springer (
2022)
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Abstract
Dieser Beitrag soll zeigen, inwiefern Wittgensteins Sichtweise auf Technologie eine Herausforderung für die Digitalisierung der Bildung darstellt. Zu diesem Zwecke wird hier die kulturelle Interpretation von Wittgensteins Sichtweise auf Technologie herangezogen, wonach Technologien, wie Wörter, vor einem Hintergrund von Sprachspielen und Lebensformen verstanden werden müssen – und nicht umgekehrt. Ausgehend von Wittgensteins Annahme eines gemeinsamen Hintergrundes menschlicher Lebenswelten wird eine paradigmatische Auffassung vom Verhältnis zwischen modernen technologischen und primitiven Gesellschaften, gemeinsam mit der Idee tief gehender Meinungsverschiedenheiten, zurückgewiesen. Gemäß der kulturellen Interpretation stellt dieser Beitrag klar, dass sich die Digitalisierung der Bildung den Risiken mechanischer Ansätze bewusst sein sollte. Eine Wittgensteinsche Herangehensweise an diese Risiken erfordert, dass wir die Probleme erkennen, die durch die Verwechslung kultureller und mechanischer Verwendungen von Wörtern entstehen, und diese lösen, indem wir zu den ursprünglichen alltäglichen Verwendungen jener Wörter zurückkehren