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Angilbert - Angkor

Bild 51.626: Angilbert - Angkor
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Überblick der Artikel
9 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
AngilbertGelehrter und Dichter, geb. um 740, ward am fränk. Hof erzogen, begleitete Pippin, den Sohn / 125
Anginas. Bräune; A. pectŏris, s. Brustbräune. / 7
Angio... (vom grch. angos, das Gefäß), die Gefäße (des tierischen Körpers) betreffend; Angioītis, / 61
Angiocarps. Gymnocarp. / 3
Angiom(grch., Gefäßgeschwulst), eine Geschwulst, welche fast ausschließlich aus neugebildeten Blutgefä / 107
Angioneurosen(grch.), Nervenkrankheiten, welche eine krankhafte Erweiterung oder Verengerung der Blutgefäße / 20
AngiopterisHoffm., Farngattung aus der Familie der Marattiaceen (s. d.) mit nur wenigen Arten in Ostindien / 83
Angiospermen(grch.), Bedecktsamige, den Gymnospermen (s. d.) gegenüber die Phanerogamen, deren Samenknospen / 287
Angkoroder Ongkor, Name einer bedeutenden Ruinenstätte in Kambodscha, nahe dem Tale-sah oder Großen / 163

Seite 51.626

Angilbert - Angkor


Fortsetzung: Anghiera, # Pietro Martire d', latinisiert gewöhnlich Petrus Martyr Anglerius, Geschichtschreiber, geb.
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Tode (Alcala 1530; Par. 1536) herauskam. Es behandelt die Entdeckung Amerikas von Columbus bis 1525. Sein «Opus epistolarum» (Alcala 1530; Amsterd. 1670) enthält vieles Interessante zur Geschichte von 1488 bis 1525, besonders des span. Hofs, sowie auch über Columbus. Die Zustände Ägyptens schilderte in den «Legationis Babylonicae libri tres», die zuerst in seinen «Opera» (Alcala 1511),

dann mehrmals mit den «Dekaden» gedruckt wurden. -

Vgl.   Schumacher, Petrus Martyr, der Geschichtschreiber des Weltmeers (Neuyork [* 2] 1879);

Mariéjol, Un lettré Italien [* 3] á la cour d'Espagne (Par. 1888);

Bernays, Petrus Martyr Anglerius und sein Opus epistolarum (Straßb. 1891).

Angilbert,

Gelehrter und Dichter, geb. um 740, ward am fränk. Hof [* 4] erzogen, begleitete Pippin, den Sohn Karls d. Gr., nach Italien, ward nach seiner Rückkehr von Karl d. Gr. wiederholt mit diplomat. Sendungen betraut, erhielt 790 die Abtei von Centula (später St. Riquier) in der Picardie, lebte aber meist am Hofe, wo er, mit Alkuin eng befreundet, der schola palatina, unter dem Namen Homer angehörte. Er starb 18. Febr. 814. Unter seinen lat. Gedichten (in Mignes «Patrologia», Bd. 99) befindet sich das Fragment eines Epos über Karl d. Gr., worin eine Begegnung Karls mit Papst Leo III. geschildert wird. Angilbert ist Vater des Geschichtschreibers Rithard (s. d.) von Karls d. Gr. Tochter Bertha. Das Verhältnis A.s zu Bertha scheint Grundlage der Sage von Eginhard und Emma (s. Einhard) zu sein.

Angina,

s. Bräune; ^[= # d. i. das Würgen) nennt die ältere und Volksmedizin alle jene Krankheitszustände, ...]

Angina pectŏris, s. Brustbräune.

Angio...

Gefäße, prähistorische

Bild 6.1005: Gefäße, prähistorische
* 5 Gefäß.

(vom grch. angos, das Gefäß), [* 5] die Gefäße (des tierischen Körpers) betreffend;

Angioītis, Entzündung der Gefäße (Adern);

Angioleucītis, Lymphgefäßentzündung;

Angiolŏgie, Lehre [* 6] von den Gefäßen (s. d. und Anatomie);

Angiopăthie, Gefäßleiden;

Angioplŏke, Gefäßknoten, Durchschlingung der Gefäße zum Zweck einer Blutstillung;

Angiorrhexis, Zerreißung eines Gefäßes;

Angiosarkōm, bösartige Gefäßgeschwulst;

Angiostenōse, Verengerung der Gefäße;

Angiostōse, Verknöcherung der Gefäße;

Angiotŏmie, das (kunstgemäße) Auf- und Zerschneiden der Gefäße.

Angiocarp,

s. Gymnocarp.

Angiom

Haut (anatomisch)

Bild 8.231: Haut (anatomisch)
* 7 Haut.

(grch., Gefäßgeschwulst), eine Geschwulst, welche fast ausschließlich aus neugebildeten Blutgefäßen (eigentliches oder echtes Angiom) oder aus Lymphräumen (Lymphangiom) besteht. Die blutführenden Gefäßgeschwülste sind entweder einfache Angiom (Teleangiektasien), welche sich als flächenhafte, dunkelkirschrote bis stahlbläuliche Neubildungen von der Größe eines Stecknadelkopfs bis zu der eines Handtellers in der Haut, [* 7] besonders an Stirn und Wangen finden, und von den Laien als Feuer- oder Muttermale bezeichnet werden, oder cavernöse Gefäßgeschwülste, welche dunkelblaurote erektile, mitunter pulsierende Geschwülste darstellen. Die Angiom können Anlaß zu heftigen Blutungen geben und werden am besten durch Ätzen, Abbinden, [* 8] Galvanokaustik oder Exstirpation mit dem Messer [* 9] entfernt. -

Vgl.   Virchow, Die krankhaften Geschwülste, Bd. 3 (Berl. 1867).

Angioneurosen

(grch.), Nervenkrankheiten, welche eine krankhafte Erweiterung oder Verengerung der Blutgefäße und dadurch bedingte Ernährungsstörungen der Organe zur Folge haben.

Angiopteris

Hoffm., Farngattung aus der Familie der Marattiaceen (s. d.) mit nur wenigen Arten in Ostindien [* 10] und auf den Südsee-Inseln. Sie gehören mit zu den größten existierenden Farnkräutern, ihre Wedel erreichen eine Länge von 5 m und darüber, ihre Stämme einen Umfang von etwa 2 m. Eine Art, Angiopteris evecta Hoffm. (s. Tafel: Gefäßkryptogamen, [* 1] Fig. 3) wird in Warmhäusern wegen ihrer riesenhaften Formen kultiviert. In den Fruchthäuschen sind mehrere Sporangien miteinander vereinigt, so daß ein einfächeriges Gebilde entsteht, das sich mit einem Längsrisse öffnet.

Angiospermen

Same (botanisch)

Bild 14.253: Same (botanisch)
* 11 Samen.

(grch.), Bedecktsamige, den Gymnospermen (s. d.) gegenüber die Phanerogamen, deren Samenknospen in einen Fruchtknoten eingeschlossen sind und in dessen Innern sich zu reifen Samen [* 11] weiter entwickeln. Die Angiospermen stellen eine der beiden großen Klassen der Phanerogamen dar, und zwar die, welche in der phylogenetischen Entwicklungsreihe am höchsten steht. Sie sind mit gegen 100.000 Arten zugleich die umfangreichste Abteilung des Pflanzenreichs. Die Angiospermen zerfallen in die zwei großen Gruppen der Monokotyleoonen (s. d.) und Dikotyledonen (s. d.), die sich durch die Anzahl der Samenlappen (Kotyledonen) am Keimling sowie durch eine Reihe anderer Merkmale unterscheiden.

Beiden ist jedoch gemeinsam die Ausbildung des Fruchtknotens; während bei den Gymnospermen kein eigentlicher Fruchtknoten sich entwickelt, sondern bloß einzelne Fruchtblätter mit unbedeckten Samenknospen vorhanden sind, findet sich bei den Angiospermen stets ein aus einem einzigen oder aus mehrern miteinander verwachsenen Fruchtblättern gebildeter Fruchtknoten, der die auf den Fruchtblättern sitzenden Samenknospen vollständig umhüllt, bis sie zu reifen Samen sich weiter entwickelt haben.

Das Eindringen des Pollenschlauchs in die Fruchtknotenhöhlung zu den Samenknospen wird dadurch ermöglicht, daß bestimmte Teile der Fruchtblätter sich zu Griffel und Narbe umwandeln und infolge ihres lockern Gewebes dem keimenden Pollenschlauch beim Weiterwachsen keinen Widerstand entgegensetzen. (S. Befruchtung.) [* 12] Vor dem Anlegen des Pollenschlauchs an den Scheitel des Knospenkerns findet bei den in dem Embryosacke keine solche Gewebebildung statt, wie dies bei den Gymnospermen der Fall ist.

Kreideformation

Bild 10.182a: Kreideformation
* 13 Kreideformation.

Daß die Angiospermen die am höchsten stehende Abteilung der Phanerogamen sind, geht auch aus den paläontologischen Befunden hervor. Die ersten Angiospermen finden sich in der Kreideformation, [* 13] in dem darauf folgenden Tertiär erreichen sie schon eine weite Verbreitung, sodaß die Gefäßkryptogamen und Gymnospermen immer mehr zurückgedrängt werden, bis in den jüngsten Perioden die Artenzahl der Angiospermen gegenüber der der beiden andern Klassen eine unverhältnismäßig große geworden ist.

Angkor



Anglaise - Anglikanisc

Bild 51.627: Anglaise - Anglikanische Kirche
* 15 Seite 51.627.

oder Ongkor, Name einer bedeutenden Ruinenstätte in Kambodscha, nahe dem Tale-sah oder Großen See an der Grenze von Siam, im NW. der Stadt Siem-reap oder Siemrab. Es sind Reste von Bauwerken, die von den Khmer (s. d.) nach ihrer Niederlassung in diesem Lande errichtet wurden. Bemerkenswert ist besonders der Angkor-Vat oder Nakhon-Vat genannte teilweise erhaltene Tempel [* 14] inmitten eines Parks, der selbst von einem ungeheuern Bauwerk umgeben ist, mit einer Menge Türme, Statuen, seltsamer Tiergestalten, Galerien, Basreliefs, Ornamenten und auf die Mythen des Brahmanismus bezüglicher Inschriften. Es ist ein stark besuchter Wallfahrtsort der Buddhisten. Angkor-Thom oder Nakhon-Thom ist ein Riesenbau von bedeutendem Umfang mit zahlreichen Terrassen, ¶

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Türmen, Tierfiguren und einem großen Tempel in der Mitte, ein Rest der alten Hauptstadt des Landes, das beste Zeugnis für die Höhe der in vorgeschichtlicher Zeit dort entwickelten Civilisation. –

Vgl.   Aymonier, L'epigraphie cambodgienne (Saïgon 1885);

Bouillevaux, Visite aux ruines cambodgiennes (St. Quentin 1883);

Faque, L'Indo-Chine française (Cochinchine, Cambodge etc., Par. 1887);

Filoz, Cambodge et Siam (Thonon 1886).

Ende Angkor
→ weiter zu Seite 51.627: Anglaise ⟹ (frz. spr. angglähs'), ein in der zweiten Hälfte des 18. und im Anfange des 19. Jahrh. in
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 624 [Suche = 51.626] im Internet seit 2005; Text geprüft am 30.8.2011; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_0626

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Siehe auch:

  • 1.575 Angilbert
  • 1.575 Angina
  • 19.40 Angina pectoris
  • 1.575 Angiographie
  • 1.575 Angioitis
  • 1.575 Angioma
  • 1.575 Angion
  • 17.40 Angioneurosen
  • 1.575 Angiospermen
  • 19.40 Angiospermen_2
  • 1.575 Angiospermia
  • 1.575 Angiostenose

* 15 Bilder dazu:

  • 8Abbinden
  • 12Befruchtung
  • 5Gefäß
  • 7Haut
  • 4Hof
  • 3Italien
  • 13Kreideformation
  • 6Lehre
  • 9Messer
  • 2Neuyork
  • 10Ostindien
  • 11Samen
  • 14Tempel
  • 1_Seite 51.626
  • 15_Seite 51.627
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