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Caserta (Richard von)

Bild 53.983: Caserta (Richard von) - Cashel
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4 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Casérta# Provinz in der ital. Landschaft Kampanien, bis 1871 Terra di Lavoro genannt, grenzt im N. an / 474
Caserta# Richard von, aus einem neapolitan. Grafengeschlecht, unterstützte den Kaiser Friedrich II. / 75
Caserta _2# 1) Provinz (früher Terra di Lavoro genannt) im Königreich Italien in der Landschaft Campanien, / 512
Caserta _3# Richard von, aus neapolit. Geschlecht, Schwiegersohn Kaiser Friedrichs Ⅱ. Er war 1247 Mitglied / 101

Seite 53.983

Casérta

2 Seiten, 1'162 Wörter, 7'664 Zeichen

Geschichte — Italien — Mittelalter


Fortsetzung: Caserta, # 1) Provinz (früher Terra di Lavoro genannt) im Königreich Italien in der Landschaft Campanien,
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im S. eben, außerordentlich fruchtbar und gut bewässert. Hauptflüsse sind Garigliano und Volturno. Die Bewohner bauen vorzügliches Getreide, [* 3] Hülsenfrüchte, Futterkräuter, Hanf, Baumwolle, [* 4] Oliven, Maulbeeren, Wein, betreiben Seefischerei, Schiffbau, und arbeiten in den Marmorbrüchen bei Petraroja und Mondragone. Knotenpunkt der zahlreichen Eisenbahnlinien ist die Stadt Caserta – 2) Hauptstadt der Provinz Caserta, 22 km nördlich von Neapel, [* 5] in 77 m Höhe, das Potsdam [* 6] oder Versailles [* 7] von Neapel, an den Linien Rom-Neapel des Mittelmeer- und Foggia-Neapel des Adriatischen Netzes und der Nebenbahn Caserta-Castellamare gelegen, ist Sitz eines Bischofs (Suffragan des Erzbischofs von Capua), der Kommandos der Infanteriebrigade «Pinerolo» und der 8. Kavalleriebrigade, hat reinliche Straßen, schöne Häuser und (1881) 17354, mit dem 8 km im NO. gelegenen Caserta vecchia (im Gegensatz zu welchem sie Caserta nuova genannt wird) und ihrem Gemeindebezirk 30450, (1891) etwa 36000 E., in Garnison das 13. Infanterieregiment, 2. und 3. Bataillon des 14. Infanterieregiments, 2. bis 5. Eskadron des 24. Kavallerie-, das 10. Feldartillerieregiment und die 2. Traincompagnie, sowie ein königl. Schloß, jetzt unbewohnt, 1752 von König Karl Ⅲ. nach Plänen des Luigi Vanvitelli erbaut, dem 1879 ein Marmorstandbild von Onofrio Buccini errichtet worden ist.

Vierauge - Vierraden [

Bild 66.333: Vierauge - Vierraden [unkorrigiert]
* 8 Viereck.

Das Schloß bildet mit seinen vier Höfen ein ungeheures Viereck, [* 8] dessen Südseite (253 m lang, 41 m hoch) in jedem Geschoß [* 9] 37 Fenster hat, mit Kuppeln und Pavillons an den Seiten; die verschiedensten Marmorarten sind dabei verwendet. Eine herrliche Säulenhalle von 26 Marmorsäulen durchschneidet das Gebäude in einer Länge von 164,7 m; aus ihrer Mitte steigt das Treppenhaus auf mit einer reichen marmornen Staatstreppe von 116 Stufen. Die Kapelle ist mit Marmor, imitiertem Lapis lazuli und Gold [* 10] reich ausgestattet; das Theater [* 11] hat 12 korinth.

Bogen (Baukunst)

Bild 3.125: Bogen (Baukunst)
* 17 Bogen.

Säulen [* 12] von afrik. Marmor aus dem Tempel [* 13] des Serapis zu Pozzuoli und 40 Logen. Das Ganze umgeben engl. Gartenanlagen mit herrlichen Wasserfällen, Springbrunnen und Statuen. Der Park mißt 1052 und 870 m. Eine 41,5 km lange Wasserleitung [* 14] vom Monte-Taburno versorgt die Gärten und Wasserkünste mit Wasser. Dieselbe ist durch das Thal [* 15] Maddaloni auf einer kühn erbauten Brücke [* 16] geführt, die 526 m lang, 58 m hoch über dem Thale hinläuft und aus drei Reihen übereinandergewölbter Bogen [* 17] (Ponti della Valle genannt) besteht, von denen die höchste Reihe 43 Bogen zählt. Auch geht sie durch den Berg Garzano in einer Länge von 975 m. Im Norden [* 18] der Stadt liegt die Kolonie San Leucio mit einer königl. Seidenspinnerei, verbunden mit Leinen- und Tapetenwebereien. –

Vgl.   Das Bourbonenschloß Caserta (in Gregorovius' «Kleinen Schriften zur Geschichte und Kultur», Bd. 3, Lpz. 1892).

Caserta,

Richard von, aus neapolit. Geschlecht, Schwiegersohn Kaiser Friedrichs Ⅱ. Er war 1247 Mitglied des Reichsrats, dem Friedrich bei seinem Zuge in die Lombardei die Verwaltung Siciliens übertrug, stand dem Kaiser in seinem Kampf gegen den Papst und den Adel zur Seite und erhielt 1250 des Kaisers Tochter Violante zur Gemahlin. Nach Friedrichs Tode 1250 war er jedoch nicht standhaft in der Treue gegen dessen Haus und entschied die Schlacht von Benevent 1266 gegen seinen Schwager Manfred, indem er zu Karl von Anjou überging. Daß er aus Rache so handelte, ^[] weil Manfred ihm die Gemahlin verführt habe, ist grundlose Erfindung.

Ende Casérta (0)
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Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 3. Band, Seite 981 [Suche = 53.983] im Internet seit 2005; Text geprüft am 13.8.2010; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

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* 18 Bilder dazu:

  • 4Baumwolle
  • 17Bogen
  • 16Brücke
  • 9Geschoß
  • 3Getreide
  • 10Gold
  • 5Neapel
  • 18Norden
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