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Astimieren - Astorga

Bild 51.1019: Astimieren - Astorga
Seite 51.1019.
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Überblick der Artikel
7 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Ästimieren(lat.), abschätzen, werthalten; Ästimation, Schätzung, Wertschätzung. / 7
Astische Stufes. Tertiärformation. / 4
Astmooss. Hypnum. / 3
Aston-Manor(spr. äßt'n männör), Fabrikstadt in der engl. Grafschaft Warwick und Parlamentsbezirk seit / 30
AstorJoh. Jak., geb. 17. Juli 1763 zu Walldorf bei Heidelberg, ging 1777 zu einem ältern Bruder / 368
Astorga# (Asturica Augusta), Stadt (Ciudad) in der span. Provinz Leon, südwestlich von Leon, in 895 / 146
Astorga _2Emanuele Baron d', ein durch romantische Schicksale wie durch musikalische Kompositionen bekannter / 235

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Astimieren - Astorga


Fortsetzung: Astigmatismus, (vom grch. stigma, Punkt), Meridianasymmetrie, ist ein Brechungsfehler des Auges, bei dem Strahlen,
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Stäbchenschicht der Netzhaut zu erzielen, so besteht ein sog. regelmäßiger Astigmatismus. Ist indessen die Ablenkung der Strahlen in einem und demselben Meridian eine so komplizierte, daß durch sphärische Gläser eine punktförmige Vereinigung derselben auf der Netzbaut nicht bewirkt werden kann, so ist unregelmäßiger Astigmatismus vorhanden. Ein gewisser Grad von regelmäßigem Astigmatismus beeinträchtigt den Grad der Sehschärfe, den man als Norm anzusehen hat, ebensowenig wie ein geringer Grad von unregelmäßigem Astigmatismus; Andeutungen dieser beiden Formen finden sich auch bei dem normalen Auge. [* 2]

Sind diese optischen Ungleichartigkeiten indessen in höherm Grade entwickelt, so entsteht eine denselben proportionale Beeinträchtigung der Sehschärfe. Die Ursachen des Astigmatismus können sowohl in der Hornhaut als in der Linse, [* 3] gleichzeitig auch in beiden liegen, und es kann in letzterm Falle geschehen, daß der von der erstern abhängige den durch letztere bedingten entweder steigert oder (teilweise) aufhebt. Der regelmäßige Astigmatismus allein kann optisch korrigiert werden.

Brechmittel - Brechung

Bild 3.374: Brechmittel - Brechung des Lichts
* 4 Brechung.

Die Meridiane des Brechungsminimums und Brechungsmaximums eines und desselben Auges stellt man als Hauptmeridiane einander gegenüber, die Brechungsdifferenz beider giebt den Grad des Astigmatismus an. Ist die Brechung [* 4] in einem Hauptmeridian normal, in dem andern zu stark oder zu schwach, so ist der Astigmatismus ein einfach myopischer oder hyperopischer. Wenn jedoch in allen Meridianen ein myopischer oder hyperopischer Refraktionszustand herrscht, der nur dem Grade nach verschieden ist, so ist zusammengesetzter myopischer oder hyperopischer Astigmatismus vorhanden.

Lehrbegriff - Lehrerin

Bild 61.37: Lehrbegriff - Lehrerinnen [unkorrigiert]
* 7 Lehre.

Endlich ist der Astigmatismus ein gemischter, wenn Myopie in dem einen, Hyperopie in dem andern Hauptmeridian nachweisbar ist. Korrektionen des regelmäßigen und damit der von demselben abhängigen Sehschärfe werden durch Glaslinsen erreicht, welche Abschnitte eines Cylinders, die man sich parallel der Cylinderachse geführt denkt, bilden. Fallen [* 5] Lichtstrahlen auf eine Fläche mit konvexer oder konkaver cylindrischer Krümmung, so weichen dieselben in Ebenen, die durch die Cvlinderachse gelegt werden, nicht von ihrer Richtung ab, wohl aber in andern Ebenen, am stärksten in derjenigen, die senkrecht auf der Achse des Cylinders steht. Diese Eigenschaft der Cylinderlinsen gewährt die Möglichkeit einer einseitigen Brechungskorrektion in nur einem der beiden Hauptmeridiane, d. h. des und der von ihm abhängigen Sehstörungen selber. (S. Brille.) [* 6] Begründer der Lehre [* 7] vom Astigmatismus sind Thomas Young und der Astronom Airy; gefördert wurde sie namentlich durch Fischer, Brewster, Stokes, Goode, Hamilton, Hays, Donders. -

Vgl.   Donders, Die Anomalie [* 8] der Refraktion und Accommodation des Auges (deutsch von Otto Becker, Wien [* 9] 1806).

Ästimieren

(lat.), abschätzen, werthalten;

Ästimation, Schätzung, Wertschätzung.

Astische

Stufe, s. Tertiärformation. ^[= die Ablagerungen, die jünger sind als die Kreideformation und älter als das Diluvium. Ihre ...] [* 10]

Astmoos,

s. Hypnum. ^[= Dill., Laubmoosgattung aus der Familie der Bryaceen (s. Laubmoose), deren zahlreiche, ...]

Aston-Manor

(spr. äßt'n männör), Fabrikstadt in der engl. Grafschaft Warwick und Parlamentsbezirk seit 1885, dicht bei Birmingham, [* 11] hat (1891) 68639 E., bedeutende Fabrikation von Maschinen, Waffen, [* 12] Spielzeug, Stahlfedern, Werkzeugen u. s. w.

Astor,

Heideland - Heidelberg

Bild 8.287: Heideland - Heidelberg
* 13 Heidelberg.

Joh. Jak., geb. 17. Juli 1763 zu Walldorf bei Heidelberg, [* 13] ging 1777 zu einem ältern Bruder nach England, bei dem er den Instrumentenbau lernte, 1783 nach Neuyork [* 14] und trieb Handel mit den Indianern und Grenzern in den Pelzgebieten des Staates Neuyork und Canadas. 1800 besaß er ¼ Mill. Doll., die er bis 1811 durch umsichtige Anlagen in Grundeigentum vervierfachte. 1811 suchte er den nordwestl. Teil Nordamerikas in den Bereich seines Geschäfts zuziehen; er wollte von da aus den Pelzhandel und durch direkte Verbindung mit China [* 15] die Thee- und Seideeinfuhr monopolisieren.

Vereinigte Staaten von

Bild 66.246: Vereinigte Staaten von Amerika (Finanzwesen. Geldwesen. Öffentliches Leben)
* 18 Vereinigten.

Dieser Plan, der in Astoria, in Oregon an der Mündung des Columbia, [* 16] teilweise Verwirklichung fand und zwei Expeditionen auf dem Großen Ocean veranlaßte, scheiterte an den kriegerischen Verwicklungen mit England und der Untreue von A.s Beamten. Die Einzelheiten dieser Unternehmung schildert Washington [* 17] Irving hübsch in «Astoria» und «Life ol Captain Bonneville»; vgl. auch Pierrepont, From fifth Avenue to Alaska (Neuyork 1884), Kap. 14. Fortan beschränkte Astor seine Unternehmungen auf die Vereinigten Staaten, [* 18] besonders Neuyork. Sein Vermögen erwarb er durch Spekulationen in Grundeigentum in den neueröffneten rasch emporblühenden nordwestl. Staaten und in Neuyork. Infolge des Wachstums dieser Stadt stieg sein Besitz im Werte so, daß er bei seinem Tode (29. März 1848) auf 20, beim Tod seines gleichnamigen Enkels (23. Febr. 1890) auf über 100 Mill. Doll. geschätzt wurde.

Die von Astor auf Anregung seiner litterar. Freunde, wie Washington Irving, gegründete Astor-Bibliothek in Neuyork, für die er 400.000, sein Sohn später 200.000 Doll. aussetzte, steht unter der Aufsicht von 12 Verwaltungsräten, unter denen sich zuerst Washington Irving, Fitz-Greene Halleck, Cogswell (der «Alphabetical index to Astor Library», 6 Bde., Neuyork 1857 fg., herausgab) befanden. Die Bibliothek ist in einem schönen, im byzant. Stil erbauten Hause am Lafayette-Place aufgestellt, wurde 9. Jan. 1854 eröffnet und prachtvoll eingerichtet.

Boston

Bild 3.254: Boston
* 19 Boston.

Sie zählt gegenwärtig gegen 250.000 Bände, namentlich aus Technologie und orient. Litteratur, und ist somit eine der größten Bibliotheken der Neuen Welt; übertroffen wird sie nur von der Harvard University, der Boston [* 19] Public und der Congress Library in Washington. Astor-Haus (1854 eröffnet) heißt eine von Astor mit 50000 Doll. in seinem Geburtsorte gestiftete Erziehungsanstalt für arme Kinder, die zugleich hilfsbedürftige alte Leute versorgt. -

Vgl.   Partow, Life of J. J. Astor (Neuyork 1865).

Astorga

(Asturica Augusta), Stadt (Ciudad) in der span. Provinz Leon, südwestlich von Leon, in 895 m Höhe malerisch auf einem Hügel am Rio [* 20] Tuerto an der galic. Heerstraße und an der Linie Palencia-Coruna der Bahnen von Asturien, Galicien und Leon, von dicken, zinnengekrönten, teilweise noch aus der Römerzeit stammenden Mauern umgeben, ist Sitz eines Bezirksgerichts und Bischofs und hat (1887) 5350 E., eine 1471 von Herrera erbaute prächtige got. Kathedrale, Leinweberei und Spinnerei. Im nahen Gebirge wohnen die in ganz Spanien [* 21] als Maultiertreiber bekannten eigenartigen Maragatos. - Asturica Augusta, Hauptstadt der Astures, von Plinius eine urbs magnifica genannt, wo 446 ein Konzil tagte, war noch im Mittelalter eine sehr volkreiche Stadt, während sie jetzt verödet ist. Am 22. April 1810 wurde die fast nur von den Einwohnern verteidigte Stadt von den Franzosen unter Junot erst nach langer Belagerung erobert, 9. Aug. 1812 von den Engländern besetzt.

Astorga,



Emanuele Baron d', ein durch romantische Schicksale wie durch musikalische Kompositionen bekannter Edelmann, geb. angeblich 11. Dez. ¶


Verzeichnis der Abbild

Bild 51.1019a: Verzeichnis der Abbildungen und Karten zum ersten Bande
* 22 Seite 51.1019a.
 

Bildertafeln und Karten

Seite
Adler I 145
Adler II 146
Affen der al­ten Welt I II. 166
Affen der al­ten Welt III. IV. 166
Affen der neuen Welt 167
Afrika, Poli­tische Übersichtskarte 175
Afrika, Physika­lische Karte 177
Afrika, Völkerkarte (Chromotafel) 181
Afrikanische Völkertypen 182
Afrikanische Kultur I. II. 184
Äquatorialafrika (Karte) 190
Aggregaten I. II. 209
Ägypten (Karte) 229
Ägypten, das alte I. (Karte) 241
Ägypten, das alte. II. The­ben (Karte) 241
Ägyptische Kunst I. II. 245
Ägyptische Kunst III. 245
Altägyptische Malerei (Chromotafel) 246
Alexanders d. Großen Reich und Erobe­rungszüge (Karte) 361
Alexandrien I, im ers­ten Jahrhundert vor und nach Chr. (Karte) 373
Alexandrien II, im 3.-­5.Jahrhundert vor und nach Chr. (Karte) 373
Alexandria (Plan) 374
Alexandrinische Kunst 377
Algen I. (Chromotafel) 388
Algen II. 388
Algerien und Tunesien (Karte) 390
Algier (Plan) 398
Algier (Straßen­verzeichnis) 398
Einteilung der Alpen (Karte) 441
Einteilung der Alpen (Höhen­profil) 441
Alpenpflanzen (Chromotafel) 448
Altäre I. II. 458
Altchristliche Kunst I. 460
Altchristliche Kunst II. III. 460
Ameisenpflanzen 508
Amentaceen 510
Amerika, Physika­lische Karte I. Nordamerika 513
Amerika, Physika­lische Karte II. Südamerika 513
Geschichtliche Entwick­lung der Staa­ten Amerikas (Karte) 517
Amerikanische Altertümer I. II. 523
Amerikanische Kunst I. II. 524
Amerikanische Völkertypen (Chromotafel) 526
Amsterdam (Plan) 553
Amsterdam (Straßen­verzeichnis) 553
Angelfischerei 616
Antillen (Karte) 692
Antilopen I. II. 693
Antilopen III. 693
Antwerpen (Karte) 716
Aphrodite von Melos (Chromotafel) 735
Appreturmaschinen I. II. 761
Meerwasser-Aquarium 774
Arabische Kunst I. II. 786
Araceen (Chromotafel) 795
Arbeiterwohnungen I. II. 818
Asien, Physika­lische Karte 979
Asien, Poli­tische Übersichtskarte 981
Innerasien (Karte) 983
Westasien I (Karte) 983
Westasien II (Karte) 983
Asiatische Völkertypen (Chromotafel) 985


Astoria - Astrabad

Bild 51.1020: Astoria - Astrabad
* 23 Seite 51.1020.

- ¶

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1681 in Neapel [* 24] als Sohn des kaiserl. Obersten Girolamo Capece, der wegen Teilnahme an einem Aufstande gegen König Philipp V. von Spanien 3. Okt. 1701 in Neapel hingerichtet wurde. Astorga wurde wahrscheinlich 1702, als Philipp V. das Königreich beider Sicilien besuchte, von diesem mit nach Spanien genommen und in das in der Provinz Leon gelegene Kloster Astorga gebracht; seither führte er statt des geächteten Namens Capece den dieses Klosters. Von dort kam er, wahrscheinlich 1711, nach Österreich, [* 25] das er jetzt als seine Heimat betrachtete. Er starb 21. Aug. 1736 im Kreise [* 26] von Verwandten auf dem böhm. Schlosse Raudnitz an der Elbe.

Von seinen Kompositionen ist ein (in neuerer Zeit gedrucktes) «Stabat mater» in B-dur deshalb so bekannt und berühmt geworden, weil man es in Verbindung brachte mit den Seelenqualen, die er und seine angeblich auf dem Richtplatze unter Krämpfen verschiedene Mutter erduldeten, als sie der Enthauptung seines Vaters beiwohnen mußten; doch sind die Erzählungen hierüber nirgends beglaubigt. Astorga komponierte mehrere Kirchenstücke ähnlicher Art, unter denen eine Messe in G-moll hervorzuheben ist. In besonderm Ansehen stand er unter seinen Zeitgenossen wegen seiner ital. Solokantaten, die noch in ziemlicher Anzahl existieren und ihn als echten Schüler Astorga Scarlattis kennzeichnen. Handschriftlich existiert auch eine unbedeutende Oper «Dafne». -

Vgl.   Rochlitz, Für Freunde der Tonkunst (3. Aufl., 4 Bde., Lpz. 1868).

Ende Astorga
→ weiter zu Seite 51.1020: Astoria ⟹ Hauptstadt des County Clatsop im nordamerik. Staate Oregon, nordwestlich von Portland, etwa
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 1017 [Suche = 51.1019] im Internet seit 2005; Text geprüft am 1.11.2007; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_1019

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Siehe auch:

  • 1.968 Astische Stufe
  • 1.968 Astmoos
  • 1.968 Astor
  • 1.968 Astorga
  • 1.968 Astoria
  • 51.1020 Astoria_2

* 26 Bilder dazu:

  • 8Anomalie
  • 2Auge
  • 11Birmingham
  • 19Boston
  • 4Brechung
  • 6Brille
  • 15China
  • 16Columbia
  • 5Fallen
  • 13Heidelberg
  • 26Kreise
  • 7Lehre
  • 3Linse
  • 24Neapel
  • 14Neuyork
  • 20Rio
  • 21Spanien
  • 10Tertiärformation
  • 18Vereinigten
  • 12Waffen
  • 17Washington
  • 9Wien
  • 1_Seite 51.1019
  • 23_Seite 51.1020
  • 25Österreich
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