Malina (Oper)

Oper von Peter Gilbert und Karola Obermüller (Musik) und Tina Hartmann (Libretto) nach der Roman Malina von Ingeborg Bachmann

Malina ist eine Oper von Peter Gilbert und Karola Obermüller (Musik) und Tina Hartmann (Libretto) nach dem Roman Malina von Ingeborg Bachmann. Sie wurde am 25. April 2026 im Schlosstheater Schwetzingen bei den Schwetzinger SWR Festspielen uraufgeführt (in Koproduktion mit dem Theater Aachen).

Operndaten
Titel: Malina
Form: Oper in drei Akten
Originalsprache: Deutsch
Musik: Peter Gilbert und Karola Obermüller
Libretto: Tina Hartmann
Literarische Vorlage: Ingeborg Bachmann: Malina
Uraufführung: 25. April 2026
Ort der Uraufführung: Schlosstheater Schwetzingen
Spieldauer: ca. 80 Minuten
Personen

Handlung

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Die Oper greift die Fragen nach Identität, Geschlecht und Trauma auf und stellt sie in einen künstlerischen Kontext.[1]

Die namenlose Ich-Erzählerin lebt in der Wiener Ungargasse. Sie bewegt sich zwischen zwei Männern: ihrem verheirateten Geliebten Ivan, der im Finanzsektor tätig ist, und Malina, einem rationalen Militärhistoriker, mit dem sie zusammenlebt und der als männliches Alter Ego erscheint.[1][2]

Erster Akt („Glücklich mit Ivan“)

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Der erste Akt beleuchtet toxische Geschlechterdynamiken, doch auch das märchenhafte Romanprojekt der Erzählerin spielt eine wesentliche Rolle.

Zweiter Akt („Der 3.Mann“)

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Im zweiten Akt geht es um Träume und traumatische Aufarbeitung von Gewalterfahrungen, auch mit Bezug auf Holocaust und Patriarchat.

Dritter Akt („Von letzten Dingen“)

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Der dritte Akt widmet sich mehr und mehr der Beziehung zwischen der Ich-Figur und Malina. Dieser kristallisiert sich als ihr Doppelgänger heraus, der nach ihrem Verschwinden ihre Stelle einnimmt.[3]

Werkgeschichte

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Im Vorfeld des 100. Geburtstags von Ingeborg Bachmann entwickelten die Komponisten Obermüller und Gilbert und Librettistin Hartmann gemeinsam mit Isabelle Becker, Chefdramaturgin am Theater Aachen, die erste musiktheatralische Adaption des Romans Malina. Elena Tzavara, Generalintendantin am Theater Aachen, überzeugte Cornelia Bend, Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin der Schwetzinger Festspiele, von einer Kooperation. Im Herbst 2023 stieß Regisseurin Franziska Angerer zum künstlerischen Team. Pia Dederichs konzipierte das Bühnenbild für die Aufführungen in Aachen und Schwetzingen.[4]

Zur Besetzung der Uraufführung gehörten[5]

  • Ich: Larisa Akbari
  • Malina: Valer Barna-Sabadus
  • Ivan: Micah Schroeder
  • Prinzessin: Jelena Rakić
  • Prinz: Ángel Macías
  • Opernchor Aachen
  • Sinfonieorchester Aachen
  • Leitung: Chanmin Chung
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Einzelnachweise

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  1. 1 2 Janine Putzek: Ingeborg Bachmanns Roman „Malina“ wird zur Oper – Uraufführung bei den Schwetzinger SWR Festspielen. In: SWR Kultur. 24. April 2026, abgerufen am 12. Juni 2026.
  2. Andreas Falentin: Mühsal der Reflektion. In: Die Deutsche Bühne. 3. Mai 2026, abgerufen am 12. Juni 2026.
  3. Friedeon Rosén: Schwetzingen/ Festspiele: Malina, Oper von Karola Obermüller und Peter Gilbert. In: Online Merker. 25. April 2026, abgerufen am 12. Juni 2026.
  4. Jenny Schmetz: Das Theater Aachen auf großer Klassenfahrt. In: Aachener Zeitung. 13. April 2026, abgerufen am 12. Juni 2026.
  5. Georg Rudiger: Es war mord. In: Backstage Classical. 27. April 2026, abgerufen am 23. Juni 2026.