Sprachwissenschaftliche Spiegelfechterei (Angela Marcantonio: The Uralic language family. Facts, myths and statistics)
2004, Finnisch-ugrische Forschungen
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Einen ganzen Satz von Hypothesen "concerning initial and final consonsant sequences" hat J.H. Greenberg (1965) aufgestellt, wobei als publikatorische Besonderheit daran erinnert sei, daß eine russische Übersetzung des Originals noch vor diesem erschien (Greenberg 1964). Einige dieser Universalien sollen in dem vorliegenden Beitrag kurz betrachtet und am Russischen überprüft werden, woran sich eine allgemeine Überlegung anschließt.
Präsentation des Projektes für die AG Etrusker & Italiker des DArV
In den nunmehr sechzig Jahren ihres Bestehens war die neue Wissenschaft vom Übersetzen immer wieder bemüht, ihr Verhältnis zur Linguistik zu definieren – sei es durch die Übernahme theoretischer Ansätze aus verschiedenen sprachwis-senschaftlichen Schulen oder aber durch die Abgrenzung von linguistischen Fragestellungen. So hat die Übersetzungswissenschaft jahrzehntelang die innere Entwicklung der Sprachwissenschaft von der sprachkontrastiven Forschung bis hin zur Computerlinguistik mimetisch mitverfolgt, um dann später im Zuge ihrer Emanzipation von der Matrix-Disziplin Linguistik auch eine Reihe anders orientierter "Wenden" (Snell-Hornby 2006) zu erleben. Dabei waren es insbesondere die Kultur- und Kognitionswissenschaften, die den Horizont der übersetzungswissenschaftlichen Reflexionen entscheidend erweiterten. Allerdings ist die Linguistik weiterhin ein Referenzpunkt. Davon zeugen neue Publikationen (z. B. Kvam 2009, Milliaressi 2011), die linguistische Fragestellungen in systematischer sowie praktischer Hinsicht als aktuell für die Frage der Translation erachten. Jörn Albrecht (2001) kündigt sogar einen linguistic return der neueren Übersetzungsforschung an.
The topic of the present article is the phenomenon of uninflectedness (or indeclinability) in the Slavic languages, in particular indeclinable nouns. It is argued that uninflectedness is on the one hand conditioned by certain prerequisites of the morphological system, especially, the constitutive features of inflectional classes. On the other hand, uninflectedness is to a great extent due to the norm of the language which prevents the application of mechanisms of morphological adaptation by the speakers. Nevertheless there are two classes of nouns which are affected by uninflectedness independently, namely female names and toponyms.
2018
В статье рассматриваются концепции и эстетическая функция телевидения в романе „Verordneter Sonntag/Воскресенье по назначению“ (1981) Армина Мюллер-Шталя, а также в ряде фильмов восточногерманской киностудии DEFA, „Лоле“ (1981) Фасбиндера и „Ночи на земле“ (1991) Джармуша, в которых Мюллер-Шталь был задействован как актер. Во-первых, герои Мюллер-Шталя, в том числе и в фильмах, возникших уже в эмиграции, выражают скрытый протест по отношению к телевидению, которое мыслилось в ГДР как рупор официальной власти. Во-вторых, телевидение, прежде всего в романе, непосредственно связано с мотивом границы, сильного, пограничного эмоционального состояния героя. Такая репрезентация телевидения перекликается с его медиальной спецификой, предполагающей тактильно-чувственную вовлеченность реципиента (Маклюэн), а также с той новой функцией связующего звена, виртуального места встречи, которое обрело телевидение вследствие возведения Берлинской стены. Этот аспект отражен в цитируемых в статье письмах Кристы Вольф, которая описывает моменты экранных „встреч“ с Сарой Кирш, выехавшей в 1977 году в ФРГ.
Ukraine-Analysen, 2023
Anders als von Putin erwartet haben die meisten Ukrainer auf die großflächige Invasion Russlands in die Ukraine mit einer stärkeren Verbundenheit mit ihrem Land und ihrer Nation reagiert. Ein Element dieser Verbundenheit ist die Zuwendung zu ihrer Nationalsprache, symbolisch wie auf Kommunikationsebene. Dabei haben die Ukrainer nicht nur eine stärkere Verbundenheit mit ihrer Sprache entwickelt, sondern auch begonnen, sie im Alltag mehr zu sprechen. Zumindest sagen sie das neuen Umfragen zufolge.
2011
In den letzten Jahren hat sich in der Mehrsprachigkeitsforschung eine neue Erkenntnis verbreitet: Die in der Kindheit erworbene Sprache eines Menschen geht nicht in seinen festen Besitz über, sondern die Fähigkeit, sie zu verwenden, kann sich auch zurückbilden. Unter bestimmten Umständen kann dieser Schwund sogar ein dramatisches Ausmaß annehmen. Während in Bezug auf die Sprachkompetenz von Migranten -besonders in der öffentlichen Diskussion -lange der Erwerb der Landessprache im Vordergrund stand, entsteht nun allmählich ein Bewusstsein dafür, dass auch der vollständige Erwerb und der Erhalt der Erstsprache keine Selbstverständlichkeit sind. In der Mehrsprachigkeitsliteratur etabliert sich die Forschung zum Sprachabbau, der sogenannten Attrition, in der jüngsten Zeit als selbstständiger Forschungszweig.
2004
Die Linguistik gehort zu den "Sciences de l'Homme" – den Wissenschaften, die unsere eigene Spezies, die des Homo Sapiens, betreffen – und insbesondere diejenigen Aspekte, die den Menschen innerhalb der Menge aller Lebewesen als das Einzigartige auszeichnen, fur das wir uns halten. Diese Aspekte haben immer etwas mit dem menschlichen "Geist" zu tun oder mit der kognitiven Veranlagung des Menschen, wenn man eine solche Formulierung vorzieht, und mit dem Gebrauch, den er von dieser Veranlagung macht. Dies gilt insbesondere auch fur den Gegenstandsbereich der Linguistik: die menschlichen Sprachen und unsere Fahigkeit, sie zu erwerben und zu verwenden. Die Linguistik ist nicht die einzige Wissenschaft, die die Sprache zum Gegenstand hat. In vielen anderen "Sciences de l'Homme" spielt sie ebenfalls eine wichtige oder sogar zentrale Rolle. In manchen, wie zum Beispiel in der Literaturwissenschaft, geht es sogar - ebenso wie in der Linguistik - ausschli...

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Johanna Laakso