☰

eLexikon

Bewährtes Wissen in aktueller Form

Main

Aguilas - Ägypten (Nam

Bild 51.229: Aguilas - Ägypten (Name, Lage und Grenzen)
Seite 51.229.
<
Überblick der Artikel
9 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Aguilas(spr. ágilas) oder San Juan de las Aguilas, rasch emporblühende Hafenstadt im Distrikt Lorca / 86
Aguilera(spr. agiléra), Ventura Ruiz, span. Lyriker, genannt "der span. Béranger", geb. / 193
Agulhas(spr. agúljas), Cabo Agulhas, gewöhnlich Kap Lagulhas oder Lagullas, d. i. Nadelkap, die Südspitz / 159
Agurtschinsche Insels. Ogurtschinsche Insel. / 5
Aguti(Dasyprocta) oder Goldhase, eine Gattung hasenähnlicher Nager, die in Südamerika und auf den / 174
Agynie(grch.), Unbeweibtheit; agynisch, unbeweibt; von Pflanzen: ohne Pistill, griffellos. / 10
Ägypten(lat. Aegyptus; frz. Egypte; engl. Egypt; ital. Egitto; arab. Masr), türk. Vasallenstaat in / 32
NameDer Name ist griech. Ursprungs; die einheimische Benennung war Kemet (kopt., Keme in oberägypt., / 110
Lageund Grenzen. Das Land Ä. (im engern histor. Sinne) liegt zwischen 24° 5' und 31° 35' nördl. / 247

Seite 51.229

t

Aguilas - Ägypten (Name, Lage und Grenzen)


Fortsetzung: Aguilar, # (spr. ägilar), Grace, engl. Schriftstellerin, Tochter eines jüd. Kaufmanns, dessen Vorfahren
mehr

Auf-227 lagen und in verschiedenen Ausgaben oft gedruckt worden sind und ihren Weg in alle Unterrichtsanstalten und vornehmen Familienkreise Englands fanden. Sie vertrat überall die Lehren [* 2] christl. Moral, blieb aber mit Wärme [* 3] dem Glauben ihrer Väter zugethan, wie «Spirit of Judaism» (1842),

Aguilas

(spr. ágilas) oder San Juan de las Aguilas, rasch emporblühende Hafenstadt im Distrikt Lorca der span. Provinz Murcia, [* 4] unweit der Grenze von Granada, [* 5] malerisch am Fuße eines hohen, weit in das Meer vorspringenden und mit einem Fort gekrönten Felsenbergs, hat (1887) 10042 E., Schmelzhütten, in denen die silberhaltigen Blei- und Kupfererze der benachbarten Sierra Almagrera und anderer Gruben verschmolzen werden, und ist ein Hauptausfuhrplatz des Bleies, des Esparto und der Soda von Murcia, so daß der sehr gute Hafen fortwährend von vielen Schiffen besucht wird.

Aguilera

Madreporenplatte - Mad

Bild 11.50: Madreporenplatte - Madrid
* 6 Madrid.

(spr. agiléra), Ventura Ruiz, span. Lyriker, genannt «der span. Béranger», geb. 2. Nov. 1820 in Salamanca, studierte daselbst Medizin, widmete sich seit 1843 in Madrid [* 6] der Poesie und der polit. Journalistik, wurde Direktor des Archäologischen Museums und starb daselbst 1. Juli 1881. Die von ihm herausgegebenen oder unterstützten Zeitungen zeichneten sich durch Kühnheit und Schärfe aus. In ihnen, in den «Ecos nacionales» betitelten Gedichten und in «Satyras» ruft er das span. Volk nachdrücklich zur Erhebung auf, für die er selbst mehrmals kämpfte.

Unter liberalen Ministerien bekleidete er Verwaltungsposten. A.s Gedichte übten starken Einfluß auf die Zeit; poetisch am wertvollsten sind «Elegias» (1862; deutsch in Fastenraths «Das Buch meiner span. Freunde», Bd. 2, Lpz. 1871). Andere Sammlungen sind «Veladas poéticas», «Armonías y cantares», «La Arcadia moderna», die gedankenvolle «Leyenda de nochebuena» (1872; deutsch bearbeitet von Fastenrath als «Stimmen der Weihnacht», Lpz. 1880); Sammlungen der Prosaschriften, meist kurzer Novellen: «Proverbios ejemplares», «Proverbios comicos», «Cuentos del dia», «Limones agrios» und «El mundo al revés». Von dramat. Versuchen sind zu nennen: «Camino de Portugal», [* 7] «La limosna y el perdon» und «Flor marchita». «Obras Completas» erschienen 1873 (Madrid). Auswahlen der Gedichte als «Inspiraciones» 1865 und «Poesias» 1880.

Agulhas

Bregthalbahn - Bremen

Bild 67.215: Bregthalbahn - Bremen [unkorrigiert]
* 8 Breite.

(spr. agúljas), Cabo Agulhas, gewöhnlich Kap Lagulhas oder Lagullas, d. i. Nadelkap, die Südspitze Afrikas, in 140 m Höhe, 155 km südöstlich vom Kap der Guten Hoffnung, am Ende einer vom Kaplande ausgehenden Landzunge, trägt einen Leuchtturm unter 34° 49' südl. Br. und 20° östl. L. von Greenwich. Von der Saldanhabai breitet sich südlich und ostwärts bis zur Mündung des Keiskama eine Sandbank mit einer durchschnittlichen Breite [* 8] von 100 km aus, welche ungefähr unter dem 36.° südl. Br. eine konische Form annimmt und bei einer mittlern Wasserhöhe von 112 bis 130 m plötzlich in Tiefen von 340 bis 380 m hinabstürzt. Diese submarine Terrasse, Nadelbank (Banco de Agulhas oder Lagulhas-Bank) genannt und wegen der geringen Tiefe gefährlich, drängt auch die aus dem Indischen in den Atlantischen Ocean flutende Meeresströmung, den sog. Kapstrom (Agulhas-Current oder Great Lagullas-Stream der engl. Schiffer), nach Süden ab; hierdurch werden, in Verbindung mit dem Monsun, die von jeher berüchtigten Brandungen und zahlreiche Schiffbrüche veranlaßt.

Agurtschinsche

Insel, s. Ogurtschinsche Insel. ^[= turkm. Aidak, Insel im südl. Teil des Kaspischen Meers, zum Kreis Krasnojarsk des russ.-transkaspis ...]

Aguti

Süd-Amerika. Fluß- und

Bild 1.457b: Süd-Amerika. Fluß- und Gebirgssysteme
* 9 Südamerika.

(Dasyprocta) oder Goldhase, eine Gattung hasenähnlicher Nager, die in Südamerika [* 9] und auf den Antillen sehr verbreitet ist und durch hohe, dreizehige Hinterbeine und kurze, fünfzehige Vorderbeine, kleinen, nackten Schwanzstummel und schnellen Lauf zwar dem Hasen ähnelt, aber durch die häutigen, nackten, runden Ohren, die nackten Sohlen, die breiten, hufähnlichen Nägel, [* 10] die groben, straffen Haare [* 11] und die Bezahnung (vier Backzähne oben und unten) eher in die Nähe der Meerschweinchen, in die Familie der sog. Halbhufer gehört. Es sind harmlose, scheue, meist am Rücken mehr braun, an den Seiten und dem Bauche goldgelb gefärbte Tiere, die von Pflanzen, aber auch von Insekten [* 12] und kleinen Wirbeltieren leben, jung eingefangen sich leicht zähmen lassen, sonst aber ganz so gejagt werden wie Hasen. Das Fleisch kommt jedoch dem des Hasen bei weitem nicht gleich; es ist weiß und hat oft widerlich scharfen Moschusgeruch. Die bekannteste Art ist das gemeine Aguti (Dasyprocta Aguti Desm.; s. Tafel: Nagetiere [* 13] III, [* 1] Fig. 1), das man in den meisten Tiergärten Europas antrifft, wo es sich oft fortpflanzt. Für 30 M. ist es käuflich.

Agynie

(grch.), Unbeweibtheit;

agynisch, unbeweibt;

von Pflanzen: ohne Pistill, griffellos.

Ägypten

Ägypten etc

Bild 1.209a: Ägypten etc
* 14 Ägypten.

[* 14] (lat. Aegyptus; frz. Egypte; engl. Egypt; ital. Egitto; arab. Masr), türk. Vasallenstaat in Nordostafrika, in früherer Zeit nur die Bezeichnung für das untere Nilthal vom ersten Katarakt an bis zum Mittelmeer.

Name.

Der Name ist griech. Ursprungs; die einheimische Benennung war Kemet (kopt., Keme in oberägypt., Chemi in unterägypt. Aussprache), d. i. «schwarz». Es wurde demnach Ä. als das «Schwarze Land» bezeichnet wegen des schwarzen, angeschwemmten fruchtbaren Bodens im Nilthale, im Gegensatze zur hellfarbigen Wüste und dem «roten» Lande am Roten Meer. Die Hebräer nannten Ä. Masōr oder Misraim und hiernach (in der mosaischen Völkertafel) einen Sohn des Cham Misraim; die altpers. Keilinschriften nennen es Mudrâja. Der griech. Name Aigyptos findet sich schon bei Homer, aber noch nicht für das Land, sondern für den Nilfluß, der erst bei Hesiod Neilos heißt. Aus dem Ägyptischen läßt sich der Name Aigyptos nicht erklären.

Lage



Ägypten (Bodengestaltu

Bild 51.230: Ägypten (Bodengestaltung und Bewässerung)
* 16 Seite 51.230.

und Grenzen. [* 15] Das Land Ä. (im engern histor. Sinne) liegt zwischen 24° 5' und 31° 35' nördl. Br. und reicht von 28° 50' bis 34° 41' östl. Lage von Greenwich; administrativ gehört zum heutigen Ä. die nordnub. Uferstrecke bis Wadihalfa unter 22° nördl. Br. Im N. bespült seine Küste das Mittelmeer, im O. das Rote Meer, an dessen nördl. Ende das Land durch den Isthmus von Sues mit der Sinaihalbinsel in Verbindung steht, die ebenfalls zu Ä. gehört; gegen Syrien zieht die Grenze von El-Arisch am Mittelmeer südwärts. Die Westgrenze zieht sich vom Golf von Solum (Katabathmos ¶

mehr

228 major) in einem weiten Bogen [* 17] durch die Libysche Wüste hin, so daß sich das Gebiet nach S. verschmälert. Die Südgrenze gegen Nubien ist zur Zeit noch infolge des Mahdi-Aufstandes im Sudan unbestimmt; doch dürfte eine von Wadihalfa nach Nordosten zum Om el-Ketef (dem Golf von Berenice) am Roten Meer gezogene Linie, das Gebiet der Ababdeh ein- und das der Bischarin ausschließend, dem wirklichen Verhältnis am nächsten kommen. Die Vollendung des Sueskanals hat Ä. zum wichtigsten Mittelgliede zwischen dem äußersten Osten und dem äußersten Westen, zwischen Australien [* 18] und China [* 19] und Großbritannien, [* 20] gemacht. Den Flächeninhalt des eigentlichen Ä. (mit Ausschluß der ehemaligen Besitzungen im Sudan u.s.w.) berechnet der ägypt. Generalstab zu 1.021.354 qkm, wovon jedoch nur 30500 qkm (Delta, [* 21] Nilthal, Fajum und einige Oasen) kulturfähig sind; 1887 waren aber nur 20842 qkm angebaut, die Gesamtfläche aller Kulturen betrug jedoch 25709 qkm, so daß 24 Proz. des Bodens mehrmals bebaut wurden.

Ende Lage
→ weiter zu Seite 51.230: Bodengestaltung ⟹ und Bewässerung. Das außer dem Nilthal und den Oasen zu Ä. gehörende Gebiet ist eine felsige
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 227 [Suche = 51.229] im Internet seit 2005; Text geprüft am 29.5.2014; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_0229

◄◄ .     ►►

Menü
map
  • ⁝ Home
  • 🗁 öffne ...
  • > 🗍 Seite 51.229
  • ? Seite
  • Aalmutter
  • ? Artikel
  • (kurz)
  • ∫ Portal
  • ☛ A – Z
  • ⮺ Bilder
  • ⚟ Blättern
  • ⛬ Index
  • ⣿ Inhalt
  • 📅 Datum
  • ∑ Übersicht
  • ♛ Werke
  • ✈ Themen
  • ⭳ Download
  • 📉 Statistik
  • Ω Symbol
  • ⌥ Option
  • © Original
  • + Ergänzung
  • ? Hilfe
  • ⁇ FAQ Fragen
  • ⛭ Technik
  • @ Kontakt
  • ⛉ Datenschutz
  • § Impressum

Siehe auch:

  • 1.208 Aguilas
  • 1.208 Aguilera
  • 1.208 Agulhas, Kap
  • 1.208 Aguti
  • 1.209 Agynie
  • 1.209 Ägypten
  • 17.18 Ägypten_2
  • 18.22 Ägypten_3
  • 19.24 Ägypten_4
  • 67.32 Ägypten_5
  • 10.401 Lage
  • 51.177 Lage_3
  • 53.720 Lage_4
  • 63.386 Lage, Grenzen
  • 10.401 Lageabweichungen der Eingeweide
  • 10.402 Lägel
  • 10.402 Lager
  • 10.404 Lager_2
  • 18.571 Lager_3
  • 43.39 LAGERBERG
  • 10.405 Lagerbücher
  • 10.405 Lagerfrist
  • 10.405 Lagerfrucht
  • 18.571 Lagerfrucht_2
  • 10.405 Lagergeld
  • 10.405 Lagerhaus
  • 10.405 Lagerhöhe
  • 10.405 Lagerholz
  • 43.39 LAGERHORN
  • 10.405 Lagerhütten
  • 10.405 Lagermetall
  • 10.406 Lagermiete
  • 10.406 Lägern
  • 10.406 Lagerpapiere
  • 10.406 Lagerpfandschein
  • 10.406 Lagerpflanzen
  • 10.406 Lagerschalen
  • 10.406 Lagerscheine
  • 10.407 Lagerstock
  • 10.407 Lagerung der Gesteine
  • 10.407 Lagerwachen
  • 43.39 LAGET
  • 11.992 Name
  • 99.126 Namen
  • 99.146 Namen_2
  • 11.993 Namenaktie
  • 11.994 Namenpapiere
  • 48.42 Namenpapiere_2
  • 11.994 Namensänderung
  • 11.994 Namenstag
  • 11.994 Namentliche Abstimmung
  • 11.994 Namenwappen
  • 11.994 Namestnik

* 21 Bilder dazu:

  • 18Australien
  • 17Bogen
  • 8Breite
  • 19China
  • 21Delta
  • 5Granada
  • 15Grenzen
  • 20Großbritannien
  • 11Haare
  • 12Insekten
  • 2Lehren
  • 6Madrid
  • 4Murcia
  • 13Nagetiere
  • 10Nägel
  • 7Portugal
  • 9Südamerika
  • 3Wärme
  • 1_Seite 51.229
  • 16_Seite 51.230
  • 14Ägypten
Sie sind hier: eLexikon > Brockhaus > Band 51 > Seite 51.229
-A     +A