Oscarverleihung 2016

88. Verleihung der Academy Awards

Übersicht aller ausgezeichneten Filme
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Weitere Ereignisse

Die 88. Verleihung der Oscars (englisch 88th Academy Awards) fand am 28. Februar 2016 im Dolby Theatre in Los Angeles statt.[1]

Das Dolby Theatre, Veranstaltungsort der Oscarverleihung 2016
Chris Rock, Moderator der Verleihung

Gewinner bei der Prämierung der besten Filme des Filmjahrs 2015 wurde der Film Mad Max: Fury Road mit sechs Auszeichnungen, allerdings ausschließlich in technikbezogenen Kategorien. Dahinter folgt mit drei Oscars The Revenant – Der Rückkehrer, der herausragende Auszeichnungen wie beste Regie und bester Hauptdarsteller erhielt. Bester Film wurde der Film Spotlight, der zudem mit dem Oscar für das beste Originaldrehbuch ausgezeichnet wurde. Alle übrigen Filme erhielten höchstens einen Oscar.

Die Produktion der 88. Oscarverleihung übernahmen erstmals die US-amerikanischen Film- und Fernsehproduzenten David Hill und Reginald Hudlin.[2] Hudlin war unter anderem als Produzent beim 2013 Oscar-nominierten Western Django Unchained beteiligt. Gastgeber der Preisverleihung war zum zweiten Mal der Schauspieler Chris Rock, der schon durch die Oscarverleihung 2005 führte.[3]

Die Nominierungen wurden auf einer Pressekonferenz am 14. Januar 2016 von Guillermo del Toro und Ang Lee sowie von AMPAS-Präsidentin Cheryl Boone Isaacs und John Krasinski bekanntgegeben. Mit zwölf Nominierungen erfolgreichster Film war The Revenant – Der Rückkehrer, gefolgt von Mad Max: Fury Road mit zehn und Der Marsianer – Rettet Mark Watney mit sieben Nominierungen.

Während die deutschen, österreichischen und schweizerischen Einreichungen für den besten fremdsprachigen Film keine Nominierung erhielten, wurde der Kurzfilm Alles wird gut des deutschen Regisseurs Patrick Vollrath als bester Kurzfilm nominiert.

Nach Bekanntgabe der Nominierungen sah sich die Academy of Motion Picture Arts and Sciences wachsender Kritik ausgesetzt – alle Nominierungen in den Darstellerkategorien hatten wie schon im Vorjahr weiße Schauspieler erhalten, obwohl in der amerikanischen Filmpreissaison zuvor schwarze Darsteller wie Idris Elba (Beasts of No Nation), Michael B. Jordan (Creed – Rocky’s Legacy) oder Will Smith (Erschütternde Wahrheit) Berücksichtigung gefunden hatten. Smiths Ehefrau, die Schauspielerin Jada Pinkett Smith, und der Ehrenpreisträger Spike Lee kritisierten daraufhin öffentlich diesen Mangel an ethnischer Diversität und kündigten an, nicht zur Oscarverleihung zu erscheinen.[4] Der Vorstand der Akademie unter der afroamerikanischen Präsidentin Cheryl Boone Isaacs stimmte daraufhin für neue Regeln, um die Zahl von Frauen und Minderheiten bis 2020 zu verdoppeln.[5]

Die erfolgreichsten Filme
(mindestens zwei Nominierungen;
hervorgehoben = meiste Auszeichnungen
N=Nominierung; A=Auszeichnung)
Film N A
The Revenant – Der Rückkehrer 12 3
Mad Max: Fury Road 10 6
Der Marsianer – Rettet Mark Watney 7 0
Bridge of Spies – Der Unterhändler 6 1
Carol 6 0
Spotlight 6 2
The Big Short 5 1
Star Wars: Das Erwachen der Macht 5 0
The Danish Girl 4 1
Raum 4 1
Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten 3 0
The Hateful Eight 3 1
Sicario 3 0
Alles steht Kopf 2 1
Ex Machina 2 1
Steve Jobs 2 0

Preisträger und Nominierungen

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Bester Film

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Beste Regie

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Bester Hauptdarsteller

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Beste Hauptdarstellerin

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Bester Nebendarsteller

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Beste Nebendarstellerin

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Bestes adaptiertes Drehbuch

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Bestes Originaldrehbuch

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Beste Kamera

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Bestes Szenenbild

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Bestes Kostümdesign

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Bestes Make-up und beste Frisuren

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Beste Filmmusik

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Bester Song

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Bester Schnitt

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Bester Ton

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Bester Tonschnitt

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Beste visuelle Effekte

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Bester Animationsfilm

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Bester fremdsprachiger Film

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Bester animierter Kurzfilm

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Bester Kurzfilm

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Bester Dokumentarfilm

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Bester Dokumentar-Kurzfilm

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Ehrenoscars

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Die vom Board of Governors der Academy of Motion Picture Arts and Sciences bestimmten Ehrenpreisträger wurden am 14. November 2015 bei den siebten Governors Awards ausgezeichnet.[6] Die Preisträger bei diesem Galadinner im Ray Dolby Ballroom des Dolby Theatre waren:

Debbie Reynolds, US-amerikanische Schauspielerin (Jean Hersholt Humanitarian Award)
Spike Lee, US-amerikanischer Filmregisseur und Drehbuchautor
Gena Rowlands, US-amerikanische Schauspielerin

In Memoriam

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präsentiert von Louis Gossett Jr.

Wie jedes Jahr wurde auch bei den Oscars 2016 Künstlern und Verantwortlichen im Bereich Kino, die im vergangenen Jahr verstorben waren, durch einen kurzen Film gedacht. Dave Grohl spielte zum Film den Beatles-Song Blackbird.[7]

In der Reihenfolge, in der sie im Filmbeitrag zu sehen waren, waren das:

Einsendungen für die Kategorie Bester fremdsprachiger Film

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Für die Kategorie Bester fremdsprachiger Film bewarben sich mit insgesamt 81 Ländern zwei weniger als im Vorjahr. Mit dem Dokumentarfilm El tiempo nublado der Regisseurin Arami Ullón wurde erstmals ein Beitrag aus Paraguay eingereicht.[8] Aus den 80 zugelassenen Einsendungen wurde eine Vorauswahl (Shortlist) von neun Filmen getroffen und am 17. Dezember 2015 veröffentlicht.[9] Aus dieser Shortlist wurden schließlich die fünf Nominierten ausgewählt.

Als offizieller deutscher Kandidat ging Giulio Ricciarellis Drama Im Labyrinth des Schweigens ins Rennen und erhielt zwar keine Nominierung, aber schaffte es zumindest auf die Shortlist, während der von Österreich eingereichte Ich seh Ich seh und der Schweizer Kandidat (Samirs Dokumentarfilm Iraqi Odyssey) bereits in der Vorauswahl ausschieden. Ebenfalls nicht für die Shortlist ausgewählt wurden unter anderem Der Sommer mit Mamã für Brasilien, Ixcanul – Träume am Fuße des Vulkans für Guatemala, Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach für Schweden, Una noche sin luna für Uruguay und Hou Hsiao-Hsiens The Assassin für Taiwan.

Zu den Filmen der Shortlist, die keine Nominierung erhielten, zählten außerdem Das brandneue Testament für Belgien, Die Kinder des Fechters für Finnland und Viva von Paddy Breathnach für Irland.

Nominiert wurden am 14. Januar 2016 Der Schamane und die Schlange – Eine Reise auf dem Amazonas von Ciro Guerra für Kolumbien, Krigen für Dänemark, Mustang für Frankreich, Saul fia für Ungarn und Theeb von Naji Abu Nowar für Jordanien.

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Commons: Oscarverleihung 2016 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. The 88th Academy Awards | 2016. In: Oscars.org. Abgerufen am 6. April 2024.
  2. Tim Gray: Oscars: David Hill and Reginald Hudlin to Produce Telecast. In: Variety.com. 1. September 2015, abgerufen am 3. September 2015 (englisch).
  3. Ryan Parker: It's Official: Chris Rock to Host Oscars. In: HollywoodReporter.com. 21. Oktober 2015, abgerufen am 21. Oktober 2015 (englisch).
  4. Borcholte, Andreas: Oscar-Kontroverse um Vielfalt: Das kann kein Witz mehr retten bei Spiegel Online, 21. Januar 2016 (abgerufen am 23. Januar 2016).
  5. Lifetime voting rights reframed; new governor seats added and committees restructured: Goal to double number of diverse members by 2020 bei oscars.org, 22. Januar 2016 (abgerufen am 23. Januar 2016).
  6. Gregg Kilday: Spike Lee, Gena Rowlands and Debbie Reynolds to Get Honorary Oscars. In: HollywoodReporter.com. 27. August 2015, abgerufen am 3. September 2015 (englisch).
  7. Dave Grohl: Der Storyteller – Geschichten aus dem Leben und der Musik. Autobiographie von Rockmusiker Dave Grohl, aus dem Amerikanischen übersetzt von Dieter Fuchs, Ullstein Verlag, Berlin, Erstauflage November 2021, Kapitel "Die Weisheit von Violet": S. 430–440
  8. Oliver Gettell: 81 countries will compete for the next foreign-language Oscar. In: EW.com. 8. Oktober 2015, abgerufen am 9. Oktober 2015 (englisch).
  9. Oscars. Foreign Language Film In: oscars.org, 17. Dezember 2015.