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Aspremont-Linden - Ass

Bild 51.1002: Aspremont-Linden - Assam
Seite 51.1002.
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16 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Aspremont-Linden(spr. aspr'móng-), ein adliges, in Belgien ansässiges Geschlecht, benannt nach dem gleichnamigen / 336
Asprianein Riese, der in der Rother- und Dietrichsage durch täppische Wildheit eine humoristisch-groteske / 16
Aspromonteein rauhes, mit Buchen und zum Teil Fichten bedecktes Gebirge, welches das Südende Calabriens / 57
AspronisiEiland, s. Santorin. / 4
Aspropotamosgriech. Fluß, s. Acheloos. / 5
Asrarichtig Udsra, Odsra, oder Banu Udsra, Banu Odsra, Name eines südarab. Stammes. Die arab. Tradition / 39
AsrakBahr el- (Blauer Nil), Nebenfluß des Nils (s. d.). / 9
A. SSAbkürzung für Acta Sanctorum (s. d.). / 7
Assab-Baioder Sababai, eine 55,6 km im NO. der Straße von Bab el-Mandeb an der Westküste des Roten / 140
Assagaieoder Zagaie (vom span. Azagáya, der Wurfspieß), die Hauptwaffe der Kaffern, Hottentotten und / 135
Assai(ital., "sehr", "genug", "hinreichend"), Beisatz zur Verstärkung / 20
Assaisonnement(frz., spr. assäsonn'máng), Zubereitung, Würze; Assaisonnieren, zubereiten, würzen. / 9
Assakioder Assaky, s. Asaky. / 5
Assaloder Asal, Salzsee im Lande Adal (s. d.) im nördl. Ostafrika, 14 km vom Busen von Tedschura, / 76
Assala(Phyton Sebae Aut.), s. Riesenschlangen. / 6
AssamHauptkommissariat (Chief Commissionership) des Indobritischen Reichs von 149118 qkm Fläche, / 1017

Seite 51.1002

t

Aspremont-Linden - Assam


Fortsetzung: Aspre, (spr. aspr), Konstantin, Baron d', österr. Feldzeugmeister, geb. 18. Dez. 1789 zu Brüssel
mehr

über-1000 nahm er das Kommando in Parma [* 2] und vereinigte sich 10. Mai 1849 mit andern österr. Truppen vor Livorno, [* 3] welches 11. Mai mit Sturm genommen wurde. Im Okt. 1849 erhielt Aspre das 6. Armeekorps, in dessen Hauptquartier zu Padua [* 4] er 24. Mai 1850 starb.

Aspremont-Linden

(spr. aspr'móng-), ein adliges, in Belgien [* 5] ansässiges Geschlecht, benannt nach dem gleichnamigen Städtchen in der belg. Provinz Limburg. [* 6] Es teilte sich früh in die beiden Linien von Aspremont und von Linden. Die erstere stiftete Gobert III., dessen Enkel Gobert V. durch Ludwig den Heiligen (1226–70) zum Herzog erhoben wurde; seine Nachkommen nannten sich Fürsten und Grafen von Aspremont-Linden, Amblise und Dun. Seit dem 14. Jahrh. waren ihre Besitzungen im heutigen Belgien und Holland sehr umfangreich.

Glieder, künstliche

Bild 7.430: Glieder, künstliche
* 7 Glieder.

Die Söhne Theodorichs (Thierry) VI., Graf von Aspremont-Linden (im 16. Jahrh.), Robert und Hermann, wurden abermals Stifter zweier Linien. Die jüngere, deren Glieder [* 7] sich seit 1623 Grafen von Reckheim, seit 1676 von Aspremont-Linden nannten, erlosch 19. Sept. 1819 mit dem Grafen Johann Gobert im Mannsstamme; die ältere, 1610 in den Reichsfreiherren- und 16. März 1676 in den Reichsgrafenstand erhoben, blüht noch jetzt unter dem Namen Aspremont-Linden – Ferdinand Gobert, Graf Aspremont-Linden, geb. 1643 zu Reckheim in Westfalen, [* 8] kommandierte als kaiserl. Feldmarschalllieutenant 1686 bei dem Sturme auf Ofen, blockierte 1689 Großwardein [* 9] und führte in und um Belgrad, [* 10] als Prinz Ludwig von Baden [* 11] nach Siebenbürgen ging, den Oberbefehl.

Wien

Bild 16.600a: Wien
* 13 Wien.

Als 1690 Belgrad von Mustapha Köprili belagert wurde, mußte er 8. Okt. 1690 die Stadt übergeben. Aspremont-Linden starb 1. Febr. 1708. – Ferdinand Karl, Graf und Linden, geb. 17. Sept. 1689, trat in österr. Kriegsdienste, zeichnete sich 1734 und 1735 in der Rheinarmee, seit 1743 in Italien [* 12] vielfach aus und war auch, 1754 zum Feldzeugmeister befördert, im Siebenjährigen Kriege thätig. Er starb 14. Aug. 1772 zu Wien [* 13] als kaiserl. Feldmarschall. – François de la Mothe Villebert, Vicomte d'A., trat 1650 in franz. Kriegsdienste und widmete sich vorzüglich dem Belagerungskriege und dem Ingenieurwesen. Unter Turenne kämpfte er 1658 als Maréchal-de-Camp gegen die Spanier, leitete 1672 die Angriffe auf Orsay, Rheinbergen, Nimwegen [* 14] und eroberte die Schanze auf dem Bommelerwaerd. Auch entschied er 1677 den Sieg bei Espouilles in Catalonien. Durch seine Befestigungswerke, namentlich zu Toulon, [* 15] hat Aspremont-Linden sich neben Vauban in der Geschichte der Kriegsbaukunst einen Namen erworben. Er starb 27. Juni 1678 zu Toulon.

Asprian,

ein Riese, der in der Rother- und Dietrichsage durch täppische Wildheit eine humoristisch-groteske Rolle spielt.

Aspromonte,

ein rauhes, mit Buchen und zum Teil Fichten bedecktes Gebirge, welches das Südende Calabriens bildet, erhebt sich steil unmittelbar hinter Reggio von der Küste aus und steigt in seinem höchsten Gipfel, dem Montalto, bis 1958 m auf.

Bekannt wurde in neuerer Zeit der von keiner Straße überschrittene Aspromonte durch die Gefangennehmung Garibaldis (s. d.) 29. Aug. 1862.

Aspronīsi,

Eiland, s. Santorin.

Aspropotămos,

griech. Fluß, s. Acheloos. ^[= jetzt Aspropotămos, d. i. "der weiße Fluß", wegen der Farbe seines Wassers, der ...]

Asra,

richtig Udsra, Odsra, oder Banu Udsra, Banu Odsra, Name eines südarab.

Stammes. Die arab. Tradition überliefert in Bezug auf Leute dieses Stammes einige rührende Liebesgeschichten, die den Asra auch in der europ. Poesie (Heine) einen Namen errungen haben.

Asrak,

Bahr el- (Blauer Nil), Nebenfluß des Nils (s. d.).

A.

SS., Abkürzung für Acta Sanctorum (s. d.). ^[= (lat.) nennt man im allgemeinen die Sammlungen von ältern Nachrichten über die Märtyrer und ...]

Assab-Bai

Massarani - Masse

Bild 11.322: Massarani - Masse
* 16 Massaua.

oder Sababai, eine 55,6 km im NO. der Straße von Bab el-Mandeb an der Westküste des Roten Meers gelegene Bucht, die mit Einschluß der vorliegenden Inselchen Omm el-Bachar und Ras er-Raml und eines 4 km langen Küstenstrichs 9. Jan. 1881 von Italien in Besitz genommen und 5. Juli 1882 als Kolonie anerkannt wurde. Von hier aus dehnte sich der ital. Besitz allmählich nordwärts aus, 1884 bis zum Kap Dermah, 1885 bis Massaua, [* 16] und im Vertrage vom 29. Sept. 1889 zwischen Italien und Abessinien wurde Ras Kasar (18° 2' nördl. Br.) als die Nordgrenze der ital. Kolonie Erythräa am Roten Meere festgesetzt. Das Ufer der Assab-Bai ist meist nicht über 5–6 m hoch, die Tiefe derselben an dem Ankerplatze von Buina 15–18 m, in den übrigen Teilen aber ungenügend und die Umgebung ziemlich unfruchtbar mit wenigem, kaum trinkbarem brackigem Wasser.

Assagaie

Kraft [unkorrigiert]

Bild 60.671: Kraft [unkorrigiert]
* 18 Kraft.

oder Zagaie (vom span. Azagáya, der Wurfspieß), die Hauptwaffe der Kaffern, Hottentotten und Betschuanen, hält die Mitte zwischen einem eigentlichen schweren Wurfspieß und einem leichten Wurfpfeil. Der Schaft ist glatt, hart, schwer und 1,25–2 m lang, die Spitze von Eisen, [* 17] 16–48 cm lang, am Schafte 3–6 cm breit, zweischneidig wie eine Degenklinge, nach vorn spitz zulaufend und meist durch Pflanzenstoffe vergiftet. Die Waffe dient selten zum Stoß; sie wird im Kampfe mit großer Kraft [* 18] und außerordentlicher Sicherheit in Entfernungen von 30 bis 40 m weit geworfen. Bei den Zulu ist die Assagaie eine an 1 m langem Schafte steckende zweischneidige Stahlklinge von 15 cm Länge und 2–3 cm Breite, [* 19] dient hier vorzugsweise als Stoßwaffe und wird beim Angriffe wie ein Bajonett gebraucht. Die Klingen dienen als Dolche und Messer [* 20] und werden als Tauschmittel verwendet.

Assāi

(ital., «sehr», «genug», «hinreichend»),

Beisatz zur Verstärkung [* 21] einer musikalischen Vortragsbezeichnung, z. B. Adagio assai, sehr langsam;

Allegro assai, sehr rasch.

Assaisonnement

(frz., spr. assäsonn'máng), Zubereitung, Würze;

Assaisonnieren, zubereiten, würzen.

Assaki

oder Assaky, s. Asaky. ^[= Georg, rumän. Schriftsteller und Patriot, geb. 1. März 1788, ward in Österreich erzogen, ...]

Assāl

oder Asal, Salzsee im Lande Adal (s. d.) im nördl. Ostafrika, 14 km vom Busen von Tedschura, ein ovaler Kratersee von 19 km Länge und 6,5 km Breite.

Sein tiefblauer Spiegel [* 22] liegt 174 m unter dem Roten Meere;

in seiner Mitte erhebt sich, aber nur zur Zeit des niedrigsten Wasserstandes sichtbar, ein kleiner, schwarzer, zackiger Eruptionskegel.

Die Ufer des zu- und abflußlosen Sees sind stark mit Salz [* 23] durchsetzt, das weit in den Kontinent hinein verhandelt wird.

Assala

(Phyton Sebae Aut.), s. Riesenschlangen.

Assam,



Assamar

Bild 51.1003: Assamar
* 25 Seite 51.1003.

Hauptkommissariat (Chief Commissionership) des Indobritischen Reichs von 149.118 qkm Fläche, nördlich von Bhotan und dem Himalaja, nordöstlich von den Mischmibergen, östlich von Birma und Manipur, südlich von den Luschai- und Kukistämmen und vom bengal. Distrikte Tripura, westlich von den bengal. Distrikten Maimansingh und Rangpur, dem Staate Kotsch-Bihar und dem Distrikte Dschalpaïguri begrenzt. (S. Karte: Ostindien [* 24] I. Vorderindien, mit Nebenkarte.) Im N. des Brahmaputra reichen die Südabhänge des ¶

mehr

Himalaja in Assam hinein, im S. von ihm erheben sich einzeln die Ketten der Garo- und Khasiberge, während sich von der östl. Grenzkette gegen Birma, Nagat-Patkoi, Ausläufer in das Tiefland hinein erstrecken. Assam umfaßt das Thal [* 26] des Brahmaputra, vom Eintritte dieses Flusses in Indien an bis zur Vereinigung mit dem Ganges. In Assam nimmt derselbe 61 Nebenflüsse auf. Letztere verursachen oft Überschwemmungen. Das Thal des Brahmaputra besteht größtenteils aus Alluvialboden, während seine zahlreichen Inseln mehr sandig sind. Zu beiden Seiten dieses breiten Alluvialgebietes zieht sich ein höher liegendes, allmählich zu Bergketten ans Granit und Gneis aufsteigendes Land hin.

Erdbeben

Bild 56.249: Erdbeben
* 28 Erdbeben.

Das Klima ist gemäßigter als in Bengalen und bis auf die fieber- und cholerareichen Tiefebenen nicht ungesund. Die Wärme [* 27] beträgt in den vier heißesten Monaten 26-27° C, in den kühlern 13-14° C. Die Regenzeit reicht vom März bis Mitte Oktober; während derselben fällt eine unglaubliche Regenmenge hernieder, so daß Assam das regenreichste Land der Erde ist, ebenso wie Tscharapundschi in (in den Khasibergen), wo die jährliche Regenhöhe 12 420 mm (1861 sogar 20 447 mm) beträgt, der regenreichste Ort der Welt ist.

Erdbeben [* 28] sind sehr häufig. Assam hat ausgedehnte Steinkohlenlager, die 1888: 102.000, 1889: 117.000 t lieferten, daneben Steinölquellen, auch Salzquellen, Kalk-und Kalksteinlager, Thoneisenstein und in den Flüssen Goldsand. Der meist schwere und schwarze Boden ist überaus fruchtbar, besonders in Oberassam. Weite Strecken sind mit Dschangal (d. h. Wald) bedeckt. Die Flora, äußerst üppig entwickelt, am Khasigebirge noch mannigfaltiger als in Sikkim, und Übergänge zu Malaka zeigend, weist viele Nutz- und Farbhölzer, eine Menge von Textilpflanzen und andere nützliche Gewächse auf.

Verschiedene Ficusarten liefern Kautschuk (1889 wurden 320 t ausgeführt), und eine Terebinthinenart vorzüglichen Lack. Von Bodenerzeugnissen sind zu erwähnen Reis (Hauptstapelartikel), Senf, Zuckerrohr, Mais, Datteln, Sago, Tabak, [* 29] Betelnüsse, Opium, Pfeffer, Ingwer, Weizen, Gerste, [* 30] Hirse, [* 31] Baumwolle [* 32] und Thee. Letzterer ist hier einheimisch (1823 entdeckt) und in neuerer Zeit sehr wichtiger Gegenstand der Kultur und des Handels geworden. (Wert der Theeausfuhr 1881-82: 57 934 666 M.) Die Assam-Theecompagnie läßt den Thee in großen Anpflanzungen im Gebiete der Matak- oder Moamariastämme in Oberassam bauen.

Diese Kultur ist in raschem Zunehmen: 1861 waren 48½ qkm, 1881: 539½ qkm, 1893 bereits 1000 qkm mit Thee bepflanzt. Gegenwärtig beträgt die Ausbeute rund 27 Mill. kg, d. h. drei Viertel der gesamten Theeausfuhr Indiens. Von den Theepflanzungen, die von bengal. Kulis (1890 etwa 39000) bewirtschaftet werden, sind zehn Elftel im Besitze von Europäern. Die Dschangal wimmeln von wilden Elefanten, deren Fang Regierungsmonopol ist; außerdem giebt es wilde Büffel, Wildschweine, Rhinocerosse, Tiger, Leoparden, Bären und vieles andere Raub- und Jagdwild. Sehr gefürchtet sind die Python- und Cobraschlange, deren Biß jährlich 400 Menschen das Leben kostet. Neben gezähmten Elefanten und Büffeln hält man Ochsen, gezähmte Mithan- oder Gajalkühe, Schafe, [* 33] Ziegen und Pferde. [* 34]

Die Einwohnerzahl betrug 1881: 4 881 426, 1891: 5 476 833, darunter 2 997 072 Hindu, 1 483 974 Mohammedaner, 16 844 Christen, 7697 Buddhisten, 83 Sikh und 1368 Dschain;

Norddeutscher Lloyd -

Bild 62.415: Norddeutscher Lloyd - Nordenberg [unkorrigiert]
* 35 Norden.

die übrigen 969 765 sind wilde Stämme des Berglandes und huldigen dem Animismus, wie die Garo und Khasi im Süden, ferner die Katschari und Kotsch im Norden, [* 35] die Khamti und die Singho in den nordöstlichen tibet.

Grenzgebirgen. Die Assamer sind kleiner und stämmiger, weniger anmutig als die eigentlichen Hindu und durch hervortretende Backenknochen und flaches Gesicht [* 36] chinesenähnlich. Sie sind faul, gutmütig und bildungsfähig. Die Sprache [* 37] ist der bengalischen nahe verwandt. Die Industrie erstreckt sich auf Seidenzucht und die Verarbeitung der Seide. [* 38] Der Handel ist meist in den Händen der Dschain (ursprünglich Einwanderer aus Dschodhpur). Die Ausfuhr besteht hauptsächlich aus Reis, Thee, Kalk und Kalkstein, Stangenlack (Erzeugnis eines kleinen Insekts, Coccus lacca Kerr., welches die Zweige der Ficus religiosa L. und anderer Bäume damit überzieht), Baumwolle, Senfsamen, Seide, Kautschuk, Moschus, Elfenbein und Gold; [* 39] die Einfuhr vor allem aus Salz, Kupfer, [* 40] Eisenwaren, Glas, [* 41] Baumwoll- und Wollgeweben.

Der Handelsverkehr mit dem asiat. Hochlande ist bedeutend. Der Gesamthandel betrug 1881-82: 112 639 693 M. und ist seitdem in gewaltigem Ansteigen begriffen. 1889/90 betrugen die staatlichen Einnahmen etwa 15¾ Mill. M., die Ausgaben etwa 9 Mill. M.;

der Budgetüberschuß also 6¾ Mill. M. Die Anzahl der Briefe hat sich seit einem Jahrzehnt mehr als verdoppelt.

In den 2456 Erziehungsanstalten befanden sich 1887/88: 75 632 Zöglinge. Assam hat vorwiegend zerstreute Ortschaften und nur einige wenige stadtähnliche Wohnstätten, von denen Gauhati (engl. Gowhatti), der ehemalige Hauptort von ganz am Brahmaputra, mit 11 695 E., und Srihatta (s. d., engl. Sylhet) im Süden mit 14 407 E. die größten sind. - Die Geschichte von Assam ist wenig bekannt. Die Bevölkerung (seit 1228 die Aham aus Ober-Birma) war kriegerisch und unabhängig gesinnt, so daß selbst das Reich von Dehli, zur Zeit seiner größten Macht, Assam nicht zu unterwerfen vermochte.

Der Verfall der Selbständigkeit von Assam begann 1792, seit der Berührung mit den Engländern. Zu Anfang des 19. Jahrh. hingen bereits einige Distrikte von der Britisch-Ostindischen Compagnie, andere von den Birmanen ab. Die Eroberung des Landes durch die Birmanen 1823 und ihre unmenschlich harte Regierung gaben Veranlassung zum Kriege zwischen beiden Mächten. Die Briten nahmen das Land 1825 und machten es zu einer Provinz ihres Reichs; im Frieden zu Jandabu von 1826 wurde es von den Birmanen förmlich abgetreten. 1874 erhielt Assam seine jetzige Gestalt und Ordnung als indobrit. Provinz mit 11 Distrikten. Die nördlichsten Regionen des Landes, das Taraï genannt, eroberten die Briten 1865. -

Vgl.   Flex, Pflanzenleben in Indien.

Kulturgeschichtliche Bilder aus Assam (Berl. 1873);

Hunter, A statistical account of Assam (2 Bde., Lond. 1880);

Charles Elliot, Report of the Census of Assam (1881) und Administration Reports of the Province of A from 1882 to 1884; Assam Bastian, Völkerstämme am Brahmaputra (Berl. 1883);

Barker, A Tea-Planter's Life in Assam (Bombay [* 42] und Lond. 1884);

Ward, A Glimpse of Assam (Kalkutta [* 43] 1884);

Bishop, Sketches in Assam (ebd. 1885).

Ende Assam
→ weiter zu Seite 51.1003: Assamar ⟹ oder Röstbitter nannte K. von Reichenbach die braune Substanz, die sich beim Erhitzen vegetabilisch
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 1000 [Suche = 51.1002] im Internet seit 2005; Text geprüft am 3.4.2015; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_1002

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Siehe auch:

  • 1.1 A. SS.
  • 1.951 Aspromonte
  • 1.951 Asra
  • 1.951 Assai
  • 1.951 Assainieren
  • 1.951 Assaisonnement
  • 1.951 Assal
  • 1.951 Assam
  • 1.952 Assamar
  • 51.1003 Assamar_2
  • 51.1004 Assamgummi
  • 1.952 Assami

* 43 Bilder dazu:

  • 11Baden
  • 32Baumwolle
  • 5Belgien
  • 10Belgrad
  • 42Bombay
  • 19Breite
  • 17Eisen
  • 28Erdbeben
  • 30Gerste
  • 36Gesicht
  • 41Glas
  • 7Glieder
  • 39Gold
  • 9Großwardein
  • 31Hirse
  • 12Italien
  • 43Kalkutta
  • 18Kraft
  • 40Kupfer
  • 6Limburg
  • 3Livorno
  • 16Massaua
  • 20Messer
  • 14Nimwegen
  • 35Norden
  • 24Ostindien
  • 4Padua
  • 2Parma
  • 34Pferde
  • 23Salz
  • 33Schafe
  • 38Seide
  • 22Spiegel
  • 37Sprache
  • 29Tabak
  • 26Thal
  • 15Toulon
  • 21Verstärkung
  • 8Westfalen
  • 13Wien
  • 27Wärme
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  • 25_Seite 51.1003
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