Mörschbach

Gemeinde in Rheinland-Pfalz, Deutschland

Mörschbach ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen an.

Wappen Deutschlandkarte
Mörschbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Mörschbach hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 1′ N,  37′ OKoordinaten: 50° 1′ N,  37′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Simmern-Rheinböllen
Höhe: 430 m ü. NHN
Fläche: 5,82 km²
Einwohner: 340 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55494
Vorwahl: 06764
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 096
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 1
55494 Rheinböllen
Website: www.moerschbach.de
Ortsbürgermeister: Timo Moosmann
Lage der Ortsgemeinde Mörschbach im Rhein-Hunsrück-Kreis
KarteBoppardBadenhardBeulichBickenbach (Hunsrück)BirkheimDörthEmmelshausenGondershausenHalsenbachHausbayHungenrothKarbach (Hunsrück)KratzenburgLeiningen (Hunsrück)LingerhahnMaisbornMermuthMorshausenMühlpfadNey (Hunsrück)NiedertNorathPfalzfeldSchwall (Rhein-Hunsrück-Kreis)ThörlingenUtzenhainAlterkülzBell (Hunsrück)BeltheimBraunshornBuch (Hunsrück)DommershausenGödenrothHasselbach (Hunsrück)HollnichKastellaunKorweilerLahrMastershausenMichelbach (Hunsrück)MörsdorfRoth (Rhein-Hunsrück-Kreis)SpesenrothUhlerZilshausenBärenbach (Hunsrück)BelgBüchenbeurenDickenschiedDill (Gemeinde)DillendorfGehlweilerGemünden (Hunsrück)Hahn (Hunsrück)Hecken (Hunsrück)HeinzenbachHenau (Hunsrück)Hirschfeld (Hunsrück)Kappel (Hunsrück)Kirchberg (Hunsrück)KludenbachLaufersweilerLautzenhausenLindenschiedMaitzbornMetzenhausenNieder KostenzNiedersohrenNiederweiler (Hunsrück)Ober KostenzRaversbeurenReckershausenRödelhausenRödern (Hunsrück)Rohrbach (Hunsrück)SchlierschiedSchwarzenSohrenSohrschiedTodenrothUnzenbergWahlenauWomrathWoppenrothWürrichArgenthalBenzweilerDichtelbachEllern (Hunsrück)Erbach (Hunsrück)KisselbachLiebshausenMörschbachRiesweilerRheinböllenSchnorbachSteinbach (Hunsrück)DamscheidLaudertNiederburgOberweselPerscheidSankt GoarUrbar (Rhein-Hunsrück-Kreis)WiebelsheimBubachRiegenrothLaubach (Hunsrück)Horn (Hunsrück)KlosterkumbdBudenbachBergenhausenRayerschiedWahlbach (Hunsrück)AltweidelbachPleizenhausenMutterschiedNiederkumbdSimmern/HunsrückNeuerkirchWüschheim (Hunsrück)Reich (Hunsrück)BiebernKülz (Hunsrück)KümbdchenKeidelheimFronhofenHolzbachNannhausenTiefenbach (Hunsrück)OhlweilerSargenrothSchönborn (Hunsrück)OppertshausenBelgweilerRavengiersburgMengerschiedHessenLandkreis Mainz-BingenLandkreis Mainz-BingenLandkreis Bad KreuznachLandkreis BirkenfeldLandkreis Bernkastel-WittlichRhein-Lahn-KreisLandkreis Mayen-KoblenzLandkreis Cochem-Zell
Karte
Dorfansicht von Norden
Gemeindehaus im Dorfzentrum

Geographie

Bearbeiten

Mörschbach liegt im östlichen Hunsrück, nahe der Autobahn A 61. Zu Mörschbach gehört auch der Wohnplatz „Hof Mühlbergersmühle“.[2]

Geschichte

Bearbeiten

Der Ort datiert bis in die Antike, bei Ausgrabungen wurde eine Ansiedlung aus der Zeit um 500 v. Chr. gefunden.

Erstmals erwähnt wurde der Ort 1006 in einer Urkunde, in der der Mainzer Erzbischof Willigis die Kirche zu „Mergesbach“ weiht.[3] Südlich von Mörschbach, auf dem sogenannten „Nonnenberg“ befinden sich die Reste einer mittelalterlichen Befestigung (Motte). Diese war möglicherweise der Sitz des in der Urkunde von 1006 genannten Thidrichs oder des edelfreien Adelsgeschlechtes derer von Walebach, die sich nach dem Nachbarort Wahlbach nannten.

Mit der Besetzung des Linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Jahr 1986 wurde am Ortsrand das Industriegebiet „Am Metzenweg“ geschaffen.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Mörschbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

JahrEinwohner
1815242
1835309
1871331
1905311
1939296
1950306
1961313
JahrEinwohner
1970302
1987289
1997349
2005360
2011325
2017352
2025340[1]

Gemeinderat

Bearbeiten

Der Gemeinderat in Mörschbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

Bürgermeister

Bearbeiten

Timo Moosmann wurde am 10. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Mörschbach. Da für die Direktwahl am 9. Juni 2024 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat, der auf seiner konstituierenden Sitzung Timo Moosmann für fünf Jahre zum Ortsbürgermeister wählte.[6]

Sein Vorgänger Dieter Michel hatte das Amt 15 Jahre ausgeübt.[6] Zuletzt bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 79,58 % in seinem Amt bestätigt worden.[7]

Siehe auch

Bearbeiten
Bearbeiten
Commons: Mörschbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

Bearbeiten
  1. 1 2 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand 31. Dezember 2025 von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Februar 2022[Version 2026 liegt vor.]. S. 56 (PDF; 3,3 MB).
  3. Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden Mittelrheinischen Territorien. Band 1: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1169. Koblenz 1874, S. 337 f. Reg. 285 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 23. September 2022.
  5. Dieter Michel (Ortsbürgermeister und Wahlleiter): Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl zum Gemeinderat Mörschbach am 9. Juni 2024. In: Heimat Aktuell – Mitteilungsblatt der VG Simmern-Rheinböllen, Ausgabe 26/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 13. Juni 2024, abgerufen am 28. Dezember 2025.
  6. 1 2 Timo Moosmann (Ortsbürgermeister): Wahl des Ortsbürgermeisters und der Beigeordneten. In: Heimat Aktuell – Mitteilungsblatt der VG Simmern-Rheinböllen, Ausgabe 29/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 10. Juli 2024, abgerufen am 28. Dezember 2025.
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 4. Oktober 2019 (siehe Simmern-Rheinböllen, Verbandsgemeinde, 24. Ergebniszeile).