Vorderthal
| Vorderthal | |
|---|---|
| Staat: | |
| Kanton: | |
| Bezirk: | March |
| BFS-Nr.: | 1348 |
| Postleitzahl: | 8857 |
| Koordinaten: | 710975 / 219873 |
| Höhe: | 735 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 590–1695 m ü. M.[1] |
| Fläche: | 27,97 km²[2] |
| Einwohner: | 1035 (31. Dezember 2024)[3] |
| Einwohnerdichte: | 37 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 11,6 % (31. Dezember 2024)[4] |
| Website: | www.vorderthal.ch |
| Lage der Gemeinde | |
Vorderthal ist eine politische Gemeinde im Bezirk March des Kantons Schwyz in der Schweiz.
Wappen
BearbeitenDas Wappen von Vorderthal stellt einen Schlüssel und ein Schwert dar. Diese Symbole stehen für die beiden Heiligen Peter und Paul, die Namenspatrone der Dorfkirche.
Geographie
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Vorderthal liegt am Fuss des Grossen Aubrig am Startpunkt des Satteleggpasses. Das Gemeindegebiet beginnt auf 602 m ü. M. und erstreckt sich bis auf 1695 m am Aubrig. Die Gemeinde selber befindet sich in einer sanften Mulde, umgeben von bewaldeten Hügeln. Als ursprüngliches Alpgebiet der Talgemeinden in der March ist das Wägital immer noch stark landwirtschaftlich geprägt. Die Landwirtschaftsfläche beträgt 35 % und der Gehölz- und Waldanteil 60 % der Gemeindefläche, etwa 3 % ist unproduktiv.

Bevölkerung
Bearbeiten| Bevölkerungsentwicklung | |
|---|---|
| Jahr | Einwohner |
| 1950 | 930 |
| 1970 | 873 |
| 1990 | 946 |
| 2000 | 1018 |
| 2010 | 1025 |
| 2024 | 1008 |
Die am häufigsten gesprochene Sprache ist Deutsch mit über 98 %, gefolgt von Albanisch und Italienisch.
Politik
BearbeitenWirtschaft
BearbeitenDie topographische und geographische Lage hat die Ansiedlung von Industriebetrieben verhindert. Das ansässige Gewerbe deckt die Bedürfnisse in grossem Masse ab und ist diversifiziert in die Branchen Bauhaupt- und Baunebengewerbe, Gastronomie und Tourismus, Transportgewerbe, sowie Land- und Forstwirtschaft.
Die AG Kraftwerk Wägital produziert Strom in Werkanlagen, welche teilweise in Vorderthal liegen (z. B. in Rempen). Die Kraftwerksgesellschaft und damit sämtliche Anlagen gehören zu je 50 % den Nordostschweizerischen Kraftwerken (NOK) und dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ).
58,9 % der erwerbstätigen Einwohner haben ihren Arbeitsplatz ausserhalb in einer anderen Gemeinde, meist in der March.
Verkehr
BearbeitenDie nächstgelegenen Autobahnausfahrten liegen in Lachen und Reichenburg je etwa 15 km entfernt. Es verkehrt eine Buslinie von Siebnen-Wangen ins Wägital.
Geschichte
BearbeitenDie erste Siedlung im Wägital ist um das Jahr 406 feststellbar. Die Herrschaft der Grafschaft Alt-Rapperswil über das Wägital dauerte bis 1350. Die beiden Gemeinden Vorderthal und Innerthal haben sich 1776 getrennt. Die Pfarrei folgte diesem Schritt 1816. Seit 1999 ist sie wieder mit derjenigen von Innerthal in der römisch-katholischen Kirchgemeinde Wägital verbunden. Nach einigen Schwierigkeiten wird die Strasse durch die Schlucht in das Wägital 1861 fertiggestellt. Der alte schmale Weg über Stalden hat ausgedient. Von 1940 bis 1942 wird die Satteleggstrasse erstellt. Damit entsteht eine Verbindung in das Sihltal und die Innerschweiz, womit das Tal einige neue Impulse erhält.
Sehenswürdigkeiten
BearbeitenLiteratur
Bearbeiten- Linus Birchler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz, Band I: Die Bezirke Einsiedeln, Höfe und March. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 1). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1927.
- Albert Jörger: Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz, Band 2: Der Bezirk March. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1989 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 82). ISBN 3-909158-22-6. S. 466–481.
Weblinks
BearbeitenEinzelnachweise
Bearbeiten- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025


