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Ängster - Anhalt (Ober

Bild 51.637: Ängster - Anhalt (Oberflächengestaltung)
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11 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Angsters. Zwiebelglas. / 3
Ångström(spr. ong-), Anders Jonas, schwed. Naturforscher, geb. 13. Aug. 1814 im schwed. Län Westernorrland, / 135
Anguilla# (lat.), Aal, s. Flußaal und Meeraal. / 7
Anguilla _2# Snakes Island oder Schlangeninsel, eine nach ihrer gewundenen Gestalt benannte brit. Insel in / 89
Anguillulas. Haarwürmer. / 3
Anguisciola(spr. -ischola), Sofonisba, ital. Malerin, geb. um 1535 zu Cremona, trieb mit Eifer die Wissenschaft / 123
Angularsystemin der Befestigungskunst eine früher bisweilen gebräuchliche Bezeichnung für den Tenaillierten / 14
Angus# (spr. ängöß), schott. Grafschaft, s. Forfar. / 7
Angus _2# (spr. ängöß), Grafen von, s. Douglas. / 7
Angusticlaviibei den Römern die Personen, die bloß berechtigt waren, ein Untergewand (tunica) mit einem / 25
Anhaltzum Deutschen Reiche gehöriges Herzogtum, besteht aus den 1603-1863 getrennt gewesenen Teilen / 4768

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Ängster - Anhalt (Oberflächengestaltung)


Fortsetzung: Angst, eine Form von Gemütsbewegung, die mit der Furcht (s. d.) die Gruppe der "depressiven"
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Muskeln [* 2] ein, infolgedessen (teils auch infolge vermehrter Absonderung) Abgang von Urin und Stuhl; oder es werden heftige stoßweise Bewegungen ausgeführt; mitunter findet sich auch statuenartiges Verharren des ganzen Körpers in ein und derselben Stellung. Nach längerm Bestehen der Angst werden Schweiß und Harn reichlich abgesondert, auch soll Ergrauen der Haare [* 3] und Tod vorkommen. Für die Furcht sind Gänsehaut, leichteres Muskelzittern, Zähneklappern, vermehrte Flüssigkeitsabsonderung in den Darmkanal charakteristisch.

Die höhern Grade der Angst sind nur dann als innerhalb der Norm liegend anzusehen, wenn sie durch äußere richtig gedeutete Eindrücke hervorgerufen werden. Häufig ist die Angst Kennzeichen krankhafter Zustände des Gehirns, des Herzens, des Unterleibs, des Blutes (z. B. Verblutung, Vergiftung). Bei manchen Geisteskrankheiten, vor allem bei Melancholie, bei manchen epileptischen Zuständen u.s. w., bildet die Angst die lästigste und bedrohlichste Erscheinung und wird häufig Ursache von Gewalthandlungen (Verletzung anderer, Selbstmord).

Die Angst entsteht hier entweder im Anschluß an andere krankhafte geistige Vorgänge, wie Sinnestäuschungen (Erblicken drohender Gestalten u. dgl.), Wahnvorstellungen von Versündigung, drohender Strafe u. s. w. (sekundäre Angst) oder unmittelbar ohne psychische Veranlassung (objektive, primäre Angst). In letzterm Falle kann der Ausgangspunkt in den verschiedensten Organen (auch in krankhaft gereizten Nerven [* 4] des Unterleibs, der Haut, [* 5] in Neuralgien u. s. w.) gegeben sein, denen nur gemeinsam ist, daß sie zu einer Reizung oder mangelhaften Ernährung (Blutarmut) des Gehirns führen.

Gehirn

Bild 7.1: Gehirn
* 6 Gehirn.

Die Präkordialangst Geisteskranker geht selten in erster Linie vom Herzen aus, dieses leidet vielmehr meist sekundär, indem durch Vermittelung der Gefäßnerven die den Herzmuskel ernährenden Blutgefäße sich im Angstaffekt krampfhaft verengern. Die Behandlung der Präkordialangst besteht insbesondere in der Anwendung von Opium, Morphium und andern Betäubungsmitteln, bis stundenlang fortgesetzten Bädern von 27° R. u. dgl. m. Geisteskranke mit stark hervortretender Präkordialangst gehören unbedingt in eine Irrenanstalt oder müssen unausgesetzt überwacht werden. Unabhängig von dem Gehirn [* 6] sind die Angstanfälle bei Angina pectoris, die auf Krankheiten des Herzens oder seiner Nerven beruht und in Anfällen von Beklemmung mit Schmerzempfindung in der Herzgegend besteht. (S. Brustbräune.)

Angster,

s. Zwiebelglas. ^[= auch Ängster (mittellat. angustrum) genannt, ein nach seiner Form so benanntes Trinkgefäß ...]

Ångström

Spektralanalyse

Bild 15.117a: Spektralanalyse
* 9 Spektralanalyse.

(spr. ong-), Anders Jonas, schwed. Naturforscher, geb. 13. Aug. 1814 im schwed. Län Westernorrland, studierte seit 1833 in Upsala [* 7] Naturwissenschaft, erhielt 1842 eine Berufung zum Adjunkten bei der Stockholmer Sternwarte, [* 8] siedelte aber 1843 wieder nach Upsala über, übernahm dort die Stellung eines Astronomie-Observators und vertauschte dieselbe 1858 mit der Professur der Physik. Er starb 21. Juni 1874. In seiner Abhandlung «Optiska Undersökningar» (Stockh. 1853) lenkte A. zuerst die Aufmerksamkeit auf das Gesetz, das der Spektralanalyse [* 9] (s. d.) hauptsächlich zu Grunde liegt. Ungefähr zu derselben Zeit gab A. eine Erklärung über die Fraunhoferschen Linien im Sonnenspektrum. Sein Hauptwerk hierüber sind die «Recherches sur le spectre solaire» (Upsala 1868). Außerdem sind hervorzuheben: «Om de monoklinoedriska kristallernas molekulära konstanter» (Stockh. 1859),

«Sur les spectres des gas simples» (Upsala 1871),

«Mémoire sur la température de la terre» (ebd. 1871).

Anguilla

(lat.), Aal, s. Flußaal ^[= ( vulgaris Flem.; s. Tafel: Fische I, Fig. 3), zur Familie der Aale (s. d.) gehöriger ...] und Meeraal.

Anguilla,

Viehzucht (Futterverwe

Bild 16.193: Viehzucht (Futterverwertung, Vererbung)
* 11 Viehzucht.

Snakes Island [* 10] oder Schlangeninsel, eine nach ihrer gewundenen Gestalt benannte brit. Insel in der Reihe der Kleinen Antillen, etwa 120 km östlich von den Jungfern- oder Virginischen Inseln. Die Insel, 6 - 8 km breit, 28 km lang, 91 qkm groß, flach und niedrig, hatte (1881) 3219 E., meist Neger und Farbige. Die Bewohner treiben hauptsächlich Viehzucht. [* 11] Kleinere Ortschaften: Anguilla (Island Harbour), am nordöstl. Ende der Insel, und Cocusbai. Die Reeden können nur kleinere Fahrzeuge aufnehmen. In der Mitte ist ein Salzsee, der jährlich 3000 t Salz [* 12] liefert.

Anguillula,

s. Haarwürmer. ^[= Nematoden (Nematodes), eine äußerlich vielgestaltige Ordnung von Rundwürmern, deren Inneres ...]

Anguisciola

Florentiner Konzil - F

Bild 6.380: Florentiner Konzil - Florenz
* 16 Florenz.

(spr. -ischola), Sofonisba, ital. Malerin, geb. um 1535 zu Cremona, trieb mit Eifer die Wissenschaften, Musik und Malerei, letztere unter Leitung des Bernardino Campi, dann des Bernardino Gatti. König Philipp II. von Spanien [* 13] berief sie 1559 an seinen Hof, [* 14] wo sie dessen ganze Familie malte und zur Hofmalerin ernannt wurde. Nach dem Tode ihres ersten Gemahls, Fabricio di Moncada, wählte sie Genua [* 15] zu ihrem Aufenthalte, wo sie sich mit Orazio Lomellini verheiratete. Sie starb erblindet 1625. Bilder von ihr findet man in der Galerie der Uffizien zu Florenz, [* 16] im Lomellinischen Hause in Genua, im Hofmuseum zu Wien [* 17] (ihr Selbstbildnis 1554) und in engl. Privatsammlungen. Ihr Hauptbild ist die Darstellung ihrer drei Schwestern beim Schachspiel (1560, Raczynskische Sammlung in der Nationalgalerie zu Berlin). [* 18]

Angularsystem,

in der Befestigungskunst eine früher bisweilen gebräuchliche Bezeichnung für den Tenaillierten Grundriß (s. d.).

Angus

(spr. ängöß), schott. Grafschaft, s. Forfar.

Angus

(spr. ängöß), Grafen von, s. Douglas.

Angusticlavii,

bei den Römern die Personen, die bloß berechtigt waren, ein Untergewand (tunica) mit einem (oder zwei) schmalen Purpurstreifen (angustus clavus) zu tragen (s. Clavus).

Titel
Elemente zu Anhalt:

1) dem Herzogtum Sachsen, 2) der Pfalz zu Sachsen

Anhalt,

Anhalt (Geistige Kultu

Bild 51.640: Anhalt (Geistige Kultur. Geschichte)
* 19 Anhalt.

[* 19] zum Deutschen Reiche gehöriges Herzogtum, besteht aus den 1603-1863 getrennt gewesenen Teilen (s. unten, Geschichte, S. 639-40) und hat den Namen von der Burg Anhalt auf dem Hausberge im Unterharz. Mitten in Deutschland [* 20] zwischen 51° 35' bis 52° 6' nördl. Br. und 10° 51' bis 12° 35' östl. L. von Greenwich gelegen, grenzt es im N. an den preuß. Reg.-Bez. Magdeburg, [* 21] im S. an Merseburg, [* 22] im NO. an Potsdam [* 23] und im W. an das Herzogtum Braunschweig. [* 24] Das Land besteht aus dem Hauptteil und fünf in Preußen [* 25] gelegenen Gebietsteilen, hat 2294,36 qkm und nimmt die 14. Stelle unter den 26 deutschen Staaten ein. Die Entfernung des westlichsten vom östlichsten Punkte mißt 123 km.



Anhalt (Klima. Bevölke

Bild 51.638: Anhalt (Klima. Bevölkerung. Volkswirtschaft)
* 27 Seite 51.638.

Oberflächengestaltung. Die Oberflächenbildung wird bestimmt im SW. durch das Harzgebirge, im NO. durch den Fläming (s. d.). Der anhalt. Unterharz (400 m) wird durch das Selkethal in die Rammbergmasse (500 m) und in die südlich gelegene Hochebene von Harzgerode (400 m) geteilt. Namhafte Berge: Rammberg mit Victorshöhe (537 m), Stubenberg (314 m), Meiseberg, Hausberg. Von den Waldhöhen des Harzes bei Ballenstedt (200 m) fällt das Gelände in fruchtbaren Wellen [* 26] bis zur Saale (55 m) ab, steigt noch einmal hügelartig an (100 m) und verliert sich in den fruchtbaren, waldreichen Tiefraum der Elbe und Mulde. Die Elbe durchströmt ¶

mehr

in großen Krümmungen den östl. Hauptteil des Landes von O. nach W. (43 km) und nimmt alle Gewässer auf, so die Flämigsbäche Döllitzbach, Rössel, Ruthe, links bei Wallwitzhafen die Mulde mit dem Kapen und die Saale. Letztere ist schiffbar, durchschneidet das östl. Hauptstück von S. nach N. (33 km) und empfängt rechts den Grenzfluß Fuhne mit Ziethe, links die Harzflüsse Wipper mit Eine und Bode mit Selke. Das Tiefland der Elbe und Mulde ist vielfach von Spuren abgestorbener Flutungen durchsetzt. Die Ufer der Elbe, Saale und Mulde sind eingedämmt (143 km Deiche). Mineralquellen, namentlich eisenhaltige, bei Alexisbad, Gernrode (Suderode), Zerbst [* 28] und Coswig. (S. Karte: Provinz Brandenburg [* 29] u. s. w., beim Artikel Brandenburg.)

Klima. [* 30] Auf den vier Beobachtungsstationen (Ballenstedt im Harz 203,2, Bernburg [* 31] 71,9 m im Vorlande des Harzes, Dessau [* 32] 61,1 m in der Elb-Muldeniederung, Zerbst 70,6 m am Elbknie am Vorlande des Flämings) wurden 1884 z. B. beobachtet: Temperatur am Erdboden: 9,42, 11,56, 11,65, 9,42 °C. im Jahresmittel;

Niederschläge: 523,5, 673,9, 663,7, 727,3 mm. Gewitter: 38, 44, 39, 36 Stück;

Hageltage: 3, 4, 1, 2;

herrschende Winde: [* 33] S. und W., W. und NW., W. und O., W. und SW.

Bevölkerungsstatistisc

Bild 2.851a: Bevölkerungsstatistische Karten
* 34 Bevölkerung.

Bevölkerung. [* 34] Die ortsanwesende Bevölkerung betrug 1890: 271 903 E. gegen 1885: 248 160 E., d. i. eine Zunahme von 9,6 Proz. Auf 1 qkm kommen 119 E. Es gab (1890) 33 533 Wohnstätten, darunter 33 085 bewohnte Wohnhäuser [* 35] und 62 585 Haushaltungen (57 380 Familienhaushaltungen von zwei und mehr Personen). Auf eine Wohnstätte kamen 8,19, auf eine Haushaltung 4,35 E. Die Bevölkerung verteilt sich (1890) auf 22 Städte (2 Mittel-, 4 Klein- 16 Landstädte), 247 Dörfer und 143 Gutsbezirke.

Auf eine Stadt kamen 6986, auf ein Dorf 439 und auf einen Gutsbezirk durchschnittlich 69 E. Hauptstadt ist Dessau (s. d.). Von der Bevölkerung waren (1890) 134 071 männl., 137 892 weibl.;

verheiratet 92 585;

unter 15 J. alt 45 053 männl., 44 932 weibl.;

über 70 J. 2705 männl. und 3335 weibl.;

produktiv und 15-70 J. 61,52 Proz.;

unproduktiv 38,45 Proz. Dem Religionsbekenntnis nach waren (1890) 261 215 Evangelische, 8875 Katholiken, 281 andere Christen, 1580 Israeliten.

Geboren in Anhalt 78,56 Proz.; im übrigen Deutschen Reiche 21,25 Proz. Geburten durchschnittlich (1885-88) jährlich 9721, 1889: 10 100, Sterbefälle 5906, 1889: 6042, Eheschließungen 2257, 1889: 21,71;

überseeisch ausgewandert 101 (1885: 113, 1886: 82, 1887: 92, 1888: 101, 1889: 67).

Garten

Bild 6.918: Garten
* 36 Garten.

Land- und Forstwirtschaft. Im W. und O. des Herzogtums herrscht die Forstwirtschaft, in der Mitte mehr die Landwirtschaft vor. Die gesamte landwirtschaftlich benutzte Bodenfläche beträgt 1613 qkm; davon sind landesfiskalisch 42 Domänen und 5 Grundstücke von 215,47 qkm; herzoglich 18 Domänen und 5 Grundstücke von 106,08 qkm. Der Rest ist Privatbesitz. Der Bodenverteilung nach sind Acker und Garten [* 36] 61,86 Proz., Forsten und Holzungen 23,97, Wiesen 6,96, Weiden und Hutungen 1,49, Unland 0,73, Haus- und Hofräume 1,22, Gewässer, Straßen und Wege 3,71 Proz. An Haustieren gab es 1892: 17 360 Pferde, [* 37] 5 Esel, 59 985 Stück Rindvieh, 110 107 Schafe, [* 38] 72 506 Schweine, [* 39] 30 620 Ziegen, ferner 5512 Bienenstöcke. Über den durchschnittlichen jährlichen Anbau und Ernteertrag sowie über den Durchschnittswert der Ernte [* 40] in dem Jahrzehnt von 1878 bis 1887 giebt folgende Tabelle Auskunft:

Fruchtar­ten qkm Ton­nen Durch­schnitts­wert M. per Tonne M.
Weizen 76,29 18 746,46 3.469.971 185,1
Rog­gen 298,10 41 415,79 6.469.147 156,2
Gerste 224,09 46 399,66 7.331.146 158,0
Hafer 142,43 24 455,84 3.700.169 151,3
Erb­sen 12,21 2244,08 543.293 242,1
Kartoffeln 185,13 213 718,80 10.408.105 48,7
Zuckerrü­ben 178,67 480 769,70 9.615.394 20,0
Sa­menrü­ben 17,51 3743,50 - -

Holywood - Holz

Bild 8.668: Holywood - Holz
* 41 Holz.

Obst- und Gemüsebau blühen. Außerdem werden bedeutende Flächen mit Klee, Esparsette und Luzerne, Lupinen und Buchweizen (im Nordosten) bebaut 74 qkm). Die Waldflächen A.s bestehen aus: Kronforsten 199,69 qkm, Staatsforsten 208,51, Staatsanteilforsten 5,49, Stiftungsforsten 2,19, Genossenschaftsforsten 1,26 und Privatforsten 122,77 qkm, zusammen 540,21 qkm. Davon 479,58 qkm Hochwald. Von 100 qkm Wald sind: Kiefern 57,97 (meist im Osten), Tannen und Fichten 10,35 (im Westen A.s), Eichen 9,48, Buchen 6,62 qkm. Das übrige sind Birken, Erlen, Espen, Weiden u. s. w. 1887/88 brachten 234,11 qkm fiskalische Waldfläche 82 469 Festmeter Holz. [* 41] Die Gesamteinnahme ans Holz-, Jagd- und Nebennutzungen betrug 744 710 M.; Ausgabe 298 929, Reinertrag 445 891 M. Abgeschossen wurden in den fiskalischen Forsten 1388: Rotwild 98 Stück, Damwild 68, Schwarzwild 78, Rehe 173, Hasen 531 (Privatjagden bedeutend mehr), Enten [* 42] 40, Schnepfen 6, Fasanen 167, Rebhühner 226, Füchse 138, Wildkatzen 5, Marder [* 43] 17, Iltis [* 44] 26, Wiesel [* 45] 10 und Raubvögel [* 46] 171 Stück;

Biber kommen vereinzelt vor.

Bergbau. [* 47] An Feld zum Abbau sind verliehen: 10 qkm auf Koch- und Steinsalze, namentlich Kali-, Magnesia- und Borsalze (Kreis [* 48] Bernburg);

36,9 qkm auf Kupferschiefer (Kreis Bernburg und Cöthen): [* 49] 75 qkm auf Blei-Silbererze;

51 qkm auf Flußspat [* 50] (Kreis Ballenstedt);

12 qkm auf Eisenstein;

242,5 qkm auf Braunkohlen.

Auch wird reichlich ausgebeutet Sandstein, Kalkstein, Gips, [* 51] Schwerspat, Thon, Ocker, Kieselgur (bei Coswig), vereinzelt Gold [* 52] und Torf.

Industrie und Handel. 1887 waren in Anhalt im Betrieb: 12 Braunkohlenwerke (Frose, Mühlingen, Edderitz, Gerlebogk, Groß-Weisand, Coswig u. s. w.), 2 Salzbergwerke (Leopoldshall, fiskalisch, und Solvayhall), 1 Erzbergwerk (Privatbesitz bei Neudorf);

11 Salinen, 1 Hütte für Blei-Silbererze (im Harz), 13 Werke für Eisengußwaren und 1 Werk für Schweißeisen.

Gefördert wurden: 928 598 t Braunkohlen zu 2 634 142 M., 480 039 t Steinsalz zu 187 033 M., 64 488 t Kainit zu 1 005 821 M., 215 272 t andere Kalisalze zu 2 836 352 M., 2930 t. Bittersalze zu 26 278 M., 30 t Boracit zu 11 400 M., 1537 t Blei-Silbererze zu 133 735 M. Die Salinen gewannen: 46 986 t Chlorkalium zu 6 424 098 M., 12 659 t Chlormagnesium zu 151 621 M., 3922 t schwefelsaures Kali zu 556 626 M., 2752 t schwefelsaure Kalimagnesia zu 215 622 M., 3926 t Glaubersalz zu 166 521 M., 9858 t schwefelsaures Magnesia zu 137 088 M. und 500 t Alaun [* 53] zu 59 600 M. Die Hütte für Blei-Silbererze erbeutete 720,96 t Blei, [* 54] 1347 kg Silber, 0,22 kg Gold. Die Werke für Eisengußwaren fertigten 7613 t Gußprodukte. 29 Hauptbetriebe des Berg-, Hütten- und Salinenwesens beschäftigten 1882 im Jahresdurchschnitt 2796 Personen, die Stein- und Erdenindustrie in 241 ¶

Fortsetzung Anhalt:
→ weiter zu Seite 51.639 || betrieben 2068 Personen. Die 31 Zuckerfabriken (im Kreise Bernburg und Cöthen) mit 5394 Arbeitern
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 635 [Suche = 51.637] im Internet seit 2005; Text geprüft am 16.11.2008; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_0637

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Siehe auch:

  • 1.582 Angster
  • 1.582 Ängster
  • 1.582 Angström
  • 1.582 Anguilla
  • 1.583 Anguisciola
  • 1.583 Angularsystem
  • 1.583 Angus
  • 1.583 Angusticlavii
  • 1.583 Anhalt
  • 17.40 Anhalt_2
  • 18.37 Anhalt_3
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  • 99.16 Anhalt_5
  • 99.52 Anhalt_6
  • 51.642 Anhalt-Cöthen
  • 32.62 Anhalten

* 54 Bilder dazu:

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