☰

eLexikon

Bewährtes Wissen in aktueller Form

Main

Arecibo - Arenberg

Bild 51.846: Arecibo - Arenberg
Seite 51.846.
<
Überblick der Artikel
12 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
AreciboStadt auf der Nordküste der Insel Portoriko, links von der Mündung des Rio de A., hat (1887 / 25
Areens. Araceen. / 3
Arelatoder Arelatisches Reich, burgund. Königreich, das 879 vom Grafen Boso von Vienne, Schwager / 294
Arelate# alter Name der Stadt Arles (s. d.). / 7
Arelate _2# röm. Kolonie in Noricum, s. Pechlarn. / 7
Arelatisches Reichs. Arelat. / 4
Arembergs. Arenberg. / 3
Aremoricas. Armorica. / 3
Arena(lat.), im Amphitheater (s. d.) der mittlere, freie Platz, auf dem die Spiele und Kämpfe stattfande / 71
ArenabergSchloß, s. Arenenberg. / 4
Arenationdas Sandbad, s. Bad. / 5
Arenbergoder Aremberg, herzogl. Haus, benannt nach der gleichnamigen Stammburg bei dem Dorfe A. im Kreise / 671

Seite 51.846

Arecibo - Arenberg


Fortsetzung: Areca, L., Pflanzengattnng aus der Familie der Palmen (s. d.) mit gegen 25 Arten im tropischen Asien
mehr

von kugelig-kegelförmiger Gestalt, mit weißer, zerbrechlicher Schale, die sog. Betelnuß, und wird, mit Kalk und Gewürz vermengt und in ein Blatt [* 2] des Betelpfeffers (s. Piper) gewickelt, in ganz Indien, im südl. China, [* 3] auf allen Inseln des Malaiischen Archipels von den Eingeborenen gekaut, um den Atem wohlriechend zu machen; ebenso die Nüsse von mehrern andern Arecaarten. Infolge des Kauens entsteht starke Speichelabsonderung, die angeblich die Mundhöhle [* 4] rein halten und Zahnfleisch und Zähne [* 5] gut konservieren soll.

Der Speichel nimmt jedoch eine braunrote, der Mund eine ziegelrote Farbe an, und die Zähne färben sich schwarz. Dennoch ist diese Sitte im Morgenlande unter allen Ständen, auch unter den Europäern, allgemein verbreitet, so daß die Betelnüsse zu den Lebensbedürfnissen gehören und einen wichtigen Handelsartikel bilden. Die jungen Blätter vieler Arecaarten werden in Ostindien [* 6] und China als Gemüse genossen. Aus den frischen Nüssen wird in Indien der Palmenkatechu, ein in fester Form als Bombaykatechu in den Handel kommender Extrakt bereitet. (S. Katechu.) In Gewächshäusern wird häufig Areca Baueri Endl. (vgl. Tafel: Palmen [* 7] II, [* 1] Fig. 3) gezogen.

Arecibo,

Stadt auf der Nordküste der Insel Portoriko, links von der Mündung des Rio [* 8] de Arecibo, hat (1887) 29557 E., einen Hafen, Zuckerfabrikation und Kalkbrennerei.

Areen,

s. Araceen. ^[= auch Aroideen genannt, monokotyledonische Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Spadizifloren ...]

Arelat

Lynn - Lyon

Bild 11.10: Lynn - Lyon
* 9 Lyon.

oder Arelatisches Reich, burgund. Königreich, das 879 vom Grafen Boso von Vienne, Schwager Karls des Kahlen, begründet wurde, indem die auf dem Reichstag zu Mantaille bei Vienne versammelten Bischöfe ihn zum König wählten. Das neue selbständige Königreich (auch cisjuranisches Burgund genannt) umfaßte die Franche-Comté, die Gebiete von Mâcon (bis 910), Vienne, Lyon, [* 9] den östl. Teil von Languedoc, den westl. von Savoyen und die Provence. Die Hauptstadt war Arles, das Arelate der Römer, [* 10] von der das Reich seinen Namen erhielt. Der nördl. Teil sonderte sich jedoch schon 889 unter Graf Rudolf als ein besonderes Königreich Hochburgund (oder Transjuranien) ab, bis 930 sein Sohn Rudolf II. wieder beide Reiche vereinigte. Der kinderlose Rudolf III. (gest. 1032) setzte Kaiser Heinrich II. zum Erben ein, und dessen Nachfolger Konrad II. führte seine Ansprüche 1033 mit den Waffen [* 11] durch.

Trier (Bistum) - Trier

Bild 15.837: Trier (Bistum) - Trier (Stadt)
* 14 Trier.

Seit dieser Zeit gehörte das Arelat, das damals alles Land zwischen Reuß, [* 12] Rhein, Saône, Rhône (bei Lyon und Viviers kleine Gebiete jenseit der Rhône), Mittelmeer und Alpen [* 13] umfaßte, zum Deutschen Reich. Doch ließ sich Friedrich Barbarossa in Arles 1178 noch besonders zum König krönen und bestellte den Erzbischof von Vienne zum Erzkanzler von Arelat Friedrich II. nannte sich König von er übte hier auch noch thatsächlich Herrscherrechte aus. Aber nach dem Untergang der Staufen wurden die Herren der einzelnen Gebiete (der Provence, Dauphiné u. a.) selbständig, bis dann der Einfluß Frankreichs herrschend wurde. Die Krönung Karls IV. 1364 zu Arles, die Ernennung des Erzbischofs von Trier [* 14] zum Kanzler von waren nur Akte von nomineller Bedeutung. -

Vgl.   Breßlau, Jahrbücher des Deutschen Reichs unter Konrad II., Bd. 2 (Lpz. 1884);

Sternfeld, Das Verhältnis des Arelat zu Kaiser und Reich (Berl. 1881);

Winckelmann, Die Beziehungen Kaiser Karls IV. zum Königreich Arelat (Straßb. 1882);

Fournier, Le [* 15] royaume d'Arles, 1138-1378 (Par. 1891).

Arelate,

alter Name der Stadt Arles (s. d.). ^[= (spr. arl). 1) Arrondissement im franz. Depart. Bouches-du-Rhône in der Provence, hat 2277,48 ...]

Arelate,

röm. Kolonie in Noricum, s. Pechlarn. ^[= oder Pöchlarn, Stadt im Gerichtsbezirk Melk der österr. Bezirkshauptmannschaft St. Pölten ...]

Arelatisches

Reich, s. Arelat. ^[= oder burgund. Königreich, das 879 vom Grafen Boso von Vienne, Schwager ...]

Aremberg,

s. Arenberg. ^[= oder herzogl. Haus, benannt nach der gleichnamigen Stammburg bei dem Dorfe A. im Kreise ...]

Aremorica,

s. Armorica. ^[= richtiger (d. i. Land am Meere), kelt. Name des westl. Galliens, vorzugsweise des ...]

Arena

Gladiatoren

Bild 7.374: Gladiatoren
* 16 Gladiatoren.

(lat.), im Amphitheater (s. d.) der mittlere, freie Platz, auf dem die Spiele und Kämpfe stattfanden. Er war festgestampft und mit Sand bestreut (daher der Name Arena), um das Ausgleiten zu verhindern. Zu ihm gingen von außen einige Zugänge, die von den Gladiatoren [* 16] und den zu den Kämpfen verwendeten Tieren benutzt wurden. - Der Name wird auch für die Amphitheater selbst sowie die ähnlichen Zwecken dienenden Örtlichkeiten, auch für «Kampfplatz» gebraucht.

Arenaberg,

Schloß, s. Arenenberg. ^[= oder früher Narrenberg, ein der Familie Bonaparte gehöriges Schloß im Bezirk Steckborn ...]

Arenation,

das Sandbad, s. Bad. ^[= # (Balnĕum), im engern Sinne die Eintauchung des Körpers oder einzelner Teile desselben in eine ...] [* 17]

Arenberg

Spanien und Portugal

Bild 15.63a: Spanien und Portugal
* 20 Spanien.

oder Aremberg, herzogl. Haus, benannt nach der gleichnamigen Stammburg bei dem Dorfe Arenberg im Kreise [* 18] Adenau in der preuß. Rheinprovinz, [* 19] bekennt sich zur kath. Kirche. Nachdem die alten Dynasten von Arenberg um 1280 im Mannsstamme erloschen waren, kamen ihre Besitzungen 1298 durch die Erbtochter Mettildis an den Grafen Engelbert II., den Sohn Eberhards, Grafen von der Mark, dessen Nachkommen 1459 in den Reichsgrafenstand erhoben wurden. Die Erbtochter dieses zweiten Hauses Arenberg brachte 1547 Namen, Titel und Besitzungen an Johann von Ligne, einen Führer der span. Partei in den Niederlanden, geb. 1525, gest. 1568. Sein Sohn Karl vereinigte durch Vermählung mit Anna von Croy das Herzogtum Arschot, das Fürstentum Chimay, die Grafschaft Beaumont und mehrere andere Städte und Herrschaften mit den Besitzungen seines Hauses, erhielt 5. März 1576 von Kaiser Maximilian II. die reichsfürstl. Würde, 1582 auch Sitz und Stimme auf dem Reichstage (weshalb die Herzöge von Arenberg zu den sog. altfürstlichen Häusern zählen), wurde 13. Jan. 1612 zum Herzog von Arschot und Chimay sowie zum Granden erster Klasse in Spanien [* 20] erhoben und starb 1616. - Sein Enkel, Philipp Franz von Arenberg, erhielt vom Kaiser Ferdinand III. 9. Juni 1645 den Titel Herzog von Arenberg. Ihm folgte sein jüngerer Bruder Karl Eugen.

Dessen Ururenkel, der Herzog Engelbert Ludwig von Arenberg, geb. 3. Juli 1750, verlor im Lunéviller Frieden seine unmittelbaren Besitzungen jenseit des Rheins, zusammen 422 qkm mit 14800 E., und erhielt dafür 1803 als Entschädigung das Amt Meppen in Ostfriesland und die Grafschaft Recklinghausen [* 21] in Westfalen. [* 22] Von seiner Gemahlin Louise von Lauraguais, der Tochter des Herzogs von Brancas, erbte er 1812 die Besitzungen des Hauses Châlons in Hochburgund und starb erblindet 7. März 1820 zu Brüssel. [* 23] - Schon 1803 hatte er seinem ältesten Sohne Prosper Ludwig, geb. 28. April 1785, die Regierung abgetreten.



Arenberg-Meppen - Arèn

Bild 51.847: Arenberg-Meppen - Arène
* 24 Seite 51.847.

Dieser trat 1806 dem Rheinbunde bei und vermählte sich 1808 mit einer von Napoleon zur franz. Prinzessin erhobenen Nichte der Kaiserin Josephine, Stephanie Tascher de la Pagerie. Trotzdem verlor er 13. Dez. 1810 seine Souveränität, und sein Gebiet wurde teils mit Frankreich, teils mit Berg vereinigt. Erst 1813 wurde er dafür von Frankreich mit einer Rente von 240.800 Frs. entschädigt. Der Friede von 1815 gab ihm seine Besitzungen als Standesherrschaften zurück, Meppen unter hannoverischer, Recklinghausen unter preuß. Hoheit. Er starb 27. Febr. 1861. - Sein Sohn und Nachfolger, Herzog Engelbert August Anton, geb. 11. Mai 1824, ¶

mehr

erbliches Mitglied des preuß. Herrenhauses, starb 28. März 1875 auf seinem Schlosse Héverlé bei Löwen [* 25] in Belgien. [* 26] Ihm folgte als Repräsentant der herzogl. Familie sein ältester Sohn Engelbert Prosper Ernst, geb. 10. Aug. 1872.

August Maria Raimund von Arenberg, Bruder des Herzogs Engelbert Ludwig, geb. 30. Aug. 1753 zu Brüssel, widmete sich früh dem Militärstande. Noch ziemlich jung, erhielt er von seinem Großvater mütterlicherseits, dem Grafen Ludwig von der Mark, dem Inhaber eines nach ihm benannten deutschen Infanterieregiments in franz. Diensten, dieses Regiment zu seinem Eigentume, unter der Bedingung, daß es auch in Zukunft den Namen behalten und der Inhaber den Namen eines Grafen von der Mark führen solle.

Der Prinz ist daher auch unter dem Namen des Grafen von Lamarck bekannt. Mit dem Regimente ging Arenberg 1780 während des engl.-amerik. Feldzugs nach Ostindien, von wo er nach fast zwei Jahren schwer verwundet zurückkehrte. Bei Ausbruch der Revolution in Brabant 1789 schloß er sich den Aufrührern an, zog sich jedoch bald von ihnen zurück und huldigte Leopold II. Im Beginn der franz. Revolution trat er in ein enges Freundschaftsverhältnis zu Mirabeau. Nach dessen Tode verließ er Frankreich und fand 1796 als österr.

Quelle

Bild 13.510: Quelle
* 27 Quelle.

Unterhändler mit den franz. Behörden Verwendung. Später lebte er, mit litterar. Arbeiten beschäftigt, in Brüssel, wo er 26. Sept. 1833 starb. Sein Briefwechsel mit Mirabeau «Correspondance entre le comte de Mirabeau et le comte de Lamarck» (2 Bde., Brüss. 1851), hg. von Bacourt, ist eine wichtige Quelle [* 27] für jene Zeit. Namen und Titel vererbte er auf seinen Sohn Engelbert Ernst, geb. 25. Mai 1777, gest. 20. Nov. 1857, dessen einzige Tochter, Prinzessin Eleonore, geb. 19. Febr. 1815, den Herzog Engelbert von Arenberg heiratete und Mutter des jetzigen Herzogs ist.

Ende Arenberg
→ weiter zu Seite 51.847: Arenberg-Meppen ⟹ ehemals deutsches Herzogtum, umfaßt die Kreise Meppen, Hümmling und Aschendorf des preuß.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 844 [Suche = 51.846] im Internet seit 2005; Text geprüft am 5.10.2011; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_0846

◄◄ .     ►►

Menü
map
  • ⁝ Home
  • 🗁 öffne ...
  • > 🗍 Seite 51.846
  • ? Seite
  • Aalmutter
  • ? Artikel
  • (kurz)
  • ∫ Portal
  • ☛ A – Z
  • ⮺ Bilder
  • ⚟ Blättern
  • ⛬ Index
  • ⣿ Inhalt
  • 📅 Datum
  • ∑ Übersicht
  • ♛ Werke
  • ✈ Themen
  • ⭳ Download
  • 📉 Statistik
  • Ω Symbol
  • ⌥ Option
  • © Original
  • + Ergänzung
  • ? Hilfe
  • ⁇ FAQ Fragen
  • ⛭ Technik
  • @ Kontakt
  • ⛉ Datenschutz
  • § Impressum

Siehe auch:

  • 1.781 Arecibo
  • 1.781 Arelat
  • 1.781 Aremberg
  • 1.781 Aremorica
  • 1.781 Arena
  • 1.781 Arenal
  • 47.932 ARÉNAZ
  • 1.781 Arenberg
  • 1.782 Arenberg_2
  • 51.847 Arenberg-Meppen

* 27 Bilder dazu:

  • 13Alpen
  • 17Bad
  • 26Belgien
  • 2Blatt
  • 23Brüssel
  • 3China
  • 16Gladiatoren
  • 18Kreise
  • 15Leland
  • 9Lyon
  • 25Löwen
  • 4Mundhöhle
  • 6Ostindien
  • 7Palmen
  • 27Quelle
  • 21Recklinghausen
  • 12Reuß
  • 19Rheinprovinz
  • 8Rio
  • 10Römer
  • 20Spanien
  • 14Trier
  • 11Waffen
  • 22Westfalen
  • 5Zähne
  • 1_Seite 51.846
  • 24_Seite 51.847
Sie sind hier: eLexikon > Brockhaus > Band 51 > Seite 51.846
-A     +A