Schmißberg

Gemeinde in Deutschland

Schmißberg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Birkenfeld an.

Wappen Deutschlandkarte
Schmißberg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Schmißberg hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 40′ N,  12′ OKoordinaten: 49° 40′ N,  12′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Birkenfeld
Verbandsgemeinde: Birkenfeld
Höhe: 428 m ü. NHN
Fläche: 1,68 km²
Einwohner: 206 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 123 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55765
Vorwahl: 06782
Kfz-Kennzeichen: BIR
Gemeindeschlüssel: 07 1 34 078
Adresse der Verbandsverwaltung: Schneewiesenstraße 21
55765 Birkenfeld
Website: www.schmissberg.de
Ortsbürgermeisterin: Jana Grauer
Lage der Ortsgemeinde Schmißberg im Landkreis Birkenfeld
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Karte

Geographie

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Schmißberg liegt im Hunsrück. Die nächste größere Stadt ist die etwa drei Kilometer südwestlich gelegene Kreisstadt Birkenfeld. Im Norden befindet sich Elchweiler und im Süden Rimsberg.

Geschichte

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Schmißberg wurde im Jahr 1367 als Smitzberg erstmals urkundlich erwähnt. Es war Teil der Hinteren Grafschaft Sponheim und dessen Oberamt Birkenfeld zugeordnet.[2]

Die Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen beendete 1794 die alte Ordnung. Der Ort wurde von 1798 bis 1814 Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend des Französischen Kaiserreichs und war dem Kanton Birkenfeld im Arrondissement Birkenfeld des Saardépartements zugeordnet. Nach der Niederlage Napoleons kam Schmißberg aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen ab 1817 zum oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld. Das Dorf wurde von der Bürgermeisterei Birkenfeld des Amtes Birkenfeld verwaltet.

Als Folge des Ersten Weltkriegs war die gesamte Region bis 1930 dem französischen Abschnitt der Alliierten Rheinlandbesetzung zugeordnet. Aus dem Fürstentum Birkenfeld wurde 1919 der oldenburgischen „Landesteil Birkenfeld“, der 1937 im Rahmen des „Gesetzes über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen“ im neuen preußischen Landkreis Birkenfeld aufging. Auf kommunaler Ebene wurden zudem von 1934 bis 1962 Schmißberg und das benachbarte Elchweiler in der Gemeinde Elchweiler-Schmißberg vereinigt.[3] Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde Teil der französischen Besatzungszone und kam 1946 zum damals neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz.

Die Ortsgemeinde Schmißberg gewann in den Jahren 1969 und 1981 jeweils die Silbermedaille als Bundessieger im Dorfverschönerungswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ (heute: „Unser Dorf hat Zukunft“).[4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Schmißberg, die Werte bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

JahrEinwohner
193970
195076
196185
1970131
1987229
JahrEinwohner
1997233
2005230
2011208
2017209
2025206[1]

Gemeinderat

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Der Gemeinderat in Schmißberg besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.[6]

Bürgermeister

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Jana Grauer wurde am 13. April 2026 Ortsbürgermeisterin von Schmißberg. Da für eine parallel zur rheinland-pfälzischen Landtagswahl am 22. März 2026 angesetzte Direktwahl kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat. Dieser entschied sich für die bisherige Erste Beigeordnete Jana Grauer, die bereits seit Jahresanfang die Amtsgeschäfte kommissarisch ausgeübt hatte.[7][8]

Grauers Vorgänger Stefan Nagel hatte das Amt am 16. Juli 2024 übernommen. Da bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, wurde er auf der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderates einstimmig gewählt.[9] Damit eigentlich für fünf Jahre gewählt, legte er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zum 31. Dezember 2025 nieder.[10]

Nagels Vorgänger Rudi Weber hatte das Amt am 6. Oktober 2020 angetreten, nachdem er die Amtsgeschäfte als bisheriger Erster Beigeordneter seit dem Juli kommissarisch geführt hatte.[11] Bei der Direktwahl am 4. Oktober 2020 war er mit einem Stimmenanteil von 89,62 % gewählt worden.[12] Webers Vorgänger Thomas Marx hatte das Amt seit dem 21. Juni 2019 ausgeübt,[13] war aber mit Wirkung zum 8. Juli 2020 aus persönlichen Gründen zurückgetreten.[14] Vor Marx hatte Adolf Schuch die Aufgabe seit 2004 wahrgenommen, war 2019 aber nicht erneut angetreten.[15]

Wappen von Schmißberg
Wappen von Schmißberg
Blasonierung: „Unter zweireihig rot-silbern geschachtem Schildhaupt in Silber einen schwarzen Amboß mit Hammer.“[16]
Wappenbegründung: Das silber-rote Schachbrettmuster erinnert an die frühere Zugehörigkeit zur Hinteren Grafschaft Sponheim, Hammer und Amboß an die gefundenen Hinweise auf eine mittelalterliche Eisenverhüttung im Dorf.
Das Wappen wurde am 27. Mai 1963 vom rheinland-pfälzischen Ministerium des Innern genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Wanderwege bieten die Möglichkeit des Ausblicks bis hin zum Erbeskopf (mit 816 m ü. NHN höchster Berg in Rheinland-Pfalz).

Wirtschaft und Infrastruktur

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Im Westen verläuft die Bundesstraße 41, die im Süden zur Bundesautobahn 62 führt. Der nächsten Bahnhöfe sind in Nohen und Neubrücke/Nahe. Die Haltestellen liegen auf der Bahnlinie von Saarbrücken, Mainz, Wiesbaden nach Frankfurt am Main. Die nächsten Flughäfen sind der Flughafen Hahn in etwa 50 Kilometer nördlicher Richtung im Hunsrück und der Flughafen Frankfurt am Main in rund 180 Kilometer in nordöstlicher Richtung.

Siehe auch

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Einzelnachweise

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  1. 1 2 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand 31. Dezember 2025 von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Rolf Weber: Ludwig, der erste Schmißberger. In: Dorfchronik Schmißberg. Ortsgemeinde Schmißberg, 18. Februar 2023, abgerufen am 1. Januar 2026.
  3. Rudi Weber: Scheidungskampf und Kappesköpfe: Alles über die Zwangsehe Schmißberg-Elchweiler. In: Dorfchronik Schmißberg. Ortsgemeinde Schmißberg, 1. Februar 2024, abgerufen am 1. Januar 2026.
  4. Gisela Kraus: Der Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“. In: Dorfchronik Schmißberg. Ortsgemeinde Schmißberg, 1. November 2022, abgerufen am 1. Januar 2026.
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 6. Oktober 2020.
  6. Gemeinderatswahl Schmißberg 9. Juni 2024. Verbandsgemeinde Birkenfeld, abgerufen am 1. Januar 2026.
  7. Kein Bewerber für das Ortsbürgermeisteramt. Ortsgemeinde Schmißberg, 25. Februar 2026, abgerufen am 31. März 2026.
  8. Jana Grauer: Jana Grauer ist Schmißbergs neue und damit erste Ortsbürgermeisterin. Ortsgemeinde Schmißberg, 13. April 2026, abgerufen am 15. April 2026.
  9. Rat wählt Stefan Nagel zum neuen Ortsbürgermeister. In: Kommunalpolitik. Ortsgemeinde Schmißberg, 16. Juli 2024, abgerufen am 1. Januar 2026.
  10. Ortsbürgermeister Stefan Nagel tritt zurück. In: Kommunalpolitik. Ortsgemeinde Schmißberg, 15. Dezember 2025, abgerufen am 1. Januar 2026.
  11. Rudi Weber: Sitzung des Ortsgemeinderates Schmißberg. Einladung für den 6. Oktober 2020. In: Birkenfelder Anzeiger, Ausgabe 39/2020. Linus Wittich Medien GmbH, abgerufen am 30. November 2020.
  12. Zustimmungsquote 89,62 Prozent: Rudi Weber ist neuer Ortschef von Schmißberg. In: Nahe-Zeitung. Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz, 4. Oktober 2020, abgerufen am 4. Oktober 2020 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
  13. Adolf Schuch: Konstituierende Sitzung des Ortsgemeinderates Schmißberg. Einladung. In: Birkenfelder Anzeiger, Ausgabe 25/2019. Linus Wittich Medien GmbH, abgerufen am 20. September 2020.
  14. Ortsbürgermeister Thomas Marx tritt zurück. Ortsgemeinde Schmißberg, 10. Juli 2020, abgerufen am 1. Januar 2026.
  15. Axel Munsteiner: Fast die Hälfte der Ortschefs hört 2019 auf: Alle Amtsinhaber der VG Birkenfeld befragt. Adolf Schuch hört im Sommer auf. In: Nahe-Zeitung. Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz, 1. Januar 2019, abgerufen am 20. September 2020 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
  16. Das Wappen von Schmißberg und seine Herkunft. In: Dorfchronik Schmißberg. Ortsgemeinde Schmißberg, 24. Januar 2020, abgerufen am 1. Januar 2026.