Abstract
Leibniz’ Schriften zur Logik wurden erst im 20.Jahrhundert bekannt, und es stellte sich heraus, dass er schon wesentliche Einsichten der modernen Logik vorweggenommen hatte. Leibniz formalisiert die Logik, die Syllogistik durch Diagramme, die Begriffslogik als Algebra, und insbesonder wie in späteren Systemen auch die Prädikatenlogik durch Quantoren. Seine Satzlogik regt die moderne Semantik möglicher Welten an. Existenz fasst Leibniz durch den Begriff der Kompossibilität, indem die reale als bestmögliche Welt dadurch ausgezeichnet ist, dass in ihr das maximal miteinander Verträgliche vorkommt.