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Androsaemum - Äneas (H

Bild 51.607: Androsaemum - Äneas (Held)
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10 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Androsaemums. Hypericum. / 3
Androuet du Cerceaus. Du Cerceau. / 6
AndrussowoDorf im Kreis Krasnyj des russ. Gouvernements Smolensk, 27 km östlich von Krasnyj, bekannt / 44
Andscherandere Schreibung für Anjer (s. d.). / 6
Andujar(spr. -chahr), Ciudad in der span. Provinz Jaen, 79 km nordöstlich von Cordoba, an der Bahnlinie / 153
Anduze(spr. angdühs', Andusia), Hauptstadt des Kantons A. (108,34 qkm, 8 Gemeinden, 8154 E.) im Arrondiss / 114
Andvaranauts. Andvari. / 3
Andvariin der nordischen Mythologie ein Zwerg. Die Asen Odin, Loki und Hoenir hatten dem Hreidmar für / 115
Aneantieren(frz., spr. aneangt, vernichten, für nichtig erklären. / 8
Äneas# (grch. Aineias), einer der gefeiertsten Helden der antiken Sagengeschichte, nach Homer der Sohn / 629

Seite 51.607

Androsaemum - Äneas (Held)


Fortsetzung: Androsace, L., Pflanzengattung aus der Familie der Primulaceen (s. d.) mit gegen 40 Arten. Es sind kleine,
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Felsspalten wachsende Kräuter. Sie haben wie die Primeln eine tellerförmige Blumenkrone und fünf Staubgefäße, [* 2] unterscheiden sich aber von dieser Gattung durch die Drüsen im Schlunde der Blumenkrone und die fünfklappige, fünf- oder zehnsamige Kapsel. In den Alpen [* 3] finden sich häufig die als Mannschild oder Harnischkraut bekannten Arten Androsace helvetica Gaud., villosa L., lactea L. u. a. Auch in tiefer gelegenen Gegenden kommen einige Arten vor, wie A septentrionalis L. als Unkraut auf Ackern.

Androsaemum,

s. Hypericum. ^[= L., Hartheu, Pflanzengattung aus der Familie der Hypericaceen (s. d.) mit gegen 150 Arten, Kräutern ...]

Androuet

du Cerceau, s. Du Cerceau. ^[= Androuet du, franz. Architekt, s. Ducerceau.]

Andrussowo,

Kreiden - Kreis

Bild 10.184: Kreiden - Kreis
* 4 Kreis.

Dorf im Kreis [* 4] Krasnyj des russ. Gouvernements Smolensk, 27 km östlich von Krasnyj, bekannt durch den am 20. (nach russ. Angaben 3. [13.] Jan. 1667 zwischen Rußland und Polen abgeschlossenen Frieden von Andrussowo, durch den Rußland Smolensk, das linke Dnjeprufer und Kiew [* 5] erhielt.

Andscher,

andere Schreibung für Anjer (s. d.). ^[= (spr. andscher), Hafenplatz und Fort in der niederländ. Residentschaft Bantam an der Nordwestspitze ...]

Andujar

Thb. - Theater

Bild 15.623: Thb. - Theater
* 8 Theater.

(spr. -chahr), Ciudad in der span. Provinz Jaen, 79 km nordöstlich von Cordoba, [* 6] an der Bahnlinie Manzanares-Sevilla und der andalus. Heerstraße über die Sierra Morena rechts vom Guadalquivir, den jene Straße auf einer Steinbrücke von 17 Bogen [* 7] überschreitet, in weiter, baumreicher Ebene gelegen, hat (1887) 15 214 E. Der wohlhabende, lebhafte und gewerbreiche Ort von modernem Ansehen besitzt 5 Pfarrkirchen, 4 Nonnen-, 6 ehemalige Mönchskloster, 3 Spitäler, ein Theater [* 8] und eine hübsche Promenade.

Hauptindustriezweig ist die Töpferei, insbesondere die Verfertigung von Alcarrazas (s. d.). Im April findet hier eine Messe statt. Die Umgegend erzeugt viel Getreide, [* 9] Hülsen- und Gartenfrüchte, Sumach, Wein und vorzügliches Obst. In der Nähe sind laue Mineralquellen. Am Brückenkopf von Andujar fand 15. bis 18. Juli 1808 ein heftiger Kampf zwischen Spaniern und Franzosen unter Dupont statt. (S. Baylen.) Bei Andujar el viejo, 6 km von der Stadt, befinden sich Überreste einer Stadt, die man für das keltiberische Illiturgis hält.

Anduze

(spr. angdühs', Andusia), Hauptstadt des Kantons Anduze (108,34 qkm, 8 Gemeinden, 8154 E.) im Arrondissement Alais des franz. Depart. Gard, an dem zum Gard gehenden Gardon d'A., in 131 m Höhe auf dem Plateau von St. Julien, an der Linie Lezan-Anduze (6 km) der Franz. Mittelmeerbahn, hat (1891) 3064, als Gemeinde 3906 E., Fabrikation von Hüten, Papier, Töpferwaren, Kesseln, Körben;

Lohgerberei;

Seidenweberei, die jetzt zurückgegangen ist;

Seiches - Seide

Bild 64.818: Seiches - Seide
* 10 Seide.

Maulbeerbaumzucht, Handel mit Getreide, Vieh und roher Seide. [* 10] - Die 1560 eingeführte Reformation bewirkte 1562 die Zerstörung mehrerer kath. Kirchen.

Nach der Aufhebung des Edikts von Nantes [* 11] (1685) mußten die Einwohner die neue Lehre [* 12] abschwören, blieben ihr aber im Herzen treu, und heute sind vier Fünftel Calvinisten.

Andvaranaut,

s. Andvari. ^[= in der nordischen Mythologie ein Zwerg. Die Asen Odin, Loki und Hoenir hatten dem Hreidmar für ...]

Andvari,

in der nordischen Mythologie ein Zwerg. Die Asen Odin, Loki und Hoenir hatten dem Hreidmar für die Ermordung seines Sohnes Buße zu zahlen. Loki sollte sie schaffen; er ging zur Meeresgöttin Ran, erhielt von ihr ihr Netz und begab sich nach Alfheim. Hier wohnte in Fischgestalt. Loki fing ihn und verlangte sein Gold [* 13] als Lösegeld. Nur einen Ring behielt der sein Gold wieder vermehren konnte. Als Loki auch diesen forderte, schwur Andvari, daß sein Besitz jedem das Leben kosten solle. Dieser Ring führt den Namen Andvaranaut, d. h. Besitz des Andvari. Der nordische Mythus ward später mit der Sigurdssage verbunden und bildet zu dieser die Vorgeschichte; der Fluch liegt hier auf dem Nibelungenhort.

Aneantieren

(frz., spr. aneangt, vernichten, für nichtig erklären.

Äneas

Aphrodisia - Aphrodite

Bild 1.678: Aphrodisia - Aphrodite
* 14 Aphrodite.

(grch. Aineias), einer der gefeiertsten Helden der antiken Sagengeschichte, nach Homer der Sohn des Anchises und der Aphrodite. [* 14] Er wohnte bei seinem Vater zu Dardanos und nahm nicht von Anfang an am Trojanischen Kriege teil. Erst als er von Achilleus auf dem Ida bei seinen Rinderherden überfallen war, führte er die Dardaner gegen das griech. Heer. Äneas erscheint während des Kampfes als ein Liebling der Götter und unter den Helden Trojas als der tapferste nächst Hektor.

Die Erzählungen der Alten über seine Geschicke vor, während und nach der Eroberung Trojas sowie über seine spätern Wanderungen sind sehr verschieden. Aus der Ilias geht hervor, daß die älteste Sage den Äneas nach dem Untergange des Geschlechts des Priamos über dessen Land und Volk herrschen ließ. Spätere Dichter erzählen vom Auszuge des Äneas aus der Landschaft Troas nach verschiedenen Gegenden. Stesichorus (um 600 v. Chr.) ist der erste, der den Äneas nach Hesperien gelangen läßt.

Scharwache - Schattens

Bild 14.408: Scharwache - Schattenspiel
* 15 Schatten.

Mit der Erweiterung der röm. Macht bekam die Sage, daß Äneas nach Latium gekommen und Stammvater des röm. Volks geworden sei, allgemeine Geltung und wurde durch die röm. Sagenschreiber und Dichter, besonders aber durch die Familie der Julier, die sich von Julus, dem Sohne des Äneas, ableiteten, gepflegt. Die Lokalsagen, nach denen Äneas bald hier bald dort das Ziel seiner Fahrt oder sein Ende gefunden hätte, wurden von der röm. Sage in Schatten [* 15] gestellt und mußten sich ihr unterordnen, wobei dann jene Orte als Stationen in die weite Fahrt von Troja [* 16] nach den ital. Küsten eingereiht wurden.

Auf diese Weise wird die Fahrt namentlich von Virgil in der Äneis geschildert. Nach seiner Darstellung rettete in der Nacht, als Troja von den Griechen genommen wurde, aus der brennenden Stadt die Götterbilder seines Hauses und Vater und Sohn. Seine Gattin Kreusa verlor er auf der Flucht in dem Getümmel. Mit 20 Schiffen segelte er nach Thrazien, wo er die Stadt Änos gründete; allein ein Wunder erschreckte ihn, und er verließ das Land. Nun wendete er sich nach Delos.

Kyffhäuser Höhle - Kyk

Bild 60.860: Kyffhäuser Höhle - Kyklopen [unkorrigiert]
* 18 Kyklopen.

Mißdeutung des dort erhaltenen Orakels führte ihn nach Kreta; dort ward ihm von den mitgenommenen Göttern geoffenbart, daß Hesperien das auch von Apollon [* 17] gemeinte Endziel seiner Fahrt sei. Er gelangte nach dem Vorgebirge Actium, nach Epirus, von da an den Fuß des Ätnas ins Land der Kyklopen, [* 18] dann um Sicilien herum nach dem Vorgebirge Drepanum auf der Westseite der Insel, wo Anchises starb. Ein Sturm verschlug Äneas nach Karthago, [* 19] wo Dido (s. d.) von leidenschaftlicher Liebe zu ihm erfüllt ward. Jupiter aber sandte durch Merkur [* 20] dem den Befehl, nach Italien [* 21] zu gehen.



Äneas (der Taktiker) -

Bild 51.608: Äneas (der Taktiker) - Anemonin
* 22 Seite 51.608.

Während die von Äneas verlassene Dido ihr Leben freiwillig endigte, segelte er mit seinen Genossen ab und ward durch Sturm nach Sicilien zum Gastfreunde Acestes verschlagen, wo er dem Anchises zu Ehren Totenspiele feierte. Nach Erbauung der Stadt Acesta (Segesta) schiffte er nach Italien, wo er bei Cumä die Sibylla aufsuchte, die ihm seine Zukunft weissagte und ihn zur Unterwelt geleitete. Aus dieser zurückgekehrt, gelangte er nach einer neuen Schiffahrt in den Tiber, an dessen östl. Ufer er, im Lande des laurentischen Königs Latinus, Latium betrat. Dessen Tochter Lavinia war von dem Schicksal einem ¶

mehr

Fremd-606 linge bestimmt, aber, namentlich von der Mutter Amata, dem Könige der Rutuler, Turnus, verheißen. Dies veranlaßte einen Krieg, nach dessen Beendigung sich A. mit Lavinia vermählte. Das Weitere deutet Virgil nur an. Man glaubte, daß A. im Flusse Numicius verschwunden sei, und identifizierte ihn dann auch mit dem dort waltenden einheimischen Gott. Nach älterer Sage gründeten Äneas' Söhne oder Enkel Rom; [* 23] nach spätern Erzählungen erbaute Äneas' Sohn Ascanius Albalonga. Dessen Nachfolger wurde des Äneas' mit der Lavinia erzeugter Sohn Silvius. Der Sohn des Ascanius, Julus, galt als Ahnherr des Geschlechts der Julier. –

Vgl.   Klausen, und die Penaten (2 Bde., Hamb. und Gotha [* 24] 1839–40);

Förstemann, Zur Geschichte des Äneasmythus (Magdeb. 1894).

Änēas

der Taktiker, altgriech. Militärschriftsteller im 4. Jahrh. v.Chr., wahrscheinlich identisch mit dem arkadischen Strategen Äneas aus Stymphalus, der 360 v.Chr. der Tyrannis des Euphron zu Sicyon ein Ende machte. Von seinem kriegswissenschaftlichen Werke «Hypomnemata», verfaßt zwischen 360 und 356, hat sich nur der Abschnitt über Belagerungskunst erhalten, herausgegeben mit deutscher Übersetzung von Köchly und Rüstow im ersten Bande der «Griech. Kriegsschriftsteller» (Lpz. 1853), von Hercher (Berl. 1870 u. 1871), von Hug (Lpz. 1874). –

Vgl.   Lange, De Aeneae commentario poliorcetico (Berl. 1879);

Ries, De Aeneae Tactici commentario poliorcetico (ebd. 1890).

Ende Äneas
→ weiter zu Seite 51.608: Äneas Sylvius ⟹ s. Pius II.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 605 [Suche = 51.607] im Internet seit 2005; Text geprüft am 27.8.2011; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_0607

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Siehe auch:

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  • 1.559 Andscher
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  • 17.40 Anduze_2
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  • 51.608 Äneas_2
  • 1.560 Äneas Silvius
  • 1.560 Äneas Silvius Piccolomini
  • 51.608 Äneas Sylvius
  • 1.560 Äneasratte

* 24 Bilder dazu:

  • 3Alpen
  • 14Aphrodite
  • 17Apollon
  • 7Bogen
  • 6Cordoba
  • 9Getreide
  • 13Gold
  • 24Gotha
  • 21Italien
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