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Algebraische Gleichung

Bild 51.389: Algebraische Gleichungen - Algen
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Algebraische GleichungenEine Gleichung heißt algebraisch: 1) im Gegensatz zu einer Identität (analytischen, identischen / 110
Algebraische LinieAlgebraische Kurve, s. Algebraische Gleichungen. / 7
Algeciras(spr. alcheß-), Algesiras oder Algeziras, Ciudad in der span. Provinz Cadiz in Andalusien, / 251
Algemeen Handelsbladholländische zu Amsterdam dreimal täglich erscheinende polit. Zeitung von progressiv-liberaler / 114
Algemesi(spr. alche-), Stadt im Distrikt Alcira der span. Provinz Valencia, unweit links vom Jucar und / 50
Algeneine Abteilung der Thallophyten (s. d.). Die A. unterscheiden sich von den Pilzen dadurch, daß / 1054

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Algebraische Gleichungen - Algen


Fortsetzung: Algebra, ein Teil der reinen Mathematik, ist die Lehre von den Gleichungen (s. Algebraische Gleichungen
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von Gleichungen dritten Grades als unmöglich bezeichnet wird. Aber schon 1505 fand Scipio Ferro in Bologna die Auflösung einer kubischen, Ludovico Ferrari bald darauf die einer biquadratischen Gleichung; Cardanus aus Mailand [* 2] machte 1545 diese Auflösungen bekannt. In Deutschland [* 3] wurde die der Italiener schon im Anfange des 16. Jahrh. sorgfältig studiert. Einer ihrer ersten Bearbeiter war Christian Rudolf aus Jauer, [* 4] dessen Werk, die erste algebraische Schrift in Deutschland, 1524 gedruckt und 1571 von Stifel neu herausgegeben wurde.

Andere Bearbeiter sind Scheybl in Tübingen, [* 5] Recorde in England, Peletarius in Frankreich, Stevin aus Brügge Größere Fortschritte verdankt die Algebra dem Franzosen Vieta, geb. 1540, gest. 1603, dessen Werke von Schooten in Leiden [* 6] 1646 herausgegeben wurden. Vieta bediente sich der Buchstaben und Formeln in weiterm Umfang; er bezeichnete die bekannten Größen durch die Konsonanten, die unbekannten durch die Vokale des großen lat. Alphabets, wofür Dcscartes die ersten und die letzten Buchstaben des kleinen Alphabets genommen hat.

Fermat und Descartes erwarben sich besonderes Verdienst dadurch, daß sie die Algebra auf die Geometrie anwandten, die Linien nach ihren Gleichungen ordneten und so die moderne analytische Geometrie begründeten. Descartes' «Géometrie» (1637) förderte den ersten Teil der Algebra, während Fermats Entdeckungen auf dem Gebiete der Diophantischen Analysis zu den glänzendsten Leistungen aller Zeiten gehören. Wichtige Beiträge zur Algebra gaben Newton in seiner «Arithmetica universalis», Tschirnhausen, Cotes, Moivre, später Euler, Bezout, Lagrange, Vandermonde, dann besonders Gauß, und in neuerer Zeit Abel, Galois, Kronecker, Hermite, Riemann, Weierstraß.

Algebraische

Gleichungen. Eine Gleichung heißt algebraisch:

1) im Gegensatz zu einer Identität (analytischen, identischen Gleichung), wenn sie eine oder mehrere unbekannte Größen enthält und erst dadurch richtig wird, daß einer der in ihr vorkommenden, mit Buchstaben ausgedrückten Größen ein bestimmter Wert beigelegt wird;

Kooperative Associatio

Bild 10.58: Kooperative Associationen - Kopaivabalsam
* 7 Koordinaten.

2) heißt eine Gleichung algebraisch im Gegensatz zu einer transcendenten Gleichung, wenn sie von endlichem Grad ist, wenn sie also keine sog. transcendenten Größen, wie Kreisbogen, trigonometr. Funktionen, Exponentialgrößen, Logarithmen u. s. w. enthält. Algebraische Linie (Kurve) nennt man eine krumme Linie oder Kurve, wenn die Koordinaten [* 7] ihrer Punkte durch eine algebraische Gleichung verbunden sind; transcendente Linien sind die nicht-algebraischen. Descartes nannte die algebraischen Kurven geometrische, die nicht-algebraischen mechanische.

Algebraische

Linie, Algebraische Kurve, s. Algebraische Gleichungen. ^[= Eine Gleichung heißt algebraisch: 1) im Gegensatz zu einer Identität (analytischen, identischen ...]

Algeciras,

Spanien und Portugal

Bild 15.63a: Spanien und Portugal
* 11 Spanien.

(spr. alcheß-), Algesiras oder Algeziras, Ciudad in der span. Provinz Cadiz [* 8] in Andalusien, mit einem guten, durch eine Batterie verteidigten Hafen am westl. Ufer der Bahia [* 9] (Bucht) von Algeciras oder von Gibraltar [* 10] (s. den Textplan beim Artikel Gibraltar), ist eine gutgebaute Stadt mit stattlichen Kirchen und Klöstern und einem mit Promenaden verzierten Hauptplatz, hat (1887) 12 381 E. und lebhaften Küstenhandel. Das Trinkwasser wird durch einen Aquädukt aus dem Gebirge zugeführt. Algeciras ist Sitz des General- und Marinekommandanten des Campo de San Roque, d. h. des span. Grenzgebietes gegen Gibraltar, welches nach der nördlich von Gibraltar gelegenen Ciudad San Roque benannt ist. Südlich von San Roque schließt ein niedriger mit Wachthäusern besetzter Erdwall, La Linea genannt, das span. Festland gegen die engl. Besitzung Gibraltar ab. Südlich von Algeciras liegt die befestigte Insel Isla Verte. - An dem flachen Gestade von Algeciras landeten 28. April 711 die Araber unter Tarik ibn Zeyad; Algeciras war ihre erste Eroberung in Spanien. [* 11]

Erst 1344 wurde sie ihnen nach einer Belagerung von 20 Monaten infolge der Schlacht am Rio [* 12] Salado durch König Alfons XI. von Castilien wieder entrissen, der sie ganz neu aufbauen ließ. Während jener Belagerung sollen sich die Mauren bereits grober Geschütze [* 13] zur Verteidigung bedient haben. Am 6. und 12. Juli 1801 fanden bei Algeciras Treffen zwischen der engl. und franz.-span. Flotte statt. In ersterm siegten die Franzosen unter Konteradmiral Linois, der davon den Titel eines Grafen von Algeciras erhielt; in letzterm wurde die franz.-span. Flotte unter Linois und Moreno von den Engländern geschlagen.

Algemeen

Handelsblad, holländische zu Amsterdam [* 14] dreimal täglich erscheinende polit. Zeitung von progressiv-liberaler Richtung. Verleger: W. G. Algemeen Diederichs; Hauptredacteure: van Dieren und Snieders. Das ging aus den zweimal im Monat gedruckten Handelsnotizen der Amsterdamer Firma J. C. Wächter & Comp. hervor und kam seit dem 5. Jan. 1828 im Verlag von P. den Hengst und Sohn anfangs zweimal, dann dreimal wöchentlich, seit dem 1. Nov. 1831 als Tageblatt unter dem Titel «Algemeen Handelsblad, Nieuwe Amsterdamsche Courant» heraus. Ursprünglich beschränkte es sich ganz auf Handels- und Schiffahrtsnachrichten, nahm aber bald auch politische und andere allgemeine Mitteilungen auf und ist jetzt das maßgebende polit. Organ der Hauptstadt, aber auch in allen Provinzen weit verbreitet.

Algemesi

Valencia (in Venezuela

Bild 66.157: Valencia (in Venezuela) - Valenciasee
* 15 Valencia.

(spr. alche-), Stadt im Distrikt Alcira der span. Provinz Valencia, [* 15] unweit links vom Jucar und der Einmündung des Magro in diesen, 5 km von Alcira, hat (1887) 7441 E. Von ihren Feldern sind ein Drittel Reisland, ein Drittel Huertas mit Orangenpflanzungen und Erdnußbau, ein Drittel Weinberge, Oliven- und Johannisbrotpflanzungen.

Algen,

Algen

Bild 1.342: Algen
* 16 Algen.

[* 16] eine Abteilung der Thallophyten (s. d.). Die Algen unterscheiden sich von den Pilzen dadurch, daß sie Chlorophyll enthalten und somit im stande sind, aus Kohlensäure und Wasser organische Verbindungen zu erzeugen. Viele Algen enthalten außer Chlorophyll noch andere rote, blaue, braune oder gelbliche Farbstoffe, die oft die grüne Färbung verdecken. Die Algen wachsen fast durchgängig im Wasser, schwimmen entweder frei in demselben umher oder sind irgend einem im Wasser befindlichen Gegenstande angewachsen, seltener finden sie sich an der Luft auf feuchter Unterlage. - Ihrem Habitus nach sind die Algen sehr verschieden, auch in der Ausbildung der Fortpflanzungsorgane herrscht große Mannigfaltigkeit, so daß eine Gruppierung mit großen Schwierigkeiten verknüpft ist.



Algenib - Algerien

Bild 51.390: Algenib - Algerien
* 19 Seite 51.390.

Von den einzelligen Formen, die sich nur durch Teilung vermehren, bis zu hochentwickelten, reichverzweigten, strauchartigen Formen, an denen man schon die Anfänge einer Scheidung in Stamm und Blatt [* 17] erkennen kann, lassen sich fast alle Übergänge beobachten. Unter den nur aus einer Zelle [* 18] bestehenden Algen findet sich eine wohlumgrenzte Familie, die von den übrigen ziemlich gesondert dasteht, sowohl durch den Bau ihrer Zellen als durch die Eigentümlichkeit ihrer ¶

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Ver-388 mehrung; es ist dies die früher vielfach zum Tierreich gerechnete Gruppe der Diatomeen (s. Tafel: Algen II, [* 19] Fig. 1–4) oder Bacillariaceen. Ihre Arten sind meist sehr kleine, gelb oder braungefärbte, mit einem Kieselpanzer umgebene Zellen, die entweder einzeln leben oder in fadenartigen und auch anders gestalteten Kolonien vereinigt sind. Bei ihnen findet sich neben der Vermehrung durch Teilung auch noch eine solche durch Auxosporenbildung. Eine zweite Gruppe besteht gleichfalls aus einzelligen Formen, die sich häufig in Fäden oder zu Haufen einzelner in eine gemeinsame Gallerthülle eingeschlossenen Individuen vereinigen.

Sie enthalten in der Regel einen blaugrünen Farbstoff und man bezeichnet sie deshalb als Cyanophyceen (s. Tafel: Algen II, [* 19] Fig. 5–7). Die Vermehrung erfolgt fast ausschließlich durch Teilung der einzelnen Zellen, doch werden in gewissen Zeiten auch eine Art ungeschlechtlich erzeugter Sporen, Dauersporen gebildet. (S. Cyanophyceen.) Die dritte, wenn auch wenig natürliche Gruppe umfaßt alle Algen mit rein grüner Färbung, bei denen also das Chlorophyll nicht durch einen andern Farbstoff verdeckt ist; es sind dies die Chlorophyceen oder Chlorospermeen (die Familie der Characeen [* 20] inbegriffen; s. Tafel: Algen I, [* 19] Fig. 12–15; II, [* 19] Fig. 10–16), die im morpholog.

Aufbau und in der Art der Fortpflanzung sehr verschieden sind. Ähnlich wie mit der Gruppe der Chlorospermeen verhält es sich mit der der Melanospermeen oder Phäophyceen (s. Tafel: Algen I, [* 19] Fig. 1–4; II, [* 19] Fig. 8, 9) oder Melanophyceen (auch Phäospermeen oder Fucoideen genannt), die sich durch eine olivengrüne oder dunkelbraune Färbung auszeichnen; auch hier sind sowohl hinsichtlich der äußern Gestalt als der Fortpflanzungserscheinungen die verschiedenartigsten Formen vereinigt.

Die fünfte Gruppe endlich ist wieder eine mehr natürliche; sie umfaßt alle die Algen mit roter oder violetter Färbung, durch die der Chorophyllgehalt fast ganz verdeckt wird. Es sind dies die Rhodospermeen (s. Tafel: Algen I, [* 19] Fig. 5–11; II, [* 19] Fig. 17, 18), Rhodophyceen oder Florideen; aber neben dieser Übereinstimmung in der Farbe ist auch eine solche, wenigstens in den wesentlichsten Punkten, im Aufbaue des Thallus und in der Art der Vermehrung vorhanden. (Wegen Erklärung der einzelnen Abbildungen auf Tafel: Algen I u. II vgl. die Artikel: Bacillariaceen, Cyanophyceen, Chlorophyceen, Phäophyceen, Rhodophyceen.) – Die verschiedenen Farbstoffe, die in den einzelnen Gruppen vorkommen, sind zwar vielfach untersucht und mit verschiedenen Namen wie Diatomin, Phycoxanthin, Phycocyan, Phycochrom, Phycophäin, Phycoerythrin u.s.w. belegt worden, doch weiß man über ihre chem. Zusammensetzung, sowie über ihre physiol. Bedeutung für die einzelnen Algen nur sehr wenig.

Beja - Beleuchtung [un

Bild 67.145: Beja - Beleuchtung [unkorrigiert]
* 21 Beleuchtung.

Sehr wahrscheinlich ist es jedoch, daß überall Chlorophyll vorhanden und dies für die Assimilation auch notwendig ist, also nicht durch andere Farbstoffe vertreten werden kann. – Die Zahl der bekannten Algen beträgt etwa 5000, ihre Verbreitung ist eine sehr ausgedehnte, manche Arten leben sogar auf den Schneeflächen der arktischen Gegenden, sowie im Eise der Polarmeere und der Gletscher; andere wieder in heißen Ouellen von ziemlich hoher Temperatur. Wegen geringen Lichtbedürfnisses gedeihen manche Arten noch in Tiefen von über 100 m, andere hingegen verlangen eine starke Beleuchtung [* 21] und gedeihen nur auf oder in der Nähe der Wasseroberfläche.

Die Meeresalgen sind an Artenzahl ungefähr um das Doppelte reicher als die Formen des Süßwassers; auch finden sich unter den erstern mit wenigen Ausnahmen die Gruppen der Melanospermeen und Rhodospermeen vollständig vertreten. Besonders unter den Melanospermeen sind einige Arten von mächtiger Ausdehnung, [* 22] wie die Arten der Gattungen Laminaria (s. d.) und Macrocystis (s. d.); bei der letztern wird der Thallus bis zu 300 m und darüber lang. – Merkwürdig ist das Verhältnis mancher Chlorophyceen und Cyanophyceen zu gewissen Pilzen, mit denen eine Symbiose (s. d.) stattfindet, deren Resultat eine Gruppe von Gewächsen ist, die man früher neben den und Pilzen als dritte Abteilung der Thallophyten aufführte, die Flechten [* 23] (s. d.) oder Lichenen.

Durch den Parasitismus des Pilzes auf jenen Algen wird die Form der letztern meist insofern geändert, als die einzelnen Zellen derselben isoliert und von den Pilzfäden umsponnen werden. Gleichfalls eine symbiotische Erscheinung ist das regelmäßige Auftreten mancher niederer in den Geweben oder in Hohlräumen höherer Gewächse. So finden sich fast stets Kolonien von Cyanophyceen in den Blättern der Azolla-Arten (s. Azolla), in den Intercellularräumen der Cycadeenwurzeln, in den Blättern mancher Ledermoose.

Schildkröten

Bild 14.468a: Schildkröten
* 24 Schildkröten.

Auch in den Haaren mancher Tiere, in den Panzern einzelner Schildkröten [* 24] treten gewisse Algenformen auf. Neuerdings ist sogar behauptet worden, daß in manchen grün oder gelb gefärbten Tieren z. B. in der Hydra viridis, die Färbung durch kleine Algen hervorgerufen würde, die symbiotisch in den Tieren leben und zugleich bei der Ernährung derselben mitwirken. – Daß auch in frühern Perioden der Erde die Abteilung der in zahlreichen Arten vertreten war, ist wohl selbstverständlich, doch sind wegen des zarten Baues der meisten nur sehr wenige sicher als Algen anzusprechende Reste bekannt.

Zwar sind zahlreiche fossile Algen beschrieben worden, aber viele davon lassen sich auf die Abdrücke von Spuren niederer Tiere zurückführen. Die mächtigen Ablagerungen fossiler Bacillariaceen, wie sie im Tripel, Kieselgur u.a. vorhanden, sind durch den sehr widerstandsfähigen Kieselpanzer dieser Formen bedingt worden. Die Litteratur über die Algen ist eine sehr umfangreiche, doch behandeln die allerneuesten Schriften nur bestimmte Familien oder Gattungen, oder beziehen sich auf physiol. oder morpholog. Eigentümlichkeiten einzelner Formen. Eine allgemeine systematische Übersicht und Aufzählung der bekannten Arten findet sich nur in dem Werke von Agardh: Species, genera at ordines Algarum (Lund 1848–63). Die deutschen Algen sind vollständig behandelt in der (1895) noch im Erscheinen begriffenen neuen Auflage von Rabenhersts «Kryptogamenflora von Deutschland, Österreich [* 25] und der Schweiz» [* 26] (Leipzig). [* 27]

Ende Algen
→ weiter zu Seite 51.390: Algenib ⟹ Name des Sternes 3. Größe γ im Sternbild des Pegasus.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 387 [Suche = 51.389] im Internet seit 2005; Text geprüft am 20.2.2009; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_0389

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