Einem Gemälde gleich
Titel: Einem Gemälde gleich
Fandom: D.N.Angel
Pairing: Satoshi/Daisuke
Wordcount: 1.361
Rating: PG-14
Warnungen: Öh, das übliche "ungebetat", diesmal mit einer zusätzlichen Spur von "nicht nochmal durchgelesen vor dem Posten". Ich steigere mich!^^v Und Lime.
Disclaimer: D.N.Angel gehört Yukiru Sugisaki. Mir gehören nur meine gekauften Manga-Bände und meine ebenfalls gekauften Anime-Boxen.
Anmerkungen: Last-last-uberlast-Minute-Fic für den Pornbattle, der eigentlich schon vor einer Dreiviertelstunde abgelaufen wäre. Wird morgen gebetat, editiert, un-ooct, und vielleicht sogar weitergeschrieben.
Die weichen Pinselhaare strichen in liebevollen, kontrollierten Bewegungen über das rauhe Material der Leinwand, fügten hier ein wenig mehr Farbe, dort ein paar zusätzliche weiße Schattierungen auf das Kunstwerk, die hellen, langen Künstlerfinger nahezu zärtlich um den dünnen Schaft geschlungen.
„Es ist wunderschön...“
Lächelnd warf Daisuke seinem Freund schräg hinter ihm einen kurzen Blick über die Schulter, bevor er sich wieder in die Ausbesserung der mikroskopischen Details sinken ließ. Satoshis leiser Tonfall sprach von ehrfürchtiger Bewunderung – ein Kompliment, das der Erbe einer der größten Künstlerfamilien der Geschichte der Menschheit nicht leichtfertig vergab, und trotz Daisukes allgegenwärtiger Verlegenheit wenn es um sein eigenes Talent ging, konnte er ein kurzes glückliches Auflachen bei diesen Worten nicht unterdrücken:
„Es ist doch noch gar nicht fertig...“, wehrte er sich bescheiden, während er mit der frisch abgetupften Pinselspitze bedächtig in dem azurblauen Farbtupfer seiner Farbpalette rührte und die verräterische leichte Röte auf seinen Wangen durch ein unauffälliges Senken seines Kopfes hinter seinen roten Strähnen zu verbergen versuchte.
„Das macht nichts“, widersprach Satoshi in seiner üblichen ernsten Art, ohne auf Daisukes Verlegenheit auch nur mit einem schrägen Blick einzugehen. „Es ist schon jetzt vielleicht dein bestes Werk!“
Stumm betrachtete er, wie sein Freund sich mit liebevoller Hingabe weiterhin mit ruhiger Hand für Laienaugen unsichtbare Schatten und Farbverläufe der Phantasie-Kristallstadt nachmalte, für ihn jedoch nahm die Landschaft auf der Leinwand mit jedem weiteren Pinselstrich sichtbar mehr Tiefe an, erwachte mit jedem Farbtupfer mehr und mehr zum Leben! Ein paar Jahre vielleicht noch, und seine Gemälde würden den Vergleich mit den größten Hikari-Meisterwerken nicht mehr scheuen müssen...
„Du hast dich in den letzten Jahren noch einmal deutlich verbessert“, bemerkte Satoshi schließlich sachlich, ohne den Blick von den höchsten Türmen der Kristallstadt abwenden zu können, deren strahlender Glanz allmählich blendende Ausmaße anzunehmen schienen. „Danke. Danke, dass du das Bild für mich gemalt hast.“
Daisukes Lächeln nahm einen nahezu scheuen Anschein an, als er den Pinsel in seiner Hand routiniert in den zylinderförmigen Behälter ablegte und sich doch noch trotz seiner zunehmenden Röte zu seinem langjährigen Klassenkameraden umdrehte, während er verlegen den weiten Halsausschnitt seines mit lauter Farbsprenkeln übersähten Pullovers von seiner Schulter hochzog.
„Es war mir ein Vergnügen. Und ich bin froh zu sehen, dass du in den letzten Jahren gelernt hast das Leben zu genießen, Hiwatari-kun.“
Das war der Moment, in dem Satoshi seine Augen von der Schönheit des Bildes löste und auf Niwa verlagerte. Einen Augenblick lang starrte er seinen ehemaligen Rivalen an, als verstehe er nicht ganz wen er wirklich vor sich hatte und was er damit hatte sagen wollen. Der Rotton Niwas Wangen und Nasenspitze erreichten unter seiner Beobachtung allmählich einen Farbton an, der dem Tiefrot seiner Haare bewundernswert ähnlich kam, und er wandte sich schließlich verlegen wieder von Satoshi weg und seinem Bild zu, während seine langen Künstlerfinger nervös an dem Pulloverkragen zerrten, der sich wieder ein Stück über seine rechte Schulter geschoben und dabei ein interessantes Stück makelloser heller Haut einer verführerischen Halskuhle freigegegeben hatte.
Satoshi betrachtete ruhig, wie Daisuke mit der langsam zurückkehrenden Sicherheit der Routine wieder den Pinsel aufnahm, ihn mit einer geübten Geste im kleinen Wasserbehälter ausspülte und bedächtig am Becherrand das eingesaugte Wasser ausdrückte. Sein Blick wirkte konzentriert und verträumt zugleich, sein Gesichtsausdrück unter den dunklen roten Strähnen von der üblichen Sanftheit, für die er weit über die Schulgrenzen hinaus legendär geworden war. Der weite Kragen war an seinen alten Platz knapp über der Schulter zurückgefallen, kaum dass die Finger ihn losgelassen hatten, und ließ nur erahnen, welche weiteren sanften, männlichen Kurven unter dem restlichen Stoff verborgen waren.
Satoshis Blick wanderte ruhig und bewundernd über Niwas Rücken, hielt kurz an der Stelle fest, an der der lose Rand des weiten grauen Pullovers aufhörte und wo die Hose von unter dem alten Stoff erschien, und glitt schließlich weiter, über die gelegentlich leicht wippenden Beine bis zu den nackten Füßen, deren Zehen sich spielerisch immer wieder ein- und wieder ausrollten. Die meisten Menschen mochten bei dem Anblick vielleicht vermuten, dass Niwas nahezu feminine Gesichtszüge auch seinen Körper beschreiben mochten, doch Satoshi wusste es besser, dass die schlanken Konturen unter dem unförmigen alten Pullover und den weiten Cargo-Hosen in Wirklichkeit aus seit frühester Kindheit in hartem Training durchtrainierten Muskeln bestanden, die eine überraschende Flexibilität und Kraft bargen. Eine Kraft und Gewandheit, die niemand jemals von ihm erträumt hätte, wer ihn nur bei seinen zurückhaltenden Leistungen im Sportunterricht oder bei seinen plumpsigen Bewegungen im Schulalltag beobachtet hätte.
Niwa war schön. Nicht einfach nur süß oder attraktiv, wie die anderen Leute schwärmten, wenn sie von ihm sprachen oder ihn für obskure Fotoshootings anwerben wollten, und dabei keine Ahnung davon hatten, wer wirklich hinter der Maske des tollpatschigen und ständig verlegenen Jugendlichen steckte. Satoshi wusste es. Und fühlte sich in diesem Moment unvorstellbar privilegiert, dass das Schicksal sie so eng miteinander verbunden hatte, indem es sie zu Erbfeinden machte.
Er trat vorsichtig an ihn heran, legte ihm zärtlich beide Hände um die Hüften, zog ihn langsam von hinten an ihn heran, um ihm Zeit für eine eventuelle Flucht zu geben.
„Hiwatari...?“, erwiderte Niwa nur erstaunt, ließ ihn aber gewähren. Seine dunklen, roten Augen sahen ihn über die Schulter groß an, doch Satoshi seufzte nur innerlich und ließ seine Hände nur weiter über seinen Bauch wandern, verschränkte sie dort und verstärkte so nur noch seinen liebevollen Griff um ihn. Niwa wirkte unglaublich naiv, doch er war alles andere als dumm. Er musste es nach all den Jahren wissen, was er für ihn empfand – und somit konnte sein unschuldiges Staunen in seiner Meinung nur eines bedeuten: Dass er das gleiche naive Spiel wie immer mit ihm spielte, wie seit dem ersten Tag, als er vergeblich zu verbergen versuchte, dass er seit seiner frühesten Kindheit als Meisterdieb ausgebildet worden war.
„Ich liebe dich...“, flüsterte er an den schweren roten Strähnen vorbei in Niwas Ohr, und er spürte wie dieser kurz erschauderte. Doch bevor sich Satoshi fragen konnte, ob Niwa insgeheim Ekel für seine Berührung empfand, drehte Niwa wieder den Kopf zu ihm und lächelte sein warmes, liebevolles Lächeln, nein, vielleicht noch liebevoller als er es bisher gesehen hatte, und Satoshi erwischte sich dabei, wie er dieses Lächeln mit offenem Mund anstarrte.
„Ich liebe dich?“, wiederholte Satoshi fragend und kam sich ein wenig wie ein Idiot vor, doch bei Niwas Lächeln und seinem warmen Blick verflogen solche Selbstzweifel üblicherweise nur allzu schnell, und er wartete seinerseits staunend, dass Niwa fertig damit wäre sich in seinen Armen umzudrehen, bis sie sich ohne Halsverdrehungen von Angesicht zu Angesicht gegenüberstanden.
„Du musst lange gelitten haben, oder...?“, meinte Niwa nur schüchtern, die altbekannte Röte kroch ihm wieder über seine erstaunlich jungenhaften Wangen und brachte Satoshis staunendes Herz langsam zum schmelzen.
Er wusste nicht genau, was er darauf antworten sollte. Statt dessen starrte er Niwa nur weiterhin wortlos an, die Lippen leicht geöffnet, und wurde trotz Niwas Magie das Gefühl nicht los, dass er, Hiwatari Satoshi, Sonderbeauftragter der Polizei und Spezialist für den Meisterdieb Dark, sich noch immer wie ein Idiot benahm. Es war Niwa, die ihm die Entscheidung für eine angemessene Reaktion abnahm und ihn ewig lächelnd an seinem Hemdkragen zu sich in einen sanften Kuss zog. Erst als Satoshi seine ganz und gar unprofessionelle Überraschung endlich überwand und den langersehnten Kuss erwiderte, dämmerte ihm allmählich die verdrängte Erkenntnis, dank Niwas Hände, die ihn ohne merkliches Zögern sicher in seinem Rücken an ihn zogen, seinen Lippen, die sich selbstbewusst mit genau dem benötigten Druck auf seine legten, seine Zunge, die ohne mehr als schickliche Schüchternheit ihren Einlass zwischen seine willigen Lippen erbaten..., dass er viel mehr Erfahrung als er im Küssen hatte. Und schließlich fiel ihm auf, dass Niwa schlicht vergessen hatte, ihm auf seine Liebeserklärung zu antworten.
Niwas Lippen schmeckten süß, seine Zunge umkreiste zärtlich seine eigene, und seine Arme in seinem Rücken wirkten stärker als vermutet. Seine Haare waren weich seinen Händen, seine Haut warm auf seiner. Seufzend beschloss Satoshi alle Zweifel zu verdrängen und den Augenblick zu genießen, auf den er schon so lange in seinen kühnsten Träumen gewartet hatte. Nach Riku konnte er Niwa immer noch später fragen. Später, viel später, wenn er in der Lage wäre seinen alten, geheimen Neid wieder unter Kontrolle zu behalten.
Fandom: D.N.Angel
Pairing: Satoshi/Daisuke
Wordcount: 1.361
Rating: PG-14
Warnungen: Öh, das übliche "ungebetat", diesmal mit einer zusätzlichen Spur von "nicht nochmal durchgelesen vor dem Posten". Ich steigere mich!^^v Und Lime.
Disclaimer: D.N.Angel gehört Yukiru Sugisaki. Mir gehören nur meine gekauften Manga-Bände und meine ebenfalls gekauften Anime-Boxen.
Anmerkungen: Last-last-uberlast-Minute-Fic für den Pornbattle, der eigentlich schon vor einer Dreiviertelstunde abgelaufen wäre. Wird morgen gebetat, editiert, un-ooct, und vielleicht sogar weitergeschrieben.
Die weichen Pinselhaare strichen in liebevollen, kontrollierten Bewegungen über das rauhe Material der Leinwand, fügten hier ein wenig mehr Farbe, dort ein paar zusätzliche weiße Schattierungen auf das Kunstwerk, die hellen, langen Künstlerfinger nahezu zärtlich um den dünnen Schaft geschlungen.
„Es ist wunderschön...“
Lächelnd warf Daisuke seinem Freund schräg hinter ihm einen kurzen Blick über die Schulter, bevor er sich wieder in die Ausbesserung der mikroskopischen Details sinken ließ. Satoshis leiser Tonfall sprach von ehrfürchtiger Bewunderung – ein Kompliment, das der Erbe einer der größten Künstlerfamilien der Geschichte der Menschheit nicht leichtfertig vergab, und trotz Daisukes allgegenwärtiger Verlegenheit wenn es um sein eigenes Talent ging, konnte er ein kurzes glückliches Auflachen bei diesen Worten nicht unterdrücken:
„Es ist doch noch gar nicht fertig...“, wehrte er sich bescheiden, während er mit der frisch abgetupften Pinselspitze bedächtig in dem azurblauen Farbtupfer seiner Farbpalette rührte und die verräterische leichte Röte auf seinen Wangen durch ein unauffälliges Senken seines Kopfes hinter seinen roten Strähnen zu verbergen versuchte.
„Das macht nichts“, widersprach Satoshi in seiner üblichen ernsten Art, ohne auf Daisukes Verlegenheit auch nur mit einem schrägen Blick einzugehen. „Es ist schon jetzt vielleicht dein bestes Werk!“
Stumm betrachtete er, wie sein Freund sich mit liebevoller Hingabe weiterhin mit ruhiger Hand für Laienaugen unsichtbare Schatten und Farbverläufe der Phantasie-Kristallstadt nachmalte, für ihn jedoch nahm die Landschaft auf der Leinwand mit jedem weiteren Pinselstrich sichtbar mehr Tiefe an, erwachte mit jedem Farbtupfer mehr und mehr zum Leben! Ein paar Jahre vielleicht noch, und seine Gemälde würden den Vergleich mit den größten Hikari-Meisterwerken nicht mehr scheuen müssen...
„Du hast dich in den letzten Jahren noch einmal deutlich verbessert“, bemerkte Satoshi schließlich sachlich, ohne den Blick von den höchsten Türmen der Kristallstadt abwenden zu können, deren strahlender Glanz allmählich blendende Ausmaße anzunehmen schienen. „Danke. Danke, dass du das Bild für mich gemalt hast.“
Daisukes Lächeln nahm einen nahezu scheuen Anschein an, als er den Pinsel in seiner Hand routiniert in den zylinderförmigen Behälter ablegte und sich doch noch trotz seiner zunehmenden Röte zu seinem langjährigen Klassenkameraden umdrehte, während er verlegen den weiten Halsausschnitt seines mit lauter Farbsprenkeln übersähten Pullovers von seiner Schulter hochzog.
„Es war mir ein Vergnügen. Und ich bin froh zu sehen, dass du in den letzten Jahren gelernt hast das Leben zu genießen, Hiwatari-kun.“
Das war der Moment, in dem Satoshi seine Augen von der Schönheit des Bildes löste und auf Niwa verlagerte. Einen Augenblick lang starrte er seinen ehemaligen Rivalen an, als verstehe er nicht ganz wen er wirklich vor sich hatte und was er damit hatte sagen wollen. Der Rotton Niwas Wangen und Nasenspitze erreichten unter seiner Beobachtung allmählich einen Farbton an, der dem Tiefrot seiner Haare bewundernswert ähnlich kam, und er wandte sich schließlich verlegen wieder von Satoshi weg und seinem Bild zu, während seine langen Künstlerfinger nervös an dem Pulloverkragen zerrten, der sich wieder ein Stück über seine rechte Schulter geschoben und dabei ein interessantes Stück makelloser heller Haut einer verführerischen Halskuhle freigegegeben hatte.
Satoshi betrachtete ruhig, wie Daisuke mit der langsam zurückkehrenden Sicherheit der Routine wieder den Pinsel aufnahm, ihn mit einer geübten Geste im kleinen Wasserbehälter ausspülte und bedächtig am Becherrand das eingesaugte Wasser ausdrückte. Sein Blick wirkte konzentriert und verträumt zugleich, sein Gesichtsausdrück unter den dunklen roten Strähnen von der üblichen Sanftheit, für die er weit über die Schulgrenzen hinaus legendär geworden war. Der weite Kragen war an seinen alten Platz knapp über der Schulter zurückgefallen, kaum dass die Finger ihn losgelassen hatten, und ließ nur erahnen, welche weiteren sanften, männlichen Kurven unter dem restlichen Stoff verborgen waren.
Satoshis Blick wanderte ruhig und bewundernd über Niwas Rücken, hielt kurz an der Stelle fest, an der der lose Rand des weiten grauen Pullovers aufhörte und wo die Hose von unter dem alten Stoff erschien, und glitt schließlich weiter, über die gelegentlich leicht wippenden Beine bis zu den nackten Füßen, deren Zehen sich spielerisch immer wieder ein- und wieder ausrollten. Die meisten Menschen mochten bei dem Anblick vielleicht vermuten, dass Niwas nahezu feminine Gesichtszüge auch seinen Körper beschreiben mochten, doch Satoshi wusste es besser, dass die schlanken Konturen unter dem unförmigen alten Pullover und den weiten Cargo-Hosen in Wirklichkeit aus seit frühester Kindheit in hartem Training durchtrainierten Muskeln bestanden, die eine überraschende Flexibilität und Kraft bargen. Eine Kraft und Gewandheit, die niemand jemals von ihm erträumt hätte, wer ihn nur bei seinen zurückhaltenden Leistungen im Sportunterricht oder bei seinen plumpsigen Bewegungen im Schulalltag beobachtet hätte.
Niwa war schön. Nicht einfach nur süß oder attraktiv, wie die anderen Leute schwärmten, wenn sie von ihm sprachen oder ihn für obskure Fotoshootings anwerben wollten, und dabei keine Ahnung davon hatten, wer wirklich hinter der Maske des tollpatschigen und ständig verlegenen Jugendlichen steckte. Satoshi wusste es. Und fühlte sich in diesem Moment unvorstellbar privilegiert, dass das Schicksal sie so eng miteinander verbunden hatte, indem es sie zu Erbfeinden machte.
Er trat vorsichtig an ihn heran, legte ihm zärtlich beide Hände um die Hüften, zog ihn langsam von hinten an ihn heran, um ihm Zeit für eine eventuelle Flucht zu geben.
„Hiwatari...?“, erwiderte Niwa nur erstaunt, ließ ihn aber gewähren. Seine dunklen, roten Augen sahen ihn über die Schulter groß an, doch Satoshi seufzte nur innerlich und ließ seine Hände nur weiter über seinen Bauch wandern, verschränkte sie dort und verstärkte so nur noch seinen liebevollen Griff um ihn. Niwa wirkte unglaublich naiv, doch er war alles andere als dumm. Er musste es nach all den Jahren wissen, was er für ihn empfand – und somit konnte sein unschuldiges Staunen in seiner Meinung nur eines bedeuten: Dass er das gleiche naive Spiel wie immer mit ihm spielte, wie seit dem ersten Tag, als er vergeblich zu verbergen versuchte, dass er seit seiner frühesten Kindheit als Meisterdieb ausgebildet worden war.
„Ich liebe dich...“, flüsterte er an den schweren roten Strähnen vorbei in Niwas Ohr, und er spürte wie dieser kurz erschauderte. Doch bevor sich Satoshi fragen konnte, ob Niwa insgeheim Ekel für seine Berührung empfand, drehte Niwa wieder den Kopf zu ihm und lächelte sein warmes, liebevolles Lächeln, nein, vielleicht noch liebevoller als er es bisher gesehen hatte, und Satoshi erwischte sich dabei, wie er dieses Lächeln mit offenem Mund anstarrte.
„Ich liebe dich?“, wiederholte Satoshi fragend und kam sich ein wenig wie ein Idiot vor, doch bei Niwas Lächeln und seinem warmen Blick verflogen solche Selbstzweifel üblicherweise nur allzu schnell, und er wartete seinerseits staunend, dass Niwa fertig damit wäre sich in seinen Armen umzudrehen, bis sie sich ohne Halsverdrehungen von Angesicht zu Angesicht gegenüberstanden.
„Du musst lange gelitten haben, oder...?“, meinte Niwa nur schüchtern, die altbekannte Röte kroch ihm wieder über seine erstaunlich jungenhaften Wangen und brachte Satoshis staunendes Herz langsam zum schmelzen.
Er wusste nicht genau, was er darauf antworten sollte. Statt dessen starrte er Niwa nur weiterhin wortlos an, die Lippen leicht geöffnet, und wurde trotz Niwas Magie das Gefühl nicht los, dass er, Hiwatari Satoshi, Sonderbeauftragter der Polizei und Spezialist für den Meisterdieb Dark, sich noch immer wie ein Idiot benahm. Es war Niwa, die ihm die Entscheidung für eine angemessene Reaktion abnahm und ihn ewig lächelnd an seinem Hemdkragen zu sich in einen sanften Kuss zog. Erst als Satoshi seine ganz und gar unprofessionelle Überraschung endlich überwand und den langersehnten Kuss erwiderte, dämmerte ihm allmählich die verdrängte Erkenntnis, dank Niwas Hände, die ihn ohne merkliches Zögern sicher in seinem Rücken an ihn zogen, seinen Lippen, die sich selbstbewusst mit genau dem benötigten Druck auf seine legten, seine Zunge, die ohne mehr als schickliche Schüchternheit ihren Einlass zwischen seine willigen Lippen erbaten..., dass er viel mehr Erfahrung als er im Küssen hatte. Und schließlich fiel ihm auf, dass Niwa schlicht vergessen hatte, ihm auf seine Liebeserklärung zu antworten.
Niwas Lippen schmeckten süß, seine Zunge umkreiste zärtlich seine eigene, und seine Arme in seinem Rücken wirkten stärker als vermutet. Seine Haare waren weich seinen Händen, seine Haut warm auf seiner. Seufzend beschloss Satoshi alle Zweifel zu verdrängen und den Augenblick zu genießen, auf den er schon so lange in seinen kühnsten Träumen gewartet hatte. Nach Riku konnte er Niwa immer noch später fragen. Später, viel später, wenn er in der Lage wäre seinen alten, geheimen Neid wieder unter Kontrolle zu behalten.
