Manfred Manglitz

deutscher Fußballtorhüter

Manfred Manglitz (* 8. März 1940 in Köln; † 13. Juli 2026) war ein deutscher Fußballtorhüter.

Manfred Manglitz
Personalia
Geburtstag 8. März 1940
Geburtsort Köln, Deutschland
Sterbedatum 13. Juli 2026
Größe 190 cm
Position Tor
Junioren
Jahre Station
0000–1961 SC West Köln
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1961–1963 Bayer 04 Leverkusen 53 (0)
1963–1969 MSV Duisburg 192 (1)
1969–1971 1. FC Köln 65 (0)
1974–1975 FSV Gebäudereiniger Köln
1975–1976 1. FC Mülheim 5 (0)
1976–1978 FSV Gebäudereiniger Köln
1978–1980 SC West Köln
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1963 Deutschland U-23 1 (0)
1965 Deutschland B 1 (0)
1965–1970 Deutschland 4 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Sportliche Laufbahn

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Vereinskarriere

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Manglitz spielte von 1961 bis 1963 für Bayer 04 Leverkusen. 1962 stieg er mit den Leverkusenern aus der 2. Liga West in die damals erstklassige Weststaffel der Oberliga auf. In der Saison 1962/63 kam er zu 26 Einsätzen für Bayer 04, das als Aufsteiger den neunten Platz erreichte.

Von 1963 bis 1971 spielte er als Torwart in der Fußball-Bundesliga zunächst für den Meidericher SV bzw. nach dessen Umbenennung 1967 für den MSV Duisburg, und schließlich für den 1. FC Köln. Manglitz war der erste Torhüter, der in der Bundesliga ein Tor erzielte.[1] Im Juni 1967 traf er für den MSV gegen Borussia Mönchengladbach per Elfmeter zum 1:3.

Manglitz, aufgrund seines großen Mundwerkes auch „Cassius“ genannt, war 1971 in den Bundesliga-Skandal verwickelt,[1] als er Kickers Offenbach eindeutige Angebote in Sachen Spielbeeinflussung machte. Horst-Gregorio Canellas, seinerzeit Präsident der Kickers, schnitt das Gespräch auf einem Tonband mit und spielte es am 6. Juni 1971 auf einer Feier anlässlich seines 50. Geburtstags seinen Gästen vor. Manglitz beendete nach der Saison 1970/71 zunächst seine Karriere, da er wegen Bestechlichkeit lebenslang gesperrt wurde. Nach seiner Begnadigung 1974 spielte er für den FSV Gebäudereiniger Köln, bevor er 1975/76 als Torwart des 1. FC Mülheim-Styrum noch einmal in den bezahlten Fußball zurückkehrte und fünf Spiele in der 2. Bundesliga bestritt.

Auswahleinsätze

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In der deutschen A-Nationalelf wurde er von 1965 bis 1970 in vier Länderspielen aufgeboten. Er nahm an der Fußball-Weltmeisterschaft 1970 in Mexiko teil. Dabei belegte er mit der Mannschaft beim Turnier in Nordamerika den 3. Platz, ohne hinter Sepp Maier und Horst Wolter im Tor eingesetzt zu werden.[1]

  • 1964 Deutscher Vizemeister
  • 1966 DFB-Pokal-Finale
  • 1970 DFB-Pokal-Finale
  • 1971 DFB-Pokal-Finale

Statistik

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Weiterer Werdegang

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Später wandte er sich vom Fußball ab. Um 1975 eröffnete er ein Restaurant in Spanien,[2] wo Manglitz bis zu seinem Tod lebte.

Manglitz war vor 1989 mit Irma Esch, der heutigen Frau des Bauunternehmers Josef Esch, verheiratet. Er starb am 13. Juli 2026 nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 86 Jahren.[3]

Mit der gesamten bundesdeutschen WM-Mannschaft wurde er 1970 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.[4]

Literatur

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  • Fritz Tauber: Deutsche Fußballnationalspieler. Spielerstatistiken von A bis Z. AGON Sportverlag, Kassel 2012, ISBN 978-3-89784-397-4, Seite 80.
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Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Manfred Ewald: Ein Torhüter als Torschütze. In: kicker Sportmagazin. 16. Juli 2026, Seite 13.
  2. Manfred Manglitz – ein Mundwerk wie Cassius Clay. In: RP Online. 8. März 2015, abgerufen am 28. Juli 2018.
  3. Zebras trauern um verstorbenen Vizemeister-Torwart Manfred Manglitz. In: msv-duisburg.de. 14. Juli 2026, abgerufen am 14. Juli 2026.
  4. Unterrichtung des Bundestages durch die Bundesregierung vom 29.09.1973 – Drucksache 7/1040 – Anlage 3 Seiten 54 ff., hier Seite 59