Dörte Schall

deutsche Politikerin (SPD), Arbeitsministerin Rheinland Pfalz

Dörte Schall (* 13. September 1977 in Ludwigshafen am Rhein) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie war von Juli 2024 bis Mai 2026 Ministerin für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz.

Dörte Schall (2022)

Schall legte 1997 das Abitur am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Ludwigshafen am Rhein ab. Von 1997 bis 2005 studierte sie Rechtswissenschaft an der Universität Trier. Von 1999 bis 2000 war sie Präsidentin des Studierendenparlaments der Universität Trier. Von 2005 bis 2008 absolvierte sie ihr Rechtsreferendariat am Oberlandesgericht Koblenz. Sie legte das zweite juristische Staatsexamen ab. Von 2008 bis 2015 war sie als Gewerkschaftssekretärin der IG Bergbau, Chemie, Energie tätig.[1]

Schall ist verheiratet mit Jochen Reeh-Schall, Bezirksbürgermeister im Stadtbezirk Bonn, und hat zwei Kinder.[2]

Schall ist seit 1996 Mitglied der SPD. Zunächst war sie bei den Jusos in Rheinland-Pfalz und im Bundeskoordinierungsausschuss der Juso-Hochschulgruppen aktiv. Von 2008 bis 2015 war sie stellvertretende Vorsitzende der SPD in Bonn. Bei der Europawahl 2014 kandidierte sie erfolglos auf Platz 50 der SPD-Bundesliste.[3] Von 2015 bis 2024 leitete sie in der Stadt Mönchengladbach das Dezernat für Recht, Soziales, Kinder Jugend Familie, Verbraucherschutz und Gesundheit.[4] Zusätzlich war sie von 2023 bis 2024 Stadtdirektorin und erste Stellvertreterin des Oberbürgermeisters in der Stadtverwaltung.[5] In ihrer Amtszeit fielen ein bundesweit beachteter Ausbau der Kinderbetreuungsplätze in Mönchengladbach.[6][7] Von 2018 bis 2024 war sie stellvertretende Vorsitzende der SPD Nordrhein-Westfalen.[8] 2022 war sie Mitglied der 17. Bundesversammlung.

Am 10. Juli 2024 wurde Schall zur Ministerin für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz ernannt. Sie folgte Alexander Schweitzer nach, der am selben Tag das Amt des Ministerpräsidenten antrat.[9] Nach Amtsantritt des Kabinetts Schnieder, das nach der Landtagswahl 2026 gebildet wurde, schied sie am 18. Mai 2026 aus der Landesregierung aus.

Mitgliedschaften

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Schall ist unter anderem Mitglied der Arbeiterwohlfahrt, der IG Bergbau, Chemie, Energie, des Marie-Schlei-Vereins und des Deutschen Juristinnenbunds.

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Commons: Dörte Schall – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Dörte Schall soll Ministerin in Rheinland-Pfalz werden. 3. Juli 2024, abgerufen am 10. Juli 2024.
  2. Bernd Eyermann: Bonnerin geht nach Mainz: Dörte Schall wird Ministerin in Rheinland-Pfalz. In: General-Anzeiger. 3. Juli 2024, abgerufen am 10. Juli 2024.
  3. Cem Akalin: Europawahl 2014: Axel Voss freut sich erst spät. In: General-Anzeiger. 25. Mai 2014, abgerufen am 11. Juli 2024.
  4. Dörte Schall soll neue Dezernentin für Soziales, Jugend und Recht werden. In: felixheinrichs.de. 13. November 2014, abgerufen am 3. Juli 2024.
  5. Beigeordnete Dörte Schall soll Ministerin für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung in Rheinland-Pfalz werden. In: moenchengladbach.de. 3. Juli 2024, abgerufen am 3. Juli 2024.
  6. Felicitas Wilke, Lorenz Mehrlich, Süddeutsche de GmbH, Munich Germany: Kitakrise, welche Kitakrise? 28. Juli 2023, abgerufen am 9. April 2026.
  7. Redaktion: 710 zusätzliche Kitaplätze im neuen Kindergartenjahr. In: LokalKlick.eu. 31. Juli 2023, abgerufen am 9. April 2026.
  8. Dörte Schall › NRWSPD. Abgerufen am 16. Oktober 2024 (deutsch).
  9. SPD-Politikerin Dörte Schall wird neue Arbeitsministerin in RLP. In: swr.de. 3. Juli 2024, abgerufen am 3. Juli 2024.