Wolfenacker

Ortsteil der Gemeinde Niederbreitbach im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz

Wolfenacker ist ein Ortsteil der Gemeinde Niederbreitbach im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz.

Wolfenacker, Luftaufnahme (2016)

Geographie

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Wolfenacker liegt im Niederwesterwald, etwa 170 m oberhalb der Wied auf einem Höhenrücken der Sayn-Wied-Hochflächen. Der Ort umfasst Höhenlagen zwischen 260 und 290 m ü. NHN. Nachbarorte sind das im Wiedtal gelegene Niederbreitbach im Nordwesten sowie das zwei Kilometer östlich und höher gelegene Kurtscheid, die beide von Wolfenacker aus über die Landesstraße 257 (Bad HönningenBonefeld) erreichbar sind.

Geschichte

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Wolfenacker wurde im Jahre 1583 zum ersten Mal urkundlich in einem Güterverzeichnis für den Rheindorfer Hof in Niederbreitbach erwähnt, womit zunächst aber nur ein Flurname gemeint war. Die Besiedelung des Ortes nahm im heutigen Unterdorf ihren Anfang. Während Mitte des 17. Jahrhunderts noch kein zusammenhängendes Dorf bestand, waren im 18. Jahrhundert sieben strohbedeckte Hütten vorhanden.[1][2] Im Jahre 1843 betrug die Anzahl der Wohnhäuser bereits 15 und die der Wirtschaftsgebäude 21.[3] Aufgrund eines chronischen Wassermangels wurde um 1862 ein Brunnen gebaut, der sich aber als nicht ausreichend erwies, sodass später auch eine der ersten Wasserleitungen im Landkreis Neuwied aus Tonrohren von einem Bach nach Wolfenacker gelegt wurde.[1]

Der Ort gehörte seit der preußischen Zeit (ab 1815) als Teil der Gemeinde Niederbreitbach bis 1968 zur Bürgermeisterei Neuerburg (ab 1927 „Amt Neuerburg“) im Kreis Neuwied. Ab Mitte der 2000er-Jahre wurde er nach Südwesten durch ein größeres Neubaugebiet erweitert.[1]

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner
1816[4] 53
1828[5] 58
1843[3] 68
1885[6] 97
1987[7] 90
2008[2] 171

Sehenswürdigkeiten

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Die Albertuskapelle in Wolfenacker wurde 1982/83 nach Plänen eines jungen Architekten aus Kurtscheid erbaut. Vor der Kapelle steht der überdachte Albertusbrunnen, der von Schülern einer Meisterklasse der Bildhauerschule in Mainz-Hechtsheim gefertigt wurde.[8]

Persönlichkeiten

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Der Maler Karl Otto Götz lebte seit 1975 mit seiner Frau Karin in Wolfenacker.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Wassermangel prägt Leben, Rhein-Zeitung, 28. August 2008 (genios.de)
  2. 1 2 Dorf feiert seine lange Geschichte, Rhein-Zeitung, 15. September 2008 (genios.de)
  3. 1 2 Topographisch-statistische Übersicht des Regierungs-Bezirks Coblenz, Coblenz: Hölscher, 1843, Seite 69
  4. Der Regierungs-Bezirk Coblenz nach seiner Lage, Begränzung, Größe, Bevölkerung und Eintheilung..., Coblenz: Pauli, 1817; Seite 83
  5. Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolaische Buchhandlung, Berlin und Stettin 1830, S. 689 (books.google.de)
  6. Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlichen statistischen Bureau. In: Königliches statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Band XII, 1888, ZDB-ID 1046036-6, S. 42/43 (Digitalisat [PDF]).
  7. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile (Excel; letzte Ausgabe 2015 (Memento vom 8. Dezember 2023 im Internet Archive))
  8. Pfarrei St. Elisabeth – Albertuskapelle Wolfenacker

Koordinaten: 50° 31′ 24″ N,  26′ 17″ O