Superman Returns
Der blaue Überflieger ist zurück, um die Welt zu retten – nur Kryptonit und die Liebe zu Lois Lane können ihn stoppen.
Originaltitel
Superman Returns
Regie
Dauer
154 Min.
Kinostart
17.08.2006
Genre
FSK
12
Produktionsland
Cast & Crew
Superman / Clark Kent
Lois Lane
Lex Luthor
Richard White
Kitty Kowalski
Perry White
Jimmy Olsen
Martha Kent
Stanford
junger Clark Kent
Barkeeper
Grant
Ben Hubbard
Riley
Brutus
Jason White
Gertrude Vanderworth
Redaktionskritik
19 Jahre nach seiner letzten Rettungsmission dringt der erste und berühmteste Superheld der Popkultur in neue Kinosphären vor
Fünf Jahre ist es her, dass Superman (Brandon Routh) die Erde vor Gangstern und verheerenden Katastrophen schützte. Denn in der Zwischenzeit war der „Mann von morgen“ alias Clark Kent im All unterwegs und fahndete dort nach Spuren seiner Vergangenheit. Aber von seinem Heimatplaneten Krypton fehlt jede Spur.
Als er endlich nach Metropolis zurückkehrt, muss er erkennen, dass sich einiges verändert hat: Clarks große Liebe Lois Lane (Kate Bosworth) hat einen Sohn und ist mit dem Neffen seines cholerischen Chefredakteurs verlobt. Zu allem Überfluss ist auch noch Supermans Erzfeind Lex Luthor (herrlich: Kevin Spacey) aus dem Gefängnis entlassen worden und strebt mithilfe einer Hand voll außerirdischer Kristalle die Weltherrschaft an. Für den Stählernen der Beginn eines halsbrecherischen Rettungsmarathons.
„Warum die Welt Superman braucht“, schreibt Starreporterin Lois Lane am Ende der neuesten Verfilmung über den legendären Comic-Heroen in einem Artikel. Eine Begründung bleibt die adrette Journalistin dem Zuschauer allerdings ebenso schuldig wie Regisseur Bryan Singer („X-Men“). Stattdessen schwelgt der 40-Jährige in nostalgischen Bildern und spart nicht an Reminiszenzen an Richard Donners ersten Superman-Film aus dem Jahr 1978 – damals noch mit dem unvergessenen Christopher Reeve in der Titelrolle. Aber auch TV-Darsteller Brandon Routh („Will & Grace“) macht in dem blau-roten Helden-Strampelanzug eine gute Figur. Allerdings wirkt seine Beziehung zu Kate Bosworth verkrampft und unterkühlt. Derartige emotionale Lücken überbrückt Singer mit bom-bastischen CGI-Effekten, einem grandiosen Flugzeugabsturz und Zerstörungsorgien im Minutentakt.
So modern und innovativ das 260-Millionen-Dollar-Epos in Sachen Digitaltechnik auch sein mag, so altbacken und eindimensional bleibt die Figur des interstellaren Weltenretters: Mittels aufdringlicher und kitschiger Engelssymbolik wird der fliegende Adonis zum capeschwingenden Erlöser der Menschheit stilisiert. Und das leider völlig ohne die dringend angebrachte Selbstironie.