Region Trier

eine von fünf Planungsregionen in Rheinland-Pfalz

Die Region Trier ist eine der fünf Planungsregionen in Rheinland-Pfalz. Sie entspricht in ihren Grenzen dem ehemaligen Regierungsbezirk Trier mit den Landkreisen Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg und Vulkaneifel, sowie der kreisfreien Stadt Trier. Die Planungsregion hat eine Einwohnerzahl von 534.438 und eine Fläche von 4.925 km² (Stand: 2020). Der Verwaltungssitz befindet sich in Koblenz bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, die Geschäftsstelle in Trier. Vorsitzende der Planungsgemeinschaft ist Julia Gieseking (Stand: 2021).

Gebiet der Planungsregion Trier
Porta Nigra in Trier
Bitburger Brauerei
Marktplatz in Bernkastel
Saarburg
Dauner Maare

Seit dem 27. September 2011 ist die Region Trier eine anerkannte 100ee-Region für Erneuerbare Energien, da 100 % des Stroms aus Erneuerbaren Energien produziert werden. Der Begriff Region Trier wird auch von verschiedenen nichtstaatlichen Einrichtungen (Industrie- und Handelskammer Trier, Handwerkskammer Trier, Verkehrsverbund Region Trier, Medien) für genau dieses Gebiet verwendet. Der Industriepark Region Trier liegt nordöstlich von Trier zwischen Föhren und Hetzerath. Das Gebiet des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Region Trier ist deckungsgleich mit der Region Trier.

Das Gebiet der Region Trier entspricht der NUTS-Region DEB2 Trier. Nach Einwohnerzahl ist sie die kleinste der 38 deutschen NUTS-2-Regionen.

Wirtschaft

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Ansässige Industrieunternehmen

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Industrieunternehmen ab 500 Mitarbeitern in der Region Trier oder mit Hauptsitz in der Region und mindestens 500 Mitarbeitern deutschlandweit:[1]

  1. Andreas Stihl AG & Co. KG, Weinsheim, 686 Mitarbeiter (MA)
  2. Arla Foods Deutschland GmbH, Pronsfeld, 1070 MA
  3. Benninghoven GmbH & Co. KG, Wittlich, 700 MA
  4. Biebelhausener Mühle GmbH & Co. KG, Ayl-Biebelhausen, 500 MA
  5. Bitburger Braugruppe GmbH, Bitburg, 771 MA
  6. Dr. Oetker Tiefkühlprodukte KG, Wittlich, 1345 MA
  7. Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG, Gerolstein, 799 MA
  8. GKN Driveline Trier GmbH, Trier, 533 MA
  9. Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH, Wittlich, 824 MA
  10. Hochwald Foods GMbH, Thalfang, 490 MA
  11. Natus GmbH & Co. KG, Elektrotechnische Spezialfabrik für Industrie-Schaltanlagen-Systeme, Trier, 440 MA
  12. Papier-Mettler International, Morbach, 1750 MA
  13. Prüm-Türenwerk GmbH, Weinsheim, 680 MA
  14. Simon Fleisch GmbH, Wittlich, 514 MA
  15. Techniropa Holding GmbH, Daun, 580 MA
  16. Tesla Grohmann Automation, Prüm, 720 MA
  17. ThyssenKrupp Bilstein, Mandern, 1.200 MA
  18. Volvo Construction Equipment Germany GmbH, Konz, 814 MA

Größte Unternehmen

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Die neun größten Unternehmen in der Region Trier sind nach einer Information der Industrie- und Handelskammer Trier:[2]

Älteste Unternehmen

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Die ältesten Unternehmen in der Region Trier sind:

Fernstraßen

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Die Bundesautobahn 1 spielt eine zentrale Rolle im Fernstraßennetz der Region, da sie als wichtigste Nord-Süd-Verbindung das Gebiet durchquert. Am Autobahndreieck Moseltal kreuzt die A 1 die Bundesautobahn 602, die als Zubringer innerhalb der Stadt Trier dient. In Kenn verbindet die Bundesautobahn 64a die Bundesautobahn 602 mit der Bundesautobahn 64 in Richtung Luxemburg. Am Autobahnkreuz Wittlich kreuzt die A 1 die Bundesautobahn 60, die über Bitburg und Prüm nach Belgien führt. Am Autobahndreieck Vulkaneifel zweigt die Bundesautobahn 48 von der A 1 ab und führt in Richtung Koblenz.

Luftverkehr

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Der Luftverkehr in der Region beschränkt sich auf kleinere Flugplätze. Für den Linienflugverkehr ist man auf den Flughafen Luxemburg oder Flughafen Frankfurt-Hahn angewiesen. Einziger größerer Flughafen innerhalb der Region ist der ehemalige Militärflugplatz Flugplatz Bitburg, welcher vor allem für Geschäftsflüge, Fracht und Sonderverkehre genutzt wird. Darüber hinaus existieren mehrere kleinere Flugplätze für den Sport- und Freizeitflugverkehr. Dazu zählen unter anderem der Flugplatz Trier-Föhren, das Segelfluggelände Utscheid, das Segelfluggelände Daun-Senheld, das Segelfluggelände Konz-Könen, das Segelfluggelände Kell, der Flugplatz Neumagen-Dhron und der Flugplatz Traben-Trarbach/Mont Royal.

Kommunen

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Die Kommunen in der Region Trier ab 5000 Einwohner:

BezeichnungFläche (km²)Einwohner (2020)[3]
Landkreis Trier-Saarburg1.101,00150.533
Landkreis Bernkastel-Wittlich1.168,00112.685
Kreisfreie Stadt Trier117,06110.674
Eifelkreis Bitburg-Prüm1.626,93100.055
Landkreis Vulkaneifel911,6660.491
Verbandsgemeinde Saarburg-Kell359,3233.555
Verbandsgemeinde Konz130,2032.351
Verbandsgemeinde Gerolstein455,2930.762
Verbandsgemeinde Wittlich-Land397,9430.719
Verbandsgemeinde Schweich a. d. R. W.164,5028.700
Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues248,9927.845
Verbandsgemeinde Bitburger Land429,4025.619
Verbandsgemeinde Daun316,3022.646
Verbandsgemeinde Trier-Land175,4922.121
Verbandsgemeinde Prüm465,5821.555
Verbandsgemeinde Südeifel358,4419.388
Stadt Wittlich49,6419.222
Verbandsgemeinde Ruwer126,6018.403
Verbandsgemeinde Traben-Trarbach204,6117.139
Verbandsgemeinde Hermeskeil145,5015.403
Stadt Bitburg47,5515.181
Gemeinde Morbach122,2010.539
Verbandsgemeinde Arzfeld265,899.622
Verbandsgemeinde Speicher60,078.690
Verbandsgemeinde Thalfang a. E.144,647.221
Verbandsgemeinde Kelberg140,077.083
Stadt Konz44,5418.244
Stadt Daun49,028.001
Stadt Schweich31,097.866
Stadt Gerolstein64,437.721
Stadt Saarburg20,367.489
Stadt Bernkastel-Kues23,667.092
Stadt Hermeskeil30,856.688
Stadt Traben-Trarbach31,355.554
Stadt Prüm22,875.529
Region Trier, gesamt4.925,28 km²534.438 Einw.

Siehe auch

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Einzelnachweise

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