Pilsbach

Gemeinde im Bezirk Vöcklabruck, Oberösterreich

Pilsbach ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit 680 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Vöcklabruck.

Pilsbach
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Pilsbach
Pilsbach (Österreich)
Pilsbach (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Oberösterreich Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Hauptort: Oberpilsbach
Fläche: 10,28 km²
Koordinaten: 48° 2′ N, 13° 40′ OKoordinaten: 48° 2′ 23″ N, 13° 40′ 6″ O
Höhe: 475 m ü. A.
Einwohner: 680 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 66 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 4840, 4841, 4800
Vorwahlen: 07672, 07676
Gemeindekennziffer: 4 17 24
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Oberpilsbach 17
4840 Pilsbach
Website: www.pilsbach.at
Politik
Bürgermeister: Alois Gruber (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(13 Mitglieder)
8
5
8 5 
Insgesamt 13 Sitze
Lage von Pilsbach im Bezirk Vöcklabruck
Lage der Gemeinde Pilsbach im Bezirk  Vöcklabruck (anklickbare Karte)AtzbachLenzingManningPfaffingSchlattSt. Lorenz
Lage der Gemeinde Pilsbach im Bezirk Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Geografie

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Pilsbach liegt auf 475 m Höhe im Hausruckviertel rund 4 km entfernt von Vöcklabruck. Der Ort liegt am Kohlaichbach, nach Osten und Westen steigt das Land bewaldet auf über 500 Meter an. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,6 km, von West nach Ost 4,6 km. Von den zehn Quadratkilometer Gesamtfläche werden 48 Prozent landwirtschaftlich genutzt, 46 Prozent sind bewaldet.[1]

Gemeindegliederung

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Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[2]):

  • Am Landlberg (49)
  • Diesenbach (2)
  • Einwald (2)
  • Kien (41)
  • Kirchstetten (165)
  • Mittereinwald (11)
  • Oberpilsbach (70)
  • Schmidham (69)
  • Untereinwald (121)
  • Unterpilsbach (150)

Nachbargemeinden

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Geschichte

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Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 824. Im Traditionskodex des Klosters Mondsee ist beschrieben, dass ein Mahtuni dem Kloster 40 Joch Grund in „Puhilespah“ (Pilsbach) übergab.[3]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss (Österreich)s an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

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Pilsbach: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
507
1880
 
434
1890
 
458
1900
 
494
1910
 
473
1923
 
457
1934
 
440
1939
 
392
1951
 
490
1961
 
400
1971
 
504
1981
 
509
1991
 
554
2001
 
629
2011
 
626
2021
 
656
2025
 
680
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 554 Einwohner, 2001 dann 630 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Es gibt in der Gemeinde keine denkmalgeschützten Objekte.

  • Die Bauernkapelle Pilsbach besteht seit 1905. Sie hat rund 60 aktive Musiker.

Wirtschaft und Infrastruktur

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Wirtschaftssektoren

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Pilsbach ist eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde. Von den 33 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 19 im Haupterwerb geführt. Diese bewirtschafteten 86 Prozent der Flächen.[4][5][6]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 33 44 36 35
Produktion 3 1 2 12
Dienstleistung 25 5 33 12

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendler

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Im Jahr 2011 lebten 314 Erwerbstätige in Pilsbach. Davon arbeiteten 58 in der Gemeinde, mehr als achtzig Prozent pendelten aus.[7]

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Motiv: Gemeindeamt

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BW

Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder.

Bürgermeister

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Bürgermeister seit 1883 waren:[9]

  • 1883–1886 Johann Stadlmayr
  • 1886–1889 Karl Weidinger
  • 1889–1892 Karl Landertshammer
  • 1892–1895 Josef Landertshammer
  • 1895–1898 Alois Mayr
  • 1898–1901 Johann Weidinger
  • 1901–1904 Franz Stadlmayr
  • 1904–1907 Franz Huemer
  • 1907–1910 Johann Forstner
  • 1910–1913 Georg Baumgardinger
  • 1913–1918 Franz Eder
  • 1918–1919 Franz Vogl
  • 1919–1921 Anton Gruber
  • 1921–1922 Georg Baumgardinger
  • 1922–1924 Dominik Ennsberger
  • 1924–1929 Mathias Wimmer
  • 1929–1935 Josef Ecker
  • 1935–1938 Franz Königsmayr
  • 1938–1945 Dominik Ennsberger[10]
  • 1945–1955 Franz Königsmayr
  • 1955–1961 Karl Huemer
  • 1961–1981 Josef Mayr
  • 1981–1996 August Wagner
  • seit 1996 Alois Gruber (ÖVP)[11]

Blasonierung: Über goldenem, erhöhtem Dreiberg, darin eine blaue Wellenleiste, gespalten; rechts in Blau ein goldener, abnehmender Mond, links von Silber und Rot fünfmal schräglinks geteilt. Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß-Rot.

Das von Franz Leitner entworfene Gemeindewappen wurde 1983 von der oberösterreichischen Landesregierung verliehen. Dreiberg und Bach symbolisieren den Ortsnamen, der sich aus „Bühel“ und „Bach“ ableitet. Der Mond verweist auf die frühere Zugehörigkeit zum Kloster Mondsee, die weiß-roten Schrägbalken sind das Stammwappen der Polheimer, die im heutigen Gemeindegebiet 49 Untertanenhäuser besaßen.[12]

Persönlichkeiten

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Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

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  • Josef Ecker-Stadlmayr (1898–1972), ehemaliger Bürgermeister von Pilsbach (CSP) und Landtagsabgeordneter (ÖVP)

Literatur

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  • Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde Pilsbach. Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. 2007, S. 1–35 (zobodat.at [PDF]).
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Commons: Pilsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Ein Blick auf die Gemeinde Pilsbach, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 21. März 2021.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  3. Gemeindewappen Historik. Gemeinde Pilsbach, abgerufen am 21. März 2021 (österreichisches Deutsch).
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Pilsbach, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 21. März 2021.
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Pilsbach, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 21. März 2021.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Pilsbach, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 21. März 2021.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Pilsbach, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 21. März 2021.
  8. Wahlen Oberösterreich 2021. In: orf.at. Abgerufen am 15. März 2024.
  9. Geschichte der Gemeinde Pilsbach. Wappen, Bürgermeister und Vereine. Land Oberösterreich, abgerufen am 21. März 2021.
  10. Pilsbach. Website des Landes Oberösterreich, abgerufen am 18. Oktober 2018.
  11. Buergermeistergalerie der Gemeinde
  12. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs, 6. Nachtrag (1980–1983). In: Oberösterreichische Heimatblätter. Heft 3, 1984, S. 245 (ooegeschichte.at [PDF; 8,2 MB]).