Argenteus

spätantike Silbermünze

Der Argenteus (Plural: Argentei) ist eine römische Silbermünze (dt. etwa „Silberling“), die im Jahre 294 n. Chr. im Verlauf der Münzreform von Kaiser Diokletian (284–305) in Anlehnung an den Silber-Denar des 1. Jahrhunderts n. Chr. eingeführt wurde.

Drei Argentei, Münzstätte: Trier.
Vorderseiten, von oben nach unten: Diokletian DIOKLETIANVS AVG
Constantius I. CONSTANTIVS CN
Galerius MAXIMIANVS CAES
(alle 293–305 n. Chr.)
Auf den Rückseiten: Die vier Tetrarchen Diokletian, Maximian, Constantius I. und Galerius opfern vor dem Tor eines Feldlagers, VIRTVS MILITVM
Argenteus mit Portrait Diocletianus'
Revers dieses Argenteus mit Gewichtsangabe

Es war gesetzlich vorgesehen, das Gewicht auf 1/96 Pfund (= 3,41 g) festzulegen. Jedoch wurden die meisten Argentei untergewichtig ausgeprägt. Anfänglich entsprachen 25 Argentei einem Aureus, ein Argenteus hatte den Gegenwert von 8 Folles. Es wurde auch ein Typ geprägt, der auf der Rückseite mit der Zahl XCVI (= 96) darauf hinwies, dass 96 dieser Argentei einem römischen Pfund entsprachen.[1]

Der Argenteus wurde um 320 n. Chr. unter Konstantin dem Großen durch die Siliqua ersetzt.

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Einzelnachweise

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  1. Ursula Kampmann, Die Münzen der römischen Kaiserzeit, Einleitung zu Diocletianus und Nr. 119.78