Ute Zehlen
Ute Zehlen (* 4. August 1943 in Mupperg; † 7. August 2026 in Berlin) war eine deutsche Schauspielerin und Hörspielsprecherin.
Leben
BearbeitenNach dem Abitur, das sie in Frankfurt am Main ablegte, absolvierte Ute Zehlen ihre künstlerische Ausbildung an der dortigen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Ihre Laufbahn begann sie am Staatstheater Darmstadt, wo sie von 1966 bis 1969 engagiert war. Sie gastierte an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart und den Städtischen Bühnen Frankfurt, ehe sie von 1973 bis 1975 am Theater Aachen verpflichtet war.[1]
1976 trat Zehlen ihr erstes Engagement in der Schweiz an, wo sie zwischen 1976 und 1984 am Theater St. Gallen in über 40 Rollen zu sehen war. Danach wechselte sie an das Stadttheater Bern, ehe sie nach Deutschland zurückkehrte und von 1986 bis 1989 am Schauspiel Essen unter der Intendanz von Hansgünther Heyme wirkte. Zurück in der Schweiz, schloss sich Zehlen dem Ensemble des Zürcher Theater am Neumarkt an. Hier blieb sie bis 1993.[1]
Von 1994 bis 1999 war Zehlen auf der Bühne des Staatstheaters Kassel zu sehen, danach ging sie erneut an das Schauspiel Essen.[1] Ihre schauspielerische Karriere ließ sie als Gast am Schauspielhaus Bochum ausklingen.[2]
Unter der Vielzahl ihrer Rollen finden sich unter anderem die Olga in Anton Tschechows Drei Schwestern, Julie in Dantons Tod von Georg Büchner oder Irene in Die Unbekannte aus der Seine von Ödön von Horváth. Weiter spielte Zehlen die Regan in König Lear und Lady Macbeth in Macbeth, beide von William Shakespeare. In Tango von Sławomir Mrożek war sie zu sehen, ebenso als Pauline Salas in Ariel Dorfmans Der Tod und das Mädchen.
In erster Linie Theaterschauspielerin, wirkte Zehlen in den 1960er- und 1970er-Jahren häufiger in Hörspielproduktionen für Kinder mit.
Ute Zehlen verstarb wenige Tage nach Vollendung ihres 83. Lebensjahres in einem Seniorenheim im Berliner Ortsteil Zehlendorf.[2]
Filmografie
Bearbeiten- 1969: Him
- 2015: Kirschkuchen (Kurzfilm)
Hörspiele (Auswahl)
Bearbeiten- 1951: Fritz Grasshoff: Das Heiligenhafener Sternensingerspiel – Regie: Hans Kettler – HR
- 1968: Wolfgang Ecke: Die japanische Spieluhr – Regie: Claus Villinger – HR
- 1968: Barbara Götz: Der Nikolaus am Telefon – Regie: Editha Maria Baum – HR
- 1968: Ernst Herhaus: Die Bestattungsprobe – Regie: Mathias Neumann – HR/SR/SDR/SWF
- 1969: Helga Plank: Jetzt schlägt's dreizehn – Regie: NN – HR
- 1970: Wolfgang Ecke: Notlandung auf Takanawe – Regie: NN – HR
- 1984: Gesine Probst-Bösch: Nachrichten an das Leben – Regie: Robert Matejka – RIAS/ORF
- 1993: Jerzy Andrzejewski: Passion – Regie: Claude Pierre Salmony – Schweizer Radio DRS
(Quelle: ARD-Hörspieldatenbank)
Weblinks
Bearbeiten- Ute Zehlen bei IMDb
- Traueranzeige in der Süddeutschen Zeitung vom 15. August 2026
Literatur
Bearbeiten- Ute Zehlen. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Band 3, Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 2141.
Einzelnachweise
Bearbeiten- 1 2 3 Ute Zehlen. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Band 3, Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 2141.
- 1 2 Nachruf bei nachtkritik.de vom 8. August 2026, abgerufen am 16. August 2026
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zehlen, Ute |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 4. August 1943 |
| GEBURTSORT | Mupperg |
| STERBEDATUM | 7. August 2026 |
| STERBEORT | Berlin |