Kurt Stephenson (* 30. August 1899 in Hamburg; † 20. Mai 1985 in Flensburg) war ein deutscher Musikwissenschaftler und Hochschullehrer.[1]

Leben und Wirken

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Kurt Stephenson studierte von 1919 bis 1924 Musikwissenschaft an den Universitäten Freiburg im Breisgau, Hamburg, Frankfurt am Main und Halle/Saale. Seit 1919 gehörte er der Freiburger Burschenschaft Alemannia an,[2] der er bis zu seinem Tode als Alter Herr angehörte.[3] Seine Promotion erfolgte 1925 an der Universität Halle/Saale über Johannes Schop. Sein Leben und Wirken. Längere Zeit arbeitete er als privater Musiklehrer und Musikkritiker für Zeitungen. Im Jahre 1937 habilitierte er sich an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seit 1939 lehrte er an der Universität Bonn, zunächst als Privatdozent, seit 1948 als außerplanmäßiger Professor bzw. ab 1961 als Wissenschaftlicher Rat. 1964 trat er in den Ruhestand.

Kurt Stephenson beschäftigte sich vor allem mit dem Musikleben und Komponisten in Hamburg, vor allem aber mit Johannes Brahms. Er war von 1969 bis 1973 Präsident der Brahms-Gesellschaft[4] und wurde zu ihrem Ehrenmitglied ernannt.[5]

Außerdem arbeitete er über das studentische Liedgut der Burschenschaften. Von 1960 bis 1970 war er Vorsitzender der Gesellschaft für burschenschaftliche Geschichtsforschung (GfbG). 1971 verlieh die GfbG ihm die Herman-Haupt-Medaille für seine Verdienste um die burschenschaftliche Geschichtsforschung.[6]

Veröffentlichungen (Auswahl)

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  • Andreas Romberg. Ein Beitrag zur hamburgischen Musikgeschichte (= Veröffentlichungen des Vereins für Hamburgische Geschichte, Bd. 11). Christians, Hamburg 1938 (= Habilitationsschrift Universität Freiburg/Br.).
  • Andreas Romberg. Bibliographie seiner Werke (= Veröffentlichungen des Vereins für Hamburgische Geschichte, Bd. 12). Christians, Hamburg 1938.
  • Hamburgische Oper zwischen Barock und Romantik. Toth, Hamburg 1948.
  • Ludwig van Beethoven. Sein Vermächtnis in unserer Zeit. Hoffmann u. Campe, Hamburg 1948.
  • (Hrsg.): Johannes Brahms' Heimatbekenntnis in Briefen an seine Hamburger Verwandten. 2. Aufl. Hoffmann u. Campe, Hamburg 1948.
  • Bachs Erbe im Gedenkjahr 1950 (= Akademische Vorträge und Abhandlungen, Bd. 14). Bouvier, Bonn 1950.
  • Hamburg. Eine städtische Musikgeschichte im Grundriß. Bärenreiter, Kassel 1956.
  • Das Lied der studentischen Erneuerungsbewegung (Urburschenschaft) 1814–1819 (= Burschenschaftliche Bücherei, N.F., Bd. 8). Gesellschaft für Burschenschaftliche Geschichtsforschung, Frankfurt/M. 1958.
  • (Hrsg.): Johannes Brahms und Fritz Simrock. Weg einer Freundschaft. Briefe des Verlegers an den Komponisten (= Veröffentlichungen aus der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek, Bd. 6). Augustin, Hamburg 1961.
  • Johannes Brahms und Georg Friedrich Otten. In: Heinrich Hüschen (Hrsg.): Festschrift Karl Gustav Fellerer zum sechzigsten Geburtstag am 7. Juli 1962. Bosse, Regensburg 1962, S. 503–518.
  • Der junge Brahms und Remenyis 'Ungarische Lieder'. In: Studien zur Musikwissenschaft, Bd. 25 (1962), S. 520–531.
  • Charakterköpfe der Studentenmusik. In: Darstellungen und Quellen zur Geschichte der deutschen Einheitsbewegung im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert, Bd. 6 (1965), S. 10–64.
  • Redakteure des 'Kladderadatsch'. Ihr Echo im Studentenlied. In: Darstellungen und Quellen zur Geschichte der deutschen Einheitsbewegung im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert, Bd. 7 (1967), S. 9–95.
  • Clara Schumann 1819–1969. Inter Nationes, Bonn/Bad Godesberg 1969.
  • Drei Episoden aus dem politischen Studentenlied des Vormärz. In: Darstellungen und Quellen zur Geschichte der deutschen Einheitsbewegung im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert, Bd. 8 (1970), S. 127–162.
  • (Hrsg.): Johannes Brahms in seiner Familie. Der Briefwechsel, mit den Lebensbildern der Hamburger Verwandten (= Veröffentlichungen aus der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek, Bd. 9). Hauswedell, Hamburg 1973, ISBN 3-7762-0119-3.
  • Der Komponist Brahms im eigenen Urteil. In: Brahms-Studien, Bd. 1 (1974), S. 7–24.
  • Johannes Brahms und die Familie Beckerath. Mit unveröffentlichten Brahmsbriefen und den Bildern und Skizzen von Willy von Beckerath. Christians, Hamburg 1979, ISBN 3-7672-0642-0.

Literatur

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  • Friedhelm Golücke: Verfasserlexikon zur Studenten- und Hochschulgeschichte – Ein bio-bibliographisches Verzeichnis (= Abhandlungen zum Studenten- und Hochschulwesen, Band 13), Köln 2004, S. 321–323.

Einzelnachweise

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  1. https://d-nb.info/gnd/134530373 (Kurt Stephenson); Stephenson, Kurt. In: Otto Wenig (Hrsg.): Verzeichnis der Professoren und Dozenten der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn 1818-1968. Bouvier, Bonn 1968, S. 302.
  2. Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 483.
  3. Unsere Toten. In: Burschenschaftliche Blätter, 101. Jg., H. 6 (Okt./Nov. 1986), S. 191.
  4. https://brahms-hamburg.de/gesellschaft/praesidenten/
  5. https://brahms-hamburg.de/gesellschaft/ehrenmitglieder/
  6. Gesellschaft für burschenschaftliche Geschichtsforschung: Herman-Haupt-Plakette der GfbG, abgerufen am 3. Juli 2026.