☰

eLexikon

Bewährtes Wissen in aktueller Form

Main

Aasfliege - Abai

Bild 51.14: Aasfliege - Abai
Seite 51.14.
<
Überblick der Artikel
19 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Aasflieges. Aastiere. / 3
Aasgeiers. Geier. / 3
Aasjägerin der Jägersprache ein die Jagd unweidmännisch Betreibender. Zu den A. rechnet man besonders / 52
Aaskäfer(Silphidae), eine Familie von Käfern mit zehn- oder elfgliederigen keulenförmigen Fühlhörnern / 203
Aaspflanzes. Stapelia. / 3
Aaspockes. Pocken (bei den Haustieren). / 6
AastiereTiere, die sich fast ausschließlich von verwesenden Stoffen ernähren und so durch Beseitigung / 78
AasvärInselgruppe, s. Asvär. / 4
Abder elfte Monat im bürgerlichen, der fünfte im Festjahr der Juden, hat 30 Tage, entspricht / 39
AbaAbba oder Abajeh, Bezeichnung für große braune Tücher aus Baumwolle, die fast überall im / 64
Abäaltgriech. Stadt im nordöstl. Phokis, nahe der böot. Grenze, auf einem Felshügel im Thale / 55
Ababdehs. Bischarin und Ägypten. / 5
Abacas. Manilahanf. / 3
Abachbayr. Ort, s. Abbach. / 5
Abaco(Groß- und Klein-Abaco), s. Bahama-Inseln. / 6
Abacus(grch. abax), bei Griechen und Römern eine rechtwinklige Platte; besonders werden so genannt / 81
Abaddon(hebr., "Verderben", "Untergang"), im Buch Hiob, in den Psalmen und den / 60
Abaditenmaur. Dynastie, s. Abbâdiden. / 5
Abaider in Abessimen gebräuchliche Name des Bahr el-Asrak oder Blauen Nils (s. d.). / 13

Seite 51.14

t

Aasfliege - Abai


Fortsetzung: Aasen, (spr. ohs-), Ivar Andreas, norweg. Sprachforscher, geb. 5. Aug. 1813 zu Örsten in der Vogtei
mehr

12 Umgegend aus. Die Notwendigkeit, jeder Pflanze die norweg. Benennung beizulegen, führte ihn auf ein sorgfältigeres Studium der Mundart von Söndmöre; bald wurden ihm sprachliche Forschungen die Hauptsache. Auf eine Abhandlung über die Mundart seiner Heimat hin wandte die Norwegische Gesellschaft der Wissenschaften in Throndhjem [* 2] Aasen 1842 ihre Unterstützung zu. Er bereiste fast ganz Norwegen, [* 3] durchforschte die Dialekte und ließ sich 1847 in Kristiania [* 4] nieder, wo er noch lebt. Aasen zeigt überall das Bestreben, die norweg. Sprache [* 5] vom Banne der dänischen zu befreien und mit Hilfe der Dialekte und des Altnordischen eine neunorweg.

Schriftsprache (Landsmaal) ins Leben zu rufen. Dadurch ist er der Urheber einer patriotischen Bewegung, des sog. Maalstræv, geworden. Er veröffentlichte: «Det norske Folkesprogs Grammatik» (Krist. 1848; umgearbeitet u.d.T. «Norsk Grammatik», 1864),

«Ordbog over det norske Folkesprog» (ebd. 1850; umgearbeitet u.d.T. «Norsk Ordbog med dansk Forklaring», 2. Aufl. 1873),

Werke, die auch im Auslande große Anerkennung fanden. Aasen verfaßte noch: «Pröver af Landsmaalet i Norge» (Krist. 1853),

«Norske Ordsprog» (ebd. 1856; 2. Aufl. 1881; Sprichwörterlexikon). Auch als Dichter in der Volkssprache hat er Vorzügliches geleistet: «Ervingen», Schauspiel (4. Aufl. 1887) und «Symra», Gedichte (3. Aufl. 1875).

Aasfliege,

s. Aastiere. ^[= Tiere, die sich fast ausschließlich von verwesenden Stoffen ernähren und so durch Beseitigung ...]

Aasgeier,

s. Geier. ^[= # (Vultures), Gruppe der Tagraubvögel, welche einige der größten Vögel enthält. Sie zeichnen ...]

Aasjäger,

in der Jägersprache ein die Jagd unweidmännisch Betreibender. Zu den Aasjäger rechnet man besonders die, welche alles ohne Unterschied töten, was vor das Gewehr kommt (auch Schießer genannt), zu weit hinschießen und häufig das Wild nur so stark anschießen, daß es erst nach längerer Zeit verendet und gewöhnlich zu Aas wird.

Aaskäfer

Käfer

Bild 9.353a: Käfer
* 6 Käfer.

(Silphidae), eine Familie von Käfern mit zehn- oder elfgliederigen keulenförmigen Fühlhörnern (Clavicornia) und sechs freien Hinterleibsringen, die meist ganz von den Flügeldecken bedeckt werden. Die eigentlichen Aaskäfer (Silphidae genuinae), zu denen die breitgedrückten, mattschwarzen Aaskäfer (Silpha) und die langgestreckten, großen und kräftigen Totengräber (Necrophorus), meist mit blutroten Flecken oder orangegelben Binden auf den Flügeldecken, gehören, sind lebhafte, schnelllaufende und gern fliegende Käfer. [* 6]

Sie finden sich überall bei Aas und Leichen ein, greifen teilweise auch Insekten [* 7] und Schnecken [* 8] an, um sie teils selbst zu verzehren, teils ihre Eier [* 9] darin abzulegen. Aus den Eiern gehen breite, außerordentlich lebhafte Larven hervor, die einer Kellerassel nicht unähnlich sind, aber am Hinterende einen als Nachschieber vorstülpbaren After zeigen. Käfer wie Larven haben einen widerlichen Aasgeruch und lassen bei Gefahr eine sehr unangenehm riechende braune Flüssigkeit aus dem After.

Die großen Totengräber, z. B. Necrophorus vespillo L. (s. Tafel: Käfer I, [* 1] Fig. 1), unterwühlen und verscharren so die Leichen von Mäusen, Maulwürfen u.s.w., worauf sie ihre Eier hineinlegen. Sie bringen durch Reiben der Flügeldecken an zwei auf dem ersten Hinterleibsringe hervorstehenden Leisten ein lautes Zirpen hervor. Während die meisten Arten durch Wegschaffen von Aas sehr nützlich sind, ist die im Mai erscheinende Larve des schwarzen Aaskäfer (Silpha atrata

Aaspflanze,

s. Stapelia. ^[= L., Aasblume, Pflanzengattung aus der Familie der Asklepiadeen (s. d.) mit gegen ...]

Aaspocke,

s. Pocken ^[= Menschenpocken, auch Blattern (lat. Variŏlae; frz. Petite vérole; engl. Small-pox), ansteckende ...] (bei den Haustieren).

Aastiere,

Würmer

Bild 16.768a: Würmer
* 10 Würmer.

Tiere, die sich fast ausschließlich von verwesenden Stoffen ernähren und so durch Beseitigung des lästigen und schädlichen Aases als natürliche Abdecker dienen. Zu den Aastiere im weitesten Sinne gehören die Infusorien, ferner kleinere und größere Würmer, [* 10] Fliegen [* 11] (Aasfliegen, deren Larven sich von faulenden Stoffen nähren), Aaskäfer (s. d.), alle Krustentiere, wie Krebse, Krabben, Flohkrebse;

ferner einige Fischarten (Weißfische, Haie);

von den Vögeln namentlich die Geier, Adler, [* 12] Raben und Krähen;

von den Säugetieren die Hyänen, Schakale, Hunde, [* 13] Ratten, Spitzmäuse.

Aasvär,

Inselgruppe, s. Asvär. ^[= (spr. ohswär), eine Gruppe kleiner niedriger Inseln unter dem nördl. Polarkreise, 15 - 20 ...]

Ab,

der elfte Monat im bürgerlichen, der fünfte im Festjahr der Juden, hat 30 Tage, entspricht unserm Juli/August.

Der 9. Ab wird als Gedenktag an die Verbrennung und Zerstörung des Tempels (586 v.Chr. und 70 n.Chr.) durch Fasten begangen.

Aba,

Baumwolle (Kultur; che

Bild 2.520: Baumwolle (Kultur; chemische Beschaffenheit etc.)
* 14 Baumwolle.

Abba oder Abajeh, Bezeichnung für große braune Tücher aus Baumwolle, [* 14] die fast überall im Orient, namentlich aber in Albanien und Macedonien verfertigt und von der ärmern Bevölkerung [* 15] als ärmelloser Rock getragen werden.

Die Großhändler benutzen sie auch zur Verpackung des levant.

Tabaks. Jetzt werden auch Aba aus Wolle gefertigt.

Auf der Sinaihalbinsel heißt die Ware Ghasiz, in Nubien Ahk, in den Gallaländern Moyasa.

Abä,

altgriech. Stadt im nordöstl.

Phokis, nahe der böot.

Grenze, auf einem Felshügel im Thale des Flusses Assus unterhalb des Hyphanteiongebirges gelegen, nach der einheimischen Überlieferung von Kolonisten aus Argos gegründet, war berühmt durch einen von Xerxes, später von den Böotern zerstörten Tempel [* 16] des Apollon [* 17] Abaios mit Orakel.

Von Stadt und Tempel sind Ruinen erhalten.

Ababdeh,

s. Bischarin ^[= nebst den Hadendoa die Nachkommen der bei den arab. Geographen und Historikern oft erwähnten ...] und Ägypten. [* 18]

Abaca,

s. Manilahanf. ^[= # Bananenfaser, engl. Siam-hemp, die gelblichweiße oder bräunlichgelbe Bastfaser der ...]

Abach,

bayr. Ort, s. Abbach. ^[= (auch ), Marktflecken im Bezirksamt Kelheim des bayr. Reg.-Bez. Niederbayern, rechts von ...]

Abaco

(Groß- und Klein-Abaco), s. Bahama-Inseln. ^[= oder Lucayische Inseln, span. Lucayos (von los cayos, d. h. die Klippen oder Riffe), eine England ...]

Abăcus

Vierauge - Vierraden [

Bild 66.333: Vierauge - Vierraden [unkorrigiert]
* 19 Viereck.

(grch. abax), bei Griechen und Römern eine rechtwinklige Platte; besonders werden so genannt Schenk- oder Prunktische, Spieltafeln zum Würfelspiel und andern Spielen, Tafeln aus Marmor oder Stuck zum Wandbelag, Zeichentafeln der Geometer. Abacus im Sinne von Rechenbrett s. Rechenmaschinen. – In der Architektur nennt schon Vitruv Abacus die Platte, die auf dem Kapitäl der Säule aufliegt. Beim dor., altion. und toscan. Säulenknauf ist der Abacus ein regelmäßiges Viereck, [* 19] beim neuionischen, korinthischen und römischen hat er eingebogene Seiten mit abgestumpften Ecken.

Abaddon

(hebr., «Verderben», «Untergang»),

im Buch Hiob, in den Psalmen und den Sprüchen dichterisch als Bezeichnung des Totenreichs (Scheol) gebraucht.

Die Offenbarung Johannis faßt den Abaddon als ein persönliches Wesen auf;

in Kap. 9,11 heißt so der Engel des Verderbens (grch. Apollyon), der dem Brunnen [* 20] des Abgrundes als König der höllischen Heuschrecken [* 21] entsteigt;

Klopstock im «Messias» gebraucht die Form Abadonna.

Abaditen,

maur. Dynastie, s. Abbâdiden. ^[= (falsch: ), maur. Dynastie zu Sevilla (1023–91). Ihr Begründer, der reiche Kadi von ...]

Abai,

der in Abessimen gebräuchliche Name des Bahr el-Asrak oder Blauen Nils (s. d.). ¶

Ende Abaí
→ weiter zu Seite 51.15: Abaissiert ⟹ (vom frz. abaissé, spr. abässeh), in der Heraldik, s. Erniedrigt.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 12 [Suche = 51.14] im Internet seit 2005; Text geprüft am 25.3.2016; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_0014

◄◄ .     ►►

Menü
map
  • ⁝ Home
  • 🗁 öffne ...
  • > 🗍 Seite 51.14
  • ? Seite
  • Aalmutter
  • ? Artikel
  • (kurz)
  • ∫ Portal
  • ☛ A – Z
  • ⮺ Bilder
  • ⚟ Blättern
  • ⛬ Index
  • ⣿ Inhalt
  • 📅 Datum
  • ∑ Übersicht
  • ♛ Werke
  • ✈ Themen
  • ⭳ Download
  • 📉 Statistik
  • Ω Symbol
  • ⌥ Option
  • © Original
  • + Ergänzung
  • ? Hilfe
  • ⁇ FAQ Fragen
  • ⛭ Technik
  • @ Kontakt
  • ⛉ Datenschutz
  • § Impressum

Siehe auch:

  • 1.11 Aaskäfer
  • 1.11 Aaspflanze
  • 1.11 Aaspocken
  • 1.11 Aastiere
  • 1.11 Aasvär
  • 1.12 Aba
  • 1.12 Abä
  • 1.12 Ababde
  • 1.12 Abaca
  • 1.12 Abaco
  • 32.6 Abacuc
  • 1.12 Abâd
  • 1.12 Abaddon
  • 32.6 Abaddon_2
  • 1.12 Abadie
  • 39.7 Abadie_2
  • 1.12 Abaditen
  • 1.12 Abadzen
  • 32.7 Abagtha
  • 1.12 Abaí
  • 1.12 Abaissé
  • 51.15 Abaissiert
  • 51.15 Abakanische Berge
  • 1.12 Abakansk
  • 1.12 Abakus
  • 35.785 Abakus_2
  • 1.12 Abälard
  • 51.15 Abälard_2
  • 1.13 Abalienieren
  • 51.15 Abaliënieren
  • 51.15 Abaliget
  • 67.4 Abaliget_2
  • 1.13 Abaligeter Höhle
  • 1.13 Abalus
  • 1.13 Abänderungsantrag
  • 51.16 Abänderungsvorschlag
  • 1.13 Abandon
  • 51.16 Abandon_2
  • 51.16 Abandonfrist
  • 1.14 Abandonnieren
  • 51.16 Abandonnieren_2
  • 1.14 Abano
  • 51.16 Abano_2
  • 1.14 Abano Bagni
  • 51.17 Abano Bagni_2
  • 51.17 Abanten
  • 1.14 Abarbanel
  • 51.17 Abarbanel_2
  • 32.7 Abarbeiten
  • 1.14 Abarim
  • 32.7 Abarim_2
  • 1.14 Abarten
  • 51.17 Abarten_2
  • 51.17 Abas
  • 67.4 Abas-tumán
  • 1.14 Abasa
  • 1.14 Abascál
  • 51.17 Abascál_2
  • 51.17 Abäsen
  • 51.17 Abasgi
  • 51.17 Abasi
  • 51.17 Abasie
  • 1.14 Abassi
  • 51.17 Abassia
  • 51.17 Abat-jour
  • 51.17 Abate
  • 51.17 Abatellement
  • 51.17 Abatis
  • 1.14 Abatjour
  • 1.14 Abätmen

Mit 70 Artikeln ist das Maximum zur Anzeige erreicht. Total wurden 79 verwandte Artikelanfänge gefunden.

* 21 Bilder dazu:

  • 12Adler
  • 17Apollon
  • 14Baumwolle
  • 15Bevölkerung
  • 20Brunnen
  • 9Eier
  • 11Fliegen
  • 21Heuschrecken
  • 13Hunde
  • 7Insekten
  • 4Kristiania
  • 6Käfer
  • 3Norwegen
  • 8Schnecken
  • 5Sprache
  • 16Tempel
  • 2Throndhjem
  • 19Viereck
  • 10Würmer
  • 1_Seite 51.14
  • 18Ägypten
Sie sind hier: eLexikon > Brockhaus > Band 51 > Seite 51.14
-A     +A