DER VERSUCH DEN CAMPUS IN REGENSBURG ZU FOTOGRAFIEREN

Das Universitätsgelände in Regensburg galt einst als ultra modern und fortschrittlich. Heute ist der riesige Komplex im Sichtbeton/Brutalismus-Stil nicht unumstritten. Viele Menschen empfinden den Campus als hässlich und kalt. Wenn man sich allerdings auf dem Gelände bewegt wird schnell klar, dass hier nicht nur brutalistische Materialen und Formen vorherrschen, sondern auch Grünflächen, Wasser und auch gefälligere Formen zu entdecken sind und damit das Gewaltige des Betons entschärft wird. Meine Fotogenehmigung der Uni (vielen Dank an dieser Stelle!) galt allerdings nur für den Außenbreich (Für den Innenbereich benötigt man eine besondere Erlaubnis). Im Nachhinein war ich allerdings fast schon froh, denn die guten drei Stunden auf dem Gelände brachten meine fotografische Kreativität bis an den Anschlag.

Mein fotografischer Rundgang ging also vom Busbahnhof, die große Treppe zum Audimax. links am zentralen Hörsaal vorbei Richtung Forum mit See und Bibliothek. Ein kuirzer Abstecher Richtung Chemie und Physik wieder zurück Richtung Verwaltung um dann bei der ‚Hutti-Arena‘ rauszukommen. Hier kommt man dann wieder an der Mensa vorbei zur Haupttreppe am Anfang.

Was braucht man fotografisch auf dem Gelände? Eine Genehmigung, viel Zeit, evtl. ein Stativ, ein Ultraweitwinkel-Objektiv und eine lichtstarke Festbrennweite (50/85mm). Gute Verpflegung, genug zu trinken und viel Ruhe. Fazit: Eiin toller, interessanter Campus mit zahlreichen tollen Motiven, die man aber erstmal erkennen und in Szene setzen muss.. Unter dem Strich bin ich zufrieden, aber ich denke man könnte mit etwas mehr Fokussierung noch mehr herausholen.

BUSBAHNHOF

TIEFGARAGE

BEREICH VOR DEM AUDIMAX

ZENTRALER HÖRSAAL- AUDIMAX (Westseite)

ZENTRALER HÖRSAAL/AUDIMAX (Ostseite)

FORUM

BIBLIOTHEK

HUTTI-ARENA

SONSTIGES

Brutalismus in Triest: Monte Grisa und Il Quadrilatero

Ende September hatte ich die Gelegenheit, zwei außergewöhnliche Bauwerke zu besichtigen. Zum einen, die auf einem Berg nordöstlich gelegene Santuario di Monte Grisa, zum anderen der riesige Sozialwohnungsbaukomplex Il Quadrilatero di Rozzol Melara südöstlich von Triest. Beide Gebäude wurde im Stile des Brutalismus errichtet und bieten einen guten Eindruck in diese Stilrichtung.

Monte Grisa

Die Wallfahrtskirche Monte Grisa wurde Anfang der 1960er Jahre errichtet und 1966 eingeweiht. Der monumentale Sichtbetonbau ist in eine Ober- und eine Unterkirche gegliedert und eriinnert von außen ein wenig an die Schokoladenstückchen der Firma Toblerone. Beiden Kirchenteile aben etwas 1.500qm Fläche und besonders die Oberkirche beeindruckt durch das nach Osten ausgerichtete Ostschiff.

Fotografisch lässt sich Kirche nur schwer greifen. die architektonische interessantere Außenfassade ist dem Meer zugeneigt und es steht an einem Hang. Im Innenraum empfiehlt sich auf jeden Fall ein Ultraweitwinkel um zumindest einen kleinen Eindruck dieser gigantischen Kirchendecke einfangen zu können. Ein lichtstarkes 35 oder 50mm Objektiv empfiehlt sich für Details im Innenraum. Ich war reisetechnisch mit einem 24-120mm Objektiv unterwegs. Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt.

DIE OBERKIRCHE

DIE UNTERKIRCHE

Il Quadrilatero

Ursprünglich als Sozialwohnungsanlage konzipiert, hat sich der Ruf dieses Beton-Monsters mittlerweile etwas verbessert. Der riesiger Komplex wurde zwischen 1969 und 1983 gebaut. Über 450 Wohnungen für ca. 2.500 Menschen gebaut. Lange Gänge verbinden die verschiedenen Gebäudekomplexe, eine Tiefgarage befindet sich unterhalb des Gebäudes.

Fotografisch ist dieser Komplex nur sehr schwer zu erschließen. Die Gesamtanlage kann man wohl nur mit einer Drohne erfassen. Ansonsten empfiehlt sich auf jeden Fall ein Ultraweitwinkel-Objektiv um die Größe der einzelnen Bauteile zumindest ansatzweise zu erfassen. Für die Innenräume empfiehlt sich ein klassisches 35mm Objektiv mit einer 1.8 Blende. Ein 70-200 2.8 Objektiv wäre dann noch das dritte Objektiv im Bunde um die Entfernungen zu überbrücken und schöne Freistellungen zu garantieren. Bei meinem Besuch kam allerdings ’nur‘ ein 24-120 4.0 zum Einsatz und meine Zeit war auch limitiert. Dennoch hat sich der Besuch absolut gelohnt.

AUßENBEREICH 1

INNENAUFNAHMEN

AUßENBEREICH 2

Historische Ausstellung im Z-Bau Nürnberg eröffnet

Seit dem 02. Oktober ist die neue Dauerausstellung im 1. OG/Bauteil A im Z- Bau Nürnberg zu den Öffnungszeiten des Z-Bau zu sehen. Zusammen mit Julia von Urban Lab und Matthias vom Z-Bau haben wir in einem halben Jahr eine historische Ausstellung über die Geschichte des Z-Bau recherchiert, konzpiert und installiert. Die Geschichte befasst sich mit den Reichsparteitagen. Sie behandelt den Bau der ‚SS-Unterkunft‘ und des Z-Bau. Die Zeit der US-Army und die Nachnutzung des Gebäudes bis 1992 werden ebenfalls thematisiert. Der Z-Bau ist Teil der ehemaligen SS-Kaserne und heutigem Bundesamt für Migration, bzw. Hauptzollamt.