar und gut bewässert. Hauptflüsse sind Garigliano und Volturno. Die Bewohner bauen vorzügliches Getreide, [* 21] Hülsenfrüchte, Futterkräuter, Hanf, Baumwolle, Oliven, Maulbeeren, Wein, betreiben Seefischerei, Schiffbau, und arbeiten in den Marmorbrüchen bei Petraroja und Mondragone. Knotenpunkt der zahlreichen Eisenbahnlinien ist die Stadt Caserta – 2) Hauptstadt der Provinz Caserta, 22 km nördlich von Neapel, in 77 m Höhe, das Potsdam [* 22] oder Versailles [* 23] von Neapel, an den Linien Rom-Neapel des Mittelmeer- und Foggia-Neapel des Adriatischen Netzes und der Nebenbahn Caserta-Castellamare gelegen, ist Sitz eines Bischofs (Suffragan des Erzbischofs von Capua), der Kommandos der Infanteriebrigade «Pinerolo» und der 8. Kavalleriebrigade, hat reinliche Straßen, schöne Häuser und (1881) 17354, mit dem 8 km im NO. gelegenen Caserta vecchia (im Gegensatz zu welchem sie Caserta nuova genannt wird) und ihrem Gemeindebezirk 30450, (1891) etwa 36000 E., in Garnison das 13. Infanterieregiment, 2. und 3. Bataillon des 14. Infanterieregiments, 2. bis 5. Eskadron des 24. Kavallerie-, das 10. Feldartillerieregiment und die 2. Traincompagnie, sowie ein königl. Schloß, jetzt unbewohnt, 1752 von König Karl Ⅲ. nach Plänen des Luigi Vanvitelli erbaut, dem 1879 ein Marmorstandbild von Onofrio Buccini errichtet worden ist.

Vierauge - Vierraden [

Bild 66.333: Vierauge - Vierraden [unkorrigiert]
* 24 Viereck.

Das Schloß bildet mit seinen vier Höfen ein ungeheures Viereck, [* 24] dessen Südseite (253 m lang, 41 m hoch) in jedem Geschoß [* 25] 37 Fenster hat, mit Kuppeln und Pavillons an den Seiten; die verschiedensten Marmorarten sind dabei verwendet. Eine herrliche Säulenhalle von 26 Marmorsäulen durchschneidet das Gebäude in einer Länge von 164,7 m; aus ihrer Mitte steigt das Treppenhaus auf mit einer reichen marmornen Staatstreppe von 116 Stufen. Die Kapelle ist mit Marmor, imitiertem Lapis lazuli und Gold [* 26] reich ausgestattet; das Theater [* 27] hat 12 korinth.

Bogen (Baukunst)

Bild 3.125: Bogen (Baukunst)
* 32 Bogen.

Säulen [* 28] von afrik. Marmor aus dem Tempel [* 29] des Serapis zu Pozzuoli und 40 Logen. Das Ganze umgeben engl. Gartenanlagen mit herrlichen Wasserfällen, Springbrunnen und Statuen. Der Park mißt 1052 und 870 m. Eine 41,5 km lange Wasserleitung [* 30] vom Monte-Taburno versorgt die Gärten und Wasserkünste mit Wasser. Dieselbe ist durch das Thal Maddaloni auf einer kühn erbauten Brücke [* 31] geführt, die 526 m lang, 58 m hoch über dem Thale hinläuft und aus drei Reihen übereinandergewölbter Bogen [* 32] (Ponti della Valle genannt) besteht, von denen die höchste Reihe 43 Bogen zählt. Auch geht sie durch den Berg Garzano in einer Länge von 975 m. Im Norden [* 33] der Stadt liegt die Kolonie San Leucio mit einer königl. Seidenspinnerei, verbunden mit Leinen- und Tapetenwebereien. –

Vgl.   Das Bourbonenschloß Caserta (in Gregorovius' «Kleinen Schriften zur Geschichte und Kultur», Bd. 3, Lpz. 1892).

Caserta,

Richard von, aus neapolit. Geschlecht, Schwiegersohn Kaiser Friedrichs Ⅱ. Er war 1247 Mitglied des Reichsrats, dem Friedrich bei seinem Zuge in die Lombardei die Verwaltung Siciliens übertrug, stand dem Kaiser in seinem Kampf gegen den Papst und den Adel zur Seite und erhielt 1250 des Kaisers Tochter Violante zur Gemahlin. Nach Friedrichs Tode 1250 war er jedoch nicht standhaft in der Treue gegen dessen Haus und entschied die Schlacht von Benevent 1266 gegen seinen Schwager Manfred, indem er zu Karl von Anjou überging. Daß er aus Rache so handelte, ^[] weil Manfred ihm die Gemahlin verführt habe, ist grundlose Erfindung.

Ende Casérta
→ weiter zu Seite 53.983: Cases ⟹ Emmanuel Augustin, Marquis de Las, s. Las Cases.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 3. Band, Seite 980 [Suche = 53.982] im Internet seit 2005; Text geprüft am 28.6.2009; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//53_0982

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Siehe auch:

  • 3.843 Cascavella
  • 3.843 Cascina
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  • 3.843 Cascinen
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  • 53.983 Caserta_2

* 33 Bilder dazu:

  • 13Baumwolle
  • 32Bogen
  • 31Brücke
  • 14Elektrische
  • 9Florentiner
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  • 25Geschoß
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