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a. o. - Aorta

Bild 51.727: a. o. - Aorta
Seite 51.727.
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Überblick der Artikel
17 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
a. obei Titulaturen Abkürzung für außerordentlich, z. B. außerordentlicher Professor. / 9
A. o.c., Abkürzung für Anno orbis conditi, d. i. im Jahre nach Erschaffung der Welt. / 14
Aeolididaes. Fadenschnecken. / 3
Äolieraltgriech. Volksstamm, der sich von Äolus (s. Aiolos) ableitete und seine ursprünglichen Wohnsitze / 331
Äolikon(Äoline), s. Äolodikon. / 4
Äolipiles. Äolopile. / 3
Äoliss. Äolier. / 3
Äolische Inselns. Aiolos und Liparische Inseln. / 7
Äolische Versebei den Alten solche daktylische Reihen, besonders Hexameter, deren erster Fuß die Gestalt / 37
Äolodikon(Äoline, Äolikon) und Äolodion (grch.), verschiedene Arten der Windharmonika, ältere Formen / 15
Äolopileoder Äolipile (grch., d. i. Dampfkugel, Windkugel), ein kleines Metallkesselchen, an das ein / 135
Äolsharfe(Windharfe), Saiteninstrument, bestehend aus einem einfachen Kasten mit aufgespannten Darmsaiten, / 83
Äolshöhlens. Windgrotten. / 3
Aöluss. Aiolos. - A. ist auch Name eines von Berlin aus in den Handel gekommenen Ventilations- und / 19
Äon(grch.; lat. aevum), Zeitraum, Lebenszeit, Weltalter, auch Ewigkeit. Bei den Gnostikern (s. / 33
Aorist(grch., "unbegrenzt"), Bezeichnung einer ursprünglich allen indogerman. Sprachen / 128
Aorta(grch.), der Hauptstamm der Arterien, welcher aus der linken Herzhälfte heraustritt und sich / 251

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a. o. - Aorta


Fortsetzung: Anzugsgeld, auch Einzugsgeld (census oder gabella immigrationis), eine Abgabe, welche früher ziemlich allgemein
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für die von ihr übernommene Unterstützungspflicht zu entschädigen, den ärmern Staatsangehörigen hindern soll, sich da, wo er sein Unterkommen zu finden oder seine Lage zu verbessern hofft, niederzulassen. Das Recht der freien Niederlassung läßt jedoch nach dem Gesetz vom 1. Nov. 1867 die Rechtsverhältnisse in betreff der Gemeindeangehörigkeit, des Ortsbürgerrechts und der Teilnahme an den Gemeindenutzungen (s. Allmenden) unberührt, und es ist daher zulässig und im allgemeinen gerechtfertigt, daß als Äquivalent für die letztgenannten Vorteile ein Anzugsgeld oder Einkaufsgeld erhoben werde.

a. o.,

bei Titulaturen Abkürzung für außerordentlich, z. B. außerordentlicher Professor.

A. o. c.,

Abkürzung für Anno orbis conditi, d. i. im Jahre nach Erschaffung der Welt.

Aeolididae,

s. Fadenschnecken.

Äolier,

altgriech. Volksstamm, der sich von Äolus (s. Aiolos) ableitete und seine ursprünglichen Wohnsitze in der Landschaft Äolis hatte, der südwestl. Hälfte der thessal. Ebene. Hauptstadt war hier Arne, das spätere Cierium. Von hier zog ein Teil des Stammes, infolge der Einwanderung der Thessaler, unter dem Namen der äol. Böoter nach Böotien; ein anderer Bruchteil ließ sich im südl. Ätolien in der Gegend von Kalydon und Pleuron, die danach auch Äolis genannt wird, nieder. Am längsten erhielt sich der Name Äolier als polit.-ethnogr.

Flüsse

Bild 56.938: Flüsse
* 2 Flüsse.

Bezeichnung für die griech. Ansiedler im Nordwesten Kleinasiens. Den Hauptstock dieser Einwanderer bildeten Achäer aus dem Peloponnes, denen, wie es scheint, sich thessalische Äolier beigesellt hatten. Die etwa 30 Niederlassungen der Äolier zerfallen, abgesehen von den Städten auf der Insel Lesbos, in zwei größere Gruppen. Die südlichere umfaßte 12 in der Nähe der Flüsse [* 2] Caicus und Hermus und des Elaitischen Meerbusens gelegene, wohl zu einem Bunde vereinigte Städte; Smyrna, das jedoch später an Ionien fiel, und Kyme waren die bedeutendsten Plätze.

Die nördl. Gruppe bildeten die am Fuße des Idagebirges in Troas, vom Vorgebirge Lektum bis zum innersten Winkel [* 3] des Adramyttischen Golfs gelegenen Städte, von denen Assus, Gargara und Antandrus an der Küste lagen; zu ihr gehörte auch die Insel Tenedos sowie die dieser gegenüber auf der Küste des Festlandes von König Antigonus begründete, von Lysimachus erweiterte Stadt Alexandria Troas. Diese äol. Städte, deren Bevölkerung [* 4] meist aus Resten der frühern Landeseinwohner, Pelasger, Leleger, Dardaner, Troer und Myser, bestand, wurden zum Teil schon von Krösus zum Tribut genötigt.

Nach der Unterwerfung Lydiens durch Cyrus gerieten sie alle in Abhängigkeit vom Persischen Reiche. Nach den Perserkriegen traten sie größtenteils der athenischen Bundesgenossenschaft bei, deren Auflösung brachte sie (mit Ausnahme der Bewohner von Lesbos und Tenedos) wieder in die Gewalt der pers. Satrapen. Nach dem Untergange des Persischen Reichs und dem Tode Alexanders d. Gr. gehörten sie bald zum Pergamenischen, bald zum Syrischen Reiche, bis sie von den Römern der Provinz Asia zugeteilt wurden. - Über den Äolischen Dialekt s. Griechische Sprache.

Äolikon

(Äoline), s. Äolodikon. ^[= (Äoline) und Äolodion (grch.), verschiedene Arten der Windharmonika, ältere Formen ...]

Äolipile,

Äoline - Äolos

Bild 1.667: Äoline - Äolos
* 5 Äolipile.

[* 5] s. Äolopile. ^[= oder (grch., d. i. Dampfkugel, Windkugel), ein kleines Metallkesselchen, an das ein ...]

Äolis,

s. Äolier. ^[= altgriech. Volksstamm, der sich von Äolus (s. Aiolos) ableitete und seine ursprünglichen Wohnsitze ...]

Äolische

Inseln, s. Aiolos ^[= (lat. Äolus), Sohn des Hellen und der Nymphe Orseïs, Enkel des Deukalion und Bruder des Doros ...] und Liparische Inseln.

Äolische

Verse, bei den Alten solche daktylische Reihen, besonders Hexameter, deren erster Fuß die Gestalt eines Spondeus oder Trochäus (auch Jambus oder Pyrrhichius) hatte. Am bekanntesten sind die Äolische Verse aus Theokrits 29. Gedichte in äol.

Dialekt.

Äolodikon

(Äoline, Äolikon) und Äolodion (grch.), verschiedene Arten der Windharmonika, ältere Formen des Harmoniums (s. d.).

Äolopile

Flammen - Flammenblume

Bild 56.870: Flammen - Flammenblume [unkorrigiert]
* 6 Flamme.

oder Äolipile (grch., d. i. Dampfkugel, Windkugel), ein kleines Metallkesselchen, an das ein mit enger Mündung endendes Ausflußrohr angesetzt ist. Ist das Kesselchen teilweise mit einer Flüssigkeit gefüllt, die durch eine untergesetzte Flamme [* 6] ins Kochen gebracht wird, so strömen die Dämpfe mit Gewalt aus jener engen Öffnung hervor. Ein in den Weg des Dampfstrahls gestelltes Flügelrad wird von demselben angetrieben. Wenn die Äolopile um eine Achse leicht drehbar und der Dampfstrahl zu einem die Achse konzentrisch umhüllenden Kreise [* 7] tangential gerichtet ist und das oder die Ausflußrohre wie die bei Segners Wasserrad [* 8] umgebogen sind, so wird sie, wie bereits Hero von Alexandrien um 120 v. Chr. ermittelt hatte, durch die Reaktion des ausströmenden Dampfes in Rotation versetzt. Wird die Äolopile mit Weingeist gefüllt, so läßt sich der ausströmende Dampfstrahl entzünden und zum Löten oder Glasblasen verwenden.

Äolsharfe

(Windharfe), Saiteninstrument, bestehend aus einem einfachen Kasten mit aufgespannten Darmsaiten, die auf denselben Ton gestimmt sind. Setzt man die A. dem Luftzug aus, so beginnen die Saiten zu schwingen und ertönen je nach der Windstärke leise oder laut, an- und abschwellend, erst im Einklang, dann durch die ungleichen Teilschwingungen der Saiten in verschiedenen Obertönen, meist also in Accorden. Von Harfen, die durch den Luftzug erklingen, berichtet schon das Mittelalter; theoretisch begründet hat die Erfindung zuerst Ath. Kircher in seiner «Phonurgia nova» (1650).

Äolshöhlen,

s. Windgrotten.

Aölus,

s. Aiolos. - Aölus ist auch Name eines von Berlin [* 9] aus in den Handel gekommenen Ventilations- und Kühlapparats.

Äon

(grch.; lat. aevum), Zeitraum, Lebenszeit, Weltalter, auch Ewigkeit.

Bei den Gnostikern (s. Gnosis) sind Äonen die Kräfte, die vor aller Zeit aus Gott ausgeströmt (emaniert) sind und als Substanzen, als Geister, existieren.

Aorist

(grch., «unbegrenzt»),

Bezeichnung einer ursprünglich allen indogerman. Sprachen eigenen, später in den meisten verloren gegangenen Tempusformen des Verbums, deren eigentliche Bedeutung ist, die momentane Handlung auszudrücken, im Gegensatz zum Präsens, das die dauernde, und zum Perfektum, das die vollendete Handlung bezeichnet;

z. B. im Griechischen heißt das Präsens φεύγε: pheúgei, «er ist auf der Flucht»;

der Aorist έφνγε éphyge, «er entfloh»;

das Perfektum πέφενγε pépheuge, «er ist davongekommen».

Weil der Ä. im Indikativ nur in der Form der vergangenen Zeit vorkommt, hat man sich gewöhnt, ihn unter die präteritalen Tempora zu zählen, die Bezeichnung der Vergangenheit liegt aber ursprünglich nicht in seinem Begriff. Der Unterschied eines ersten und zweiten Aorist im Griechischen und ähnliche Unterschiede in andern Sprachen beziehen sich nur auf die Form, nicht auf die Bedeutung.

Aorta



Aortenbogen - Apáfy (M

Bild 51.728: Aortenbogen - Apáfy (Michael I.)
* 10 Seite 51.728.

(grch.), der Hauptstamm der Arterien, welcher aus der linken Herzhälfte heraustritt und sich später in sämtliche, den Körper versorgende Arterien teilt, bildet ein daumendickes festes, mit ¶

mehr

elastischen Fasern versehenes Rohr und ist daher sehr widerstandsfähig gegen das aus dem Herzen in sie hineingepreßte Blut. Sie beschreibt nach ihrem Austritte aus dem linken Herzen zunächst einen Bogen [* 11] (Aortenbogen) nach aufwärts, von dessen Konvexität die Arterien für den Kopf und für die obern Extremitäten entspringen, kreuzt sich auf diesem Wege mit dem rechten Lungenarterienstamm und mit dem linken Hauptbronchus und läuft dann als Brustaorta an der linken Seite der Brustwirbelsäule nach abwärts. Am Zwerchfell angelangt, tritt sie dann hinter der Speiseröhre in die Bauchhöhle (Bauchaorta) und teilt sich in der Höhe des letzten Lendenwirbels in ihre beiden Endäste, welche für die untern Extremitäten, die Beckenorgane und die Genitalien bestimmt sind. (S. die Tafel: Die Blutgefäße des Menschen.) An ihrem Anfangsteile besitzt die Aorta drei taschenförmige Klappen (Aortenklappen), welche durch das eindringende Blut an die Seite gedrängt werden und den Rückfluß ins Herz dadurch hindern, daß ihre freien Ränder nach der Zusammenziehung des Herzens sich fest aneinanderlegen.

Haut (anatomisch)

Bild 8.231: Haut (anatomisch)
* 12 Haut.

Die Aorta erkrankt oft an einer chronischen Entzündung ihrer innern Haut, [* 12] welche Entzündung wieder Anlaß zur Entwicklung eines sog. Aneurysma (s. d.) geben kann. Die Innenhaut der Aorta älterer Personen ist fast immer durch diesen Prozeß (s. Arterienentzündung) verdickt und nicht selten mit Kalkplättchen durchsetzt. Abnorme Enge der und des ganzen arteriellen Gefäßgebietes mit Kleinheit des Herzens ist zuweilen die Ursache für hartnäckige Formen der Bleichsucht.

Ende Aorta
→ weiter zu Seite 51.728: Aortenbogen ⟹ Aortenklappen s. Aorta.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 725 [Suche = 51.727] im Internet seit 2005; Text geprüft am 25.11.2008; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_0727

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Siehe auch:

  • 1.1 a. o. c.
  • 1.666 Äolier
  • 1.667 Äolipile
  • 1.667 Äolische Inseln
  • 1.667 Äolische Tonleiter
  • 1.667 Äolischer Vers
  • 1.668 Äolsharfe
  • 1.668 Äolshöhlen
  • 1.668 Äolus
  • 1.668 Äolusball
  • 1.668 Äon
  • 1.668 Aonia
  • 1.668 Aorist
  • 1.668 Aorta

* 12 Bilder dazu:

  • 9Berlin
  • 4Bevölkerung
  • 11Bogen
  • 6Flamme
  • 2Flüsse
  • 12Haut
  • 7Kreise
  • 8Wasserrad
  • 3Winkel
  • 1_Seite 51.727
  • 10_Seite 51.728
  • 5Äolipile
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