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The Lego Movie

Kindheitsträume werden wahr - die Figuren von Lego werden zum Leben erweckt! Hauptfigur ist Emmit, der ein bisschen schwer von Begriff ist.
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Originaltitel
The Lego Movie
Regie
Dauer
100 Min.
Kinostart
10.04.2014
Genre
Produktionsland
USA

Cast & Crew

Superman
Batman
Green Lantern
Emmet
Wyldstyle / Lucy

Redaktionskritik

Das Regieduo hinter dem „21 Jump Street“-Reboot verhilft einem 65 Jahre alten Kultspielzeug zum gefeierten Kinodebüt. Die knuffige Heldengenese eines kleinen Bauarbeiters zum Retter des Plastikuniversums
Wenn ein Trickfilm über vier Zentimeter kleine, gelbgesichtige und grobmotorische Spielzeugwichtel drei Wochen lang an der Spitze der US-Kinocharts steht, haben die Amis entweder endgültig den Verstand verloren, oder bei „The Lego Movie“ von Phil Lord und Chris-topher Miller handelt es sich wirklich um ein außergewöhnliches Animationsspektakel. Bereits mit der Kinderbuchadaption „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ und der Verfilmung der 80er-Jahre-Serie „21 Jump Street“ haben Lord und Miller bewiesen, dass sie antiquierte Vorlagen in zeitgemäße und vor allem höchst unterhaltsame Blockbuster verwandeln können. Dass dies jetzt auch mit den legendären Plastikbausteinen aus Dänemark funktioniert, liegt an der Fähigkeit, nicht nur das vermeintliche Zielpublikum im Alter von 4 bis 12, sondern auch Erwachsene anzusprechen. Und die müssen nicht einmal zwingend in nostalgischen Lego-Erinnerungen schwelgen können. Die Einführung der Hauptfigur von „The Lego Movie“ ist dafür ein perfektes Beispiel. Emmet ist ein dauergutgelaunter Jedermann, der sein Leben nach Regelhandbüchern ausrichtet, auf dem Weg zur Arbeit bereitwillig absurd überteuerten Coffeeshopkaffee to go kauft und den ganzen Tag den aktuellen Legoland-Nummer-eins-Hit „Hier ist alles super“ vor sich hin trällert. So niedlich wurde gehirngewaschenen Konsumentenmassen der Spiegel noch nie vorgehalten! Emmets konformistisches Pseudoparadies gerät komplett aus den Fugen, als er sich in die fesche Untergrundkämpferin Wyldstyle verguckt, die ihn durch einen Zufall für den „Besonderen“ hält. Laut einer Prophezeiung des weisen Zauberers Vitruvius wird dieser als Anführer der Meisterbildner Lord Business die gelbe Stirn bieten. Und das ist auch dringend nötig, denn der spaßbefreite Legoland-Despot plant, mit einer mysteriösen Geheimwaffe aus der Menschenwelt dafür zu sorgen, dass jeder Stein für immer auf seinem angestammten Platz stecken bleibt. Was Emmets actionreichen Kampf gegen das System so erfrischend macht, ist zuvorderst der unverbrauchte Animationsstil. Obwohl der Film am Computer entstanden ist, dienten als optische Vorlage die im Stop-Motion-Verfahren gedrehten Brickfilme (Kasten rechts). Dank dieses konsequenten Ansatzes setzt sich in „The Lego Movie“ alles aus Bausteinen zusammen – inklusive Meereswellen und Explosionswolken. So entsteht ein äußerst knuffiger Bauklötzchen-Retrolook mit Ecken und Kanten, dem 3D zusätzliche Plastizität verleiht. Als herzallerliebst erweist sich auch das Minihelden-Ensemble, das im Original mit vereinnahmender Verve von namhaften Schauspielern wie Morgan Freeman, Elizabeth Banks und Liam Neeson gesprochen wird. Emmets Mitstreiter stellen einen selbstironischen und slapstickreichen Querschnitt durch die zahlreichen Lego-Themenwelten und Lizenzproduktlinien wie „Batman“ oder „Star Wars“ dar, was dem Film eine endlose Fülle an popkulturellen Referenzen beschert. Dieser Metaebenenansatz wird im Finale auf die rührende Spitze getrieben. Durch einen smarten Realfilmtwist verwandeln sich die Bemühungen von Emmet und Co. zu einer allgemeingültigen Hymne auf Fantasiereichtum und Kreativität. In anderen Worten: „The Lego Movie“ ist im Kern kein filmgewordener Marketingtrick, sondern die geniale Verfilmung des ursprünglichen Lego-Spielprinzips. Und damit ist hier tatsächlich alles super.

Fazit

Der Hype ist berechtigt: kein Werbefilm, sondern ein erfrischendes Trickspektakel mit Witz und viel Herz

Film-Bewertung

The Lego Movie (US 2014)

Redaktion