Faridabad

Millionenstadt in Haryana, Indien

Faridabad (Hindi: फ़रीदाबाद Farīdābād) ist mit hochgerechnet rund 2,5 Millionen Einwohnern (2026) die größte Stadt (Municipal Corporation) des indischen Bundesstaates Haryana. Die Stadt ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Distrikts.

Faridabad
Faridabad (Indien)
Faridabad (Indien)
Staat:Indien Indien
Bundesstaat:Haryana
Distrikt:Faridabad
Subdistrikt:Faridabad
Lage:28° 24′ N, 77° 19′ OKoordinaten: 28° 24′ N, 77° 19′ O
Höhe:207 m
Fläche:204 km²
Einwohner:1.414.050 (2011)
Bevölkerungs-
dichte
:
6932 Ew./km²
Website:https://www.mcfbd.com/
Faridabad – ESIC Medical College
Faridabad – ESIC Medical College
Faridabad – ESIC Medical College
Stausee Suraj Kund

Lage und Klima

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Faridabad ist eine Satellitenstadt der Metropole Delhi und liegt gut 30 km südlich des Stadtzentrums von Delhi. Im Osten der Stadt bildet der Fluss Yamuna die Grenze zum Bundesstaat Uttar Pradesh. Das Klima in Faridabad wird als lokales Steppenklima bezeichnet. In den Monsunmonaten Juli, August und September fallen die meisten Niederschläge. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt rund 500–700 mm. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei 25,2 °C.

Bevölkerung

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Jahr199120012011
Einwohner617.7171.055.9381.414.050[1]

Die zumeist aus ländlichen Regionen zugewanderten Einwohner sind zu etwa 89 % Hindus, zu rund 7,5 % Moslems und zu knapp 2 % Sikhs; Christen, Jains und Buddhisten bilden kleine Splittergruppen. Wie im Norden Indiens üblich, liegt der männliche Bevölkerungsanteil deutlich über dem weiblichen.[2] Der Großteil der Bevölkerung spricht Hindi.

Wirtschaft

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Faridabad ist eine Universitäts- und Industriestadt; hergestellt werden unter anderem Kühlschränke, Schuhe, Motorräder, Autozubehör und Traktoren. In Faridabad gibt es auch ein SOS-Kinderdorf.

Geschichte

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Im heute zu Faridabad gehörenden ehemaligen Dorf Anangpur wurde bei Ausgrabungsarbeiten im Jahr 1986 eine prähistorische Siedlung entdeckt; gefunden wurden zahlreiche Steinwerkzeuge. Vom 8.–12. Jahrhundert war Anangpur die Hauptstadt der Tomara-Dynastie.

Gegründet wurde die Stadt im Jahr 1607 von Scheich Farid, dem Schatzmeister Jahangirs, um die Delhi, Mathura und Agra verbindende wichtige Handelsstraße der Grand Trunk Road zu schützen. Damals wurden ein Fort, ein Wasserbecken und eine Moschee erbaut, welche heute nur noch als Ruinen existieren.

Ab dem Jahr 1949 wurde die Stadt infolge der Teilung des Subkontinents von Tausenden Flüchtlingen unter der Bauleitplanung des aus Deutschland emigrierten Architekten Otto Königsberger in Zusammenarbeit mit dem Architekten Parmeshwari Lal Verma als Self-Help-City gebaut. Günstig und schnell konnten die neuen Bewohner sich selbst Wohnquartiere erstellen. Neben Faridabad wurde auch Gandhidham als neue Stadt von Königsberger als Self-Help-City und Self-Build-City entwickelt.[3]

Sehenswürdigkeiten

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Die weitgehend moderne Stadt hat so gut wie keine kulturell bedeutsamen Sehenswürdigkeiten. Einzige Ausnahme bildet der in der Tomara-Zeit erbaute Staudamm Suraj Kund, der während der Monsunzeit Regenwasser staut.

Persönlichkeiten

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Einzelnachweise

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  1. Faridabad – Karte + Fakten
  2. Faridabad – Census 2011
  3. Tile von Damm, Anne-Katrin Fenk, Rachel Lee (Hg.): OK – Otto Koenigsberger. Architecture and Urban Visions in India. TAG Press, Liverpool 2015, ISBN 978-1-910911-05-1
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Commons: Faridabad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Faridabad – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen