Deurne (Noord-Brabant)

Gemeinde in der niederländischen Provinz Nordbrabant

Deurne (anhören/?) ist eine Gemeinde in den Niederlanden, Provinz Noord-Brabant. Sie hat eine Gesamtfläche von 118,36 km². Deurne hat 33.597 Einwohner (Stand 1. Januar 2026).

Gemeinde Deurne
Flagge der Gemeinde Deurne
Flagge
Wappen der Gemeinde Deurne
Wappen
Staat Niederlande Niederlande
Provinz  Noord-Brabant
Bürgermeister Greet Buter (PvdA)[1]
Sitz der Gemeinde Deurne
Fläche
 – Land
 – Wasser
118,36 km²
116,76 km²
1,6 km²
CBS-Code 0762
Einwohner 33.597 (1. Jan. 2026[2])
Bevölkerungsdichte 284 Einwohner/km²
Koordinaten 51° 28′ N,  48′ OKoordinaten: 51° 28′ N,  48′ O
Bedeutender Verkehrsweg A67 E34 N270 N279 N604
Vorwahl 0493
Postleitzahlen 5751–5754, 5756–5759
Website deurne.nl
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
  • Deurne (25.550 Einwohner), wo sich auch die Gemeindeverwaltung befindet
  • Liessel
  • Vlierden
  • Neerkant
  • Helenaveen

Lage und Wirtschaft

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Deurne liegt im Osten der Provinz, zwischen dem acht km in westlicher Richtung entfernten Helmond und Venlo, etwa 30 km südöstlich von Deurne. Die Stadt ist durch die Eisenbahnstrecke Venlo–Eindhoven an beide Städte angebunden. Wenige Kilometer südlich befindet sich die Anschlussstelle Liessel der A67. Eine weitere Straße führt in nordöstlicher Richtung nach Venray.

Deurne lebt hauptsächlich von Handel und Kleingewerbe, Industrie (ein Werk des Philips-Konzerns), Tourismus und Landwirtschaft.

Geschichte

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Der Ort Deurne wurde 721 in einer bischöflichen Schenkungsurkunde erstmals erwähnt. Bereits um 800 v. Chr. lebten hier Menschen, was der Fund eines Urnenfeldes bezeugt. Im Jahr 1910 wurde bei den Arbeiten zum Urbarmachen des Hochmoores in der Gemeinde ein vergoldeter Helm eines Römers gefunden (jetzt im Leidener Museum für das Altertum {Rijksmuseum van Oudheden}). Im Mittelalter hatte Deurne schon eine dem heiligen Willibrord geweihte Kirche. Diese wurde nach dem Westfälischen Frieden von 1648, als Deurne Teil der protestantischen Republik der Niederlande wurde, zwangsweise „reformiert“. Die Katholiken gingen zur Messe in Venray, das wie große Teile der Provinz Limburg erst 1815 niederländisch wurde. Unter der Herrschaft Napoleons bekamen die Katholiken 1799 ihr Gotteshaus zurück.

Im Jahr 1853 gründete ein Geschäftsmann namens Van der Griendt die Maatschappij Helenaveen, die große Teile des Hochmoores „De Peel“ abgraben ließ: der Torf war ein guter Brennstoff, und nach der Entfernung der meterdicken Moorschicht blieb brauchbares Ackerland übrig. Dort entwickelte sich das Dorf Helenaveen mit einem bis zum Zweiten Weltkrieg wichtigen Güterbahnhof an der 1866 eröffneten Eisenbahnlinie EindhovenHelmond – Venlo. Am Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Deurne auch bedeutende Textilindustrie, und der Philips-Konzern baute in Deurne eine Glühlampenfabrik. Inzwischen war die Torfgewinnung wegen Unwirtschaftlichkeit (in Südlimburg gab es inzwischen die Steinkohlezechen) eingestellt worden.

Der Zweite Weltkrieg war für die Gemeinde katastrophal. Zunächst wurde beim Einmarsch der deutschen Truppen am 10. und 11. Mai 1940 hier heftig gekämpft. Im Herbst 1944 wurde das Schloss Deurne und das Dorf Neerkant schwer verwüstet durch den Versuch der Alliierten, nach der zum Teil misslungenen Operation Market Garden, den noch von den Deutschen besetzten Bereich zwischen Eindhoven/Herzogenbusch und der Maas zu erobern. Das große Kriegsmuseum Liberty Park im benachbarten Overloon gibt ein gutes Bild dieser Kämpfe. Nach 1950 wurden mit Subventionen der Regierung in Den Haag Gewerbegebiete entlang der Eisenbahn gebaut, was die wirtschaftliche Entwicklung stark verbesserte.

Schloss Deurne
Kirche: de Sint Willibrorduskerk
Kirche: de Sint Jozefkerk

Kulturelles

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Deurne war Wohnort einiger in der Region bekannter Künstler:

  • Hendrik Wiegersma, Maler, ein Freund von Ossip Zadkine
  • seine Söhne Friso Wiegersma, Textschreiber für bekannte niederländische Kleinkünstler wie Wim Sonneveld, und Pieter Wiegersma (1920–2009)
  • Antoon Coolen, Schriftsteller (1897–1961)
  • Toon Kortooms, Schriftsteller (1916–1999).

Toon Kortooms schrieb beliebte, humorvolle Romane über die Gegend und das Dorfleben, darunter „Beekman en Beekman“ und „Help, de dokter verzuipt“, welches Werk verfilmt wurde.

Sehenswürdigkeiten

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  • Die Hochmoorlandschaft De Peel, östlich von Deurne. Ein Teil davon ist ein 13 km² großer Nationalpark (Nationaal Park De Groote Peel), der vom Besucherzentrum „Mijl op zeven“ besucht werden kann. „De Peel“ wird von Deurne selbst getrennt durch den „Peelrandbreuk“. Das ist eine kleine Verwerfung oder ein Bruch in der Erdkruste, wo also Erdbeben möglich sind. Stärkere Beben als etwa drei auf der Richterskala gibt es aber so gut wie nie.
  • Das Hendrik-Wiegersma-Haus (De Wieger). Museum für Gemälde aus der Periode 1915–1940. Wechselausstellungen moderner Kunst.
  • Einige alte Windmühlen und Bauernhäuser aus dem 19. Jahrhundert.
  • Kleines und großes Schloss im „Haageind“ (14. Jahrhundert).

Die Lokalpartei Transparant Deurne konnte bei der Kommunalwahl am 18. März 2026 erstmals gewinnen. Sie ist in der Legislaturperiode 2026–2030 Teil einer Koalition mit DeurneNU und dem CDA.[3]

Gemeinderat

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Kommunalwahl am 18. März 2026[4]
Wahlbeteiligung: 54,02 %
 %
20
10
0
19,83
19,11
14,01
11,51
11,43
11,03
9,20
3,88
TD a
NU b
DOE!
P/G/P d
OGD f
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2022
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−10
−12
+9,86
−3,00
−10,77
−2,14
−0,45
+11,03
−4,08
−0,45
TD
NU
DOE!
P/G/P
OGD
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a 
Transparant Deurne
b 
DeurneNU
d 
Progressief Akkoord/GroenLinks/PvdA
f 
Onafhankelijke Groep Deurne

Der Gemeinderat wird seit 1982 folgendermaßen gebildet:

ParteiSitze[4]
198219861990199419982002200620102014201820222026
Transparant Deurne2225
DeurneNU810101097545555
DOE!5565663
Progressief Akkoord22112233
GroenLinks33
PvdA13223211
Progressieve Partij Deurne1
VVD211121344332
Onafhankelijke Groep Deurne2
CDA977666664432
50PLUS11
D6632
Lijst Bennenbroek0
Partij voor Socialisme en Ontwapening0
Democraten Deurne0
Gesamt212121232323232323232323
Sitzverteilung im Gemeinderat von Deurne 2026
3
5
5
3
2
1
2
2
3 5 5 3 2 1 2 2 
Insgesamt 23 Sitze
  • P/G/P: 3
  • TD: 5
  • NU: 5
  • DOE!: 3
  • OGD: 2
  • 50PLUS: 1
  • VVD: 2
  • CDA: 2

Kollegium von Bürgermeister und Beigeordneten

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Die Koalitionsparteien DeurneNU, Politieke Partij DOE! und VVD stellen dem College van burgemeester en wethouders jeweils einen Beigeordneten zur Verfügung. Folgende Personen gehören zum Kollegium und sind in folgenden Bereichen zuständig[5]:

FunktionNameParteiRessortAnmerkung
BürgermeisterinGreet ButerPvdAVerwaltung, Sicherheit und Geschäftsführungseit dem 1. Februar 2021 im Amt[1]
BeigeordneteMarinus BiemansPolitieke Partij DOE!Raum, Wirtschaft, ländliches Umland, Nachhaltigkeit sowie Kunst und Kultur
Marnix SchlösserVVDArbeit, Pflege, Bildung und Finanzen
Helm VerheesDeurneNUWohnen, Leben, Gebäude und Besitz
GemeindesekretärRobbert Halffmanseit Januar 2018 im Amt

Persönlichkeiten

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Commons: Deurne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Nieuwe burgemeester in Deurne. In: rijksoverheid.nl. Rijksoverheid, 15. Januar 2021, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 21. April 2023; abgerufen am 1. Februar 2021 (niederländisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 27. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (niederländisch).
  3. Coalitieakkoord 2026-2030 ondertekend. In: deurne.nl. Gemeente Deurne, 28. Mai 2026, abgerufen am 2. Juni 2026 (niederländisch).
  4. 1 2 Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018 2022 2026, abgerufen am 2. Juni 2026 (niederländisch).
  5. College van B&W. In: ris2.ibabs.eu. Gemeente Deurne, abgerufen am 30. Dezember 2018 (niederländisch)