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Apfelsine - Aphrodite

Bild 51.736: Apfelsine - Aphrodite
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23 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Apfelsines. Citrus. / 3
Apfelstedtlinker Nebenfluß der Gera im Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha, entspringt auf dem Thüringer / 30
Apfelweinoder Äpfelwein, s. Cider und Obstverwertung. / 7
Apfelwickler(Carpocapsa pomonella L.), s. Wickler. / 6
Aphagie(grch.), das Unvermögen zu schlucken. / 6
Aphakie(grch.), Fehlen der Krystalllinse im Auge. Die aphakischen Augen haben durch Verlust der Linse / 57
Aphanipteras. Flöhe. / 3
Aphaniteine scheinbar ganz homogene oder höchst feinkörnige, grünliche Varietät des Diabas (s. / 41
Aphäresis(grch., "Wegnahme"), in der Grammatik die Abwerfung eines Lautes zu Anfang eines Wortes, / 20
Aphasie(grch.), Bezeichnung für die Störungen der "Diktion", bei denen die Fähigkeit, / 34
Aphel(grch.), s. Perihel und Apsiden. / 6
AphelandraR. Br., Pflanzengattung aus der Familie der Acanthaceen (s. d.) mit gegen 50 Arten im tropischen / 98
Aphemie(grch.), der Verlust des Sprachvermögens bei ungestörter Intelligenz. / 9
Apherimasamarischer Bezirk in Palästina (s. Ephraim). / 7
Aphidaes. Blattläuse. / 3
Aphodiidaeeine Familie der Mistkäfer (s. d.). / 6
Aphonie(grch)., Stimmlosigkeit, der höchste Grad von Heiserkeit (s. d.), bei welchem zwar die Artikulation / 21
Aphorismen(grch.), kurze, unverbundene und in prägnanter Form gehaltene Sätze; aphoristisch, kurz, abgebroch / 14
AphrodisiaFest zu Ehren der Aphrodite. / 6
Aphrodisiaka(grch.), Mittel, die den Geschlechtstrieb künstlich anreizen oder steigern. Dies geschieht / 121
Aphrodisiasmusoder Aphrodisie (grch.), krankhaft gesteigerter Geschlechtstrieb. / 7
Aphroditein Individuum, dessen Geschlechtsteile entweder ganz fehlen oder dergestalt verkümmert sind, / 47
Aphroditedie griech. Göttin der Liebe. Der Name ist schon bei Hesiod als "Schaumgeborene" / 725

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Apfelsine - Aphrodite


Fortsetzung: Apfelsäure, oder Äpfelsäure, eine organische Säure von der Zusammensetzung C4H6O5, die sich teils in
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existiert, da sie ein sog. asymmetrisches Kohlenstoffatom besitzt, in drei verschiedenen isomeren Formen. Die wässerige Lösung der natürlichen Apfelsäure dreht die Schwingungsebene des polarisierten Lichtes nach links, die aus gewöhnlicher Weinsäure durch Reduktion erhaltene Apfelsäure nach rechts; die sonst synthetisch dargestellte Apfelsäure (aus Monobrombernsteinsäure und feuchtem Silberoxyd oder aus Fumarsäure mit wässeriger Natronlauge) ist optisch inaktiv. Die letztere kann aber mit Hilfe des Cinchoninsalzes in Rechts- und Linksapfelsäure gespalten werden.

Durch Reduktion mit Jodwasserstoffsäure oder durch Gärung des Kalksalzes geht die in Bernsteinsäure über. Beim Erhitzen auf 180° zersetzt sie sich unter Abgabe von Wasser und bildet zwei isomere ungesättigte zweibasische Säuren von der Zusammensetzung C4H4O4 , Fumarsäure und Maleinsäure. Je nachdem in einer oder beiden Carboxylgruppen der Wasserstoff durch Metalle vertreten ist, leiten sich von der Apfelsäure zwei Reihen von Salzen ab; die in der Regel gut krystallisierenden sauren Salze und die weniger gut krystallisierenden neutralen Salze. Das neutrale Kalisalz, C4H4O5Ca + H2O ^[C4H4O5Ca + H2O], scheidet sich beim Kochen seiner wässerigen Lösung aus.

Apfelsine,

s. Citrus. ^[= L. (Orange, Citrone), Gattung aus der Pflanzenfamilie der Rutaceen (s. d.), Abteilung ...]

Apfelstedt,

linker Nebenfluß der Gera [* 2] im Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha, entspringt auf dem Thüringer Walde am Rennsteig, schickt bei Georgenthal einen Arm, den Leinakanal, zur Leina und Nesse und mündet oberhalb Möbisburg.

Apfelwein

oder Äpfelwein, s. Cider und Obstverwertung. ^[= # Haltbarmachung der Produkte des Obstbaues (s. d.), Reduzierung ihres Umfangs und Gewichts und ...]

Apfelwickler

(Carpocapsa pomonella L.), s. Wickler.

Aphagie

(grch.), das Unvermögen zu schlucken.

Aphakie

Auge des Menschen

Bild 2.74a: Auge des Menschen
* 3 Auge.

(grch.), Fehlen der Krystalllinse im Auge. [* 3]

Die aphakischen Augen haben durch Verlust der Linse [* 4] (meist infolge der Operation des Grauen Stars) nicht nur einen starken Ausfall an Brechkraft erlitten (sind stark übersichtig), sondern auch ihr Accommodationsvermögen (s. d.) eingebüßt.

Sie bedürfen daher sehr starker Konvexbrillen (Starbrillen), und zwar für die verschiedene Entfernung der Objekte von verschiedener Stärke. [* 5]

Aphaniptera,

s. Flöhe. ^[= eine Insektengruppe, gewöhnlich als Unterordnung zu den Zweiflüglern gestellt, ...]

Aphanit,

eine scheinbar ganz homogene oder höchst feinkörnige, grünliche Varietät des Diabas (s. d.), die besonders im Gebiete der silurischen und devonischen Formation vorkommt.

Geht das in der Regel sehr dichte Gefüge dieses Gesteins in das Schieferige über, so heißt es Aphanitschiefer.

Aphäresis

(grch., «Wegnahme»),

in der Grammatik die Abwerfung eines Lautes zu Anfang eines Wortes, z. B. 's geht, anstatt: es geht.

Aphasie

(grch.),

Bezeichnung für die Störungen der «Diktion», bei denen die Fähigkeit, für eine gegebene Vorstellung das richtige (übliche) Wort zu gebrauchen, sowie die Worte zu formen und syntaktisch zu gliedern, leidet (s. Sprachstörungen).

Aphel

(grch.), s. Perihel und Apsiden. ^[= (grch.), bei den Planeten und den periodischen Kometen die beiden Punkte ihrer Bahn, in denen ...]

Aphelandra

Süd-Amerika. Fluß- und

Bild 1.457b: Süd-Amerika. Fluß- und Gebirgssysteme
* 6 Südamerika.

R. Br., Pflanzengattung aus der Familie der Acanthaceen (s. d.) mit gegen 50 Arten im tropischen Südamerika. [* 6] Einige Arten sind ihrer schönen Blüten halber beliebte Zierpflanzen. Sie haben ovallanzettliche, oft weiß oder gelblich gestreifte oder getuschte Blätter, einzeln stehende oder zu vier in achsel- und endständige Ähren gruppierte Blüten mit fünfteiligem Kelche und zweilippiger oder rachenförmiger Blumenkrone von schön roter Farbe und eine zusammengedrückte, viersamige Kapsel. Beliebt sind:

Aphelandra squarrosa Nees aus Brasilien, [* 7] A fascinator Lind. et André aus Neugranada und A aurantiaca Lindl. aus Mexiko. [* 8] Man vermehrt sie durch Ableger oder Samen [* 9] und kultiviert sie in feuchten Warmhäusern.

Aphemie

(grch.), der Verlust des Sprachvermögens bei ungestörter Intelligenz.

Apherima,

samarischer Bezirk in Palästina [* 10] (s. Ephraim).

Aphidae,

s. Blattläuse. ^[= eine Familie der Pflanzenläuse. Die B. besitzen drei- bis siebengliedrige Fühler, ...]

Aphodiidae,

eine Familie der Mistkäfer [* 11] (s. d.).

Aphonie

(grch).,

Stimmlosigkeit, der höchste Grad von Heiserkeit (s. d.), bei welchem zwar die Artikulation möglich, aber die Stimme ganz klanglos ist.

Aphorismen

(grch.), kurze, unverbundene und in prägnanter Form gehaltene Sätze;

aphoristisch, kurz, abgebrochen, prägnant.

Aphrodisia,

Aphrodisia - Aphrodite

Bild 1.678: Aphrodisia - Aphrodite
* 12 Aphrodite.

Fest zu Ehren der Aphrodite. ^[= die griech. Göttin der Liebe. Der Name ist schon bei Hesiod als "Schaumgeborene" ...] [* 12]

Aphrodisiaka

(grch.), Mittel, die den Geschlechtstrieb künstlich anreizen oder steigern. Dies geschieht auf psychischem Wege durch Einwirkung auf die Phantasie, auf physischem durch berauschende Mittel sowie durch Reizung, in welcher Hinsicht namentlich bei Männern die scharfen, die Harnwege reizenden, kantharidinhaltigen Stoffe (Spanische [* 13] Fliegen, [* 14] Maiwürmer) gemißbraucht werden. Die Kanthariden, welche den wesentlichen Bestandteil der «ital. Elixire», der berüchtigten Diavolini sowie der Pastilles galantes bilden, führen, meist ohne den beabsichtigten Erfolg, leicht zu Harnstrenge, Blutharnen, ja selbst Nierenentzündung. Auch die Vanille und andere feine Gewürze (Safran, Ingwer, Zimmet) sowie Moschus und Myrrhe galten früher für Aphrodisiaka. Alle diese Mittel sind schon aus gesundheitlichen Gründen verwerflich, besonders aber die scharfen und narkotischen Stoffe, aus denen wohl meist die Liebestränke (Philtra) der ältern Zeit bestanden.

Aphrodisiasmus

oder Aphrodisie (grch.), krankhaft gesteigerter Geschlechtstrieb. ^[= der innige Trieb, welcher die Fortpflanzung und Erhaltung der Art durch Erzeugung neuer Individuen ...]

Aphrodit,

ein Individuum, dessen Geschlechtsteile entweder ganz fehlen oder dergestalt verkümmert sind, daß sich das Geschlecht nicht bestimmen läßt.

Vollkommene Geschlechtslosigkeit, Aphroditismus (Cryptogamia), kommt nur bei solchen Mißgeburten vor, bei denen die untern Körperteile gänzlich fehlen.

Das Wort wird jetzt nur noch in Zusammensetzung (s. Hermaphroditismus) benutzt.

Aphrodite,



Aphroditidae - Apia

Bild 51.737: Aphroditidae - Apia
* 19 Seite 51.737.

[* 12] die griech. Göttin der Liebe. Der Name ist schon bei Hesiod als «Schaumgeborene» (freilich nicht richtig) erklärt, die Göttin wird bisweilen auch Aphrogeneia, d. h. Schaumgeborene, genannt. Obgleich frühzeitig in das griech. Göttersystem eingereiht und zum Teil durch Vermischung mit einheimischen Göttergestalten ganz in hellenischem Geiste umgebildet und neugeschaffen, ist Aphrodite doch im wesentlichen asiat. Ursprungs. Sie ist die weibliche Hauptgöttin der Semiten, Astarte (s. d.), deren Kult durch die Phönizier nach Kypros (Cypern) [* 15] und Kythera (Cerigo) gebracht wurde, daher diese Inseln als Geburts- und Wohnstätten der Aphrodite galten und die Göttin mit dem Namen Kypris oder Kythereia bezeichnet wurde. Nach einer Sage ist sie aus dem Schaume des Meers, der sich um das abgeschnittene Zeugungsglied des Uranos bildete, hervorgegangen (s. Anadyomene), nach einer andern war sie Tochter des Zeus [* 16] und der Dione. Zum Gemahl gab ihr der Mythus den Hephaistos, [* 17] dem sie aber mehrfach untreu wurde. Am berühmtesten ist ihre Liebschaft mit Ares, [* 18] dem sie nach der thebanischen Sage die Harmonia (Vereinigung), nach Hesiod den Deimos ¶

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(Schrecken) und Phobos (Furcht) gebar. Außerdem kennt die spätere Sage als ihre begünstigten Liebhaber den Hermes, [* 20] dem sie den Hermaphroditos, den Dionysos, [* 21] dem sie den Priapos, und den Anchises, dem sie den Äneas gebar. Semit. Ursprungs ist die Sage von ihrer Liebe zu dem schönen Jüngling Adonis (s. d.). Dem troischen Paris [* 22] verschaffte sie zum Dank, daß er ihr den Preis der Schönheit zuerkannt hatte, die Helena zur Gemahlin, und stand auch im Trojanischen Kriege auf der Seite der Trojaner.

An den ältesten Stätten ihres Kultes, wie in Paphos, Amathus und Idalion auf Cypern (nach welchen Orten sie auch Paphia, Amathusia und Idalia genannt wird), auf Kythera, in Sparta, Elis, Athen [* 23] und anderwärts wurde sie unter dem Beinamen Urania, d. b. als Himmelsgöttin (wie die phöniz. Astarte) verehrt. Die philos. Spekulation deutete dann diesen Beinamen ethisch und stellte die Aphrodite Urania als die Göttin der himmlischen, reinen und keuschen Liebe der Aphrodite Pandemos gegenüber (der ursprünglichen Bedeutung des Beinamens nach Göttin der Vereinigung eines Volks zu einem Ganzen), als der Göttin der sinnlichen Liebe, ja der Prostitution (der lat. Venus vulgivaga).

[* 19] ^[Abb.: Fig. 1.]

[* 19] ^[Abb.: Fig. 2.]

Eröffnung des Konkurse

Bild 5.813: Eröffnung des Konkurses - Eros
* 24 Eros.

Allgemein aber wurde bei den Griechen Aphrodite als die Göttin der Liebe, des Reizes und der Anmut aufgefaßt; daher außer ihrem steten Begleiter, dem Eros, [* 24] auch Peitho, die Göttin der Überredung, und die Chariten [* 25] häufig mit ihr verbunden werden. Was die ursprüngliche Bedeutung der Aphrodite betrifft, so ist es wahrscheinlich, daß sie eine Mondgöttin war, da sie ebenso wie die semit. Astarte zahlreiche deutliche Beziehungen zum Monde besitzt.

Vgl.   Roscher, Nektar und Ambrosia (Lpz. 1883);

ders., Selene [* 26] und Verwandtes (Studien zur griech. Mythologie und Kulturgeschichte, Heft 4, ebd. 1890). -

Die Römer [* 27] haben die griechische Aphrodite mit der altiralischen Venus (s. d.) identifiziert.

Die griech. Kunst stellte in älterer Zeit Aphrodite meist ganz bekleidet dar. Auch die Kunst des 5. Jahrh. scheint die Bekleidung noch festgehalten zu haben. Spätere Nachbildungen einer Schöpfung aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrh. zeigen den Leib der Göttin bis auf die eine Brust bekleidet. Die attische Kunst des 4. Jahrh. wagte es dann, die Göttin auch in

Bad (Geschichte des Ba

Bild 2.222: Bad (Geschichte des Badewesens)
* 28 Bad (Geschichte des Badewesens).

halber und in völliger, anfangs regelmäßig durch das Bad [* 28] motivierter Nacktheit darzustellen. Die Kunst der besten Zeit und auch spätere Werke desselben Geistes Pflegen aber auch in den Darstellungen der ganz oder teilweise entblößt dargestellten Göttin Schöndeit und Anmut mit göttlicher Würde zu verbinden, wie dies in der schönsten erhaltenen Statue, der gegenwärtig im Louvre in Paris befindlichen Marmorstatue von der Insel Melos, der sog. Venus von Milo (s. Tafel: Aphrodite von Melos [Venus von Milo]), der Fall ist.

Dasselbe gilt auch von den besten Nachbildungen der berühmtesten Statue der Göttin, der knidischen Aphrodite des Praxiteles (s. beistehende [* 19] Fig. 1: die vatikanische Kopie der von Knidos). Eine Umbildung in der Richtung auf das überwiegen des Anmutigen und Reizenden über den göttlich erhabenen Ausdruck zeigt schon eine andre Kopie der knidischen in München [* 29] (s. nebenstehende [* 19] Fig. 2); weniger gilt dies von der in der Haltung abweichenden sog. kapitolinischen Venus (in Rom), [* 30] in vollstem Maße aber von der sog. mediceischen Venus (in Florenz). [* 31] Andere Darstellungsweisen, worin die Göttin ganz unbekleidet erscheint, sind die Aphrodite Anadyomene (s. d.), die sich die Sandale lösende und die im Bade kauernde Aphrodite (z. B. im Louvre). Das sinnlich Reizende ist besonders stark ausgeprägt in der teilweise bekleideten Aphrodite Kallipygos (in Neapel). [* 32] -

Vgl.   Bernoulli, Aphrodite (Lpz. 1874).

Ende Aphrodite
→ weiter zu Seite 51.737: Aphroditidae ⟹ Familie der Borstenwürmer (s. d.).
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 734 [Suche = 51.736] im Internet seit 2005; Text geprüft am 2.12.2008; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_0736

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  • 51.737 Aphroditidae
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* 32 Bilder dazu:

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