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Amblygonit - Amboise (

Bild 51.504: Amblygonit - Amboise (Stadt)
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12 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
502 Amblygonitein seltenes, triklines, durchscheinendes Mineral von weißer oder grüner Farbe, das aus phosphorsa / 48
Amblyopie(grch.), Blöd- oder Schwachsichtigkeit, s. Sehschwäche. / 7
Amblystoma mexicanums. Axolotl. / 4
Ambo(grch.; lat. suggestus, pulpitum), die Kanzel der ältern christl. Kirche. Ursprünglich wurden / 162
Amboëlla(Ambuella), zu den Bantuvölkern zählender Stamm in Südwestafrika, etwa zwischen 14 und 16° / 62
Amboina(malaiisch Ambon). 1) Insel des Molukkischen Archipels in Hinterindien, unter 3° 41' südl. / 547
Amboinabeules. Aleppobeule. / 3
AmboinaholzKiabookah, Cayabocah, ein von Singapur kommendes, ziemlich hartes, schön gemasertes Holz von / 38
Amboinanelkens. Gewürznelke. / 3
Amboinische Pockens. Frambösie. / 4
Amboinische Tunkes. Tellmuschel. / 4
Amboise# (spr. angboáhs'), Hauptstadt des Kantons A. (238,07 qkm, 15 Gemeinden, 15656 E.) im Arrondissement / 171

Seite 51.504

t

Amblygonit - Amboise (Stadt)



502

Amblygonīt, ein seltenes, triklines, durchscheinendes Mineral von weißer oder grüner Farbe, das aus phosphorsaurer Thonerde mit etwas Lithion, Natron und Fluor besteht und sich im Granit zu Chursdorf bei Penig in Sachsen, [* 2] auch zu Montebras in Frankreich sowie zu Hebron und Paris [* 3] im nordamerik.

Staate Maine findet.

Amblyŏpie

(grch.), Blöd- oder Schwachsichtigkeit, s. Sehschwäche. ^[= Schwachsichtigkeit, im allgemeinen jede Herabsetzung der Sehschärfe (s.d.); sie kann veranlaßt ...]

Amblystŏma

mexicānum, s. Axolotl. ^[= (altmexik.), ein Molch der Süßwässer Mexikos, der in Europa seit langem künstlich gezogen ...]

Ambo

Ambleside - Amboinisch

Bild 1.447: Ambleside - Amboinische Pocken
* 4 Ambo.

[* 4] (grch.; lat. suggestus, pulpitum), die Kanzel der ältern christl. Kirche. Ursprünglich wurden Schriftverlesung und Predigt vom Chore aus gehalten und zwar entweder vom Altar [* 5] oder vom Bischofssitze. Indes Rücksicht auf die Akustik und der Umstand, daß die Bischöfe sich mehr und mehr von der Predigt zurückzogen und diese den Presbytern überließen, führten zur Aufstellung eines Pultes von Holz [* 6] oder Marmor am Eingange des Chores (Beispiele in Ravenna), der sich allmählich zu einem umfangreichen Aufbau mit Doppeltreppe zum Auf- und Abstieg und einer Zweiteilung für Evangelien- (Nordseite) und Epistelverlesung (Südseite) entwickelte und weit in das Langhaus vordrang (San Clemente in Rom). [* 7] In dieser Weiterbildung erinnert der Ambo an den Lettner (s. d.). Gelegentlich diente der Ambo auch als Standort für den Sängerchor. Die Ambo spielten bald bei Ausschmückung der Kirchen eine wichtige Rolle und wurden mit Marmor, Mosaik, später mit Schnitzwerk verziert. Das Wachsen der Gemeinden verdrängte den genannten Raum und veranlaßte, daß die beiden in unsere heutige Kanzel (s. d.) zusammengezogen wurden.

Amboëlla

(Ambuella), zu den Bantuvölkern zählender Stamm in Südwestafrika, etwa zwischen 14 und 16° südl. Br. und 16 und 20° östl. L. von Greenwich, zwischen den zum Sambesisystem gehörenden Flüssen Kubango und Kuando.

Die Amboëlla bauen Mais, Getreide, [* 8] Bohnen und Maniok und betreiben Viehzucht. [* 9]

Die Dörfer der Amboëlla, 15–20 km voneinander entfernt, zählen je 200–300 E. und werden von selbständigen Häuptlingen regiert.

Titel
Elemente zu Amboina:

1) Insel des Molukkischen Archipels in Hinterindien

2) Stadt auf der Nordseite von Leitimor am südl. Ufer der äußern Bai. Zu ihr führt der Weg durch das Fort Victoria.

Amboīna

(malaiisch Ambon).

Hinterindien

Bild 8.552a: Hinterindien
* 10 Hinterindien.

1) Insel des Molukkischen Archipels in Hinterindien, [* 10] unter 3° 41' südl. Br. und 128° 10' östl. L. von Greenwich, seit 1866 Hauptinsel und Sitz der Behörde der niederländ. Residentschaft Amboina, die außerdem aus den Inseln Haruku oder Oma, Saparua oder Honimoa, Rusa Laut, Buru, Manipa, Kelang, Boano, Amblau, Ceram und dem Banda-Archipel besteht. Die Residentschaft hat 48016 qkm und (1890) 250.000 E., meist Eingeborene, hauptsächlich malaiischer Rasse, aber auch Papuas, 2204 Europäer, 1125 Chinesen, 670 Araber und 6 andere Asiaten.

Schiff II

Bild 14.454d: Schiff II
* 12 Schiffe.

Die Insel Amboina selbst, 683 qkm mit 31 500 E., wovon ein Drittel Mohammedaner, die übrigen reform. Christen sind, besteht aus dem nördlichen größern Teil Hitu und dem südlichen kleinern, Leitimor. Beide Teile schließen eine breitere äußere und schmale innere Bai ein, deren Wasser, namentlich in der letztern, äußerst klar ist. Die beiden Teile werden durch den Paß [* 11] von Baguela verbunden, einen schmalen, sandigen, kaum 1 m hohen Isthmus. Die Insel ist gebirgig und an ihrer äußern Seite, wegen der Steilheit und des jähen Abfalls ihres Ufers, an den meisten Stellen für Schiffe [* 12] unnahbar.

Auf Hitu erheben sich der Salhutu bis 1221, der Wawani bis zu 1045 und der Stori bis zu 619 m Meereshöhe. Thätige Vulkane [* 13] trägt Amboina nicht. Häufig sind heftige, nicht selten sogar sehr verwüstende Erdbeben [* 14] vorgekommen. Das im allgemeinen gesunde Klima [* 15] der Insel ist wiederholt plötzlich so ungesund und fieberhaft geworden, daß mehrere Jahre hindurch fast kein Europäer daselbst leben konnte. Jetzt ist die Insel wieder vorzugsweise gesund. Amboina hat eine mittlere Jahrestemperatur von 26,3° C.; Februar als wärmster Monat hat 27,2° C., Juli als kühlster 25,2° C. Auf der Südküste fallen jährlich 3750 mm, auf der Nordküste 2510 mm Regen.

Die Vegetation auf Amboina ist überaus schön und üppig. Viele Wälder liefern vortreffliches Bau- und Nutzholz. Besonders häufig sind die Kokos- und die Sagopalme (Metroxylon Rumphii W.). Kulturpflanzen sind der Gewürznelkenbaum (Caryophyllus aromaticus B.) und seit neuesterZeit der Muskatnußbaum (Myristica [* 16] moschata Thbg.). Die erstere wurde von den Holländern von Ternate eingeführt. Der Verkauf der Gewürznelkenernte war bis 1873 ein Monopol der Regierung.

Körperteile der Vögel

Bild 16.242a: Körperteile der Vögel
* 17 Vögel.

Von Säugetieren kommen auf Amboina außer zahlreichen Fledermäusen nur eine Hirschart, eine Viverra (Zibethtier), mehrere Mäusearten und Phalangisten (Beutelratten) vor. Die Vögel [* 17] sind wenig zahlreich. Von wunderbarer Schönheit sind die zahlreichen Arten Insekten. [* 18] Die Bai ist sehr fischreich; zugleich kommt in ihr eine größere Anzahl der schönsten und seltensten Konchylien vor als in irgend einer andern Meeresgegend auf der ganzen Erde. – Um die Mitte des 15. Jahrh. verbreiteten arab. Seefahrer den Islam nach Amboina; 1511 erschienen daselbst zuerst die Portugiesen unter Antonio d'Abreu. Sie machten sich allmählich zu Herren sämtlicher Molukken, verloren sie aber 1605 an die Holländer. Diese machten Amboina zum Sitz ihrer Herrschaft in Ostindien, [* 19] bis derselbe 1619 nach Batavia [* 20] verlegt wurde. Die Engländer hatten 1796–1801 und 1810–16 die Insel besetzt, gaben sie aber den Holländern zurück. –

2) Stadt auf der Nordseite von Leitimor am südl. Ufer der äußern Bai. Zu ihr führt der Weg durch das Fort Victoria. [* 21] Die Stadt hat 9000 E., eine reform. Kirche aus Holz, mehrere gute Schulen, ein Justizgebäude, ein Waisenhaus und ein zweckmäßig eingerichtetes, geräumiges Hospital. Die Wohnung des Residenten befindet sich in dem anmutig gelegenen Batu Gadjah, d. h. Elefantenberg. Auf der Reede vor dem Fort finden die größten Schiffe den besten Ankergrund. Amboina ist seit 1854 Freihafen.

Amboinabeule,

s. Aleppobeule. ^[= (Bouton d'Alep), eine in Syrien, Persien und Ägypten, namentlich aber in Aleppo heimische Hautkrank ...]

Amboinaholz,

Sinesen - Singhalesisc

Bild 14.991: Sinesen - Singhalesisch
* 22 Singapur.

Kiabookah, Cayabocah, ein von Singapur [* 22] kommendes, ziemlich hartes, schön gemasertes Holz von rötlichgelber bis braunroter Farbe;

es wird in Indien, China [* 23] und auch in Deutschland [* 24] zu feinen Tischlerarbeiten verwendet.

Dieses Holz soll von Pterocarpus draco L. abstammen.

Amboinanelken,

s. Gewürznelke. ^[= # oder Gewürznäglein (Caryophylli) heißt die noch ungeöffnete Blüte des Gewürznelkenbaums ...]

Amboinische

Pocken, s. Frambösie. ^[= (vom frz. framboise, Himbeere) oder Erdbeerpocken, amboinische Pocken, Beerschwamm, auch Yaws, ...]

Amboinische

Tunke, s. Tellmuschel. ^[= (Tellinidae), eine in allen Meeren, auch in der Ostsee vorkommende, aus 11 Gattungen und etwa ...]

Amboise



Amboise (George

Bild 51.505: Amboise (George d') - Ambracia
* 28 Seite 51.505.

(spr. angboáhs'), Hauptstadt des Kantons Amboise (238,07 qkm, 15 Gemeinden, 15656 E.) im Arrondissement Tours [* 25] des franz. Depart. Indre-et-Loire, links von der Loire, an der Linie Paris-Tours-Bordeaux der Franz. Orléansbahn, hat (1891) 4343, als Gemeinde 4480 E., ein jetzt dem Grafen von Paris gehöriges, besonders durch die Verschwörung Condés (1560) bekanntes, später als Staatsgefängnis gebrauchtes Schloß, in dem mehrere Könige aus dem Hause Valois Hof [* 26] hielten und wo 1848–52 Abd el-Kader gefangen saß. Im Garten [* 27] des Schlosses steht die schöne got. Kapelle St. Hubert, die unter Ludwig Philipp, der Amboise wieder zu einer der ¶

mehr

Residenzen machte, erneuert wurde. Die Stadt hat lebhaften Tuch- und Lederhandel, Stahl- und bedeutende Feilenfabrikation. Das Edikt von Amboise beendete 1563 den ersten franz. Religionskrieg und gewährte den Hugenotten Duldung. - Nach Amboise nannte sich ein Geschlecht des franz. hohen Adels, dessen ältere Linie bereits im 13. Jahrh. erlosch. Die jüngere Linie, aus der der Kardinal George d'A. (s. d.) stammte, starb 1656 mit François Charles d'A., franz. Generallieutnant und Gouverneur von Languedoc, im Mannsstamme aus.

Amboise

Mailand (Stadtteile, P

Bild 11.110: Mailand (Stadtteile, Plätze etc., Bauwerke)
* 30 Mailand.

(spr. angboáhs'), George d', Kardinal und Minister unter Ludwig XII. von Frankreich, geb. 1460, wurde schon sehr jung Bischof von Montauban und Almosenier Ludwigs XI., später unter Karl VIII. Erzbischof von Narbonne und 1493 von Rouen. [* 29] Von Ludwig XII. 1498 zum Minister ernannt, ward er der eigentliche Lenker der Politik und bewährte sich als trefflicher Berater in den innern Verhältnissen; weniger Glück hatte er in der äußern Politik, indem er den unglücklichen Krieg der Franzosen gegen Mailand [* 30] befürwortete. 1498 erhob ihn Papst Alexander VI. zum Kardinal und bald darauf zum päpstl. Legaten in Frankreich, als welcher Amboise eine Reformierung der geistlichen Orden [* 31] anbahnen wollte. Als nach dem Tode Alexanders VI. (1503) Julius II. zum Papste erwählt wurde, veranlaßte Amboise ein Schisma zwischen der franz. und der röm. Kirche und berief ein Konzil, das zu Pisa, [* 32] Mailand und Lyon [* 33] tagte. Aber das Unglück der franz. Waffen [* 34] in Italien [* 35] vereitelte seine Pläne. Er starb 25. Mai 1510 zu Lyon. -

Vgl.   Le [* 36] Gendre, Vie du cardinal d'A. (Rouen 1726).

Ende Amboise
→ weiter zu Seite 51.505: Ambon ⟹ s. Amboina.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 502 [Suche = 51.504] im Internet seit 2005; Text geprüft am 18.7.2014; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_0504

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Siehe auch:

  • 1.447 Amblyopie
  • 1.447 Amblystoma
  • 1.447 Ambo
  • 35.785 Ambo_2
  • 17.31 Amboello
  • 1.447 Amboina
  • 1.447 Amboinaholz
  • 1.447 Amboinische Pocken
  • 1.448 Amboise
  • 17.31 Amboise_3
  • 51.505 Amboise_4
  • 51.505 Ambon
  • 32.50 Ambos
  • 47.922 AMBOS
  • 51.505 Ambosaten
  • 1.448 Amboß
  • 51.505 Amboß_3

* 36 Bilder dazu:

  • 5Altar
  • 4Ambo
  • 20Batavia
  • 23China
  • 24Deutschland
  • 14Erdbeben
  • 27Garten
  • 8Getreide
  • 10Hinterindien
  • 26Hof
  • 6Holz
  • 18Insekten
  • 35Italien
  • 15Klima
  • 36Leland
  • 33Lyon
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