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Adonischer Vers - Adou

Bild 51.157: Adonischer Vers - Adour
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13 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Adonischer Vers(Versus Adonius), eine Versart, die aus einem Daktylus und einem Trochäus oder Spondeus besteht / 53
Adonisröschens. Adonis L. / 4
AdonyMarktflecken und Hauptort des Stuhlbezirks A. (32291 E.) im ungar. Komitat Stuhlweißenburg, / 53
Adoptianischer Streits. Adoptianismus. / 4
Adoptianismusdie Lehre des Elipandus, Erzbischofs von Toledo, und Felix, Bischofs von Urgellis, die, um das / 98
Adoptieren(lat.), an Kindesstatt annehmen, überhaupt annehmen (eine Meinung u. s. w.); Adoption, s. Annahme / 15
Adorabel(lat.), anbetungswürdig. / 3
Adoration(lat.), Anbetung; auch ein Bildwerk, in welchem ein Thronender als von Anbetenden oder Gabenbringend / 18
Adoreader 268. Planetoid. / 4
AdorfStadt in der Amtshauptmannschaft Ölsnitz der sächs. Kreishauptmannschaft Zwickau, 4 km von / 66
Adorieren(lat.), anbeten. / 3
Adoucieren(frz., spr. adußi-), Anlassen, Nachlassen oder Tempern, ein technolog. Ausdruck für Glühprozesse, / 142
Adour(spr.-duhr, lat. Aturus), Fluß im südwestl. Frankreich, entspringt in einer Höhe von 1931 / 241

Seite 51.157

Adonischer Vers - Adour


Fortsetzung: Adonis, # nach Hesiod ein Sohn des Phoinix und der Alphesiboia, nach dem Dichter Panyasis des Assyrers
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Adonis, ohne es zu wissen, mit seiner eigenen, zu ihm auf Anstiften der Aphrodite [* 2] in Liebe entbrannten Tochter Myrrha (die auch Smyrna heißt) gezeugt. Als der Vater das Verbrechen entdeckte und die Tochter töten wollte, verwandelten die Götter sie in einen Myrtenbaum. Nach zehn Monaten sprang der Baum auf und es ging aus ihm Adonis hervor, den Aphrodite wegen seiner Schönheit sogleich lieb gewann und insgeheim der Persephone [* 3] übergab. Da diese ihn später nicht zurückgeben wollte, wandte sich Aphrodite an Zeus, [* 4] der entschied, daß den dritten Teil des Jahres bei der Aphrodite, ein zweites Drittel bei der Persephone leben sollte; über das letzte Dritteil solle er frei verfügen können. Adonis starb, von einem Eber bei der Jagd verwundet.

Nach einer andern Darstellung stieg Aphrodite, untröstlich über den Verlust ihres Lieblings, in die Unterwelt hinab und erwirkte hier die zeitweilige Rückkehr des Adonis zur Oberwelt. Aus dem Blute des Adonis erwuchs die Rose oder Anemone. Die Adonissage wie der Adoniskultus sind semit. Ursprungs, schon der Name, der Herr bedeutet, bekundet dies (bei den Babyloniern hieß Adonis Dûzi; seit Hieronymus pflegt man mit ihm auch den Gott Thammûz zu kombinieren, der nach Ezech. 8, 14. zur Zeit des Ezechiel am Nordthor des Tempels zu Jerusalem [* 5] von jüd. Frauen verehrt wurde).

Cypern

Bild 4.386: Cypern
* 6 Cypern.

Namentlich wurde Adonis als Naturgottheit in Byblos sowie auf Cypern [* 6] verehrt. Von dort aus gelangte der Kultus zu den Griechen. Die Adonisfeier (Adonia), welche sich besonders auf den von der Aphrodite betrauerten Tod des schönen Jünglings bezog, wurde alljährlich meist im Hochsommer (Juli) oder im Frühling begangen. Die Feier bestand aus zwei Teilen: einem Trauerfeste, das sich auf den Abgang des Adonis nach der Unterwelt, und einem Freudenfeste, das sich auf seine Rückkehr zur Aphrodite bezog.

Griechische Vasen

Bild 16.54a: Griechische Vasen
* 7 Vasen.

Außerdem spielten dabei die sog. Adonisgärten eine Rolle, irdene Gefäße oder Körbe mit Erde gefüllt, in denen man in wenigen Tagen zarte Pflanzen trieb, die man nach dem raschen Verwelken ins Wasser warf. Die Feier der Adonien an dem Hofe von Alexandria wird von Theokrit in einem reizenden Gedichte, den Adoniazusen, geschildert. Der Adoniskultus ist aus dem Wechsel des Lebens der Natur hervorgegangen, die alljährlich mit den Strahlen der Frühlingssonne aufzuleben, unter der Gluthitze des Sommers (im Orient) und im Winter hinzuwelken, zu ersterben schien. Es spricht sich in ihm der Schmerz über die hingestorbene Schönheit der Natur, zugleich aber auch die Hoffnung auf ihr Wiedererwachen aus. Wegen der strahlenden Schönheit, die man dem Adonis beilegte, gebrauchten auch schon die Griechen den Namen als Bezeichnung für einen schönen Jüngling. Es giebt Darstellungen des in einer Statue, auf Wandgemälden, Spiegeln, Sarkophagen und Vasen. [* 7] -

Vgl.   O. Jahn, Archäol.

Beiträge (Berl. 1847); Brugsch, Die Adonisklage und das Linoslied (ebd. 1852); Mannhardt, Antike Wald- und Feldkulte aus nordeurop. Überlieferung erläutert (ebd. 1877): Greve, De Adonide (Lpz. 1877).

Adonischer

Vers (Versus Adonius), eine Versart, die aus einem Daktylus und einem Trochäus oder Spondeus besteht ( ^[Abb: Versfuß-Angabe]), z. B. liebliche Rose. Am gewöhnlichsten ward der Adonischer Vers in der antiken Lyrik als Schlußvers einer Strophe, z. B. der Sapphischen Strophe (s. d.), verwandt, selten als durchgehendes Versmaß heiterer Lieder oder als Form knapper Sentenzen.

Adonisröschen,

s. Adonis ^[= # nach Hesiod ein Sohn des Phoinix und der Alphesiboia, nach dem Dichter Panyasis des Assyrers ...] L.

Adony,

Stuhlrohr - Stuhlweiße

Bild 65.460: Stuhlrohr - Stuhlweißenburg
* 8 Stuhlweißenburg.

Marktflecken und Hauptort des Stuhlbezirks Adony (32291 E.) im ungar. Komitat Stuhlweißenburg, [* 8] an der Donau und der jetzt verstaatlichten Budapest-Fünfkirchener Eisenbahn, ist Dampfschifffahrtsstation und hat (1890) 4426 meist kath. magyar. E. (1002 Deutsche), [* 9] Post, Telegraph, [* 10] Weinbau, Viehzucht, [* 11] Holz- und Getreidehandel und eine Spiritusbrennerei. Adony steht vielleicht an Stelle des röm. Vetus Salinum.

Adoptianischer

Streit, s. Adoptianismus. ^[= die Lehre des Elipandus, Erzbischofs von Toledo, und Felix, Bischofs von Urgellis, die, um das ...]

Adoptianismus,

Regens - Regensburg

Bild 13.657: Regens - Regensburg
* 15 Regensburg.

die Lehre [* 12] des Elipandus, Erzbischofs von Toledo, [* 13] und Felix, Bischofs von Urgellis, die, um das Dogma von der Gottheit Christi gegenüber den Mohammedanern zu verteidigen, behaupteten, Christus sei zwar nach seiner göttlichen Natur der wirkliche Sohn Gottes, aber nach seiner menschlichen nur von Gott angenommen, adoptiert. Die Lehre, die anfangs namentlich in Spanien [* 14] Anklang fand, wurde von der fränk. Kirche auf den Synoden zu Regensburg [* 15] (792) und zu Frankfurt [* 16] (794) verworfen, namentlich von Alkuin bekämpft, auch von einer Synode zu Rom [* 17] (799 oder 800) verdammt und verlor sich bald. -

Vgl.   Größler, Ausrottung des Adoptianismus (Eisl. 1879).

Adoptieren

(lat.), an Kindesstatt annehmen, überhaupt annehmen (eine Meinung u. s. w.);

Adoption, s. Annahme an Kindesstatt.

Adorābel

(lat.), anbetungswürdig.

Adoration

(lat.), Anbetung;

auch ein Bildwerk, in welchem ein Thronender als von Anbetenden oder Gabenbringenden verehrt dargestellt wird.

Adorĕa,

der 268. Planetoid. ^[= Asteroiden oder kleine Planeten, die Gruppe der sich zwischen Mars und Jupiter bewegenden Planeten. ...]

Adorf,

Zwergmoschustiere - Zw

Bild 16.1015: Zwergmoschustiere - Zwickau
* 18 Zwickau.

Stadt in der Amtshauptmannschaft Ölsnitz der sächs. Kreishauptmannschaft Zwickau, [* 18] 4 km von der böhm. Grenze, in 444 m Höhe, an der Weißen Elster und den Linien Plauen-Eger und Aue-Adorf (63,70 km) der Sachs.

Staatsbahnen, [* 19] Sitz eines Amtsgerichts (Landgericht Plauen), [* 20] Zoll- und Untersteueramtes, hat (1890) 4111 evang. E., Post zweiter Klasse, Telegraph, Bürger- und Volksschule, Sparkasse, Vorschußverein;

Fabrikation von Musikinstrumenten und Perlmutter, Stickerei, Gerberei und Färberei.

Adorieren

(lat.), anbeten.

Adoucieren

(frz., spr. adußi-), Anlassen, Nachlassen oder Tempern, ein technolog. Ausdruck für Glühprozesse, durch die harte Metalle oder Metalllegierungen weicher und dadurch für die Bearbeitung geeigneter gemacht werden. Das Glühen muß zuweilen in einer die Oxydation verhütenden oder auch noch chemisch einwirkenden Hülle geschehen, und das Abkühlen muß langsam erfolgen. (S. Cementation.) Durch das Adoucieren wird u. a. der hämmerbare Eisenguß oder Temperguß dargestellt. Auch Bronzegegenstände pflegt man zuweilen der Operation des Adoucieren zu unterwerfen, indem man dieselben bis zur Schmelzhitze des Bleies erhitzt und dann schnell in kaltes Wasser legt. Sie lassen sich dann mit dem Hammer [* 21] bearbeiten und etwas dehnen, ohne zu zerspringen oder Risse zu bekommen. Das langsame Abkühlen des Glases in Kühlöfen ist gleichfalls als eine Art Adoucieren zu betrachten, insofern es hierdurch eine gewisse Elasticität erhält. - In der Malerei bezeichnet man mit Adoucieren: die Farbe vertreiben, verwaschen.

Adour



Adoxa Moschatellina -

Bild 51.158: Adoxa Moschatellina - Adrastos
* 22 Seite 51.158.

(spr.-duhr, lat. Aturus), Fluß im südwestl. Frankreich, entspringt in einer Höhe von 1931 m auf dem Tourmalet im Depart. Hautes-Pyrénées, 10 km östlich von Barèges. Nachdem er bei Ste. Marie die Quellflüsse vereinigt, auch den Abfluß des Blauen Sees aufgenommen hat, stürzt er durch das ¶

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anmutige Campanerthal (s. d.), fließt an dem Badeorte Bagnères de Bigorre (550 m hoch) vorbei, tritt bei Tarbes (309 m) in die Ebene und wird bei St. Sever, 133 km von der Mündung, schiffbar. Bei Dax wendet er sich nach Süden, bildet die Grenze zwischen den Depart. Basses-Pyrénées und Landes und mündet nach einem 335 km langen Laufe 5 km unterhalb Bayonne in einen Meerbusen mit einer Sandbank, die zur Zeit der Ebbe nur 1 m unter der Oberfläche des Wassers liegt. Im 13. Jahrh. floß der Adour 20 km weiter nördlich bei Kap Breton ins Meer, vom 14. bis 16. Jahrh. jedoch lag die Mündung 30 km nördlich von Bayonne bei dem Dorfe Bieux-Boucou.

Durch die Arbeiten des Ingenieurs Louis de Foix und durch einen heftigen Sturm bekam er 1579 seine jetzige, durch Dämme vor neuer Ablenkung geschützte Mündung. Rechts nimmt er den durch den Bouès verstärkten Arros und die 43 km schiffbare, aus Douze und Midou gebildete Midouze auf. Die linksseitigen Nebenflüsse, wie Larcis, Gabas (107 km), Luy (141 km), Gave de Pau [* 23] mit dem Gave d'Oloron, die Bidouze, Ardanaria und die 28 km schiffbare Nive, die bei Bayonne mündet, kommen aus den Pyrenäen.

Ende Adour
→ weiter zu Seite 51.158: Adoxa Moschatellina ⟹ L., Bisamkraut, Moschuskraut, ein unansehnliches, schwach moschusduftendes Pflänzchen aus der
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 155 [Suche = 51.157] im Internet seit 2005; Text geprüft am 4.11.2009; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_0157

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Siehe auch:

  • 1.130 Adonischer Vers
  • 1.130 Adony
  • 1.130 Adoptianismus
  • 1.131 Adoration
  • 1.131 Adorf
  • 17.11 Adorf_2
  • 1.131 Adoucieren
  • 1.131 Adour

* 23 Bilder dazu:

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