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Aktiengesellschaft für

Bild 51.299: Aktiengesellschaft für Glasindustrie - Aktinien
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Aktiengesellschaft für Glasindustriein Dresden, s. Siemens, Friedrich. / 8
AktinienKlipprosen, Seerosen, Meer- oder Seeanemonen (Actiniaria), die höchstentwickelte Unterordnung / 477

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Aktiengesellschaft für Glasindustrie - Aktinien


Fortsetzung: III. Volkswirtschaftliche Bedeutung, Die Gesamtzahl der deutschen Aktiengesellschaften, welche in der Zeit vom 1. April 1887 bis
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fluktuierenden Kapital arbeiten, jederzeit im genauesten und unmittelbarsten Anschluß an die Konjunktur den Betrieb verändern. Alles dies ist bei der komplizierten Organisation der Aktiengesellschaft teils viel schwerer, teils überhaupt nicht möglich. Verminderungen und Vermehrungen des Kapitals sind hier große und schwerfällige Aktionen, die man nicht in kürzern Zeiträumen beliebig wiederholt. Auch kann kein Aktionär zu neuen Einlagen gezwungen werden.

Schließlich und hauptsächlich wird beim Einzelunternehmer die volle Verantwortlichkeit mit dem vollen Erfolge für sein und seiner Familie dauerndes Eigentum die Leistung höher steigern, als es die gewissenhafteste Leitung eines fremden Unternehmens auch bei Gewinnbeteiligung vermag. In der That bezeichnen Großkapital und Individualkraft die den Unternehmungsformen gewiesenen Grenzen. [* 2] Die Aktiengesellschaft paßt der Regel nach nicht für Unternehmungen, die ein großes Anlage- und Betriebskapital nicht erfordern, nicht für Produktionen, die mit starkem Konjunkturenwechsel und großer Privatkonkurrenz zu kämpfen haben, und nicht für solche, bei denen es sich hauptsächlich um Herstellung von Artikeln handelt, die individuellem Bedürfnisse und Geschmacke entsprechen sollen.

Während nun die Aktiengesellschaft in neuerer Zeit durch die Verstaatlichung der Eisenbahnen, welche die naturgemäße Folge der auf steigende Konzentration des Eisenbahnwesens gerichteten Entwicklung gewesen ist, sowie durch die Übernahme größerer gemeinnütziger Betriebe seitens der Gemeinden eine Einengung innerhalb des für sie geeigneten Gebietes erfahren hat, ist sie andererseits über die ihrer Leistungsfähigkeit entsprechenden Grenzen erheblich hinausgegangen.

Überall zeigt sich die gleiche Erscheinung, daß die Gründungen mit kleinen Kapitalien weit überwiegen und die Kapitalien durchschnittlich weit kleiner sind, als sie ehedem waren. Das durchschnittliche Kapital der vor 1871 gegründeten deutschen Aktiengesellschaften hatte sich auf etwa 10,8 Mill. M. belaufen. Es sank für die Gründungen von 1871 auf 4,01, von 1872 auf 2,55, von 1873 auf 3,8 Mill. M. Von 1883 bis 1888 erreichte es nicht mehr den Betrag von 1 Mill. M. Für die Zeit vom Dez. 1888 bis Aug. 1889 beträgt es 1.176.054 M. Von den in dieser Zeit gegründeten Gesellschaften haben 54 ein Kapital von nicht über 250.000 M., 47 von nicht über 500.000 M. 62 bis zu 1 Mill., 43 bis zu 2 ½ Mill., 14 bis zu 5 Mill., 4 bis zu 10 Mill. M. und 2 über diesen Betrag hinaus.

Von den in der Zeit vom 10. Okt. 1889 bis 19. April 1890 gegründeten Gesellschaften ist bei 41 das Kapital nicht über 100.000 M. und bei 21 von diesen nicht über 50000 M., 57 Gesellschaften haben ein Kapital von über 100.000 M. bis 500.000 M., 38 ein solches über 500.000 M. bis 1 Mill. M., 21 von da ab bis zu 2 ½ Mill. M. und nur 15 über letztern Betrag hinaus. Erwägt man, daß an diesen Gründungen mit geringen Kapitalien die Umwandlungen bestehender Einzelunternehmungen einen hervorragenden Anteil haben, so ergiebt sich ein Schwinden des in festen Händen befindlichen und zur Vererbung in der Familie geeigneten Unternehmerbesitzes vermöge der Aktiengesellschaft, das vom socialen wie wirtschaftlichen Standpunkte aus gerechte Bedenken hervorrufen muß.

Offenbar hat diese Erscheinung nicht lediglich in dem Bedürfnisse, sich der unbeschränkten vermögensrechtlichen Haftung zu entledigen, welche das Einzelunternehmen mit sich bringt, sondern auch wesentlich in der allgemeinen wirtschaftlichen Lage mit ihren gesteigerten Ansprüchen und der wachsenden Schwierigkeit der Beziehungen des Unternehmers zu den Arbeitern ihren Grund. Aber der Gedanke, daß eine neue Unternehmungsform, welche bei möglichster Freiheit der Bewegung und Einzelbethätigung der Teilnehmer doch die beschränkte Haftung zuläßt, für manche Unternehmungen, welche die Form der Aktiengesellschaft bloß wegen des in anderer Weise nicht zu erreichenden Vorteils der beschränkten Haftung wählen, insbesondere auch unter Umständen für Fortsetzung des Unternehmens durch Erben, für welche die Auseinandersetzung Schwierigkeiten bietet, die passendere sein würde, gewann immer mehr Raum. Es ist deshalb in neuester Zeit aus den Kreisen des Großhandels und der Großindustrie die Forderung auf Zulassung einer neuen Gesellschaftsform mit beschränkter Haftbarkeit an die deutsche Gesetzgebung herangetreten.

Als Grundlage wurde zunächst die zu verallgemeinernde Organisation der bergrechtlichen Gewerkschaft, im weitern Verlaufe aber die der individualistischen Handelsgesellschaft unter der Beschränkung der Haftung auf bestimmte Vermögenseinlagen vorgeschlagen. Durch Gesetz vom 20. April 1892 ist auch dem weitern Verlangen nachgegeben und für Gesellschaften mit beschränkter Haftung (s. d.) die rechtliche Grundlage geschaffen worden. Für Kolonialgesellschaften, für deren Errichtung seitens der Interessenten die Form der Aktiengesellschaft entsprechend dem Gesetz von 1884 derartig ungeeignet erachtet wurde, daß gerade hierin das Verlangen nach einer neuen Gesellschaftsform eine besondere Stütze fand, hatte zunächst die Gesetzgebung (1888) durch die Möglichkeit einer Verleihung von Korporationsrechten seitens des Reichs Fürsorge zu treffen gesucht. Was die Geeignetheit der Aktiengesellschaft für die Kapitalanlage anlangt, so bleiben derselben Leute mit gezählten Mitteln besser fern, da die Aktien feste Renten nicht gewähren und die gleichmäßige Fortdauer des Ertrags sich nicht verbürgen läßt.

Vgl.   Auerbach, [* 3] Das Aktienwesen (Frankf. 1873);

Hecht, Die Kreditinstitute auf Aktien und auf Gegenseitigkeit, Bd. 1 (Mannh. 1874);

Öchelhäuser, Die Nachteile des Aktienwesens und die Reform der Aktiengesetzgebung (Berl. 1878);

Artikel Aktiengesellschaften im «Handwörterbuch der Staatswissenschaften», Bd. 1 (Jena [* 4] 1890).

Berlin-Dresdener Eisen

Bild 52.817: Berlin-Dresdener Eisenbahn - Berliner Handels-Gesellschaft
* 5 Berliner.

Für die Statistik: Berliner [* 5] Aktionär (Zeitschrift); Salings Börsen-Jahrbuch; für Österreich: [* 6] Der Kompaß. [* 7] Finanzielles Jahrbuch; van der Borght, Statist. Studien über die Bewährung der Aktiengesellschaften (Jena 1883). –

Vgl.   ferner: Holdheims Wochenschrift für Aktienrecht u. s. w. (Berlin [* 8] seit 1892);

The Economist (Wochenschrift, London); [* 9]

L’Économiste français (Wochenschrift, Paris); [* 10]

Courtois, Manuel des fonds publics et des societés par actions (8. Aufl., ebd. 1883).

Aktiengesellschaft

für Glasindustrie in Dresden, [* 11] s. Siemens, ^[= # Familienname eines norddeutschen Landwirts, von dessen zehn Söhnen mehrere sich um verschiedene ...] Friedrich.

Aktinien,

Klipprosen, Seerosen, Meer- oder Seeanemonen (Actiniaria), die höchstentwickelte Unterordnung der sechsstrahligen Korallenpolypen (s. Hexaktinien).



Es sind meist Einzeltiere von relativ ansehnlicher Größe, welche keine festen Skelettstücke besitzen und durch die Fähigkeit des Ortswechsels und die Beweglichkeit ihrer Körperteile, wie durch ihr entwickeltes Empfindungsvermögen eine höhere Stellung ihren festsitzenden Verwandten ¶


Ägypten

Bild 51.299a: Ägypten
* 12 Seite 51.299a.
 



Aktinisch - Aktinomyko

Bild 51.300: Aktinisch - Aktinomykose
* 14 Seite 51.300.

0299a Ägypten [* 13] (Karte) ¶

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gegenüber einnehmen. Die Körpergestalt ist meist die eines kurzen, cylindrischen Sackes, der mit breiter Sohlenfläche auf seiner Unterlage angeheftet ist, und dessen freies Ende auf seiner Mitte die von zahlreichen Tentakeln umstellte Mundöffnung trägt. Dieser Körper ist beträchtlicher Ausdehnung [* 15] und Zusammenziehung fähig und die Tentakelscheibe kann nach innen vollständig eingestülpt werden; die mit einer Haftsohle versehenen Arten bedienen sich derselben wie die Schnecken [* 16] zum Kriechen, während andere in den Schlamm versenkt und von einer Schleimhülse umgeben sind.

Einige leben als Parasiten auf den von Einsiedlerkrebsen (s. d.) bewohnten Schneckenschalen, wobei der passive Ortswechsel ihnen günstigere Ernährungsbedingungen bietet; ja sogar schwimmende Aktinien giebt es, welche durch Luftblasen, die sie mit der zusammengerollten Fußscheibe festhalten, sich schwebend umhertreiben lassen. Die Aktinien werden wegen ihrer Farbenpracht, welche mit den schönsten Blumen wetteifert, und wegen der Leichtigkeit ihrer Erhaltung in der Gefangenschaft, wo sie viele Jahre andauern und sich auch fortpflanzen, gern in Seeaquarien aufgenommen.

Bei ihrer Gefräßigkeit läßt sich an ihnen leicht die Wirkung jener mikroskopischen Giftwaffen, der Nesselkapseln, die für alle Polypentiere charakteristisch sind, beobachten, indem die in den Bereich der nesselnden Fangarme einer Aktinie gelangenden Tiere schon bei leiser Berührung oft wie gelähmt hängen bleiben und rasch von den in immer größerer Zahl sie umschlingenden Tentakeln herangezogen werden, um endlich in der weiten Mundöffnung zu verschwinden.

Eier europäischer Vöge

Bild 5.352a: Eier europäischer Vögel I
* 17 Eier.

Die Nahrung besteht aus sehr verschiedenen Tieren, namentlich Krebsen und Fischen; die Gefangenen lassen sich auch leicht mit rohem Fleisch füttern; sie bewältigen oft erstaunlich große Bissen. Ihre Vermehrung ist teils eine ungeschlechtliche durch Längsteilung oder Abschnürung kleiner Teile der Fußscheibe, welche sich zu neuen Tieren ergänzen, teils eine geschlechtliche durch Eier, [* 17] welche bei manchen als schwimmende Larven aus dem Munde der Mutter ausschwärmen, bei andern ihre Entwicklung im mütterlichen Körper durchlaufen und denselben erst als ausgebildete Tiere verlassen. Eine Sonderstellung nehmen die stockbildenden und durch Knospung sich vermehrenden Arten der Gattung Zoanthus ein. Von den bekanntern Aktinien sind einige auf der Tafel: Meerwasser-Aquarium (S. 774) abgebildeten [* 14] Fig. 3 die grüne Seerose, Anthea cereus Ellis, mit braunem Körper und grünen Tentakeln;

in [* 14] Fig. 6 die gelbgestreifte Actinia effocta L. oder Sagartia parasitica Couch, die, wie die Adamsien, auf den Gehäusen der Einsiedlerkrebse oft zu mehrern sitzt, so daß die Schale völlig von ihnen bedeckt wird.

[* 14] Fig. 17 stellt die dickarmige Seerose der Ostsee, Tealia crassicornis Müll., mit rötlichem Leibe und weißen Tentakeln dar, [* 14] Fig. 5 die schöne Actinoloba dianthus Ellis, Seenelke genannt, weil ihre feingefransten Tentakel den Blumenblättern einer Nelke gleichen. -

Vgl.   Gosse, British sea anemones (Lond. 1860);

Hertwig, Die Aktinien (Jena 1879);

Andres, Le [* 18] Attinie del golfo di Napoli (Lpz. 1881).

Ende Aktinien
→ weiter zu Seite 51.300: Aktinisch ⟹ (grch.) nennt man die Wirkung der Lichtstrahlen, besonders die chemische (s. Photographie).
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 297 [Suche = 51.299] im Internet seit 2005; Text geprüft am 18.5.2009; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_0299

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