Abstract
In seinem Forschungsexposé, welches er für die Kandidatur am Collège de France einreichen musste, notiert Barthes, dass er sich mit dem Imaginären der französischen Sprache beschäftigen möchte bzw. mit dem, was die Französ:innen dafür halten. Er will den Positivismus dessen, was man – in seinen Augen oft fälschlich – als ‚typisch französisch‘ bezeichnet, durchbrechen. Die einende Kraft des Französischen auf der Ebene der Normativität sieht Barthes kritisch. Als Katalysator sieht er vielmehr den Historiker Michelet und reflektiert über das ‚Wesen‘ Frankreichs in an Chroniken angelehnten Texten, wobei insbesondere der Eiffelturm in seiner Symbolkraft analysiert wird.