Ferdinand Karlhofer

österreichischer Politikwissenschaftler

Ferdinand Karlhofer (* 1956 in Schärding) ist ein österreichischer Politikwissenschaftler.

Er studierte ab 1977 Politikwissenschaft und Germanistik an der Universität Salzburg, wo er 1982 mit einer Arbeit über nichtgewerkschaftliche Streiks in Österreich promovierte.[1] Ab 1984 lehrte er als Universitätsassistent am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck. Hier wurde er 1995 mit einer Arbeit zur österreichischen Sozialpartnerschaft im Kontext der europäischen Integration habilitiert.[2] Von 1997 bis zu seinem Übertritt in den Ruhestand 2021 war außerordentlicher Universitätsprofessor an der Universität Innsbruck.[3][4]

Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre waren föderale Systeme, Sozialpartnerschaft und Gewerkschaften sowie Politik in Tirol und Österreich. Gemeinsam mit Günther Pallaver gab er ein Jahrzehnt lang das Jahrbuch zur Politik in Tirol[5] heraus, mit Günter Bischof veröffentlichte er mehrere englischsprachige Bände zur österreichischen Politik.

Von 2004 bis 2017 leitete er das Institut für Politikwissenschaft und von 2004 bis 2006 war er Vorsitzender des Fakultätsrats der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie der Universität Innsbruck. Daneben lehrte er auch in Linz (1985), Salzburg (1987, 1997), New Orleans (1991), Budapest (1993) und Bern (2004). Von 2000 bis 2001 war er Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft.

In den Medien kommentierte er regelmäßig das politische Geschehen auf Gemeinde- und Landesebene, aber auch auf Bundesebene.[6][7][8][9]

Werke (Auswahl)

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  • Ferdinand Karlhofer, Emmerich Tálos (Hrsg.): Zukunft der Sozialpartnerschaft: Veränderungsdynamik und Reformbedarf (= Schriftenreihe des Zentrums für Angewandte Politikforschung. Band 19). Signum, Wien 1999 ISBN 3-85436-297-8.
  • Politik in Tirol. Studien-Verlag, Innsbruck / Wien / München / Bozen 2004, ISBN 978-3-7065-1811-6.
  • Peter Bußjäger, Ferdinand Karlhofer, Günther Pallaver: Vorarlbergs politische Landschaft: ein Handbuch. Studienverlag, Innsbruck / Wien / Bozen 2010, ISBN 978-3-7065-4649-2.
  • Peter Bußjäger, Ferdinand Karlhofer, Günther Pallaver: Föderalistisches Bewusstsein in Österreich: regionale Identitätsbildung und Einstellung der Bevölkerung zum Föderalismus (= Schriftenreihe Politische Bildung. Nr. 8). Braumüller, Wien 2010, ISBN 978-3-7003-1751-7.
  • Ferdinand Karlhofer, Günther Pallaver (Hrsg.): Gemeinderatswahlen in Österreich im Europavergleich. StudienVerlag, Innsbruck / Wien / Bozen 2013.
  • Austrian Studies Today (= Contemporary Austrian Studies. Nr. 25). UNO Press, New Orleans 2016, ISBN 978-3-903122-17-8 (englisch).

Literatur

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  • Nachdenken und Meter machen: Festschrift für Ferdinand Karlhofer (= Edited volume series). 1. Auflage. Innsbruck University Press, Innsbruck 2021, ISBN 978-3-99106-053-6.

Einzelnachweise

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  1. Ferdinand Karlhofer: Streik als Legitimationsproblem der Sozialpartnerschaft : Analyse der nichtgewerkschaftlichen Streiks in Österreich 1970–1979. Salzburg 1982.
  2. Ferdinand Karlhofer: Sozialpartnerschaft und Europäisierung: Integrationseffekte und Gestaltungsautonomie am Beispiel Österreich. Innsbruck 1995.
  3. Ferdinand Karlhofer. In: Universität Innsbruck. Abgerufen am 1. März 2026.
  4. Ferdinand Karlhofer – Curriculum Vitae. In: Universität Innsbruck. Abgerufen am 1. März 2026.
  5. Politik in Tirol - Jahrbuch Archive. In: StudienVerlag. Abgerufen am 1. März 2026.
  6. Prof. Karlhofer zu Spitzenkandidat Van Staa. In: ORF Tirol. 28. November 2012, abgerufen am 1. März 2026.
  7. Politologe Karlhofer: „Der ewig treue Stammwähler stirbt aus“. In: MeinBezirk. 21. Februar 2018, abgerufen am 1. März 2026.
  8. Experte zu politischen Quereinsteigern. In: ORF Vorarlberg. 15. Januar 2014, abgerufen am 1. März 2026.
  9. Gastkommentar Prof. Ferdinand Karlhofer: Nachlese zur Regierungsbildung. In: Universität Innsbruck. Abgerufen am 15. Januar 2007.