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Abergavenny - Abesche

Bild 51.36: Abergavenny - Abesche
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11 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
34 Abergavenny(spr. äbbergenni), das röm. Gobannium, Stadt in der engl. Grafschaft Monmouth (Wales), 26 / 73
Aberglaubeein wahrscheinlich aus dem niederländ. overgeloof, das dem lat. superstitio nachgebildet ist, / 520
Aberkennenim Civilprozeß der richterliche Ausspruch, daß einer Partei der von ihr geklagte Anspruch / 71
AberliJob. Ludw., schweiz. Kupferstecher und Zeichner, geb. 1723 zu Winterthur, gest. 17. Okt. 1786 / 42
Aberrationchromatische und sphärische, s. Abweichung (Optik). – A. des Lichts, s. Abirrung des Lichts. / 15
Abersees. Sankt Wolfgang. / 4
Abersychan(spr. äbbersicken), Stadt in der engl. Grafschaft Monmouth in Wales, mit (1891) 15290 E., Kohlen- / 19
AberthamAbertam, Stadt im Gerichtsbezirk Platten der österr. Bezirkshauptmannschaft Joachimsthal in / 77
Aberwitzveraltender Ausdruck für Unverstand. / 5
Aberystwith(spr. äbberistŭith), Stadt in der Grafschaft Cardigan in Südwales, an der Mündung des Ystwith / 71
Abesche(Abeschr), Hauptstadt von Wadai im Sudan, südlich von der frühern Hauptstadt Wara, 35 an einem / 52

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Abergavenny - Abesche



34

Abergavenny (spr. äbbergenni), das röm. Gobannium, Stadt in der engl. Grafschaft Monmouth (Wales), 26 km westlich von Monmouth, am Usk (gute Angelfischerei) und Gavenny, hat (1891) 11686, als Stadtbezirk (Urban Sanitary District) 7640 E., eine Brücke [* 2] über den Usk von 15 Bogen, [* 3] Ruinen eines Normannenschlosses, schöne Denkmäler in der erneuerten (Benediktiner-) Marienkirche (14. Jahrh.), Flanellweberei und in der Nähe große Kohlengruben, Eisenwerke und die Waldberge Sugarloaf (596 m), Blorenge (551 m), Styrrid-Bawr (488 m).

Aberglaube,

Körperteile der Vögel

Bild 16.242a: Körperteile der Vögel
* 6 Vögel.

ein wahrscheinlich aus dem niederländ. overgeloof, das dem lat. superstitio nachgebildet ist, ins Hochdeutsche übernommenes Wort; soviel wie falscher Glaube. Da aber, was den «wahren Glauben» ausmacht, für verschiedene Völker und Zeiten sehr verschieden ist, so erscheint einem als Aberglaube, was dem andern wahrer Glaube ist. Die den niedern Stufen eigentümlichen Anschauungen stellen sich den höhern, sofern sie mit den höher entwickelten Vorstellungen in Widerstreit geraten, als dar, also namentlich Überbleibsel früherer sinnlicher Vorstellungen, sofern sie als Verunreinigung des geistigen und sittlichen Glaubens erscheinen. (Vgl. Brunnhofer, Die Quelle [* 4] des Aberglaube, aus «Globus», 1874, abgedruckt in Brunnhofers «Kulturwandel und Völkerverkehr», 1891.) Als Überrest der alten Naturreligionen bezieht sich der Aberglaube deshalb meist auf das Walten geheimer Naturmächte; er sieht entweder rein passiv in Naturvorgängen Vorzeichen (omina) der eigenen Schicksale (s. Alchimie und Astrologie), [* 5] und deutet Dinge, die mit den menschlichen Verhältnissen keinen Zusammenhang haben, wie den Flug der Vögel, [* 6] den Befund der Eingeweide [* 7] geopferter Tiere, die Arcana (s. Arcanum), zu Anzeichen für Gelingen oder Mißlingen menschlicher Thätigkeiten um, spürt in gewissen Thatsachen der äußern (s. Physiologus) und innern Schöpfung (s. Talisman, Wünschelrute) Parallelen zum eigenen Handeln und Ergeben auf, oder sucht mehr aktiv durch geheimnisvolle Handlungen, die ohne natürlichen Einfluß auf die Sache sind, dem Eintritt befürchteter Ereignisse vorzubeugen und den gewünschter Naturvorgänge herbeizuführen oder zu beschleunigen. Im letztern Falle nimmt der Aberglaube die Form der Zauberei und der Magie (s. d.) an, wie bei Besprechungen, Beschwörungen und solchen Handlungen, die man im gemeinen Leben als Sympathie (s. d.) bezeichnet. (Vgl. Perty, Die mystischen Erscheinungen der menschlichen Natur, 2. Aufl., Heidelb. 1873; ders., Der jetzige Spiritualismus und verwandte Erfahrungen der Vergangenheit und Gegenwart, Lpz. 1877.) Die verschiedenen Arten des antiken Aberglaube lernt man besonders durch Lucian kennen, der sie in Einzelsatiren verspottete.

Auf dem Standpunkte des Christentums stellen sich als Aberglaube namentlich die Reste aus dem Vorstellungskreise der heidn. Vorzeit dar, die der Volksglaube erhalten hat (vgl. Lippert, Christentum, Volksglaube und Volksbrauch, Berl. 1882), z.B. das Gottesurteil (s. d.). In der Zeit Karls d. Gr. wurde ein offizieller «Indiculus superstitionum et paganarium» (erläutert von Saupe, Leipziger Programm, 1891) zusammengestellt, der gegen den fortlebenden altheidn. Glauben unter den Christen eifert.

Dasselbe thaten zahlreiche Konzilbeschlüsse sowie weltliche und kirchliche Verordnungen. Aber auch innerhalb der christl. Religion selbst werden durch die fortschreitende Läuterung und Vergeistigung des religiösen Bewußtseins die sinnlichen Vorstellungen der Vergangenheit als Aberglaube ausgeschieden, sobald sie von den Christen selbst als Hemmnis der reinen Gottesverehrung empfunden werden, so die in Luthers Katechismus aufgezählten Vorstellungen und Handlungen des Aberglaube, die Totensagen (s. d.) mit der Nekromantie (s. d.), der Exorcismus (s. d.), der Glaube an Hexen (s. d.) u.s.w. –

Vgl.   H. L. Fischer, Das Buch vom Aberglaube (3 Bde. u. Anhang, 1790–94);

Schindler, Der Aberglaube des Mittelalters (Bresl. 1858);

Aberglaube Wuttke, Der deutsche Volksaberglaube der Gegenwart (2. Aufl., Berl. 1869);

Pfleiderer, Die Theorie des Aberglaube (ebd. 1872);

Simar, Der Aberglaube (3. Aufl., Köln [* 8] 1894);

Mannhardt, Die praktischen Folgen des Aberglaube (Berl. 1878);

Vignoli, Mythus und Wissenschaft (Lpz. 1880);

C. Meyer, Der Aberglaube des Mittelalters und der nächstfolgenden Jahrhunderte (Bas. 1884);

L. Strümpell, Der Aberglaube (Lpz. 1890);

Henne am Rhyn, Eine Reise durch das Reich des Aberglaube (ebd. 1893).

Aberkennen,

im Civilprozeß der richterliche Ausspruch, daß einer Partei der von ihr geklagte Anspruch nicht zustehe.

Nach manchen frühern Landesrechten galten sog. Nebenforderungen, namentlich solche auf Früchte und Zinsen, als aberkannt, wenn dieselben im Urteil übergangen waren.

Deutsche Altertümer -

Bild 54.996: Deutsche Altertümer - Deutsche Buchdrucker-Berufsgenossenschaft
* 9 Deutsche.

Dies ist durch die Deutsche Civilprozeßordnung [* 9] beseitigt, indem nach derselben auch hinsichts eines übergangenen Nebenanspruchs Urteilsergänzung beantragt werden darf. (Civilprozeßordn. §. 292, Einführungsgesetz dazu §14⁵.) – Über Aberkennen im Strafrecht s. Ehrenstrafen und Ehrenrechte.

Aberli,

Job. Ludw., schweiz. Kupferstecher und Zeichner, geb. 1723 zu Winterthur, gest. 17. Okt. 1786 zu Bern, [* 10] kann als Begründer der ausgebreiteten Kunstindustrie in gestochenen und kolorierten Schweizer-Landschaften und Volkstrachten angesehen werden, welcher erst durch die Ausbreitung der Photographie Abbruch gethan wurde.

Aberration,

Aberglaube - Aberratio

Bild 1.33: Aberglaube - Aberration des Lichts
* 11 Aberration.

[* 11] chromatische und sphärische, s. Abweichung (Optik).

– Aberration des Lichts, s. Abirrung des Lichts.

Abersee,

s. Sankt Wolfgang. ^[= 1) Markt im Gerichtsbezirk Ischl der österr. Bezirkshauptmannschaft Gmunden in Oberösterreich, ...] [* 12]

Abersychan

(spr. äbbersicken), Stadt in der engl. Grafschaft Monmouth in Wales, mit (1891) 15290 E., Kohlen- und Eisengruben, Eisenhütten.

Abertham,

Abertam, Stadt im Gerichtsbezirk Platten der österr.

Bezirkshauptmannschaft Joachimsthal in Böhmen, [* 13] am roten Bistritzbache und Fuße des Pleßbergs (Aussichtsturm), hat (1890) 2250, als Gemeinde der Ortschaften und Hengstererben 3644 deutsche E., Glacéhandschuhfabrikation (jährlich 900.000 Fl.), Spitzenklöppelei, Blumenstickerei, Blechlöffelfabrik (jährlich 350.000 Dutzend im Wert von 105.000 Fl.) und Zinn- (früher Silber-) Bergbau [* 14] (Zeche Maurizi liefert durchschnittlich jährlich 60 t im Werte von 30400 Fl. zur Verhüttung nach England).

In der Umgegend wird der Aberthamer Ziegenkäse bereitet.

Aberwitz,

veraltender Ausdruck für Unverstand.

Aberystwith

(spr. äbberistŭith), Stadt in der Grafschaft Cardigan in Südwales, an der Mündung des Ystwith und Rheidol in die Cardiganbai, das bedeutendste Seebad in Wales, hat (1891) 6725 E. (gegen 7088 im J. 1881), Hafen, Ruine eines von Gilbert Strongbow (12. Jahrh.) erbauten, von Cromwell (17. Jahrh.) zerstörten Schlosses, bedeutenden Handel.

Das University-College of Wales zu Aberystwith, gegründet 1872, neu gebaut 1887 nach einem Brande, hat 168 Hörer und 18 Docenten.

Abesche



Ab esse ad posse - Abe

Bild 51.37: Ab esse ad posse - Abessinien
* 15 Seite 51.37.

(Abeschr), Hauptstadt von Wadai im Sudan, südlich von der frühern Hauptstadt Wara, ¶

mehr

35 an einem Zufluß des in den Fitrisee mündenden Batha, mit 10000 E. (Mohammedaner).

Vogel, welcher Abesche als erster Europäer besuchte, fiel 1856 dem Fanatismus der Einwohner zum Opfer;

Nachtigal war in von April 1873 bis Jan. 1874.

Ende Abesche
→ weiter zu Seite 51.37: Ab esse ad posse ⟹ (lat.), von der Wirklichkeit auf die Möglichkeit (schließen). Logische Regel: Ab esse ad posse
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 34 [Suche = 51.36] im Internet seit 2005; Text geprüft am 5.10.2014; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_0036

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Siehe auch:

  • 1.33 Aberglaube
  • 32.13 Aberglaube_2
  • 99.43 Aberglaube etc
  • 1.33 Aberli
  • 1.33 Aberration des Lichts
  • 1.34 Abersee
  • 1.34 Abersychan
  • 1.34 Abertham
  • 1.34 Aberwitz
  • 1.34 Aberystwith
  • 67.4 Aberystwith_2

* 15 Bilder dazu:

  • 11Aberration
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