Heidesee

Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg

Heidesee ist eine amtsfreie Gemeinde im Nordosten des Landkreises Dahme-Spreewald in Brandenburg in Deutschland.

Wappen Deutschlandkarte
Heidesee
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heidesee hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 52° 15′ N, 13° 46′ OKoordinaten: 52° 15′ N, 13° 46′ O
Bundesland:Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Höhe: 35 m ü. NHN
Fläche: 135,67 km²
Einwohner: 7407 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15754
Vorwahlen: 033763, 033767, 033768
Kfz-Kennzeichen: LDS, KW, LC, LN
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 217
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lindenstraße 14b
15754 Heidesee
Website: gemeinde-heidesee.de
Bürgermeister: Björn Langner (Bürger für Bürger)
Lage der Gemeinde Heidesee im Landkreis Dahme-Spreewald
KarteLübbenSchönwaldSchwerinSchwielochseeUnterspreewald
Karte

Geografie

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Heidesee liegt etwa 30 Kilometer südöstlich des Stadtzentrums von Berlin und zehn Kilometer östlich der ehemaligen Kreisstadt Königs Wusterhausen in einer Heidelandschaft mit Wäldern (vorwiegend Kiefernwäldern), Seen, Flüssen und Kanälen. Die Ortsteile umschließen die Blossiner Heide. Die Gemeinde liegt zwischen dem Wolziger See, dem Fluss Dahme und dem Oder-Spree-Kanal am Südrand des Berliner Urstromtals. Die Landschaft wurde durch die Weichseleiszeit (vor etwa 10.000 bis 20.000 Jahren) geformt.

Die Gemeinde Heidesee reicht im Norden von der Bundesautobahn 12 und der Grenze des Landkreises Dahme-Spreewald bis zur Bundesstraße 246 im Süden und von der Bundesstraße 179 im Westen bis zur Grenze des Landkreises Dahme-Spreewald im Osten.

Nachbargemeinden

An Heidesee grenzen folgende Gemeinden: Storkow (Mark), Tauche, Münchehofe, Groß Köris, Bestensee und Königs Wusterhausen.

Gemeindegliederung

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Heidesee untergliedert sich nach seiner Hauptsatzung[2] in elf Ortsteile mit den zugehörigen bewohnten Gemeindeteilen und Wohnplätzen:[3][4]

Geschichte

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Die heutigen Ortsteile der Gemeinde gehörten seit 1817 zum Kreis Beeskow-Storkow (Gräbendorf und Gussow zum Kreis Teltow) in der preußischen Provinz Brandenburg. Im Jahr 1952 wurden die Orte in den Kreis Königs Wusterhausen im DDR-Bezirk Potsdam eingegliedert. Seit 1993 liegen sie im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald.

Die Gemeinde Heidesee entstand im Zuge der Gebietsreform am 26. Oktober 2003 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Bindow, Blossin, Dannenreich, Friedersdorf, Kolberg und Prieros.[5] Die Gemeinden Dolgenbrodt, Gräbendorf, Gussow, Streganz und Wolzig wurden zum selben Datum per Gesetz in die neu gebildete Gemeinde Heidesee eingegliedert. Gleichzeitig wurde das von 1992 bis 2003 existierende Amt Friedersdorf aufgelöst.[6]

Bevölkerungsentwicklung

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Jahr Einwohner
20037.069
20057.035
20107.039
20156.889
20207.091
Jahr Einwohner
20217.163
20227.319
20237.339
20247.407

Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg. Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohner: Stand 31. Dezember[7][8][9], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022[10]

Gemeindevertretung

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Die Gemeindevertretung von Heidesee besteht aus 18 Gemeindevertretern und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 71,8 % zu folgendem Ergebnis:[11]

Partei / WählergruppeStimmenanteil
2019[12]
Sitze
2019
Stimmenanteil
2024
Sitze
2024
Bürger für Bürger17,7 %324,1 %4
AfD15,9 %323,2 %4
Unabhängige Wählergruppe Heidesee20,7 %413,2 %3
CDU12,8 %210,4 %2
Die Linke15,9 %38,0 %2
SPD9,1 %27,4 %1
Unabhängige Wählergemeinschaft Friedersdorf8,0 %16,3 %1
Einzelbewerber Andreas Beer6,2 %1
FDP1,3 %
Insgesamt100 %18100 %18

Bürgermeister

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  • 2003–2019: Siegbert Nimtz[13]
  • seit 2019: Björn Langner (Bürger für Bürger)

Langner wurde in der Bürgermeisterstichwahl am 22. September 2019 mit 53,9 % der gültigen Stimmen gewählt.[14] Seine Amtszeit beträgt acht Jahre.[15]

Das Wappen wurde am 3. Juni 2004 genehmigt.

Blasonierung: „Schräggeteilt von Gold und Blau, oben ein geädertes, grünes Eichenblatt mit Frucht, unten ein stehender silberner Reiher.“[16]

Die Gemeinde Heidesee hat als Wappen das Wappen der vormals eigenständigen Gemeinde Gräbendorf übernommen.

Sehenswürdigkeiten

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Dorfkirche Friedersdorf
Dorfkirche Gräbendorf
Heimatmuseum in Prieros

In der Liste der Baudenkmale in Heidesee und in der Liste der Bodendenkmale in Heidesee stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Naturdenkmale

Wirtschaft und Infrastruktur

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Heidesee liegt mit seinen Ortsteilen Gräbendorf und Prieros an der Bundesstraße 246 zwischen Zossen und Storkow. Die Anschlussstelle Friedersdorf der Bundesautobahn 12 Berlin–Frankfurt (Oder) befindet sich auf dem Gemeindegebiet.

Der Bahnhof Friedersdorf liegt an der Bahnstrecke Königs Wusterhausen–Grunow und wird von der Regionalbahnlinie 36 Königs Wusterhausen–Beeskow–Frankfurt (Oder) bedient.

Der Segelflugplatz (ICAO-Code EDCF) im Ortsteil Friedersdorf ist seit dem 22. Dezember 2023 geschlossen.

Tourismus

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Im Gemeindegebiet gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten, insbesondere für Kinder- und Jugendreisen[17]:

  • Kinder- und Jugenderholungszentrum KiEZ Frauensee im OT Gräbendorf
  • Kinder- und Jugenderholungszentrum KiEZ Hölzerner See im OT Gräbendorf
  • Jugendbildungszentrum im OT Blossin
  • Pfauenhof im OT Kolberg
  • Kinder-, Jugend- u. Familiennaherholung im OT Prieros
  • Gästehäuser der Berliner Stadtmission OT Gussow
  • Kinderbauernhof im OT Gussow
  • Ferien- und Freizeitzentrum im OT Blossin
  • Fuchsbau im OT Prieros
  • Kunterbuntehof im OT Streganz
  • CVJM-Heim im OT Gussow

Mit diesen Einrichtungen hat Heidesee, gemessen an den Gesamtübernachtungszahlen, wohl den größten Anteil von Kinder- und Jugendreisen an den Gesamtübernachtungszahlen in Deutschland.

Persönlichkeiten

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Friedersdorf

Gräbendorf

Kolberg

  • Peter Reusse (1941–2022), Schauspieler und Schriftsteller, lebte in Kolberg
  • Sigrid Göhler (* 1942), Schauspielerin, lebt in Kolberg

Prieros

Wolzig
  • Arthur Koetz (1896–1953), Schriftsteller, lebte in Wolzig
  • Lutz Jahoda (* 1927), Sänger und Entertainer, lebt seit 1964 in Wolzig[20]
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Einzelnachweise

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  1. Bevölkerungsstand im Land Brandenburg Dezember 2024 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen, basierend auf dem Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Lesefassung der Hauptsatzung der Gemeinde Heidesee. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. Februar 2018; abgerufen am 5. Juli 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Gemeinde Heidesee. In: Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg. Abgerufen am 21. Februar 2026.
  4. Die Ortsnamen des Kreises Beeskow-Storkow. ISBN 3-515-08664-1, S. 226–228.
  5. Bildung einer neuen Gemeinde Heidesee. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 15. Mai 2002. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 22, 29. Mai 2002, S. 562 PDF
  6. Sechstes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße (6.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003, Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S. 93
  7. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald, S. 14–17
  8. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  9. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  10. Seite wird geladen. Abgerufen am 9. Mai 2025.
  11. Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024
  12. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  13. Kommunalwahlen 26. Oktober 2003. Bürgermeisterwahlen, S. 23
  14. Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 22. September 2019
  15. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74
  16. Wappen Gemeinde Heidesee. Serviceportal der Landesverwaltung Brandenburg, abgerufen am 21. Februar 2026.
  17. Marketingplan Dahme-Seenland 2013. Abgerufen am 26. Dezember 2015.
  18. Ernst Seyfert, Hans Wehner (Hrsg.): Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg. [1929]. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, Band VII, 4. Auflage, Selbstverlag von Niekammer’s Adreßbüchern GmbH, Leipzig 1929, S. 20.
  19. Abriss eines Sommerhauses – hier lebte mal Anna Seghers. In: Märkische Allgemeine, 3. August 2018
  20. Lutz Jahoda. In: Biographische Datenbank der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur