Abstract
Konstruktivismus ist in der Praktischen Philosophie die Bezeichnung für eine inzwischen bunte Familie unterschiedlicher normativer sowie meta-normativer Theorien, welche sich historisch auf HobbesHobbes, Thomas, HumeHume, Davidund insbesondere KantKant, Immanuel beziehen. Konstruktivistische Ansätze zeichnen sich vor allem durch ihre Sicht auf die normative Objektivität und die Rolle aus, welche sie bei der Rechtfertigung dieser Objektivität den mit der praktischen Vernunft ausgestatteten Akteur*innen in der Konstruktion rationaler und/oder vernünftiger Normen beimessen. Eine allgemeine Charakterisierung des Konstruktivismus, welche dessen Varianten sachgerecht umfassen kann, ist indes umstritten (Darwall/Gibbard/Railton 1992; Enoch 2009; Street 2010; Lenman/Shemmer 2012, Introduction; Southwood 2018).