Deutsche Geher-Hallenmeisterschaften
Wettbewerbe im Gehen waren zu verschiedenen Zeiten Bestandteil der Deutschen Hallenmeisterschaften in der Leichtathletik.

In der Bundesrepublik Deutschland betrug von 1969 bis 1975 die Wettkampfdistanz 10.000 Meter, an denen nur Männer teilnehmen durften.[1] Von 1976 bis 1989 wurden in der BRD keine Deutschen Geher-Hallenmeisterschaften ausgetragen. Seit 1990 beträgt die Frauendistanz 3000 und die der Männer 5000 Meter. Die Wettkämpfe fanden bis 2011 mit den Deutschen Hallenmeisterschaften statt. Seit 2012 sind sie ausgelagert und werden als Deutsche Meisterschaften im Bahngehen mit den Deutschen Hallenmeisterschaften der Mehrkämpfer oder denen der Senioren ausgetragen.
Bei den Hallenmeisterschaften des Deutschen Verbandes für Leichtathletik (DVfL) der Deutschen Demokratischen Republik ab 1964 waren Gehwettbewerbe der Männer von Anfang an mit im Programm, die der Frauen folgten ab 1985. Zusätzlich gab es 1963 bereits eine eigene Austragung von Hallengehermeisterschaften.
Die Meisterschaften der A- und B-Jugend (U20 bzw. U18) werden mit den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften veranstaltet, bis auf die Jahre 2012–2014, als man sie bei den Deutschen Meisterschaften im Hallen-Bahngehen austrug.
Deutsche Hallenmeisterschaftsrekorde
Bearbeiten3000 m Gehen
BearbeitenDer Wettbewerb wurde nur für Frauen ausgetragen.
| 11:50,48 min | Melanie Seeger (SC Potsdam) | Dortmund | 21. Februar 2004 |
5000 m Gehen
Bearbeiten| Männer | 18:22,25 min | Andreas Erm (TV Friesen-Naumburg) | Dortmund | 24./25. Februar 2001 |
| Frauen | 22:14,93 min | Beate Anders (Berliner TSC) | Senftenberg | 26./27. Februar 1988 |
10.000 m Gehen
BearbeitenDer Wettbewerb wurde nur für Männer ausgetragen.
| 38:51,04 min | Ronald Weigel (ASK Vorwärts Potsdam) | Senftenberg | 26./27. Februar 1988 |
20.000 m Gehen
BearbeitenDer Wettbewerb wurde nur für Männer ausgetragen.
| 1:20:40,0 h | Ronald Weigel (ASK Vorwärts Potsdam) | Senftenberg | 26./27. Februar 1980 |
3000 Meter Gehen der Frauen (DLV)
BearbeitenDer Wettbewerb wurde nach der deutschen Wiedervereinigung ab 1991 im Rahmen der gemeinsam ausgetragenen Hallenmeisterschaften mit Geherinnen aus der früheren Bundesrepublik Deutschland und aus der früheren DDR ausgetragen. Nur 1990 waren die Sportlerinnen aus der Bundesrepublik noch unter sich.
5000 Meter Gehen der Männer (DLV)
BearbeitenDer Wettbewerb wurde nach der deutschen Wiedervereinigung ab 1991 im Rahmen der gemeinsam ausgetragenen Hallenmeisterschaften mit Gehern aus der früheren Bundesrepublik Deutschland und aus der früheren DDR ausgetragen. Nur 1990 waren die Sportlerinnen aus der Bundesrepublik noch unter sich.
10.000 Meter Gehen der Männer (DLV)
BearbeitenDieser Wettbewerb fand vor der deutschen Wiedervereinigung im Rahmen von Meisterschaften der Bundesrepublik Deutschland statt.
3000/5000 Meter Gehen der Frauen (DVfL)
BearbeitenDieser Wettbewerb fand vor der deutschen Wiedervereinigung im Rahmen von Meisterschaften der DDR statt.
5-10-20 km Gehen der Männer (DVfL)
BearbeitenDieser Wettbewerb fand vor der deutschen Wiedervereinigung im Rahmen von Meisterschaften der DDR statt. Darüber hinaus gab es vor Austragung der DDR-Hallenmeisterschaften bereits eine Hallenmeisterschaft für Geher im Jahr 1963.
Weblinks
Bearbeiten- 3000m Gehen 1990–2004, sport-komplett.de
- 5000m Gehen 1990–2004, sport-komplett.de
- 10000m Gehen 1969–1975, sport-komplett.de
- Wettkampf-Resultate, leichtathletik.de
- DDR - Hallen - Meisterschaften (5-10-20km Gehen - Herren), sport-komplett.de
- DDR - Hallen - Meisterschaften (3000m/5000m Gehen - Damen), sport-komplett.de
- DDR-Hallenmeisterschaften in der Leichtathletik (historisch) (PDF; 886 KB), sport-record.de
Einzelnachweise
Bearbeiten- ↑ Historie Deutsche Hallen - Leichtathletik - Meisterschaften (10000m Gehen - Herren), auf: sport-komplett.de, abgerufen am 27. März 2017
- ↑ laut Ergebnisliste ( vom 29. März 2017 im Internet Archive) der Deutschen Hallenmeisterschaften Bahngehen in Dortmund am 28./29. Januar 2012 wird Sabine Krantz vom TV Wattenscheid 01 auf Platz 1 und Melanie Seeger vom SC Potsdam auf dem 2. Platz geführt.